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Kurz & knapp Was gilt denn jetzt?

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Das Infektionsgeschehen ist in ganz Deutschland immer noch viel zu hoch. Deshalb gelten alle Regeln vom Dezember weiter bis zum 31. Januar. Die bekannten Regeln werden um weitere Maßnahmen ergänzt. Das Ziel aller Einschränkungen ist, das Risiko einer Ansteckung deutlich zu senken, damit schwere Erkrankungen sowie Todesfälle vermieden werden und unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird

Sprechbale mit Text: Corona - Was gilt denn jetzt?

Corona in Hamburg: Das ist seit dem 8. Januar 2021 erlaubt

Dieser Artikel gibt einen einfachen Überblick über das, was seit Freitag, 8. Januar 2021, in Hamburg rechtlich gilt. Die Regeln sind für alle verbindlich. Sie finden auch zahlreiche Links zu weiterführenden Informationen.

Grundregeln

Bitte vermeiden Sie alle persönlichen Kontakte, die nicht zwingend nötig sind. Für erforderliche persönliche Treffen gelten folgende Grundregeln:

  • Ein Haushalt plus eine weitere Person: Sie sollten sich möglichst nur noch mit Menschen des eigenen Haushalts treffen. Falls notwendig, darf eine einzige Person eines anderen Haushalts dazukommen. Das gilt für alle Kontakte zuhause wie in der Öffentlichkeit und auch für Jugendliche und Kinder.
  • Ein Beispiel: Ein Haushalt – Familie oder Wohngemeinschaft – mit zwei Erwachsenen und einem Kind darf höchstens eine weitere Person treffen. Das kann zum Beispiel ein anderes Kind zum Spielen sein oder die Oma – aber nicht Oma und Opa gleichzeitig. Man darf sich nicht mehr mit einem anderen Paar treffen, sondern nur noch mit Einzelpersonen.
  • Eine Ausnahme gilt nur für Personen, zwischen denen ein familienrechtliches Sorge- oder Umgangsrechtsverhältnis besteht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Elternteil nicht im selben Haushalt wohnt wie das Kind.
  • Eine weitere Ausnahme gilt in Notfall-Betreuungssituationen. Im Rahmen von Nachbarschafts- oder Familienhilfe ist es möglich, mehrere Kinder in Kleinstgruppen zuhause zu betreuen. Das ist aber keine Ausnahme, um Kindergeburtstage oder ähnliches zu ermöglichen.
  • Zu allen Menschen, die nicht ausdrücklich unter die erlaubten Kontakte fallen, müssen Sie mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Diese Regel gilt überall: zuhause, an öffentlichen Orten oder im Freien.
  • Zu allen Personen, mit denen Sie im selben Haushalt leben, müssen Sie keinen Abstand halten.
  • Um Kontakte zu vermeiden, sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aufgefordert, Home-Office für ihre Beschäftigten zu ermöglichen, wo immer dies möglich ist.
  • Die allgemeinen Kontaktregeln gelten auch auf Spielplätzen. Wenn das Kind zum Beispiel mit einem anderen Kind spielt, ist ein abstandsloser Kontakt der Aufsichtsperson mit einer anderen Person zu vermeiden. 

Weiterhin gilt:

  • Tragen Sie Ihre Maske immer über Mund und Nase und überall dort, wo es vorgeschrieben ist oder eng wird.
  • Halten Sie sich an die Hygieneregeln. Informieren Sie sich über das Infektionsgeschehen in Hamburg auf hamburg.de/corona.

Maskenpflicht 

Eine allgemeine Maskenpflicht gibt es

  • in allen öffentlichen Bereichen, in denen kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann (Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, auf einzelnen Straßen und Plätzen. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite "Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen"),
  • in allen Bussen, in den Zügen des Nah- und Fernverkehrs, in Taxen, MOIA etc.,
  • in Krankenhäusern, Pflegeheimen und auch bei Gesundheitsbehandlungen (zum Beispiel beim Hausarzt), bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Selbstverständlich kann die Maske abgenommen werden, wenn es für die Behandlung erforderlich ist,
  • in allen öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr (bis zum Sitzplatz),
  • in geschlossenen Räumen: während Gottesdiensten, in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, in Arbeits-, Dienst-, Betriebstätten und sonstigen räumlichen Bereichen, die der Berufsausübung dienen. Die Maske darf lediglich während des Verweilens auf dem Platz abgenommen werden beziehungsweise während der Dienstleistung, sofern dies nötig ist,
  • bei allen beruflich bedingten Veranstaltungen an öffentlichen Orten (Workshops), die drinnen stattfinden, bis zu Ihrem Sitzplatz bzw. sobald Sie Ihren Sitzplatz verlassen.

Maskenpflicht in der Schule

  • Auf dem Schulgelände und in allen Schulgebäuden muss grundsätzlich eine Maske getragen werden – auch im Unterricht, sofern er vor Ort stattfindet. Das gilt für alle Schulformen (auch an Grundschulen).
  • Bitte fragen Sie Ihre Schule, welche Ausnahmen es für bestimmte Situationen gibt.  
  • In allen Klassen gilt die Grundregel: Alle 20 Minuten muss eine Stoßlüftung erfolgen.

Hinweise

  • Gesichtsvisiere werden nicht als ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung anerkannt.
  • Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ist mit einem Bußgeld zu rechnen. 
  • Einzelheiten zur Maskenpflicht finden Sie auf unserer Seite zum Thema "Mund- und Nasenbedeckung".

Bildungsangebote

  • Kitas und Tagespflege haben eingeschränkt in der Zeit von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Sofern möglich, sollten Eltern ihre Kinder bis zum 31. Januar aber nicht in die Kita geben, um generell die Zahl der persönlichen Kontakte zu reduzieren. Was möglich ist und was nicht, entscheiden die Eltern.
  • An den Schulen ist die Anwesenheitspflicht bis zum 31. Januar aufgehoben. Das heißt, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Lehrer und Lehrerinnen zu Hause lernen sollen. Nur wenn dies nicht möglich ist, können sie vor Ort in der Schule am Unterricht teilnehmen.
  • Das Wintersemester 2020/2021 findet vorrangig in hybrider Form statt. Es gelten weiterhin die Hygienevorgaben der Hochschulen und der Universität.
  • Der Betrieb staatlicher und privater Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Angebote beruflicher Aus- und Fortbildung sowie der Betrieb von Einrichtungen von Sprach-, Integrations-, Berufssprach- und Erstorientierungskursträgern sind unter Hygiene- und Schutzauflagen möglich (die Auflagen finden Sie in § 19 der Rechtsverordnung).
  • Auch die Durchführung von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit durch Träger der Jugendhilfe ist weiterhin möglich, wenn die allgemeinen Hygienevorgaben eingehalten werden.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

  • Aufgrund der angespannten Lage haben etliche Krankenhäuser ein generelles Besuchsverbot ausgesprochen. Auch Einrichtungen, die unter Quarantäne stehen, dürfen keine Besuche empfangen.
  • Wo Besuche erlaubt sind, gelten die Kontaktregeln – Sie dürfen also keine Begleitung mitnehmen und einen Angehörigen oder Freund nur alleine besuchen. Erkundigen Sie sich vor dem Besuch bei der Einrichtung nach den dort geltenden Besuchsregelungen und Schutzmaßnahmen.
  • Wer einen Angehörigen oder Freund in einer Pflegeeinrichtung besuchen möchte, muss kurz vorher einen Corona-Schnelltest (PoC-Antigen-Test) machen und ein negatives Ergebnis vorlegen. Die Pflegeeinrichtungen sind verpflichtet, eine solche Testmöglichkeit anzubieten. Erkundigen Sie sich nach dem Ablauf des Tests sowie nach speziellen Besuchsregelungen und Schutzmaßnahmen.
    Weitere Informationen zum Testen finden Sie hier: https://www.hamburg.de/faq-tests/
  • Grundsätzlich gilt: Wer Symptome einer akuten Atemwegserkrankung hat (oder für wen eine Quarantäne angeordnet wurde), darf Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht betreten. Dies dient dem Schutz der dort lebenden oder untergebrachten Personen.

Einzelhandel

  • Geschäfte für Lebensmittel und den täglichen Bedarf sowie Lebensmittelstände auf Wochenmärkten sind geöffnet. Dazu zählen vor allem: Drogerien, Apotheken und Reformhäuser, Abhol- und Lieferservices, Getränkemärkte, Tankstellen, Waschsalons und Reinigungen, Tierbedarf, Zeitungen und Zeitschriften.
  • Alle anderen Geschäfte des Einzelhandels, deren Angebot nicht für den täglichen Bedarf nötig ist, sind geschlossen. Diese betroffenen Geschäfte dürfen aber einen kontaktlosen Bestell- und Abholservice (Click & Buy) einrichten.

Dienstleistungen

  • Handwerkliche Dienstleistungen dürfen unter Auflagen angeboten werden.
  • So genannte körpernahe Dienstleistungen, wie zum Beispiel Friseurangebote, Kosmetik, Massage, Tätowieren sind untersagt. Dies gilt nicht für medizinisch notwendige Dienstleistungen.
  • Prostitution darf weder angeboten noch in Anspruch genommen werden. Die entsprechenden Einrichtungen sind geschlossen.

Gastronomie und Alkoholausschank

  • In Hamburg sind gastronomische Betriebe geschlossen.
  • Auch Kantinen ohne Publikumsverkehr dürfen Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten – es sei denn, ein Verzehr in getrennten Räumen ist wegen bestehender Arbeitsabläufe (z.B. in Kliniken und Fabriken) nicht möglich.
  • Der Verzehr von alkoholischen Getränken auf öffentlichen Plätzen, Straßen, Park- und Grünanlagen ist verboten - egal, ob Sie die Getränke selbst mitbringen oder vor Ort kaufen.
  • Der Verkauf von Alkohol für den Verzehr in der Öffentlichkeit ist verboten.
  • Sie können die lokale Gastronomie weiter unterstützen, indem Sie deren Abhol- und Bringservice nutzen, sofern er angeboten wird.

Kultur

  • Um generell Kontakte zu minimieren, bleiben Theater (einschließlich Musiktheater), Kinos, Opern, Konzerthäuser, Museen und Ausstellungshäuser, Musikclubs, das Planetarium und das Literaturhaus geschlossen. 
  • Die Bücherhallen, Gedenkstätten, Stadtteilkulturzentren, Bürgerhäuser und Archive dürfen öffnen. Auch hier dürfen jedoch keine Veranstaltungen stattfinden. Für anwesende Personen gelten die allgemeinen Hygienevorgaben und eine Maskenpflicht.

Freizeit und Sport

  • Veranstaltungen und Angebote, deren Zweck in der Unterhaltung des Publikums bestehen, sind untersagt. Deshalb sind zahlreiche Einrichtungen für den Publikumsverkehr geschlossen, wie zum Beispiel Tierparks und Freizeitparks.
  • Fitness-, Sport- und Yogastudios sowie Sporthallen, Schwimmbäder, Saunen und Dampfbäder, Thermen und Wellnesszentren sind für den Publikumsverkehr geschlossen.
  • Sport ist alleine oder mit Personen des eigenen Haushalts im Freien, auch auf Sportanlagen, erlaubt. Sport mit einer einzigen weiteren Person ist ebenfalls erlaubt, sollte aber vermieden werden, wenn dafür keine triftigen Gründe (wie zum Beispiel eine Behinderung) vorliegen.

Feiern und Treffen

  • Auf Feiern sollten Sie grundsätzlich verzichten. Das Treffen mit einer weiteren Person, die nicht zum Haushalt gehört, ist zwar rechtlich möglich, sollte aber nicht für kleine Feiern, sondern nur für wirklich erforderliche Begegnungen genutzt werden (Hilfeleistungen, Kontaktmöglichkeit für Singlehaushalte).
  • Auch Kindergeburtstage oder Treffen zum Spielen sind nur im Rahmen der Kontaktregeln möglich – das heißt mit maximal einer einzigen weiteren Person, egal welchen Alters.
  • Beruflich bedingte "Veranstaltungen", wie zum Beispiel die Einarbeitung von Außendienstmitarbeitern im Rahmen eines Workshops oder Fortbildungsveranstaltungen, dürfen in geschlossenen Räumen nur mit bis zu 50 Personen und unter zahlreichen Auflagen stattfinden. Dies sind keine Feiern.

Reisen und Übernachten

  • Vermeiden Sie grundsätzlich alle privaten Reisen sowie Tagesausflüge.
  • In Hamburg (und bundesweit) dürfen keine allgemeinen Übernachtungsangebote bereitgestellt werden. Hier gibt es nur wenige Ausnahmen.
  • Hinweise zu Reisen, die nicht aufzuschieben sind, finden Sie in auf unserer Seite "Fragen und Antworten zum Thema Reisen".

Testpflicht und Quarantäne bei Einreise aus Risikogebieten 

  • Alle Personen, die aus einem Risikogebiet kommen, müssen unmittelbar nach der Einreise einen Corona-Test machen und sich sofort für zehn Tage in Quarantäne begeben.
  • Wer fünf Tage nach Einreise einen weiteren Corona-Test mit negativem Ergebnis vorlegt, kann die Quarantäne entsprechend verkürzen.

Gottesdienste 

  • Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen sind erlaubt, wenn die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.
  • Das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen ist untersagt.
  • Wenn viele Besucherinnen und Besucher erwartet werden, ist eine Anmeldung nötig.

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