Senatskanzlei

Zeitlicher Überblick Chronologie der Städtepartnerschaft

Im Kontext von Perestroika, Glasnost und schließlich der deutsch-deutschen Wiedervereinigung fand die Städtepartnerschaft Hamburg - Dresden in einer historisch einzigartigen Umbruchsphase ihren Anfang. Sie leistete in den Nachwendejahren einen großen Beitrag im Bemühen, das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Ost und West zu stärken. Die Elbe als verbindendes Element beider Partnerstädte verlieh den Beziehungen zwischen Hamburg und Dresden darüber hinaus von Beginn an eine besondere Intensität.

Chronologie der Städtepartnerschaft

Die Elbe als Gemeinsamkeit

Als Hamburg und Dresden 1987 die Partnerschaftsurkunde unterzeichneten, war dies der Beginn einer ganz besonderen Städtepartnerschaft, die im geteilten Deutschland keine Selbstverständlichkeit war. Historisch gesehen hatte die enge Verbindung der beiden Städte Tradition. Und mit der Elbe, der gemeinsamen Lebensader Hamburgs und Dresdens, verfügten Hamburg und Dresden auch geografisch über eine stete Verbindung.

Schon im 19. Jahrhundert hatten die Handelsbeziehungen zwischen beiden Städten so große Bedeutung erlangt, dass 1850 in Dresden ein erstes Hamburger Konsulat eröffnet wurde. Auch bei diesen wirtschaftlichen Kontakten spielte die Elbe eine wichtige Rolle. Bereits 1868 wurde in Dresden die Elbschiffahrtsgesellschaft „Die Kette“ gegründet, die bis 1935 Transportschiffe an einer langen Eisenkette elbaufwärts beförderte und damit den Schiffsverkehr zwischen Hamburg und Sachsen erheblich beschleunigte und intensivierte. 

Darüber hinaus gab es vielfältige kulturelle und wissenschaftliche Kontakte. So erhielt der Maler Philipp Otto Runge seine Ausbildung in Dresden und erreichte seine frühe künstlerische Vollendung in Hamburg. Der Hamburger Gottfried Semper erbaute 1838 das bis heute berühmte Dresdner Opernhaus. Und der Architekt Fritz Schumacher, der in Hamburg maßgebliche städteplanerische Akzente setzte, war zugleich Professor in Dresden. In den 1980er Jahren war es vor allem die Hamburgische Staatsoper, die mit Aufführungen in Dresden einen Kulturaustausch realisierte.