Piktogramm Dialogforum "Integration in Ausbildung und Arbeit", zwei Zahnräder und ein Schreibstift.
Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Dialogforum Integration in Ausbildung und Arbeit Ideenworkshop - Weiterentwicklung W.I.R

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Am 16. Dezember 2019 diskutierten mehr als 50 freiwillig Engagierte und hauptberufliche Fachleute in einem Ideenworkshop über Wege für Geflüchtete und weitere Zuwandernde zu einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz, der ihren tatsächlichen Kompetenzen entspricht.

Weiterentwicklung W.I.R

Eingeladen hatte das Dialogforum Integration in Ausbildung und Arbeit in die Sozialbehörde an der Hamburger Straße. Der Workshop stellte damit das derzeit vielbeachtete Thema der Fachkräftesicherung durch Zuwanderung in den Mittelpunkt.

Hamburg hat mit dem Programm W.I.R - work and integration for refugees bereits wichtige Erfahren gesammelt und Erfolge erzielt. So arbeiten in Hamburg im Bundesvergleich überdurchschnittlich viele Geflüchtete als Fachkräfte und nicht in Helferjobs. 

Die Hamburgische Bürgerschaft hat daher beantragt zu prüfen, wie die erfolgreichen Strukturen von W.I.R  sowohl für die Integration von Geflüchteten als auch für weitere Zielgruppen aus dem Ausland künftig genutzt werden können, also etwa auch für bereits beruflich oder akademisch Qualifizierte, Absolventinnen und –absolventen hiesiger Hochschulen, zuwandernde Familienangehörige, für Frauen ohne oder mit nur geringer Berufserfahrung im Herkunftsland sowie für Zugewanderte aus der EU. Dies alles vor dem Hintergrund des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft treten wird.

Birte Steller, zuständige Referatsleiterin in der Sozialbehörde, führte in das Thema ein. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in fünf Arbeitsgruppen über die Erfahrungen mit dem W.I.R-Programm: Was war besonders erfolgreich? Was ist herausfordernd? Welche Änderungen oder Ergänzungen wären sinnvoll? 

Anschließend ging es darum, was aus W.I.R für weitere Gruppen von Zuwandernden genutzt werden könnte. Anhand von sechs Beispiel-Personen erarbeiteten die Gruppen ganz praktische, aber auch grundsätzliche Vorschläge. Sie reichten von der Forderung nach intensiver Öffentlichkeitsarbeit über einwöchige Praxiskurse zur Kompetenzfeststellung in möglichst vielen Berufsfeldern bis hin zur Lockerung der sprachlichen Anforderungen. Eine Gruppe beschäftigte sich dabei intensiv mit dem Beratungsbedarf von Hamburger Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die wie bei W.I.R von Anfang an eine zentrale Zielgruppe künftiger Angebote bilden sollten. Arbeitgeber benötigten schnelle und unbürokratische Information möglichst aus einer Hand.

Nach zweieinhalb Stunden Workshop war Birte Steller sichtlich beeindruckt von den Ergebnissen „Vielen Dank für Ihre konzentrierte und intensive Arbeit. Wir hoffen, dass wir viele Ihrer Ideen und Überlegungen für die Weiterentwicklung von W.I.R nutzen können.“ 

Bei Stollen und alkoholfreiem Punch im Anschluss gab es dann Gelegenheit zu weiteren Gesprächen und zum Austauschen von Telefonnummern und Mail-Adressen.  

Die Dokumentation (PDF; 4 MB) der Veranstaltung steht am Ende der Seite zum Download zur Verfügung.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch