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Elektromobilität Umrüstung auf Elbe und Alster

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Anfang des Jahres 2020 hat der Hamburger Senat eine Fortschreibung seines Klimaplans und Klimaschutzgesetzes beschlossen. Demnach soll bis 2030 der CO2-Ausstoß um 55 Prozent sinken und mehr Schritte in Richtung Klimaneutralität gegangen werden. In diesem Sinne setzen sich die Verkehrsunternehmen auf Alster und die Elbe dafür ein, ab diesem Jahr neue Maßnahmen zu implementieren und den Wasserverkehr in Hamburg umweltfreundlicher zu gestalten.

Katamaran mit Glasdach "Alstersonne" auf der Hamburger Alster Das 2002 eingesetzte Solarschiff "Alstersonne" fährt ausschließlich mit Solarenergie. 

Umrüstung zu Elektromobilität auf der Elbe und Alster

Umweltfreundlicher Ausbau der HADAG-Flotte auf der Elbe

Im Dezember 2019 haben der damalige Verkehrssenator Michael Westhagemann und HADAG-Chef Tobias Haack das neue Konzept für die Hafenfähren bis 2030 bekannt gegeben. Um den stetig wachsenden Bedarf an Fahrgästen zu decken, sind in den nächsten Jahren nach eigenen Angaben des Unternehmens vier weitere Schiffe erforderlich.

Die neuen Plug-In-Hybrid-Schiffe

Bisher wurden für 2020 europaweit drei neue Schiffe ausgeschrieben. Dabei soll es sich um sogenannte Plug-In-Hybrid-Schiffe handeln, welche gemeinsam mit der Flensburger Firma NaValue GmbH entwickelt wurden. Deutschland- und europaweit gibt es bisher keine vergleichbaren Konzepte für Hafenfähren. Nachts werden die Batterien der Schiffe aufgeladen. Da sie allerdings bisher noch nicht für den gesamten Tagesbetrieb ausreichen, werden für den Rest sogenannte „Range-Extender“ (dt. Reichweite-Strecker) verwendet.

Entlastung auf dem Wasser

Sobald HADAG eine Genehmigung für den Betrieb der Schiffe mit Wasserstoffzellen erhält, sollen die geplanten Fähren vollständig emissionsfrei über die Elbe fahren. Die beiden neuesten Schiffe der HADAG-Flotte „Kehrwieder“ und „Elbphilharmonie“ fahren jetzt schon mit einem diesel-elektrischen Antrieb. Die drei neuen Schiffe sollen Platz für 250 Gäste bieten und dadurch primär dem Pendlerbetrieb entlasten. Pendler können dadurch von A nach B transportiert fahren, während gleichzeitig mehr Stellfläche für Fahrräder geschaffen wird.

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Projekt „E-Mobilität auf der Alster“

Eine weitere Maßnahme zur Implementierung des Klimaplans der Freien und Hansestadt Hamburg ist der schrittweise Einsatz von Booten und Schiffen mit fossilen Antrieben durch umweltfreundliche Antriebe sowohl auf der Elbe als auch auf der Alster. Um die Mobilitätswende auf der Alster weiter auszubauen, wurde das Projekt „E-Mobilität auf der Alster“ ins Leben gerufen. Umweltsenator Jens Kerstan plant darin, den Verkehr auf der Alster bis 2030 rein elektrisch zu gestalten. Übergangsweise sollen die Verbrennungsmotoren der Schiffe und Boote auf der Alster für E-Motoren ausgetauscht werden. Die Umweltbehörde fördert diese Umrüstung mit bis zu einer Milliarde Euro und plant auch Unterstützungen für private Vereine.

Motorboote auf der Alster

Derzeit haben 50 Motorboote eine Erlaubnis, um auf der Alster zu fahren. Auch dies soll sich in den kommenden Jahren ändern. Wer auf der Alster mit Motorboot fahren möchte, muss künftig auf emissionsfreie Antriebe umrüsten. Bislang ist nur einer der 17 Alsterdampfer auf Elektro-Motor umgestiegen. Die „Alstersonne“ ist aktuell der einzige solarbetriebene Dampfer auf dem Binnengewässer.

Wasserschutzpolizei und Feuerwehr

Auch die Wasserschutzpolizei und Feuerwehr haben damit begonnen, ihre Schiffe umzurüsten. Ein Feuerwehrlöschboot mit einem synthetischen Dieselersatzantrieb gibt es schon. Die künftigen Feuerwehrboote sollen nun nachziehen und mit Hybridantrieben ausgestattet werden. So können bestimmte Strecken in Zukunft rein elektrisch befahren werden.

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