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Städtebauliche Erhaltungsverordnung Rotherbaum und Harvestehude

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Eine Städtebauliche Erhaltungsverordnung sichert den Erhalt der städtebaulichen Eigenart eines Gebietes.

Städebauliche Erhaltungsverordnung - Geltungsbereich Rotherbaum und Harvestehude Geltungsbereich

Rotherbaum und Harvestehude

Diese Eigenart kann sich zum Beispiel durch eine gründerzeitliche Bebauung, durch klassische Vorgartenbereiche oder eine besondere städtebauliche Struktur ausdrücken. Je nach Erhaltungsverordnung sind die Charakteristika der Gebiete unterschiedlich. Ihre Besonderheiten können in den jeweiligen Begründungen zur Verordnung nachgelesen werden.

Für alle Erhaltungsgebiete gilt, dass der Rückbau, die Änderung oder die Nutzungsänderung baulicher Anlagen gemäß § 172 Abs.1 Satz Nr. 1 Nr.1 Baugesetzbuch (BauGB) einer gesonderten Genehmigung bedarf – auch, wenn das geltende Planrecht diese Vorhaben eigentlich zulassen würde. Dies gilt ebenfalls für genehmigungsfreie Bauvorhaben nach § 60 Anlage 2 der Hamburger Bauordnung (HBauO). Auch hierfür ist im Bereich einer Städtebaulichen Erhaltungsverordnung eine Genehmigung erforderlich.

Mit der Verordnung wird das Erhaltungsgebiet zunächst nur flächenbezogen festgelegt und die grundsätzliche Genehmigungsbedürftigkeit baulicher Veränderungen nach § 172 Absatz 1 BauGB begründet. Ob ein Vorhaben genehmigt werden kann oder die Voraussetzungen für die Versagung einer Genehmigung im Hinblick auf ein konkretes Vorhaben erfüllt sind, ist erst im Rahmen der Entscheidung über einen entsprechenden Antrag zu prüfen. Es handelt sich somit um ein zweistufiges Verfahren.

Nach § 24 Absatz 1 Nr. 4 BauGB steht der Freien und Hansestadt Hamburg im Geltungsbereich der Erhaltungsverordnung ein Vorkaufsrecht beim Kauf von Grundstücken zu.

Auszug aus der Begründung zur Städtebaulichen Erhaltungsverordnung „Rotherbaum und Harvestehude“ aus dem Jahr 1997:

„Der Geltungsbereich der Erhaltungsverordnung erstreckt sich auf drei Milieugebiete, die sich zunächst unabhängig voneinander entwickelten. Den Gebieten gemeinsam ist die durchweg hohe städtebauliche bzw. architektonische Qualität von öffentlichem Raum und Gebäudebestand. Letzterer repräsentiert die wechselnden Baugesinnungen des 19. Jahrhunderts ebenso wie die wesentlichen Bauformen jener Zeit: repräsentative Villen mit parkartigen Gärten im Alstervorland, Reihenvillen und Etagenwohnhäuser mit Hausgärten sowie Terrassenhäuser und Passagen. Erwähnenswert ist der bedeutende Bestand alter Straßenbäume. Die Gartenanlagen weisen vielfach ebenfalls alten Baum- und Gehölzbestand auf. Sie sind mit teilweise erhaltenen Mauern, Einfriedigungen, Pavillons und Terrassen Ausdruck der Gartenkunst ihrer Zeit.

Neben der städtebaulichen ist die sozialgeschichtliche Bedeutung des Erhaltungsgebiets hervorzuheben. Das ehemalige jüdische Viertel am Grindel liegt ebenso im Geltungsbereich der Verordnung wie die Wohnsitze bedeutender Künstler und Wissenschaftler.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die Quartiere räumlich an den Nahtstellen Mittelweg und Rothenbaumchaussee zusammen, so dass sie sich heute nicht mehr eindeutig gegeneinander abgrenzen lassen.“

Auszug aus der Begründung zur Änderung der Städtebaulichen Erhaltungsverordnung „Rotherbaum und Harvestehude“ aus dem Jahr 2004:

„Das vorhandene Erhaltungsgebiet soll um einen Teil des südwestlich angrenzenden Blocks 312/11zwischen Schlüter- und Moorweidenstraße (Moorweidenstraße 34, 36, 36a und Schlüterstraße 1, 3, 3a, 5) ergänzt werden. Die bereits 1979 in dem Gutachten zur Stadtgestalt erkannte Qualität dieses Blocks lassen eine Einbindung in die Erhaltungsverordnung erforderlich erscheinen.“

Beratung und Auskunft

Bitte beachten Sie, dass die vorstehenden Informationen nur einen allgemeinen Überblick über die erhaltungsrechtlichen Belange geben können. Für eine Bauberatung wenden Sie sich bitte an das Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (Bauprüfung) unter der Telefonnummer 040 42801-2233.

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