Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

#CoronaHH 3G-Modell mit 2G-Option in Hamburg – ein Überblick

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Um die Pandemie in Hamburg einzudämmen, die Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern und Menschen vor den Langzeitfolgen von COVID 19 zu schützen, hat der Senat in den vergangenen Monaten weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens erlassen müssen und damit tief in das Leben der Bürgerinnen und Bürger eingegriffen.

3G-Modell mit 2G-Option in Hamburg – ein Überblick

Mittlerweile sind in Hamburg mehr als 60 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus (SARS-COV-2-Virus) geimpft. Das heißt, sie können in aller Regel selbst nicht  mehr schwer erkranken und auch andere nur noch selten anstecken. Sie spielen also für das aktuelle Infektionsgeschehen in Hamburg keine nennenswerte Rolle mehr. Beschränkungen müssen verhältnismäßig sein und dürfen nur so lange aufrechterhalten bleiben, wie sie zur Pandemiebewältigung erforderlich sind.

Beschränkungen aufheben

Auf dieser Grundannahme basiert das bundesweite 3G-Modell, das in Hamburg zusätzlich eine 2G-Option vorsieht. Die 3G stehen für geimpfte, genesene, getestete Personen. Beim 3G-Modell wird der Zutritt zu einer Veranstaltung, einem Restaurant oder einer kulturellen Einrichtung nur Menschen ermöglicht, die geimpft, genesen oder getestet sind. Für dieses 3G-Modell bestehen erforderliche Beschränkungen wie zum Beispiel Abstandsregeln, Maskenpflicht, Sperrstunde, Quadratmeter- oder Personenzahlbeschränkungen.

Um einen Teil dieser Beschränkungen aufheben zu können, müssen hohe Schutzstandards eingehalten werden. Diese sind gewährleistet, wenn ausschließlich vollständig geimpfte und genesene Personen anwesend sind. Deshalb hat der Senat zusätzlich eine 2G-Option beschlossen, nach der der Zutritt nur geimpften und genesenen Personen möglich sein wird. Sie gibt der Eventbranche, kulturellen Einrichtungen oder der Gastronomie eine weitere Möglichkeit, ihre Angebote zu unterbreiten und ihr Geschäftsmodell unter erleichterten Bedingungen durchzuführen. Erstmalig ist auch wieder das Tanzen in Clubs und Diskotheken möglich.

Wahlmöglichkeiten für Gastronomen, Veranstalter und Gäste

Die 2G-Option ermöglicht es Gastronomen, Veranstaltern und Gästen unter weniger strengen Bedingungen zusammenzukommen. Abstandsregeln entfallen, Tische und Räumlichkeiten können voll ausgelastet werden und es gilt keine Sperrstunde mehr. Dies ist möglich, weil das Ansteckungsrisiko deutlich niedriger ist, wenn nur Geimpfte und Genesene daran teilnehmen. Menschen, die nicht geimpft sind, haben ein deutlich höheres Ansteckungsrisiko und auch Personen, die einen negativen Coronaschnelltest gemacht haben, können eine Übertragung des Virus nicht ausschließen.

Gesund bleiben ist am Wichtigsten

Nur sehr wenige Menschen sowie einige Schwangere können sich nicht impfen lassen. Daher können sie 2G-Angebote derzeit nicht nutzen. Für sie ist es – vor allem zum Selbstschutz – wichtig, sich keinen unnötigen Infektionsrisiken auszusetzen und die AHA-Regeln einzuhalten sowie Orte zu meiden, wo Menschen beispielsweise ohne Abstand zusammenkommen. Daher ist es medizinisch empfohlen, solche Veranstaltungen oder auch Orte nicht aufzusuchen. Erst wenn die Impfquote weiter gestiegen ist, und alle Menschen, die sich impfen lassen können auch geimpft sind, wird sich der Schutz für diejenigen erhöhen, denen eine Impfung nicht empfohlen ist. Das wird aber noch eine Weile dauern.

Ausnahmeregeln für Kinder und Jugendliche

Kinder unter zwölf Jahren dürfen generell 2G-Angebote nutzen. Die Eltern müssen vor dem Hintergrund, dass ihre Kinder sich noch nicht impfen lassen können, entscheiden, ob ihre Kinder an 2G-Veranstaltungen - bei denen geringere Corona-Schutzstandards gelten als bei 3-G-Angeboten - teilnehmen sollen oder nicht.

Für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren hat die Ständige Impfkommission eine Impfempfehlung ausgesprochen und in den nächsten Wochen wird jedem Kind und Jugendlichen ein Impfangebot in Hamburg gemacht werden. Bis alle ein Angebot erhalten haben, also für eine gewisse Übergangsfrist, können auch Kinder und Jugendliche ohne Impfung an einem 2G-Angebot teilnehmen.

Wahl des Modells – zielgruppenspezifisch und individuell

Jeder Anbieterin oder jedem Anbieter (ob Restaurant-Besitzer oder Partyveranstalter) steht es frei, 2G-Angebote zu schaffen. Es ist nur eine Möglichkeit und keine Pflicht. So wird ein Clubbetreiber, dessen Zielgruppe junge Erwachsene über 18 umfasst, gute Gründe dafür haben, die 2G-Option auszuprobieren.

Eine Anbieterin von Kindertheater, ein Anbieter von Kindermalkursen oder ein Gastronom, dessen Kunden hauptsächlich Familien sind, wird sich wohl eher für das 3G-Modell entscheiden, weil die Zielgruppe nicht die Voraussetzungen für 2G-Angebote erfüllt.

Dienstleistungen und Angebote, die der Staat macht, können unabhängig vom Impfstatus in Anspruch genommen werden. Das gilt auch für Angebote der öffentlichen Daseinsvorsorge, wie beispielsweise der Personennahverkehr und auch Schulunterricht und Klassenreisen.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch