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Flüchtlingshilfe versus Corona Unter Corona: Über den Tellerrand kucken – nicht kochen

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Wir sind ein ehrenamtliches Integrationsprojekt vom Verein Die Insel Hilft e.V. und nutzen das gemeinsame Kochen als Türöffner, um Menschen verschiedener Kulturen am Küchentisch zusammen zu bringen. Wir möchten dadurch Räume schaffen, die Begegnungen und Austausch auf Augenhöhe ermöglichen und ein Kennenlernen zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung fördern. 

Über den Tellerrand

Zur aktuellen Lage:

Bei Über den Tellerrand wird noch nicht wieder gemeinsam gekocht.

Aber ganz viel Anderes wird - immer mit Beachtung der Corona-Regeln – unternommen, was gemeinsam auch mehr Freude macht.

Man kocht noch nicht wieder zusammen, doch man trifft sich draußen zu gemeinsamen Aktivitäten, wie z.B. Wanderungen, Picknicks oder Tanz-Workshops im Park. So werden Begegnungen trotz Abstand ermöglicht. Anstatt gemeinsam zu kochen unternahm man z.B. einen Ausflug in die Boberger Dünen, in die Lüneburger Heide und in den Wildpark Schwarze Berge, was auf viel Anklang stieß.

Außerdem wird der Dabke-Tanzworkshop fortgesetzt, jetzt aber im Park und mit Abstand. Tücher und Kochschürzen dienen dabei als Mittel einen Kreis zu bilden, und sich trotzdem nicht an den Händen zu fassen. Wann wieder regulär über den Tellerrand gekocht werden kann, steht noch in den Sternen. Aber für den kommenden Winter sind schon weitere Ausflüge geplant, z.B. in verschiedene Museen. 

Wer mitmachen will, bei Ausflügen, Tanzen oder vielleicht bald auch wieder gemeinsam Kochen, meldet sich bitte per Mail an anmeldung.hh@ueberdentellerrand.org. Alle Termine findet man wie immer auf der Webseite oder auf Facebook.

Kontakt:

https://ueberdentellerrand.org/satelliten/hamburg/

https://www.facebook.com/TellerrandHamburg/

hamburg@ueberdentellerrand.org

Eine Junge Frau mit großer, grüner Maske holt frischgebackene Kekse aus dem Ofen. Das Bild ist so fotografiert, das die Kamera aus dem Ofen heraus in das Gesicht der Jungen Frau sieht. Kekse mit Maske in Grün


Über den Tellerrand Hamburg: Online kochen - offline essen

In normalen Zeiten laden wir viermal im Monat in verschiedenen Stadtteilen zum gemeinsamen Kochen ein. Außerdem treffen wir uns gerne auch zum Dabke-Tanzen, Feste feiern (z.B. Zuckerfest, Weihnachten oder Nouruz), Picknicken, Eislaufen und anderen Gelegenheiten, die das gegenseitige Kennenlernen ermöglichen.

Der Titel ist ein Witz. das Bild zeigt vegetarische Bratlinge in einer Pfanne und dahinter die Bilder einer Konferenzschaltung mit den anderen Kursteilnehmer*innen auf einem Tablett-Bildschirm. Buletten mit Tablett
Online, Online, Online

Aufgrund von Corona und den damit verbundenen Einschränkungen können momentan jedoch nur Online-Angebote stattfinden.

Online-Kochkurse, Online-Dinner oder Online-Dabke-Tanzworkshops. Dazu treffen wir uns per Videokonferenz über Zoom.

Aber ein wirklicher Ersatz für unsere normalen „analogen“ Kochevents sind Online-Dinner nicht. Zum einen, weil die realen zwischenmenschlichen Begegnungen fehlen, schlechte Internetverbindungen die Gespräche erschweren und zum anderen, und vor Allem, weil wir einen großen Teil unserer Zielgruppe über diesen Weg nicht erreichen können.

Ein junger Mann steht vor seinem Herd. Darauf ein Kochtopf auf heißer Platte, Hinter dem Topf ein Tablett das die anderen Teilnehmer*innen zeigt. In der linken Hand sein Smartphone mit Kochanweisungen Kochen mit Smartphone

Gerade den Geflüchteten aus unserer Community mangelt es in den Unterkünften noch immer oft  an einem WLAN-Zugang, sie haben nur selten einen Laptop, und mit dem Smartphone ist die Teilnahme zwar möglich, aber der kleine Bildschirm macht die Sache doch sehr mühsam. Oder sie haben keinen Rückzugsraum bzw. keine Privatsphäre oder einen ruhigen Platz in ihrem Zuhause.

Für die Online-Events melden sich außerdem deutlich weniger Gäste an als sonst, und die, die sich anmelden sind vorwiegend Deutsche. Das zeigt: die Hamburgerinnen und Hamburger sind gerne zum Kennenlernen bereit. Das ist einerseits natürlich sehr schön, macht es aber auf der anderen Seite schwierig, einen Begegnungsraum für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zu schaffen.

Kekse in Zellophantütchen mit einem kleinen Gruß Offline Keksaktion zum Zuckerfest
Keks bleibt Keks

Umso mehr haben wir uns über die Möglichkeit einer kleinen Offline-Aktion im Rahmen des Zuckerfestes gefreut. Um einigen Bewohnerinnen und Bewohnern einer Hamburger Erstaufnahme eine Freude zu machen, haben wir uns mit dem Team von Welcome Dinner Hamburg zusammengetan und über 200 Tüten Kekse gebacken. Mitglieder aus unserem Team haben bei sich zuhause gebacken und wir brachten die Tütchen dann gesammelt zu der Unterkunft. Als kleine Geste unserer Solidarität mit den Menschen, die es in dieser Zeit besonders schwer haben.

Trotzdem, die Online-Veranstaltungen sind im Moment die einzige Möglichkeit, um in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen, und unsere stattgefundenen Online-Dinner haben erstaunlich gut funktioniert. Am Gesprächsstoff mangelte es jedenfalls nicht.

Auf einem Bild sind in vier Reihen die Bilder von fünfzehn Menschen abgebildet, die am Ende des Kochkurses die fertigen Mahlzeiten präsentieren. Am Ende ist bei allen alles fertig. Guten Appetit!
Online ist, was man isst

Unserer Erfahrung nach eignet sich das Format des Online-Kochkurses aber am allerbesten, da man dabei gemeinsam als Gruppe etwas erlebt, und es nicht nur darum geht sich zu unterhalten. Kochkurse sind auch zugänglicher für Menschen mit geringeren deutschen Sprachkenntnissen und lebendiger und unverkrampfter als ein Online-Abendessen. Dabei kochen die Gäste vorab bei sich zuhause und man trifft sich erst, wenn alles fertig ist, zum gemeinsamen Essen vor dem Bildschirm am virtuellen Küchentisch.

Immer dabei ist jeweils eine Moderatorin oder ein Moderator aus unserem Team dabei, der oder die das Gespräch leitet und sich um die technische Umsetzung kümmert. Bei größeren Gruppen nutzen wir gerne auch die Funktion der Break Out Sessions, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen (ca. 3-5 Personen) eingeteilt werden, die sich besser für Gespräche eignen als in der großen Gruppe.

Ein vollständiges Gericht auf drei Tellern und zwei kleinen Schälchen steht auf einem Tisch vor dem aufgeklappten Laptop. Auf dem Bildschirm andere Menschen mit ihren Gerichten. Vier Gänge mit virtueller Gesellschaft
Fazit:
Begegnung beim Online-Kochen hat seine Tücken und ist in jeden Fall anders als gewohnt. Aber wenn man sich darauf einlässt, sind es trotzdem tolle Erfahrungen.

Wir freuen uns auf Jede und Jeden die oder der sich zu unseren Online-Events anmeldet. Ganz besonders über Menschen mit Fluchtgeschichte.

Vor allem aber freuen wir uns darauf, dass wir uns demnächst zumindest draußen, immer mit dem notwendigen (Sicherheits-) Abstand, wieder ganz persönlich und real begegnen können.

Kontakt:

https://ueberdentellerrand.org/satelliten/hamburg/

https://www.facebook.com/TellerrandHamburg/

hamburg@ueberdentellerrand.org

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