Corona Ältere Menschen: Schutz vor einer Corona-Erkrankung in der eigenen Häuslichkeit

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Corona: Ältere Menschen - Schutz vor einer Corona-Erkrankung

Die Stadt Hamburg hat speziell für ältere Menschen ein Corona-Hilfe-Telefon „Hamburg hilft Senioren“ eingerichtet: 4 28 28 8000. Das Telefon ist täglich von 7 bis 19 Uhr erreichbar. Sie erhalten dort eine Vielzahl von Informationen rund um das Thema Corona, aber auch ganz praktische Hilfsangebote wie Kontaktdaten von Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftshilfen, der Telefonseelsorge usw. Auch fachliche Beratung kann vermittelt werden. Sie können Ihr Anliegen rund um die Uhr auch per Mail an hamburghilftsenioren@service.hamburg.de übersenden.

1. Warum müssen sich ältere Menschen schützen?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 stellt für ältere Menschen eine besondere Gefährdung dar. Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist hochinfektiös und hat sich in kurzer Zeit weltweit verbreitet. Die durch den Coronavirus ausgelöste Infektion heißt COVID-19. Die meisten am Coronavirus erkrankten Menschen sind jünger als 60 Jahre. Einen besonders schweren Verlauf der Erkrankung haben jedoch Menschen ab 60 Jahren zu befürchten. Insbesondere wenn Vorerkrankungen wie z. B. Herzerkrankungen, Diabetes, Lungen- oder Atemwegserkrankungen vorliegen, kann ein erschwerter und leider oft auch tödlicher Krankheitsverlauf auftreten.

Der Hauptübertragungsweg des Virus ist die Tröpfcheninfektion. Hierbei wird die Infektion direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege übertragen. Der indirekte Weg führt über die Hände, die dann über Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Zur Ihrem Schutz sollten Sie daher besondere Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Coronavirus ergreifen:

2. Vermeidung von Kontakt mit anderen Menschen

Es sind nicht alle Menschen bekannt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Viele von diesen Personen merken nur leichte bis keine Symptome. Sie sind also nicht als kranke Personen zu identifizieren und sind trotzdem ansteckend. Es sollte daher möglichst der direkte Kontakt zu anderen Personen vermieden werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Dies betrifft auch Personen aus dem Verwandtenkreis, wie z. B. Geschwister, Kinder und Enkelkinder.

Beim Treffen mit Verwandten sollte unbedingt auf den vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlenen Abstand von 1,5 bis 2 Meter geachtet werden.

Das bedeutet: Bleiben Sie am besten zuhause! Wenn Sie spazieren gehen möchten, gehen Sie allein oder max. mit einer anderen Person. Wenn Sie Angehörige in einer Pflegeeinrichtung haben, dürfen Sie diese derzeit auf Anordnung des Hamburger Senates zu deren Schutz nicht besuchen!

3. Einhalten von Hygieneregeln

I. Besonders wichtig ist regelmäßiges Händewaschen mit Seife! Dabei greift die Seife die Fettschicht, den Schutzschild, der Viren besonders wirkungsvoll an.

Dabei sind folgende Regeln zu beachten:

a. Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:

b. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist.

c. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.

d. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.

e. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.

f. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

II. Hände aus dem Gesicht fernhalten. Sie vermeiden so die Übertragung des Virus von Ihren Händen zu den Mund-, Nasen- und Augenschleimhäuten. Denn wir fassen uns im Schnitt - häufig mit ungewaschenen Händen - alle vier Minuten oft unbewusst ins Gesicht.

III. Halten Sie wo immer es möglich ist 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Menschen.

IV. Sind Sie erkältet und müssen husten oder niesen, tun Sie dies in Ihre Ellenbeuge.

V. Verzicht auf körperliche Begrüßungen und Verabschiedungen (Händeschütteln, Umarmungen, Gesichtskontakte)

VI. Schützen Sie Wunden gut durch Pflaster und Verbände.

VII. Achten Sie auf ein sauberes Zuhause. Reinigen Sie Oberflächen und Türklinken häufiger als sonst.

VII. Lüften Sie regelmäßig Ihre Wohnung.

4. Beachten Sie die von den Behörden veröffentlichten Regelungen

Die Rechtsverordnung finden Sie im Internet unter: www.hamburg.de/coronavirus/ und www.hamburg.de/coronavirus/senioren/.

Besonders zu beachten sind folgende Regeln:

I. Wenn Sie sich außerhalb Ihrer Häuslichkeit bewegen, ist grundsätzlich ein Sicherheitsabstand von mind. 1,5 Metern zu anderen Personen zu beachten.

II. Außerhalb Ihrer Wohnung dürfen Sie lediglich von Personen, die mit Ihnen in Ihrer Wohnung leben oder einer anderen Person begleiten werden. Wenn Ihre Kinder und Enkelkinder nicht direkt mit Ihnen zusammenwohnen, darf Sie auch nur eine Person außerhalb Ihrer Wohnung begleiten.

III. Die meisten Geschäfte sind derzeit geschlossen. Ausnahmen sind u. a. Supermärkte, Lebensmittelhändler, Apotheken, Wochenmärkte, Sanitätshäuser, Drogerien, Banken und Sparkassen, Poststellen oder Zeitungskioske. Grundsätzlich geöffnet bleiben auch Arztpraxen und Krankenhäuser. Auch handwerkliche oder pflegerische Dienstleistungen, Lieferdienste, Taxis und der öffentliche Nahverkehr können weiterhin in Anspruch genommen werden. Geschlossen sind jedoch beispielsweise Theater, Museen, Zoologische Gärten und Tierparks, Schwimmbäder und auch Friseure!

IV. Aber auch bei den unter III. genannten Punkten soll ein Abstand von mind. 1,5 Metern zur nächsten Person eingehalten werden, wenn die räumlichen Möglichkeiten dies erlauben.

V. Die Veranstaltung von Feiern ist auch in der eigenen Wohnung nicht erlaubt. Auch die Zahl von Besuchen in Ihrer Wohnung sollten Sie auf das absolut notwendige Maß begrenzen.

VI. Die Hamburger Seniorentreffs haben aktuell nicht geöffnet.

VII. Die Angebote für gemeinsame Spaziergänge, kulturelle Veranstaltungen sind aktuell eingestellt.

VIII. Cafés und Restaurants sind geschlossen.

5. Schützen Sie Ihre Angehörigen und Freunde in den Pflegeeinrichtungen

Zum Schutz Ihrer Ehegatten, Angehörigen und Freunde, die in einer Pflegeeinrichtung wohnen, dürfen hier keine Besuche mehr stattfinden. Die Pflegeeinrichtungen sind geschlossen worden, um auch dort die Kontakte zu beschränken und die Ansteckungsgefahr für die Insassen und das Pflegepersonal zu reduzieren. Pflegeeinrichtungen dürfen keine Besucher mehr hineinlassen.

6. Hilfe bei Erkrankungen

Sollten Sie erkranken, können Sie sich selbstverständlich weiter an Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin wenden. Rufen Sie in der Praxis an und vereinbaren Sie einen Termin. Es sollen möglichst wenig Patienten gleichzeitig in der Praxis sein, um Ansteckungen zu vermeiden.

Nicht jede Erkältung mit Husten und Schnupfen muss eine Infektion mit dem Coronavirus bedeuten. Besprechen Sie die Symptome telefonisch mit Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin und vereinbaren Sie einen Termin. Gehen Sie bitte nicht ohne Termin zum Arzt. Vermeiden Sie volle Wartezimmer in den Arztpraxen.

7. Hilfe über das Internet

Wenn Sie zu Hause über einen Internetanschluss verfügen, können Sie diesen nutzen, um ein paar Gefährdungsmomente zu vermeiden.

I. Einkaufen

Im Internet und teils auch per Telefon ist es möglich, Lebensmittel einzukaufen, die zu Ihnen nach Hause geliefert werden. Damit kann der Besuch eines vollen Supermarktes vermieden werden. Erkundigen Sie ich beispielsweise im Lebensmittelladen bei Ihnen und die Ecke.

II. Kontakt mit den Angehörigen

Der persönliche Kontakt zu Angehörigen ist wichtig. Wenn Sie einen Laptop zu Hause haben, können Sie auch mit dem Computer den Kontakt zu den Familienangehörigen halten. In einem Laptop sind immer eine Kamera und ein Mikrofon eingebaut. Sie können Ihre Angehörigen also sehen und hören, wenn Sie sich über den Computer unterhalten möchten. Sie können hierfür z. B. das Programm Skype (https://www.skype.com/de/) nutzen. Lassen Sie sich z. B. von Ihren Kindern oder Enkeln telefonisch beim Einrichten des Laptops helfen. Auch über das Corona-Hilfetelefon „Hamburg hilft Senioren“ erhalten Sie unter der Rufnummer 4 28 28 8000 Unterstützung.

8. Hilfe von den Nachbarn

Nutzen Sie die angebotene Hilfe Ihrer Nachbarn beim Einkaufen, oder fragen Sie Ihre Nachbarn telefonisch oder mit dem gebotenen Abstand, ob sie Ihnen Einkaufswege abnehmen können.

Lassen Sie sich die Einkäufe vor Ihrer Haustür abstellen und legen Sie Ihr Geld für den Einkauf z. B. in deren Briefkasten Bei Einhaltung der Sicherheitsregeln und der gebotenen Sicherheitsabstände ist nachbarschaftliche Hilfe möglich. Sehr viele Menschen in unserer Stadt wollen gerne unterstützen!

9. Hamburg hilft Senioren

Sie fühlen sich einsam, suchen jemanden, mit dem Sie am Telefon reden können? Oder benötigen Sie Unterstützung bei Einkäufen oder einen Botendienst? Möchten Sie den PC oder das Handy nutzen, um mit anderen den Kontakt zu halten und plötzlich funktioniert nichts mehr? Benötigen Sie eine Ansprechperson für gesundheitliche und pflegerische Fragen? Dann können Sie über  das Corona-Hilfetelefon Unterstützung bekommen: Rufnummer 4 28 28 8000. Auch unter der E-Mailadresse (hamburghilftsenioren@service.hamburg.de) sind Ansprechpartner zu erreichen.

10. Zusätzliche Gefährdungen

Leider wird die aktuelle Situation auch von Trickbetrügern ausgenutzt – sowohl persönlich an der Haustür als auch telefonisch. Besonders die Trickbetrüger mit dem sogenannten Enkeltrick sind besonders aktiv. Es sind aber auch Trickbetrüger unterwegs, die sich als Mitarbeitende von Behörden ausgeben.

Es gilt daher: Bitte lassen Sie niemand in Ihre Wohnung! Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden können sich immer mit einem Dienstausweis identifizieren.

Wenn Sie den Anrufer oder die Anruferin nicht persönlich kennen, rufen Sie Ihre Verwandten oder eine andere Person, der Sie vertrauen, an und besprechen Sie gemeinsam, was Sie unternehmen sollen. Sie sollten sich selbstverständlich auch an die Polizei wenden, wenn Sie die Sorge haben, dass Sie es mit Betrügern zu tun haben. Dies gilt insbesondere, wenn Sie alleinstehend sind.

Die Polizei Hamburg hat ein Informationsblatt herausgegeben, in dem Sie Tipps und weitere Hinweise finden, wie Sie sich vor Straftaten im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung schützen können.

Sie finden das Informationsblatt unter www.hamburg.de/coronavirus/senioren/.

11. Wie lange müssen Sie sich an die aktuellen Regeln halten?

Es kann leider nicht konkret gesagt werden, wie lange die besonderen Regeln zur Kontaktbeschränkung im Umgang mit anderen Menschen andauern müssen. Der Verlauf der Corona-Pandemie ist nur schwer vorherzusagen.

Am besten informiert werden Sie im Internet auf der Seite der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie finden die Seite unter: www.hamburg.de/coronavirus

12. Wichtige Telefonnummern

112: Rettungsnotruf

110: Polizei

116 117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Bundesvereinigung bietet eine zunächst telefonische ärztliche Beratung, wenn die eigene Hausarztpraxis geschlossen ist. Dieser Patientenservice kann auch in Anspruch genommen werden, wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Ein Test auf eine Infektion wird bei Krankheitszeichen insbesondere in diesen drei Fällen durchgeführt:

  • wenn Sie krank sind und in den vergangenen 14 Tagen engen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde,
  • wenn Sie Krankheitsanzeichen wie etwa Kurzatmigkeit haben und sie einer Risikogruppen angehören: Sie also eine Vorerkrankung haben beziehungsweise älter sind als 60 Jahre,
  • wenn Sie Krankheitsanzeichen haben und bei Ihrer Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommen, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben und besonders geschützt werden müssen; beispielsweise in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder der Altenpflege.

Bitte beachten Sie: Wegen des Coronavirus rufen sehr viele Menschen bei der 116 117 an, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

428 284 000: Hamburger Hotline für Fragen rund um das Coronavirus (täglich von 7 bis 22 Uhr)

428 288 000: Hamburg hilft Senioren​​​​​​​

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