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Arbeitsschutz & Corona Masken

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In vielen Arbeitsbereichen ist im Zuge der Corona-Pandemie das Tragen von Masken verpflichtend geworden. Normalerweise ist das Tragen einer einfachen Alltagsmaske (Mund-Nase-Bedeckung, MNB) ausreichend. In einigen Bereichen wie z.B. dem Gesundheitswesen müssen höherwertige Masken als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen werden. Diese Bereiche werden über spezielle Verordnungen geregelt, sie betreffen den Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht.

Masken

Bitte beachten Sie: Der Einsatz vom Masken im Betrieb darf immer nur die letzte Möglichkeit sein. Vor dem Einsatz müssen organisatorische Maßnahmen (z.B. Homeoffice, Trennung von Arbeitsbereichen) geprüft und umgesetzt werden. Auch sollten Masken immer nur so kurz wie möglich eingesetzt werden.

Verschiedene Maskentypen

Alltagsmaske/Mund-Nase-Bedeckung

Alltagsmasken auch Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) genannt, sind textile Bekleidungsgegenstände, die mindestens Nase und Mund bedecken. MNB dienen dem Fremdschutz. Sie sind weder Medizinprodukte noch Persönliche Schutzausrüstung (PSA).

Gesichtsschilde aus Kunststoff die das Gesicht vollständig oder nur teilweise bedecken und nach oben oder unten hin offen sind kein Ersatz für eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske)

Anders als die einfache Mund- Nasenbedeckung, ist ein medizinischer Mund- Nasen-Schutz nach verbindlichen Produktions-Standards geprüft (EN 14683:2019+AC:2019).

Diese Masken dienen dem Fremdschutz. Die hauptsächliche vorgesehene Verwendung medizinischer Gesichtsmasken ist der Schutz von Patientinnen und Patienten gegen infektiöse Tropfen und Tröpfchen der Behandelnden z.B. im Operationsaal.

FFP-Masken

In bestimmten Arbeitsbereichen z.B. in der chemischen Industrie, der Asbestsanierung oder dem Gesundheitsdienst sind Arbeitnehmer den Gefahren durch kleine und kleinste Partikel ausgesetzt. Um diese Arbeitnehmer zu schützen, ist es in bestimmten Bereichen Pflicht einen Atemschutz zu tragen. Filtrierende Atemschutzmasken oder kurz FFP-Masken dienen dem Schutz der tragenden Person (Eigenschutz). Diese Masken sind über die Norm (EN149:2001+A1:2009) EU-weit harmonisiert und unterliegen sehr strengen kontinuierlichen Kontrollen.

Für den Infektionsschutz sind in Europa partikelfiltrierende Halbmasken der Klassen FFP 2 und 3 zugelassen. Verfügen diese Masken nicht über ein Ausatemventil, schützen sie auch andere Personen vor den Aerosolen der maskentragenden Person (Fremdschutz). Der Einsatz im beruflichen Umfeld ist über strenge Vorschriften geregelt. Diese beinhalten z.B. Unterweisungen, Arbeitsmedizinische Vorsorge und Tragezeitbeschränkungen.

Masken ohne FFP Zertifizierung/ CPA-Masken

Insbesondere zu Beginn der Pandemie waren EN normkonforme FFP2 und FFP3 Masken nicht mehr in ausreichender Menge verfügbar. Weltweit gibt es allerdings eine Vielzahl anderer Normen für Atemschutzmasken die, je nach vorgesehenem Einsatzgebiet, die EN-Norm oder Teilaspekte erfüllen.

Aus diesem Grund wurde in Deutschland ein verkürztes Prüfverfahren (Corona Pandemie Atemschutz, CPA) eingeführt, um Atemschutzmasken anderer Normen auf ihre Eignung für den Infektionsschutz zu testen. Diese CPA-geprüften Masken dürfen in Deutschland als Atemschutz verkauft und auch im Gesundheitswesen als Ersatz für FFP2 Masken eingesetzt werden. CPA Masken erfüllen im Bereich des Infektionsschutzes die technischen Sicherheitsanforderungen der FFP2 Norm. Daraus folgt, dass derartige Produkte ausschließlich für den Bereich des Infektionsschutzes und nicht für andere Zwecke (z.B. als PSA in Industrie und Handwerk) verwendet werden dürfen, denn nur dafür wurden sie getestet.

Aufgrund der schwierigen Importlage für Schutzausrüstung wurden auch bundesweit Unternehmen von den Behörden darin unterstützt, heimische Produktionen von Schutzausrüstung aufzubauen. Darunter waren auch Atemschutzmasken, welche ebenfalls dem verkürzten Prüfverfahren unterzogen wurden. Diese Masken bilden aber nur einen Bruchteil der CPA Masken ab, die meisten CPA Masken sind chinesische KN95 Importe.


Einsatz von FFP 2 (FFP3) oder CPA Masken als Mund-Nase-Bedeckung im Betrieb oder im privaten Bereich

Der Einsatz von FFP oder CPA- Masken im privaten Bereich ist von Seiten des Gesetzgebers nicht geregelt.

In Bereichen in denen Alltagsmasken (MNB) getragen werden müssen, müssen auch bei Verwendung von FFP oder CPA- Masken die allgemeinen Schutzmaßnahmen (AHA+L Regeln) eingehalten werden.

Der Einsatz dieser Masken bietet nur einen zusätzlichen Schutz wenn diese auch fachgerecht eingesetzt werden. Die Masken müssen jederzeit überall dicht anliegen, d.h. es darf keine Luft über die Seiten eindringen oder entweichen. Das Vorhandensein von Bärten verhindert das die Maske dicht sitzt. Die Maske darf beim Tragen nicht verrutschen. Sitz die Maske nicht korrekt, schützt sie nicht besser als eine Alltagsmaske.

Da FFP- Masken normalerweise nur von gesundheitlich dafür geeigneten Personen getragen werden, gibt es keine Studien zu den Auswirkungen auf Personen mit z.B. eingeschränkter Lungenfunktion, Kindern oder älteren Personen. Korrekt getragen, bieten FFP2 und CPA Masken einen zuverlässigen Infektionsschutz. Ihr Einsatz sollte aber ggf. individuell abgeklärt werden. Das Atmen mit diesen Masken stellt eine hohe körperliche Belastung dar. Die Tragezeit sollte nur so kurz wie unbedingt nötig sein. Bei auftretendem Unwohlsein sollte die Maske sofort abgelegt und ggf. gegen eine Alltagsmaske gewechselt werden.

Werden die CPA Masken, in Bereichen in denen normalerweise keine Persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen werden muss, als MNB zur Verfügung gestellt gelten sie nicht als PSA. Die, in der PSA-Verordnung geregelten, mit dem Einsatz von PSA einhergehenden Pflichten für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber entfallen. Der Einsatz durch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgt freiwillig.

Arbeitnehmer können eine selbst ausgewählte Maske als MNB einsetzen. In diesem Fall, steht es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch frei z.B. FFP Masken zu wählen, ohne dass für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zusätzliche Pflichten entstehen. Dies entbindet diese aber nicht davon auch die Mund-Nase- Bedeckung in einer aktualisierten Gefährdungsbeurteilung abzubilden, den notwendigen Einsatz auf ein Minimum zu reduzieren, Nutzen und Risiken abzuwägen und die Beschäftigten über mögliche Belastungen in Verbindung mit dem Tragen der Masken zu unterrichten.

FFP3 Masken: FFP3 Masken haben einen besonders hohen Atemwiderstand. Das Tragen von FFP3 Masken ist im Gesundheitswesen nur bei Tätigkeiten mit Auswahl und Benutzung von Masken besonders hoher Infektionsgefahr vorgesehen. Das Tragen von FFP3-Masken im privaten Bereich kann daher nicht empfohlen werden.

Weitere Informationen finden Sie in den unterstehenden Links

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