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#CoronaHH Corona-Schutzimpfungen für Obdachlose abgeschlossen

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Obdachlosen Menschen hatte der Senat bevorzugt eine Corona-Schutzimpfung angeboten, um diesen Personenkreis mit oft schwieriger gesundheitlicher Situation so umfassend wie möglich vor einer Covid-Erkrankung zu schützen. Zwischen 1.800 und 2.000 Personen haben das Angebot angenommen.

Corona-Schutzimpfungen für Obdachlose abgeschlossen

Um es möglichst vielen Menschen auf der Straße zu ermöglichen, das Impfangebot in Anspruch zu nehmen, haben mobile Teams seit Ende April die zahlreichen Einrichtungen zur Unterstützung Obdachloser aufgesucht. So konnten die Corona-Schutzimpfungen an den Orten angeboten werden, die den Menschen bekannt sind und an denen sie Beratung und Unterstützung erfahren.

Verlässliche Anlaufstellen wie die Standorte des Winternotprogramms trugen so dazu bei, eine hohe Impfquote zu erzielen. Einbezogen wurden darüber hinaus die Notübernachtungsstätten, Container-Übernachtungsstandorte bei den Kirchengemeinden und Hochschulen, die Hotelstandorte, in denen freie Träger obdachlose Menschen spendenfinanziert untergebracht hatten, und verschiedene Tagesaufenthaltsstätten. Viele Einrichtungen wurden zweimal von den mobilen Impfteams aufgesucht. Insgesamt wurden in den zwei Monaten über 60 Termine angeboten. Die Standorte des Winternotprogramms werden in diesen Tagen ein drittes Mal angefahren.

Besonders gut wurde das Impfangebot in der Tagesaufenthaltsstätte Markthalle angenommen. Aufgrund ihrer Größe eignet sich die Einrichtung auch für umfangreiche Impfaktionen. Den Musikclub in Hauptbahnhofnähe hatte die Stadt während der Corona-Pandemie gemietet, um obdachlosen Menschen tagsüber einen zusätzlichen, geschützten Aufenthaltsort zu bieten. In der Markthalle wurden vier große Impfaktionen durchgeführt. In dieser Woche wird es am Mittwoch ein erneutes Angebot geben.

Senatorin Dr. Melanie Leonhard: „Menschen, die in Hamburg auf der Straße leben, haben wir eine Corona-Schutzimpfung angeboten – frei von Kosten oder Voraussetzungen. Ich bin froh, dass viele dieses Angebot angenommen haben. Um das möglich zu machen, haben viele zusammengearbeitet: Die Teams von Fördern & Wohnen, die durchgängig seit vielen Monaten die Übernachtungsmöglichkeiten und Schutzangebote für Wohnungslose organisieren ebenso wie die mobilen Impfteams und die weiteren Akteuren in der Wohnungslosenhilfe. Gemeinsam ist es sehr rasch gelungen, viele der gesundheitlich oft eingeschränkten Menschen auf der Straße wirksam vor einer Covid-Erkrankung zu schützen.“

Verwendet wurde schwerpunktmäßig der Impfstoff Janssen des Herstellers Johnson & Johnson. Das Vakzin bietet den Vorteil, dass die volle Schutzwirkung bereits nach der ersten Dosis eintritt, und so auch Personen den vollen Impfschutz erhalten, die einen Zweittermin aus unterschiedlichen Gründen nicht oder nur schwer einhalten können.

Die exakte Anzahl der geimpften Personen, die nicht über einen festen Wohnsitz verfügen, wird nicht erhoben. An das Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts werden lediglich pseudonymisierte Daten übertragen, die keinen Rückschluss beispielsweise auf den Beruf oder sonstige Merkmale zulassen. Aufgrund der Teilnahme an den angebotenen Terminen und den verabreichten Impfdosen geht die Sozialbehörde davon aus, dass mindestens 1.800 obdachlose Menschen die Corona-Schutzimpfung erhalten haben.

Um dieses Ziel zu erreichen, war das Winternotprogramm der Stadt mehrfach verlängert worden, damit die dort untergebrachten obdachlosen Menschen weiterhin besondere Schutzmöglichkeiten nutzen können, bis alle ein Impfangebot in Anspruch nehmen konnten. Über 730 Personen, die das Winternotprogramm, Notunterbringungs- und Versorgungsprogramm bzw. das Pik As genutzt hatten, konnten zudem seit November 2019 eine dauerhafte Unterkunft vermittelt werden.

Menschen, die in Hamburg obdachlos sind, erhalten umfassende Hilfe im städtisch finanzierten Hilfesystem mit vielfältigen Angeboten für Übernachtungen, Lebensmittelversorgung, medizinische Hilfen und Beratungen. Personen, die bislang keine Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, können dies auch weiterhin unabhängig vom Krankenversicherungsstatus oder anderen Voraussetzungen im Impfzentrum nachholen. Hierzu muss ein Termin unter 116 117 oder www.impfterminservice.de vereinbart werden.

Kontakt

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Pressestelle der Sozialbehörde

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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