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Ehrenbürger seit 2003 Uwe Seeler

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Mehr als 1000 Gäste waren zu dem Festakt im Großen Festsaal des Rathauses geladen, bei dem Uwe Seeler zum 30. Ehrenbürger Hamburgs ernannt wurde.

Fußball-Idol Uwe Seeler steht am 5. November 2011 in Hamburg in der Imtech-Arena bei seiner Geburtstagsparty zum 75. vor einem alten Foto von sich. Fußballidol und Ehrenbürger von Hamburg Uwe Seeler im Jahr 2011 auf der Feier seines 75. Geburtstags in der Imtech-Arena.

Uwe Seeler: Festakt zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft

Bürgermeister Ole von Beust brachte den Antrag zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde um 18 Uhr in die Bürgerschaft ein und begründete ihn. Von Beust nannte Seeler einen "Kämpfer und Könner", der für eine ganze Generation stehe, eine Generation, die "angepackt" habe. Er sei ein Mann mit Anstand, der stets bescheiden geblieben sei. Heute gebe es wieder eine Sehnsucht nach solchen Tugenden. "Uwe Seeler ist ein Mann von einzigartiger charakterlicher Stärke", sagte der Bürgermeister. Danach erhielten Sprecher der Fraktionen das Wort. Alle betonten die Geradlinigkeit und Bodenständigkeit des Sportidols und würdigten nicht nur seine sportlichen Leistungen, sondern auch sein Engagement außerhalb des Spielfeldes.

Nach der Sitzung des Parlaments begann abends im Großen Festsaal des Rathauses die feierliche Zeremonie. Die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Dorothee Stapelfeldt, gab zunächst den Beschluss der Bürgerschaft offiziell bekannt und würdigte in einer Rede den neuen Ehrenbürger.

Die Bürgerschaftspräsidentin hob die identitätsstiftende Rolle des Fußballs in der jungen Bundesrepublik hervor, Stichwort "Das Wunder von Bern". "Schweiß auf der Stirn, Dreck am Hemd und Blut am Bein - das waren die Insignien dieses Idols", zitierte Stapelfeldt den Journalisten Gerd Krug. Gleichzeitig sei der Sportler Seeler nie verbissen, sondern stets fair gewesen. Und er sei stets ein "Hamburger Jung" geblieben, der den "italienischen Millionen" widerstanden habe. Seeler habe nicht nur im Sport Historisches geleistet: "Sie verkörpern ein Vorbild in vielerlei Hinsicht: sportlich ebenso wie menschlich und im Rahmen Ihres gesellschaftlichen Engagements".

 Danach sprach Bürgermeister Ole von Beust und übergab dem Ehrenbürger die Urkunde. Uwe Seeler sei Vorbild für eine ganze Generation gewesen, so der Bürgermeister. Er sei heute als "fairer, herzlicher und warmherziger Mensch gegenwärtig". Auch der Bürgermeister hob Seelers Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Hamburg hervor: "Diese Treue zu Hamburg, diese Treue zu 'seinem' Verein zeugen von einer selten gewordenen Verbundenheit mit der Heimat".

In seiner Antwortrede sagte der neue Ehrenbürger: "Meine Eltern sagten stets 'Sei ein echter Hamburger' - ehrlich, zuverlässig und fair." Diese alten Tugenden müssten auch in unserer "Tempogesellschaft" wieder hoch gehalten werden. Und er dankte "seiner Ilka" - der Ehefrau: "Du bist der größte Treffer, den ich je geschossen habe." Uwes Hommage an seine Heimatstadt, die sicher auch ein guter Gastgeber der WM 2006 sei: "Hamburg ist und bleibt meine Traumstadt - auch bei Schietwetter". Das Fußballidol schloss mit Thomas Mann: "Mein Herz ist voller Freude".

Zu der Feierstunde und dem anschließenden Empfang waren mehr als 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft eingeladen. Neben den Mitgliedern von Senat und Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg sowie des konsularischen Korps war der Hamburger Ehrenbürger und Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt Gast.  

Mit dabei auch zahlreiche Gäste aus den Bereichen Sport und Show. Die Einladungsliste liest sich wie das "who is who?" des deutschen Fussballs: Franz Beckenbauer, Reiner Calmund, Kuno Klötzer, Günter Netzer, Wolfgang Overath, Uli Stein, Manfred Kaltz, Jan Hoogma und viele andere.

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