Ausbildungsvorbereitung Ausbildungsvorbereitung Produktionsschulen in Hamburg

Die Hamburger Produktionsschullandschaft hat, bundesweit betrachtet, eine Sonderstellung.

Produktionsschule; Produktionsschulen in Hamburg; Schulen in freier Trägerschaft; Drucksache 19/8472; Drs. 19/8472; freie Trägerschaft; Übergangssystem Schule - Beruf; praktisches Tun; an das Lernen heranführen; Jugendliche; Auszeit; Norddeutscher Verbund

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat in der bundesweiten Produktionsschullandschaft bis dato eine Sonderstellung: Eingerichtet auf der Basis eines Parlamentsbeschlusses (vgl. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg Drucksache 19/2928 vom 28.04.2009) werden hier die Produktionsschulen aus Haushaltsmitteln des Bildungsministeriums regelhaft finanziert. Die Hamburger Produktionsschulen sind keine Schulen im Sinne des Hamburger Schulgesetzes, sondern Einrichtungen, die von Bildungsträgern in freier Trägerschaft betrieben werden.

Zusammen mit der dualisierten Ausbildungsvorbereitung an berufsbildenden Schulen (das reformierte Berufsvorbereitungsjahr BVJ) wendet sich die Ausbildungsvorbereitung in Produktionsschulen (vgl. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg Drucksache19/8472 vom 18.01.2011) an schulpflichtige Jugendliche am Übergang Schule – Beruf, für die nach Ende der allgemeinbildenden Schule ein direkter Übergang in eine vollqualifizierende Berufsausbildung noch ungesichert oder gar erschwert ist. und/ oder die noch nicht berufswahlentschieden sind.

Verbindliche Arbeitsgrundlage für die Arbeit der Hamburger Produktionsschulen bilden die Beschlüsse der Bürgerschaft aus den Jahren 2009 und 2011, die „Grundzüge für Produktionsschulen in Hamburg“ vom 28. Januar 2013 sowie die Förderrichtlinie zur Gewährung individueller Leistungsprämien in Produktionsschulen (vgl. Behörde für Justiz und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg 2014), mit denen der „Hamburger Standard“ für die Produktionsschulen verbindlich festgelegt wird.

Seit Februar 2011 können Produktionsschulen auch Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I, insbesondere Jugendlichen mit schulverweigernden Tendenzen, für einen begrenzten Zeitraum von maximal drei Monaten ein alternatives pädagogisches Umfeld anbieten, um sie in einer anderen Lernumgebung durch praktisches Tun neu zu orientieren, sozial zu stabilisieren, wieder systematisch an das Lernen heranzuführen und für den weiteren Besuch der Regelschule zu motivieren („Auszeit“-Modell).

Zu weiterführenden Informationen siehe auch: www.ichblickdurch.de sowie www.uebergangschuleberuf.de.

Die Produktionsschulen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein arbeiten im „Norddeutschen Verbund“ zusammen. Die Freie und Hansestadt Hamburg arbeitet zudem im Bund-Länder-Gremium „Runder Tisch Produktionsschulen und produktionsorientierte Angebote in Jugendwerkstätten“, das zweimal jährlich tagt.

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