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Information zu EFRE und IBA Chinesische Regionalentwicklungsexperten besuchten Hamburg

Die chinesische Besuchergruppe Die chinesische Besuchergruppe gemeinsam mit Anja Boudon, Leiterin der EFRE-Verwaltungsbehörde, vor dem Energiebunker.

Chinesische Regionalentwicklungsexperten besuchten Hamburg

Im Rahmen der Kooperation mit der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, organisierte die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation einen Besuch von 17 hochrangigen Regionalentwicklungsexperten. Auf dem Programm stand ein Besuch der Internationalen Bauausstellung (IBA) am 4. Juni 2013 . Ulli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg GmbH und Anja Boudon, Leiterin der EFRE-Verwaltungsbehörde empfingen die Delegation im IBA Dock am Müggenburger Zollhafen.

Die Fachleute stammen aus Peking und 14 weiteren chinesischen Provinzen. Sie sind für die Erstellung und Überwachung des 12. Fünfjahresplans (2011-2015) zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zuständig. Die Vertreter der Entwicklungs- und Planungskommission (NDRC) interessierten sich insbesondere für die Umsetzung der EFRE-Projekte in der Hansestadt im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung sowie für die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hamburg und der ländlichen Umgebung. 

Die Leiterin der EFRE-Verwaltungsbehörde, Anja Boudon, erklärte die Prioritäten Hamburgs für die Förderperiode 2007-2013 sowie die Änderungen, die mit der neuen Periode (2014-2020) verbunden sein könnten. Frau Boudon berichtete ebenfalls über Erfahrungen bei der Umsetzung des EFRE mit Projektaufrufen im Rahmen eines Bottom-Up-Ansatzes. Ulli Hellweg von der IBA skizzierte die Herausforderungen des Stadtteils Wilhelmsburg und die Handlungsfelder der Bauausstellung. Durch die IBA seien insgesamt rund 1 Mrd. Euro investiert worden, erklärte er, wovon über zwei Drittel aus privaten Investitionen stammen.

Die chinesische Delegation zeigte sich beeindruckt und Liu Xiaoming, Leiter der Abteilung für Regionalentwicklung bei der NDRC Peking, notierte: "Die Art, wie öffentliche Mittel in Hamburg nach dem Gegenstromprinzip investiert werden ist für China von großer Relevanz. Die Ergänzung zwischen zentral geplanten Vorhaben wie die IBA und dezentrale Projekte, die durch Wettbewerbe vergeben werden (z.B. Künstleratelier in Wilhelmsburg) ist für uns eine sehr inspirierende Erfahrung".

WANG Mingju, stellvertretende Generaldirektorin der NDRC in der Provinz Hubei stellte fest: „Unsere Provinz hat rund 57 Millionen Einwohner und ist eine der dynamischsten Regionen Chinas. Wir haben allerdings enorme Disparitäten zwischen ländlichen und städtischen Gebieten. Durch unseren Besuch in Hamburg habe ich viele Ideen bekommen, die unsere bestehenden Instrumente ergänzen. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Hamburger Kollegen und weitere Vertreter der Zivilgesellschaft von unseren Erfahrungen in China profitieren könnten“.

Durch diesen Besuch hat Hamburg nun Kontakt in 14 chinesische Provinzen, der verstetigt und ausgebaut werden soll. Die EU Kommission unterhält enge Beziehungen zur chinesischen NDRC seit 2006. Im Rahmen des EU-China regionalpolitischen Dialoges sind seitdem zahlreiche Fortbildungen und Studien in China und verschiedenen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt worden.