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Corona-Briefing KW 29 Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

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Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum wurden 322 neue Corona-Fälle gemeldet, gut 100 mehr als in der Vorwoche. Das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 16,9. Erneut geht mit knapp einem Viertel ein großer Teil der Fälle darauf zurück, dass Reisende sich im Ausland infiziert hatten. Rund 1,9 Millionen Impfungen wurden bisher insgesamt verabreicht. 61 Prozent der Bevölkerung in Hamburg sind bereits durch mindestens eine Impfung geschützt. Weiterhin sind zahlreiche, auch kurzfristige, Termine im Impfzentrum verfügbar.

Corona-Briefing KW 29: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

Seit Beginn der Pandemie haben sich 78.049 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 75.800 Personen gelten als genesen. Auch für diese Personen ist eine Immunisierung, vergleichbar mit dem Impfschutz, anzunehmen. Etwa 1.123.000 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten (Stand 19.7.); bei über 818.400 ist die Impfserie abgeschlossen. Unter den über 60-Jährigen haben über 84 Prozent eine Schutzimpfung erhalten.

Alle Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren können einen Termin zur Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen sowie in bestimmten Hamburger Krankenhäusern telefonisch unter 116117 sowie online unter www.impfterminservice.de vereinbaren. Derzeit sind rund 40.000 Termine verfügbar, darunter auch kurzfristige Termine in den kommenden Tagen. Minderjährige müssen sich vorab über die Auswirkungen einer Impfung informieren, von Erziehungsberechtigten begleitet werden, und diese müssen der Impfung vor Ort zustimmen.

Am Sonnabend, den 24. Juli, den 31. Juli sowie den 7. August sind im Impfzentrum ganztägig Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung möglich. Diese Termine können durch Personen wahrgenommen werden, die bislang keine Erstimpfung erhalten haben. Bereits vergebene Termine für Erst- und Zweitimpfungen bleiben bestehen und sollen eingehalten werden.

Mit Stand vom Freitag werden in acht Hamburger Krankenhäusern 28 Patienten stationär behandelt, darunter ist für 16 eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich.

Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests lag in der zurückliegenden Kalenderwoche pro Werktag durchschnittlich bei rund 8.800 Testungen, die Rate der positiven Befunde ist wieder auf das Niveau gestiegen, das sie zuletzt Anfang Juni hatte und lag bei 1,4 Prozent.

Bestimmte Untersuchungen, sog. Sequenzierungen, werden zum eindeutigen Nachweis bekannter Virusvarianten im Rahmen einer zufällig ausgewählten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen. Die Beta-Variante B.1.351 wurde bisher in 33 Fällen eindeutig nachgewiesen (kein Zuwachs), in 22 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die Gamma-Variante B.1.1.28.1-P.1 wurde bisher in neun Fällen nachgewiesen (keine Veränderung), in zwei weiteren Fällen besteht ein Verdacht. Die Delta-Variante B.1.617.2 wurde in 198 Fällen nachgewiesen (+41), es gibt 306 Verdachtsfälle; mit einer kurzfristigen, deutlichen Ausweitung des Auftretens dieser Variante ist nach wie vor zu rechnen.

In der 28. Kalenderwoche sind mit insgesamt 300 Fällen deutlich mehr Neuinfektionen von den Gesundheitsämtern erfasst worden als in der Vorwoche. Acht Fälle dieser Woche gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 23 Fälle auf die 6- bis 14-Jährigen, 41 Fälle auf die 15- bis 19-Jährigen. Die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen sticht erneut sehr deutlich heraus, auf sie gehen 106 Fälle zurück. Weitere 54 Fälle gehen auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zurück und 32 Fälle auf die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen. 22 Fälle beziehen sich auf die 50- bis 59-Jährigen, zehn Fälle auf die 60- bis 69-Jährigen. Nur drei Fälle dieser Woche lassen sich den über 70-Jährigen zuordnen.

Für 55 Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 21 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Im überwiegenden Teil der Ausbruchssituationen innerhalb Hamburgs (16 Ausbrüche mit 41 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt. Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Wochen fort; möglicherweise ist es auf das verstärkte Auftreten von Virenvarianten zurückzuführen, dass bei mindestens einer infizierten Person in einem Haushalt darüber hinaus weitere Personen des eigenen Haushaltes ebenfalls infiziert werden.

Ein umfassendes Infektionsgeschehen, welches sich in Hamburg abspielt, ist trotz des moderaten Anstiegs der Fälle Neuinfizierter weiter nicht zu beobachten. Immer wieder kommt es jedoch zu Situationen, in denen sich nach einem Eintrag von außen eine große Anzahl von Personen in einer Infektionsgefahr befand und eine Kontaktnachverfolgung erforderlich wird. Durch Tests wird in solchen Fällen überprüft, ob davon ausgehend weitere Infektionen in Hamburg stattgefunden haben, um gegebenenfalls mögliche Ausbruchssituationen kontrollieren zu können und eine Weiterverbreitung einzudämmen.

Die Anzahl der Personen, die sich die Infektion im Ausland zugezogen haben, ist erwartungsgemäß erneut deutlich angestiegen. In 69 Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben, davon gehen 34 Fälle auf einen Infektionsort in Spanien zurück (weitere Infektionsorte u.a. Türkei, Russland, Kirgisistan, Niederlande, Portugal, Frankreich). Seit Anfang Juni sind Woche für Woche Infektionen in Hamburg registriert worden, bei denen klar ist, dass eine Infektion im Ausland stattgefunden hat. Die im Zusammenhang mit Auslandsreisen stehenden Fälle nehmen seitdem deutlich zu (KW 27: 37 Fälle, KW 26: 14 Fälle, KW 25: 18 Fälle, KW 24: 20 Fälle, KW 23: 8 Fälle, KW 22: 4 Fälle). Ein vergleichbarer Trend, nach dem die Zahl der Neuinfektionen in und nach Reisezeiten deutlich zugenommen hatte, war bereits im vergangenen Jahr zu beobachten.

Hamburgerinnen und Hamburger, die von Reisen zurückkehren, werden deswegen im Rahmen einer Informationskampagne des Senats im öffentlichen Raum, an Flughäfen, Bahnhöfen, Autobahnauffahrten und an Schuleingängen an die gültigen Einreise- und Quarantänebestimmungen erinnert: „Sicher gereist – sicher zu Hause, AHA im Gepäck“, heißt es in Anzeigen, Plakaten und Handzetteln. Großformatige Plakate finden sich u.a. an den Auffahrten zu A1, A7 und A24, Clips laufen beispielsweise im Nahverkehr in den Fahrgastinformationen.

Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.605 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem SARS-CoV-2-infizierten über 90-Jährigen aus Hamburg liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei ca. 24,2 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 20,4 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,5 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2,3 Prozent. Bei allen anderen Alterssegmenten verstarben deutlich weniger als ein Prozent der Infizierten.

Tägliche Meldewerte zur Corona-Lage sind auf www.hamburg.de/corona-zahlen verfügbar. Werte zu den durchgeführten Impfungen werden werktäglich beim RKI im Impfquoten-Monitoring zusammengeführt (xlsx-Download).

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Alle wichtigen Informationen zur Corona-Schutzimpfung sind online unter www.hamburg.de/corona-impfung abrufbar.

Allgemeine Fragen zur Corona-Schutzimpfung werden unter der Hotline des Bundes 116 117 beantwortet.

Für Fragen zu den Regelungen in Hamburg ist die Hamburger Corona-Hotline unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr erreichbar.

Rückfragen der Medien
Sozialbehörde
Martin Helfrich, Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2889
E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/sozialbehoerde

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