Hügel der neuen Horizonte Energieberg Georgswerder

Energieberg Georgswerder

Energieberg

Eine beispiellose Verwandlung hat der Energieberg Georgswerder erlebt: Von der giftigen Altlast zum Gipfel Erneuerbarer Energien. Der Deponiehügel Georgswerder wird im Rahmen der IBA Hamburg zu einem regenerativen Energieberg und zum Ausflugsziel für Umweltinteressierte genauso wie für die Bewohnerinnen und Bewohner der benachbarten Stadtteile.

In den 1980er Jahren wurde mit der aufwändigen Sicherung und Abdeckung der Deponie begonnen, später wurden Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung installiert. Für die Bürgerinnen und Bürger war der gesicherte Berg lange Zeit nicht zugänglich. Als Erhebung bietet er eine fantastische Sicht über Hamburg, als technisches Bauwerk außerdem einen wichtigen Ansatzpunkt für eine aktive und offensive  Auseinandersetzung mit den energetischen und ökologischen Zukunftsfragen unserer Stadtgesellschaft.

Im Rahmen des aus dem EFRE geförderten Projektes ist der Energieberg nun seit 2011 bei geführten Rundgängen begehbar. Und ab 2013 wird eine Fläche von der Größe der Binnenalster als öffentliche Informationslandschaft und Aussichtspunkt erlebbar gemacht. So soll der Berg ein Treffpunkt für die Wilhelmsburger und ihre Gäste werden – mit spektakulärem Blick über Hafen und Hamburger Innenstadt. Hierzu dient zusätzlich ein attraktiver Höhenrundweg um die Deponie, der durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gemeinsam mit der IBA Hamburg entwickelt wurde. Er bietet einen freien Ausblick in alle Himmelsrichtungen und lädt zum Verweilen auf dem Berg ein. Und auch in anderer Hinsicht soll der Berg den Horizont erweitern: Durch die Chance auf eine kleine Bildungsreise, die von der Verwandlung einer giftigen Umweltaltlast in einen Standort für regenerative Energieerzeugung erzählt. Auf anschauliche Art werden in einem Informationszentrum die Geschichte der Mülldeponie, der Umgang mit Altlasten und die vielfältigen Potenziale für die Gewinnung erneuerbarer Energien dargestellt. Eine bauliche Grundidee ist dabei die enge räumliche Zuordnung des Informationszentrums zu den bestehenden Betriebsgebäuden: Das Gebäude schließt unmittelbar an die bestehende Halle der  Grundwasseraufbereitung an, so dass die technischen Geräte, Reaktoren und Messeinrichtungen vom Ausstellungsraum aus sichtbar sind. Das Energiekonzept des Gebäudes setzt auf maximale Energieeinsparung sowie Klimaneutralität und damit auch auf eine wirtschaftliche Betriebsweise. Für das Vorhaben „Öffnung des Energiebergs“ steuert der EFRE 4,315 Millionen Euro bei.

Im Rahmen eines weiteren Projekts hat der EFRE außerdem den Aufbau einer Photovoltaikanlage auf dem Südhang des Energiebergs gefördert.

AKTUELLES