Auszeichnung 2003 Uwe Seeler (geboren 1936)

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Bild Trikot Seeler neu Ehrenbürger Nummer 30: Uwe Seeler mit Bürgerschaftspräsidentin Dorothee Stapelfeldt und Bürgermeister Ole von Beust.

Uwe Seeler (geboren 1936)

Auszeichnung 2003

Senatsantrag vom 11. November 2003 (Drs. 17/3633), Bürgerschaftsbeschluss vom 26. November 2003, Verleihung am 16. November 2003.

Begründung von 2003

Begründung: Vorbildlicher sportlicher Repräsentant Hamburgs mit großem ehrenamtlichem und karitativem Engagement.

Hintergrund

Uwe Seeler ist ein ehemaliger deutscher Profifußballspieler. Außer durch eine erfolgreiche Sportlerkarriere hat er sich durch ein in vielerlei Hinsicht vorbildliches Verhalten, karitatives Engagement als Sportler und Stifter sowie durch ehrenamtliche Tätigkeit große öffentliche Beliebtheit weit über Hamburg hinaus erworben.

Der 1936 in Hamburg geborene Seeler stammt aus einer Sportlerfamilie. Bereits sein Vater Erwin Seeler, ein Hafenarbeiter, gehörte zu den populärsten Fußballspielern Hamburgs in den 1920er bis 1940er Jahren, zuletzt spielte er beim Hamburger SV (HSV). Uwe Seeler, von Kindesbeinen an ein leidenschaftlicher Fußballer, trat 1946 auf Initiative seines Vaters in die Jugendabteilung des HSV ein und entwickelte sich dort nach anfänglichen Gewöhnungsschwierigkeiten an die Trainingsdisziplin zu einem verlässlichen aktiven Vereinsmitglied. Parallel machte er seinen Volksschulabschluss und absolvierte eine Lehre als Speditionskaufmann.

1953 begann seine Karriere in der Ligamannschaft des HSV, ein Jahr später wurde er in die deutsche Fußballnationalmannschaft berufen. Mit dem Verein gewann Seeler später die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Drei Mal wurde Uwe Seeler zu Deutschlands „Fußballer des Jahres“ gewählt. Er war erster Bundesligatorschützenkönig und ist bis heute mit 137 Treffern der erfolgreichste Torschütze der HSV-Profimannschaft. Er gehörte auch in der Nationalmannschaft zu den treffsichersten Schützen, nahm an vier WM-Turnieren teil, fungierte als Kapitän der Nationalmannschaft und wurde nach seinem Karriereende zum Ehrenspielführer ernannt. Zu seiner Beliebtheit trug sein sehr faires sportliches Verhalten bei. Nur ein Mal in seiner aktiven Zeit von 1953 bis 1972 erhielt er einen Platzverweis. Internationales Aufsehen erregte Seeler, als er 1961 das lukrative Angebot des italienischen Fußballclubs Inter Mailand zum Vereinswechsel ausschlug. Mit seiner damals demonstrierten Treue zum HSV und zu Hamburg steigerte „Uns Uwe“ Seeler sein Ansehen ungemein. Im Unterschied zu manch anderen Spitzensportlern hat er auch keine Starallüren an den Tag gelegt und ist nicht in Skandale verwickelt gewesen.

Seeler arbeitete nach seinem Karriereende als Profisportler 1972 als Inhaber eines Bekleidungsgeschäfts und führte das bereits 1961 begonnene Engagement für einen renommierten Sportartikelhersteller fort. Für karitative Zwecke, darunter die regelmäßigen Benefizspiele der 1974 ins Leben gerufenen Uwe Seeler Traditionself, hat er sich die Fußballschuhe wieder angezogen. Zudem wurde er an verschiedenen Stellen ehrenamtlich aktiv. Unter anderem war von 1995 bis 1998 Präsident des HSV. 1996 gründete er die Uwe-Seeler-Stiftung, die in Not geratene Menschen unterstützt. Inzwischen engagiert er sich in weiteren gemeinwohlorientierten Initiativen.

Für seinen großen sportlichen Erfolg und sein darüber hinaus gehendes vorbildliches Verhalten erhielt Seeler bereits 1970 als erster Sportler das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Viele weitere Ehrungen folgten. Anlässlich seines 50. Geburtstages stiftete der Hamburger Senat den Uwe Seeler Preis, mit dem der lokale Jugendfußball gefördert wird. Die Auszeichnung mit der Ehrenbürgerwürde Hamburgs fand große allgemeine Zustimmung. Uwe Seeler erhielt sie in der Hansestadt als erster Sportler.

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