Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Gebiet & Geschichte Denkmalschutz

Denkmalschutz

Zusammenfassung:

  • Güterbahnhof
  • Kleiderkasse
  • Tunnel
  • Wasserturm
  • Bahndirektion
  • Umfeld: diverse Denkmäler

Denkmalgeschützte Bauwerke im Projektgebiet

vergrößern Güterhallen Mitte Altona Güterhallen Mitte Altona (Bild: steg) In den 1890er Jahren wurde, insbesondere aus verkehrlichen Gründen, der Bahnhof Altona von der Palmaille an den heutigen, ungefähr 500 Meter weiter nördlich liegenden Standort verlegt. Im Zuge dieser Verlegung wurde der „Güterbahnhof Ottensen“ zum Güterbahnhof Altona erweitert. Er wurde mehrfach aus-, um- oder wieder aufgebaut: Während die ältesten Gebäudeteile wie der Empfangs- und Versandschuppen noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, fanden wesentliche Wiederauf- und Umbauten zwischen 1943 und 1960 statt. Hierzu gehörten zum Beispiel die technische Dienststelle, die Verkehrsgerätewerkstatt oder die Güterabfertigung. Erst 1959 wurden die Erweiterung des Empfangsschuppens, die Querbühne und die Umladehalle Nord gebaut, so dass sich die für große Endanlagen typische Anordnung ergab: Versand- und Empfangsschuppen liegen gegenüber voneinander, die Verbindung erfolgt durch eine Querbühne am Ende der dazwischen liegenden Ladestraße.

vergrößern Kleiderkasse Mitte Altona Kleiderkasse Mitte Altona (Bild: urbanista) Zum Ensemble gehören auch ein nordöstlich der Güterhallen gelegenes, um die Jahrhundertwende errichtetes, Lagergebäude, die sogenannte Kleiderkasse, sowie ein Tunnel, der eine Verbindung zwischen dem Güterbahnhofsgelände und dem um 1900 entstandenen, zwischenzeitlich jedoch abgerissenen Bahnbetriebswerk mit Doppeldrehscheibe zum Umsetzen von Loks sowie einem Ringlokschuppen herstellt.

Als Wahrzeichen des Bahnbetriebswerks und weithin sichtbarer Orientierungspunkt am Altonaer Bahnhof steht nördlich des Tunnelausgangs ein 1955 in Stahlbetonkonstruktion errichteter Wasserturm.

vergrößern Wasserturm Mitte Altona mit Güterhallen Wasserturm Mitte Altona mit Güterhallen (Bild: urbanista) Der gesamte Komplex des ehem. Güterbahnhofs wurde 1998 aus bau-, stadt- und verkehrsgeschichtlichen Gründen sowie aufgrund seines Beitrags zu den charakteristischen Eigenheiten des Stadtbildes als denkmalschutzwürdig erkannt.
 Außerdem schützenswert ist der Tunnel, der das Güterbahnhofsgelände mit dem ehemaligen Bahnbetriebswerk verbindet. Sie dokumentieren die Geschichte des Altonaer Güterbahnhofes und des Betriebswerks.
Ein weiteres erkanntes Denkmal im Projektgebiet ist eine nördlich der Harkortstraße 164 gelegene Bahnbrücke von 1891.

Das Gebäude Ottenser Hauptstraße 1, ein dreigeschossiges Wohn- und Verwaltungsgebäude von 1922, steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Es wurde ursprünglich errichtet, um dem Präsidenten der Eisenbahndirektion Altona Repräsentations- und Wohnräume zur Verfügung zu stellen. Obwohl das Gebäude im Laufe der Zeit umgebaut wurde, zeigt es noch die Gestalt der Bauzeit und dokumentiert damit eine Architektur und Wohnform der 1920er Jahre. Es veranschaulicht zudem die Bedeutung des Eisenbahnstandortes Altona für die Stadtentwicklung Altona und ist daher aus stadthistorischen Gründen und im Hinblick auf die charakteristische Eigenheit des Stadtbildes schützenswert.

Karte mit Denkmalschutz

Denkmalgeschützte Bauwerke im unmittelbaren Umfeld

Im Umfeld des Projektgebiets befinden sich insbesondere im südwestlichen und südöstlichen Bereich zahlreiche Denkmäler. Im nordöstlichen Umfeld gibt es zudem einige Bauten von Gustav Oelsner und Friedrich Ostermeyer, die ebenfalls als Denkmäler erkannt wurden bzw. bereits in die Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg eingetragen sind. Oelsner und Ostermeyer, beide ehemalige Baudirektoren Altonas, initiierten in den 20er Jahren zur Behebung der gravierenden Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg große, staatlich geförderte Wohnungsbauprogramme in Hamburg.   

(->Link zum Hamburgischen Denkmalschutzgesetz)


Zeichnung Hans Schultz, ehemaliger Frachtbriefauszeichner 1954

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