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„Silicon Valley“ für Erneuerbare Energien Energie-Campus

Energie-Campus

Erneuerbare Energien haben sich in den vergangenen Jahren mit großer Dynamik zu einem wichtigen Themenfeld der Wirtschaftspolitik entwickelt. Im norddeutschen Raum steht dabei die Windenergie an erster Stelle. Im Rahmen der Cluster-Initiative „Erneuerbare Energien Hamburg“ hat sich die Hansestadt Hamburg die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft zum Ziel gesetzt, um die technologische Entwicklung intelligenter Lösungen weiter voranzutreiben. Die dynamische Branche hat hohen Bedarf an innovativen Lösungen und qualifizierten Mitarbeitern, um die Potentiale der erneuerbaren Energien noch effizienter und umweltverträglicher nutzen zu können. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, einhergehend mit der Ausbildung von Ingenieuren und anderen Fachleuten, sind dafür unverzichtbare Voraussetzung.

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), an der aktuell in 36 Bachelor- und 26 Master-Studiengängen rund 14.000 Studierende studieren, hat dazu ein Leuchtturmprojekt für Hamburg initiiert, das im Sommer 2012 im Hamburger Rathaus vorgestellt wurde: das Technologiezentrum Energie-Campus Hamburg, das 2013 im Stadtteil Bergedorf vom Competence Center für Erneuerbare Energien (CC4E) der Hochschule in unmittelbarer Nachbarschaft eines neuen Windparks errichtet wird. Vorgesehen ist ein Forschungs- und Ausbildungslabor für Windenergie und intelligente Stromnetze, sogenannte „smart grids“. An den Kosten von rund 6,8 Millionen Euro für dieses herausragende Projekt beteiligt sich der EFRE mit rund 3 Millionen Euro. Das Ziel des Energie-Campus ist es, den Wissens- und Technologietransfer zu stärken, Kooperationen und Vernetzung insbesondere in den Clusterbranchen der Erneuerbaren Energien zu fördern und Strukturen für experimentelle und kreative Innovationsansätze im Bereich der Erneuerbaren Energien zu schaffen. Die verschiedenen Hochschulen und Entwicklungseinrichtungen für Erneuerbare Energien in der Hansestadt werden auf diese Weise noch besser mit den betreffenden Unternehmen der Branche vernetzt. Zudem erhoffen sich die Initiatoren eine Sogwirkung für die Ansiedlung von Forschungsabteilungen aus Unternehmen, von Existenzgründern oder jungen Firmen.

 Der Energie-Campus Hamburg verfolgt dabei einen dreifachen Ansatz in Form von Wissensorientierung, Unternehmensorientierung und Bürgerorientierung. Gerade der wichtige Aspekt der Bürgerorientierung erweitert dieses EFRE-Projekt um eine besondere Dimension und soll dadurch gezielt die Akzeptanz für die Energiewende durch Information und regelmäßige attraktive Veranstaltungen verbessern. Der Leiter des CC4E und des Energie-Campus Professor Werner Beba erklärt: „Mit dem Energie-Campus wollen wir ein ‚Silicon Valley‘ für Erneuerbare Energien in Hamburg schaffen!“