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60 Jahre Rotor - Winterdom 2015 „Original Rotor“ – seit 46 Jahren ein DOM-Klassiker

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Die Ambition, die Schwerkraft zu überwinden, ist so alt wie die Menschheit. Im Laufe der Zeit wurden die unterschiedlichsten Modelle mehr oder weniger erfolgreich getestet und entwickelt. Eine Erfolgsstory, die eng mit der Schaustellerfamilie Pluschies verbunden ist. Seit 46 Jahren bereisen sie mit dem „Original Rotor“ alle großen Volksfeste in der gesamten Bundesrepublik und im benachbarten Europa.

60 Jahre Rotor - Hamburger Dom

Die Idee

Dem Ingenieur Ernst W. Hoffmeister ist die Erfindung dieser außergewöhnlichen „Vergnügungsmaschine“ zu verdanken. Seine Idee war es, ein kombiniertes Fahr- und Showgeschäft zu entwickeln, um Menschen ein neues und bis dato einmaliges Amüsement zu präsentieren. Sein Konzept sah die technische Umsetzung des physikalischen Prinzips vor, wonach durch Fliehkraft und Reibungswiderstand die Schwerkraft überwunden werden kann. Er entwickelte einen sich zylindrisch drehenden Kessel, der die Fahrgäste wie Fliegen an der Wand kleben lässt. Der Clou ist dabei der absinkende Boden. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen Fahrgeschäften ist, dass zahlreiche Zuschauer bei der Fahrt auf den extra installierten Rängen zuschauen können.

Patentanmeldung

Hoffmeister meldete am 21. Dezember 1948 in Schweden das Patent dieser Fahrgeschäftsneuheit an und läutete damit eine neue Ära des deutschen Karussellbaus ein, die weltweit für Aufsehen sorgte und ihren Triumphzug bis heute fortsetzt. Ein Jahr später folgte die Patentanmeldung in den USA und Hoffmeister betrieb mehrere Rotoren auf der ganzen Welt gleichzeitig.

Deutschlandpremiere

Im Jahr 1955 feierte der Rotor seine Premiere in Deutschland. Wenige Jahre später wurde Richard Pluschies auf die Neuheit aufmerksam und erkannte deren Potential. Der Erfinder des Rotors war inzwischen verstorben und das Patent sowie die Fahrgeschäfte gingen in den Besitz seiner Tochter, Lilian Knobel, über. Allerdings teilte sie den Enthusiasmus ihres Vaters nicht. Richard Pluschies packte die Gelegenheit beim Schopfe und kaufte ihr 1968 für die stolze Summe von 160.000 DM einen Rotor ab und betrieb diesen ab dem Folgejahr. Und so nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf. Bereits 1970 investierte der Schausteller in die Fassade, ließ drei Jahre später sogar seinen eigenen Rotor bauen und reiste fortan gemeinsam mit seiner Frau, Ursula Pluschies, und mit zwei Geschäften durch das ganze Land. 1986 erhielt der „Original Rotor“ eine aufwendige Fassade, die weltweit seinesgleichen sucht, und ist ein nicht mehr wegzudenkender Evergreen auf den großen deutschen Volksfesten und im benachbarten Europa. 1995 stellte Pluschies den Betrieb eines Rotors ein, der seither in der familieneigenen Lagerhalle besichtigt werden kann. Im selben Jahr stieg Enkelin Sandra Pluschies in das Geschäft als Mitinhaberin ein und leitete bis 2007 gemeinsam mit ihrem Opa die Geschicke des Fahrgeschäfts. Als der Visionär 2007 verstarb, nahm sein Sohn, Manfred Pluschies, die Mitinhaberposition ein.

Bis zum heutigen Tage wurden die Rotoren der Familie Pluschies in regelmäßigen Abständen immer den neuesten Technikstandards angepasst. Erst vor wenigen Jahren wurde die Frontbeleuchtung durch LED ersetzt. Darüber hinaus muss der spezielle Gummibelag im Kessel alle vier bis fünf Jahre komplett erneuert werden. So, wie der „Original Rotor“ ab dem 6. November auf dem Winterdom steht, hat das Prachtstück einen stolzen Wert von ca. einer Million Euro.

Noch heute ist das physikalische Prinzip, welches hinter der Technik des Rotors steckt, für viele Menschen ein Phänomen und wird regelmäßig auf den Prüfstand gestellt. Ob mit Tisch und Stühlen an der Wand Karten spielend, mit einem Bierkrug an der Wand ohne während der Fahrt Flüssigkeit zu verschütten oder für das „Ja-Wort“ bei einer Hochzeit – der Rotor hat bis heute jeden Test bestanden.

Hinweis:
Kinder ab acht Jahren dürfen allein, Kinder ab sechs Jahren in Begleitung eines Erwachsenen mitfahren.

Technische Daten

Kessel-Durchmesser: 4,2m
Höhe des Kessels: 4,5m
G-Faktor: 3,2
Umdrehungen: 28 U/min
Geschwindigkeit: ca. 22 km/h
Aufbau: 2,5 Tage mit fünf Personen
Abbau: zehn Stunden mit bis zu acht Personen
Transport: vier Schwertransporter 

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