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Corona Informationsblatt zu § 34 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO – Seniorentreffpunkte und Seniorengruppen

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Coronavirus: Informationsblatt zu Seniorentreffpunkten und Seniorengruppen

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist hochinfektiös und insbesondere für ältere und immungeschwächte Menschen eine Gefahr. Die durch das Coronavirus ausgelöste Infektion heißt COVID-19. Besonders wenn noch andere Vorerkrankungen wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lungen- oder Atemwegserkrankungen vorliegen, kann ein erschwerter Krankheitsverlauf auftreten. Der Hauptübertragungsweg des Virus ist die Tröpfcheninfektion. Hierbei wird die Infektion direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege übertragen. Der indirekte Weg führt über die Hände, die dann mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Zum Schutz der Besucherinnen und Besucher von Senior:innentreffpunkten und Senior:innengruppen sowie der Gruppenleitungen können Angebote zurzeit nur unter den Voraussetzungen des § 34 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO stattfinden.

Voraussetzung ist insbesondere ein auf das jeweilige Angebot zugeschnittenes Schutzkonzept nach Maßgabe von § 6 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO. Der Träger muss die Einhaltung des Schutzkonzeptes gewährleisten und insbesondere dafür Sorge tragen, dass das Schutzkonzept vor Ort umgesetzt werden kann. Er ist auch für die Information und Schulung der Senior:innentreff- bzw. Gruppenleitungen verantwortlich.

Die nachfolgenden Hinweise gelten für öffentlich geförderte Senior:innentreffpunkte und Senior:innengruppen im Sinne der Ziffern 2.1 und Ziffer 2.2 der Globalrichtlinie zur bezirklichen offenen Senior:innenarbeit.

Sie gelten bis zum 30. November 2020.

1. Größe des Teilnehmer:innenkreises und Abstandsregelungen

Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher richtet sich nach den räumlichen Verhältnissen und muss so begrenzt werden, dass der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann. Das Abstandsgebot gilt insbesondere nicht

  1. für Angehörige eines gemeinsamen Haushalts,
  2. für Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, Partnerinnen und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister oder für Personen, zwischen denen ein familienrechtliches Sorge- oder Umgangsrechtsverhältnis besteht,
  3. wenn die Einhaltung des Mindestabstands aus tatsächlichen Gründen nicht möglich ist.

Das Abstandsgebot gilt aber:

  • bei Zusammenkünften mit den Angehörigen eines weiteren Haushalts sowie
  • bei Zusammenkünften mit bis zu zehn Personen.

Angebote, bei denen mit gesteigerten Atemluftemissionen zu rechnen ist (insb. Sport und Bewegungsangebote, auch Hockergymnastik sowie Singen), sind in geschlossenen Räumen mit einem Mindestabstand von 2,5 m und im Freien mit einem Mindestabstand von 1,5 m zulässig.

Der Zugang ist so zu begrenzen und zu überwachen, dass anwesende Personen auf der zur Verfügung stehenden Fläche das Abstandsgebot einhalten können. Bei Bildung von Warteschlangen ist das Abstandsgebot durch geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen zu gewährleisten.

Geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen können beispielsweise darin bestehen:

  • Sitzplätze bzw. den Boden mit Abstandsmarkierungen zu versehen,
  • Leitsysteme für die Besucherinnen und Besucher einzuführen,
  • verschiedene Türen als Ein- und Ausgang zu nutzen.

2. Ausschluss von Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung

Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung dürfen den Senior:innentreff bzw. die Senior:innengruppe nicht betreten.

Unter den Begriff der akuten Atemwegserkrankungen fallen alle Erkrankungen der Atemwege, die nicht chronisch sind. Symptome hierfür sind insbesondere Husten, Atemnot, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Husten, Gliederschmerzen und Fieber. Besteht ein Symptom, wie z.B. Husten -welcher grundsätzlich auch ein Symptom einer akuten Atemwegserkrankung sein kann - und ist dieser aber beispielsweise auf eine Asthma-Erkrankung o.ä. zurückzuführen, so ist das Betreten der Einrichtung weiter zulässig.

3. Registrierung

Um im Falle einer Infektion die Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten zu ermöglichen, muss eine Registrierung erfolgen (vgl. § 7 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO). Die Kontaktdaten müssen den Namen, die Anschrift und die Telefonnummer der Besucherin bzw. des Besuchers vollständig und zutreffend umfassen.

Zusätzlich zum Datum muss auch die Uhrzeit erfasst werden. Die Angaben können digital oder analog aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Wochen. Danach sind die Daten zu löschen.

Der Träger bzw. die für das jeweilige Angebot verantwortliche Person vor Ort hat zu prüfen, ob die angegebenen Kontaktdaten vollständig sind und ob diese offenkundig falsche Angaben erhalten (Plausibilitätsprüfung). Wer seine Kontaktdaten verweigert oder offenkundig falsche oder unvollständige Angaben macht, ist von dem Angebot auszuschließen.

4. Maskenpflicht

Gemäß § 34 Ziffer 6 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO gilt für anwesende Personen in geschlossenen Räumen eine Maskenpflicht nach § 8 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO. Mund und Nase müssen so bedeckt werden, dass eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird. Gesichtsvisiere sind keine Mund-Nasen-Bedeckungen im Sinne dieser Verordnung. 

Folgende Ausnahmen gelten von der Maskenpflicht:

  • Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Tragepflicht befreit.
  • Das Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung ist zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung erforderlich ist.
  • Die Tragepflicht entfällt, wenn eine geeignete technische Vorrichtung vorhanden ist, durch die die Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen gleichwirksam vermindert wird.

Die Mund-Nasen-Bedeckungen dürfen während des Verweilens auf Sitzplätzen abgelegt werden.

Der Verstoß gegen die Maskenpflicht stellt eine Ordnungswidrigkeit dar (§ 39 Absatz 1 Ziffer 69 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO). Wer entgegen § 34 Ziffer 6 in Verbindung mit § 8 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, ist der Zutritt zum Senior:innentreff bzw. die Teilnahme an der Senior:innengruppe zu verweigern.

5. Angebote

Zulässig sind neben Kursen und anderen Gruppenangeboten auch wieder offene Angebote mit einem unbekannten Teilnehmerkreis (z.B. offene Kaffeerunden, offene Gesprächs- und Spielenachmittage). Jedoch muss das Abstandsgebot eingehalten werden (s.o.).

Sofern es sich bei dem Angebot um eine Veranstaltung handelt, gilt zusätzlich § 9 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO. „Veranstaltung“ ist ein zeitlich begrenztes und geplantes Ereignis mit einer definierten Zielsetzung oder Absicht sowie mit thematischer, inhaltlicher Bindung oder Zweckbestimmung in der abgegrenzten Verantwortung einer Veranstalterin oder eines Veranstalters, einer Person, Organisation oder Institution, an dem eine Gruppe von Menschen teilnimmt (vgl. § 2 Absatz 4 Satz 1 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO). Der Veranstaltungsbegriff ist weit zu verstehen. Als Veranstaltungen gelten beispielsweise private Feiern aller Art, bestimmte Kulturangebote wie Kino- oder Theateraufführungen.

(1) Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen sind im Freien mit bis zu 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig. Bei Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind im Schutzkonzept die Anordnung der festen Sitzplätze, der Zugang und Abgang des Publikums, die Belüftung, die sanitären Einrichtungen sowie die allgemeinen hygienischen Vorkehrungen detailliert darzulegen. Eine Veranstaltung mit festen Sitzplätzen liegt vor, wenn die Teilnehmenden sich auf fest zugeordneten Sitzplätzen befinden und diese höchstens kurzzeitig verlassen, beispielsweise um die Sanitärräume aufzusuchen. Die Teilnehmenden müssen ihre Sitzplätze vor Beginn der Veranstaltung einnehmen und dürfen diese nicht mehr wechseln. Der Veranstalter muss jedoch nicht zwingend im Vorwege jedem Teilnehmenden einen bestimmten Platz zuordnen. Eine Veranstaltung ist dann nicht mehr als Veranstaltung mit festen Sitzplätzen zu qualifizieren, wenn für die Teilnehmenden zwar auch individualisierte Sitzplätze zur Verfügung stehen, aber die Teilnehmenden die Sitzplätze aufgrund der Gestaltung der Veranstaltung nicht nur kurzzeitig verlassen.

(2) Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze sind im Freien mit bis zu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig. Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze sind beispielsweise Feste, Empfänge oder Exkursionen.

(3)  Feierlichkeiten im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis außerhalb des eigenen Wohnraums sind nur mit bis zu 25 Personen zulässig.

(4)  Die allgemeinen Hygienevorgaben nach § 5 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO sind – wie für alle Angebote von Senior:innentreffs und Senior:innengruppen einzuhalten. Ebenso ist ein Schutzkonzept zu erstellen und die Einhaltung desselben zu gewährleisten (§ 6 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO). Die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nach Maßgabe von § 7 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO unter Angabe des Datums und der Uhrzeit zu erheben (Name, Wohnanschrift, Telefonnummer).

(5)  Zwischen dem Publikum und Bühnen oder Podien, auf denen Darbietungen stattfinden, ist ein Mindestabstand von 2,5 Metern zu gewährleisten.

(6)  In geschlossenen Räumen ist die Maskenpflicht nach § 8 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO einzuhalten.

(7)  Für gastronomische Angebote bei Veranstaltungen gilt § 15 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO.

(8)  Das Tanzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist untersagt. Wer lediglich im Sitzen die Füße oder andere Gliedmaßen leicht im Takt bewegt, tanzt nicht. Es soll verhindert werden, dass durch die Bewegung der Teilnehmenden beim Feiern das Abstandsgebot unterschritten wird.

6. Allgemeine Hygiene- und Präventionsmaßnahmen

Darüber hinaus sind Senior:innentreff- und Gruppenleitungen sowie Besucherinnen und Besucher angehalten, Maßnahmen der Basishygiene zu beachten und zu intensivieren. Über die bereits genannten Maßnahmen hinaus sind die folgenden weiteren allgemeinen Hygienevorgaben nach § 5 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO einzuhalten:


  • In geschlossenen Räumen ist die Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände bereitzustellen.
  • Häufig berührte Oberflächen wie Sanitäranlagen sind regelmäßig zu reinigen.
  • In geschlossenen Räumen ist eine ausreichende Lüftung, die das Infektionsrisiko reduziert, zu gewährleisten (mehrfach täglich mindestens 5 Minuten querlüften).
  • Die anwesenden Personen müssen durch schriftliche, akustische oder bildliche Hinweise auf das Abstandsgebot und den Ausschluss von Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung aufmerksam gemacht werden.

Weiterhin sollten folgenden Empfehlungen konsequent umgesetzt werden:

  • Regelmäßiges, intensiviertes Händewaschen und Hände aus dem Gesicht fernhalten.
  • z.B. https://www.infektionsschutz.de/mediathek/printmaterialien/
  • Bei Bedarf sind Einmalhandschuhe zu tragen (Beispiele: Tisch decken, Kaffee kochen, Verteilung von Kursmaterialien).
  • Beachtung der Niesetikette (Niesen in die Ellenbeuge, Handreinigung nach Niesen in die Hände).
  • Verzicht auf körperliche Begrüßungen und Verabschiedungen (Händeschütteln, Umarmungen, Gesichtskontakte).
  • Intensivierung der Reinigung von Kontaktflächen mit Routinereinigungsmittel (Tische, Türklinken, Griffe, Geländer, sanitäre Anlagen, etc.) vor jedem Kurs- bzw. Gruppenwechsel.
  • Bereitstellung und Nutzung von Informationsmaterial und Hinweisen zu den Hygieneregeln. Diese sollten gut sichtbar im Senior:innentreff aufgehängt werden und auch zu Beginn des Kurses / Angebots noch einmal kurz mündlich erläutert werden.
  • z.B. https://www.infektionsschutz.de/mediathek/printmaterialien/
  • Vorhaltung von Handdesinfektionsmitteln für alle Personen, die den Senior:innentreff bzw. den Gruppenraum betreten (standardmäßig vorhandene Präparate sind üblicherweise geeignet, da begrenzt viruzid wirksam)
  • Umgang mit Geschirr und Abfällen: Keine besonderen Anforderungen aus infektionspräventiver Sicht.
  • Ggf. für den Kurs erforderliche Materialien und Gegenstände sollten – sofern möglich – von den Besucherinnen und Besuchern für den Eigenbedarf mitgebracht werden.

7. Unterstützung von Personen mit Hilfebedarf

Benötigt eine Besucherin oder ein Besucher Unterstützung (z.B. beim Aufsuchen der sanitären Anlagen) und ist ein Einhalten des Abstandsgebotes bei der Unterstützungshandlung nicht möglich, so gilt § 3 Abs. 2 Satz 2 Ziffer 5 HmbSARS-CoV-2EindämmungsVO. Danach gilt das Abstandsgebot unter anderem nicht, wenn die Einhaltung des Mindestabstands aus tatsächlichen Gründen nicht möglich ist. Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, sollte die Unterstützung nach Möglichkeit immer durch ein- und dieselbe Person erfolgen. Ferner sind die Maskenpflicht nach § 34 Ziffer 6 in Verbindung mit § 8 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO sowie die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten.

Bei Besucherinnen und Besuchern mit kognitiven Einschränkungen muss der Träger in Abstimmung mit der Senior:innentreffleitung und Gruppenleitung entscheiden, ob die Einhaltung des Schutzkonzepts leistbar ist. Ist dies nicht der Fall, so können die betreffenden Besucherinnen und Besucher nicht an dem Angebot teilnehmen.

8. Bewirtung

Eine Bewirtung ist nach Maßgabe von § 15 HmbSARS-CoV-2 EindämmungsVO zulässig. Das Verbot von Buffets zur Selbstbedienung ist aufgehoben. Es wird jedoch empfohlen, im Sinne einer Reduktion des Infektionsrisikos zurückhaltend mit dieser Möglichkeit umzugehen.     

Die Küche sollte auch weiterhin nur von maximal zwei Personen pro Gruppe betreten werden. Dabei sollten, wenn möglich, immer die gleichen Teams zusammenarbeiten.

9. Umgang mit Verdachts- und Infektionsfällen

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus sollte der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 kontaktiert werden. In bestätigten Infektionsfällen ermittelt das zuständige Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen und veranlasst weiterführende Maßnahmen (Isolierung, Rückverfolgung des Ansteckungsweges).

10. Wichtige Telefonnummern

116 117 Ärztlicher Bereitschaftsdienst

428 28 4000 Hamburger Hotline zum Coronavirus

428 28 8000 Hamburg hilft Senioren, auch unter folgender E-Mail-Adresse zu erreichen:

 hamburghilftsenioren@service.hamburg.de

112 Rettungsnotruf

110 Polizei

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