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Arbeitsschutz & Corona Einsatz von Masken

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In vielen Bereichen ist im Zuge der Corona-Pandemie das Tragen von Masken verpflichtend geworden. Dies betrifft das Tragen einer einfachen Alltagsmaske (Mund-Nase-Bedeckung, MNB) als auch die Verpflichtung, medizinische Masken zu tragen.

Arbeitsschutz & Corona: Masken

Einsatz von Masken in Betrieben

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen in ihren Betrieben medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken), FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen. Welche Masken genau zulässig sind finden Sie hier.

Alltagsmasken sind im Arbeitskontext nicht mehr zulässig.

Bitte beachten Sie: Der Einsatz vom Masken im Betrieb darf immer nur die letzte Möglichkeit sein. Vor dem Einsatz müssen organisatorische Maßnahmen (z.B. Homeoffice, Trennung von Arbeitsbereichen) geprüft und umgesetzt werden. Auch sollten Masken immer nur so kurz wie möglich eingesetzt werden.

In einigen Bereichen wie z.B. dem Gesundheitswesen müssen höherwertige Masken als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen werden. Diese Bereiche werden über spezielle Verordnungen geregelt, sie betreffen den Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht.

Bitte beachten Sie, dass der individuelle Impfstatus nicht von der Pflicht zum Tragen einer Maske befreit. Die Entscheidung, ob die Impfung der Belegschaft als organisatorische Maßnahme Konsequenzen im betrieblichen Hygienekonzept oder in Hinblick auf die Gefährdungsbeurteilung hat, muss immer tätigkeitsbezogen durch den Arbeitgeber geprüft werden. Generell sind bei der Absprache von Maßnahmen die zuständigen Arbeitsmediziner einzubeziehen.

Verschiedene Maskentypen

Alltagsmaske/Mund-Nase-Bedeckung (Im Arbeitskontext nicht mehr zulässig)

Alltagsmasken, auch Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) genannt, sind textile Bekleidungsgegenstände, die mindestens Nase und Mund bedecken. MNB dienen dem Fremdschutz. Sie sind weder Medizinprodukte noch Persönliche Schutzausrüstung (PSA).

Gesichtsschilde aus Kunststoff, die das Gesicht vollständig oder nur teilweise bedecken und nach oben oder unten hin offen sind, sind kein Ersatz für eine Mund-Nase-Bedeckung.

Medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske)

Anders als die einfache Mund-Nase-Bedeckung, ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz nach verbindlichen Produktions-Standards geprüft (EN 14683:2019+AC:2019).

Diese Masken dienen dem Fremdschutz. Die hauptsächliche vorgesehene Verwendung medizinischer Gesichtsmasken ist der Schutz von Patientinnen und Patienten gegen infektiöse Tropfen und Tröpfchen der Behandelnden z.B. im Operationsaal.

FFP-Masken

In bestimmten Arbeitsbereichen, z.B. in der chemischen Industrie, der Asbestsanierung oder dem Gesundheitsdienst, sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den Gefahren durch kleine und kleinste Partikel ausgesetzt. Filtrierende Atemschutzmasken oder kurz FFP-Masken dienen dem Schutz der tragenden Person (Eigenschutz). Diese Masken sind über die Norm (EN149:2001+A1:2009) EU-weit harmonisiert und unterliegen sehr strengen kontinuierlichen Kontrollen.

Für den Infektionsschutz sind in Europa partikelfiltrierende Halbmasken der Klassen FFP 2 und 3 zugelassen. Verfügen diese Masken nicht über ein Ausatemventil, schützen sie auch andere Personen vor den Aerosolen der maskentragenden Person (Fremdschutz).

Masken ohne FFP Zertifizierung/ CPA-Masken

Insbesondere zu Beginn der Pandemie waren EN normkonforme FFP2 und FFP3 Masken nicht mehr in ausreichender Menge verfügbar. Weltweit gibt es allerdings eine Vielzahl anderer Normen für Atemschutzmasken, die, je nach vorgesehenem Einsatzgebiet, die EN-Norm oder Teilaspekte erfüllen.

Aus diesem Grund wurde in Deutschland ein verkürztes Prüfverfahren (Corona Pandemie Atemschutz, CPA) eingeführt, um Atemschutzmasken anderer Normen auf ihre Eignung für den Infektionsschutz zu testen. Diese CPA-geprüften Masken dürfen in Deutschland als Atemschutz verkauft und auch im Gesundheitswesen als Ersatz für FFP2 Masken eingesetzt werden. CPA Masken erfüllen im Bereich des Infektionsschutzes die technischen Sicherheitsanforderungen der FFP2 Norm. Daraus folgt, dass derartige Produkte ausschließlich für den Bereich des Infektionsschutzes und nicht für andere Zwecke (z.B. als PSA in Industrie und Handwerk) verwendet werden dürfen, denn nur dafür wurden sie getestet.

Aufgrund der schwierigen Importlage für Schutzausrüstung wurden auch bundesweit Unternehmen von den Behörden darin unterstützt, heimische Produktionen von Schutzausrüstung aufzubauen. Darunter waren auch Atemschutzmasken, welche ebenfalls dem verkürzten Prüfverfahren unterzogen wurden. Diese Masken bilden aber nur einen Bruchteil der CPA Masken ab. Die meisten CPA Masken sind chinesische KN95 Importe.

KN95 Masken ohne CPA Prüfung gelten als Alltagsmasken und dürfen daher im Betrieb nicht eingesetzt werden. Die CPA Bescheinigung liegt regelhaft der kleinsten Verpackungseinheit der Masken bei.



Einsatz von medizinischen Masken im Betrieb

Der Einsatz dieser Masken bietet nur einen zusätzlichen Schutz, wenn diese auch fachgerecht eingesetzt werden. Die Masken müssen jederzeit überall dicht anliegen, d.h. es darf keine Luft über die Seiten eindringen oder entweichen. Das Vorhandensein von Bärten verhindert, dass die Maske dicht sitzt. Die Maske darf beim Tragen nicht verrutschen. Sitzt die Maske nicht korrekt, schützt sie nicht besser als eine Alltagsmaske.

Korrekt getragen, bieten FFP2- und CPA-Masken einen zuverlässigen Infektionsschutz. Das Atmen mit diesen Masken stellt aber eine hohe körperliche Belastung dar. Die Tragezeit sollte nur so kurz wie unbedingt nötig sein. Bei auftretendem Unwohlsein sollte die Maske sofort abgelegt und gegebenenfalls gegen eine andere Maske - z.B. einen medizinischen Gesichtsschutz - gewechselt werden. Der Bereich, in dem eine Maske getragen werden muss, sollte verlassen und die Maske abgelegt werden.

Werden die FFP2 oder CPA-Masken in Bereichen, in denen normalerweise keine Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen werden muss, zur Verfügung gestellt, gelten sie nicht als PSA. Die, in der PSA-Verordnung geregelten, mit dem Einsatz von PSA einhergehenden Pflichten für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber entfallen. Dies entbindet diese aber nicht davon, jeglichen Einsatz von Masken in einer aktualisierten Gefährdungsbeurteilung abzubilden, Tragezeitbegrenzungen festzulegen, den notwendigen Einsatz auf ein Minimum zu reduzieren, Nutzen und Risiken abzuwägen und die Beschäftigten über mögliche Belastungen in Verbindung mit dem Tragen der Masken zu unterrichten.

FFP3-Masken haben einen besonders hohen Atemwiderstand. Das Tragen von FFP3-Masken ist im Gesundheitswesen nur bei Tätigkeiten mit besonders hoher Infektionsgefahr vorgesehen. Das Tragen von FFP3-Masken im privaten Bereich kann daher nicht empfohlen werden.

Weitere Informationen finden Sie in den unterstehenden Links

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