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Corona Senat lässt Prostitutionsangebote unter strengen Auflagen ab morgen wieder zu

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Mit der 13. Änderungsverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus wird ein Teil der Prostitutionsangebote in Hamburg ab dem 15. September wieder zugelassen. Darunter fallen sexuelle Dienstleistungen, die in angemeldeten Prostitutionsstätten oder im Rahmen von Prostitutionsvermittlungen angeboten werden. Weiterhin verboten ist die Ausübung der Prostitution in jeglicher Art von Fahrzeugen und im Rahmen von Prostitutionsveranstaltungen.

Senat lässt Prostitutionsangebote unter strengen Auflagen ab morgen wieder zu

Zur Minimierung des Infektionsrisikos ist die Wiederzulassung der Tätigkeiten an strenge Auflagen sowohl für Prostituierte, Betreiber und Betreiberinnen sowie für Kundinnen und Kunden geknüpft. 

Das vergleichsweise hohe Infektionsrisiko für das Coronavirus bei intimen Kontakten lässt sich nur durch eine konsequente Anwendung dieser Regelungen soweit eindämmen, so dass die Ausübung sowohl für die Prostituierten als auch für Kunden und Kundinnen so sicher wie möglich gestaltet werden kann.

Zu den Auflagen gehören insbesondere die Vorlage eines Schutzkonzeptes, eine immer zu tragende Mund-Nasen-Bedeckung, vorherige Terminvereinbarungen, Aufnahme von Kundenkontaktdaten, ausreichende Belüftung und ein Alkoholverbot.

Unterstützung für Personen in der Sexarbeit während Corona

Um die außerordentliche Belastung von Prostituierten in dieser schwierigen Zeit der Corona-Pandemie abzumildern, hat Hamburg als einziges Bundesland bereits im April ein Angebot bereitgestellt, um besonders hilfebedürftigen Menschen in der Sexarbeit eine Unterbringung zur Verfügung zu stellen. 

Zu Spitzenzeiten waren in dieser Maßnahme bis zu 90 Personen untergebracht, derzeit sind es im Mittel noch 65 Personen. Unterstützt werden die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Unterkunft von den von der Sozialbehörde geförderten Beratungsstellen des „Sperrgebiets“ der Diakonie, der Beratungsstelle von ragazza sowie der Anlaufstelle „BASIS-Projekt“ von basis&woge.

Dieses Angebot der Unterbringung bietet den besonders prekär arbeitenden Prostituierten eine sichere Umgebung. Damit trägt Hamburg auch dazu bei, eine Abwanderung in die Illegalität zu verhindern und den Prostituiertenschutz weiter im Blick zu behalten.

Rahmenbedingungen für Prostitution – Beratung und Schutz für Prostituierte

Durch die Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes wurden erstmals umfassende Regelungen für das Prostitutionsgewerbe geschaffen. Kernelement war die Einführung einer Erlaubnispflicht für alle Prostitutionsgewerbe. Gesetzlich neu eingeführt wurden zudem regelmäßig wahrzunehmende Pflichten für Prostituierte: Diese umfassen eine verbindliche gesundheitliche Beratung sowie die behördliche Anmeldung aller Prostituierten, ebenfalls verbunden mit einer umfassenden Beratung. 

Das Gesetz sieht zudem umfangreiche Kontroll- und Überwachungsaufgaben vor. In allen Bereichen ist Hamburg durch deren fachliche, räumliche und behördenübergreifende Verzahnung weiterhin bundesweit führend.

Kontakt

Martin Helfrich

Pressesprecher

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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