Alster, Eimsbütteler Ufer

Städtebauliche Erhaltungsverordnung Bei der Apostelkirche - Lutterothstraße - Lastropsweg

Symbol für Leichte Sprache
Leichte Sprache
Symbol für Gebärdensprache
Gebärdensprache
Vorlesen
Symbol für Drucken
Drucken
Artikel teilen
Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in:

Eine Städtebauliche Erhaltungsverordnung sichert den Erhalt der städtebaulichen Eigenart eines Gebietes.

Bei der Apostelkirche - Lutterothstraße - Lastropsweg Geltungsbereich

Bei der Apostelkirche - Lutterothstraße - Lastropsweg

Diese Eigenart kann sich zum Beispiel durch eine gründerzeitliche Bebauung, durch klassische Vorgartenbereiche oder eine besondere städtebauliche Struktur ausdrücken. Je nach Erhaltungsverordnung sind die Charakteristika der Gebiete unterschiedlich. Ihre Besonderheiten können in den jeweiligen Begründungen zur Verordnung nachgelesen werden.

Für alle Erhaltungsgebiete gilt, dass der Rückbau, die Änderung oder die Nutzungsänderung baulicher Anlagen gemäß § 172 Abs.1 Satz Nr. 1 Nr.1 Baugesetzbuch (BauGB) einer gesonderten Genehmigung bedarf – auch, wenn das geltende Planrecht diese Vorhaben eigentlich zulassen würde. Dies gilt ebenfalls für genehmigungsfreie Bauvorhaben nach § 60 Anlage 2 der Hamburger Bauordnung (HBauO). Auch hierfür ist im Bereich einer Städtebaulichen Erhaltungsverordnung eine Genehmigung erforderlich.

Mit der Verordnung wird das Erhaltungsgebiet zunächst nur flächenbezogen festgelegt und die grundsätzliche Genehmigungsbedürftigkeit baulicher Veränderungen nach § 172 Absatz 1 BauGB begründet. Ob ein Vorhaben genehmigt werden kann oder die Voraussetzungen für die Versagung einer Genehmigung im Hinblick auf ein konkretes Vorhaben erfüllt sind, ist erst im Rahmen der Entscheidung über einen entsprechenden Antrag zu prüfen. Es handelt sich somit um ein zweistufiges Verfahren.

Nach § 24 Absatz 1 Nr. 4 BauGB steht der Freien und Hansestadt Hamburg im Geltungsbereich der Erhaltungsverordnung ein Vorkaufsrecht beim Kauf von Grundstücken zu.

Auszug aus der Begründung zur Städtebaulichen Erhaltungsverordnung „Bei der Apostelkirche - Lutterothstraße - Lastropsweg“:

„Das Areal des historischen Eimsbüttel Nord ist trotz Kriegszerstörungen in großen Teilen erhalten geblieben und ist bis heute stadträumlich ein im Zusammenhang wahrnehmbarer Siedlungsbereich.

Das Erhaltungsgebiet ist insbesondere durch seine Größe, seine städtebauliche und architektonische Qualität und seine sozialgeschichtliche Entwicklung ein Quartier von hoher Bedeutung für Hamburg. Aufgrund geringer Kriegszerstörungen blieb in weiten Teilen des Geltungsbereichs das reizvolle Milieu eines durch reiche Fassadenornamentik geprägten Stadtbildes erhalten und ist bis auf vereinzelte Einbußen der ursprünglichen Gestaltqualität durch Modernisierungen, Fassadensanierungen, Um-, Erweiterungs- und Dachgeschossausbauten, welche in Teilen zu einem Qualitätsverlust und einer Beeinträchtigung des Stadtbildes geführt haben, generell noch als intakt zu bezeichnen. (…)

Das Ziel der Verordnung ist der Erhalt der städtebaulichen Eigenart dieses Quartieres, welches durch großflächige Blockrandbebauung, abwechslungsreich gestalteten Stuckfassaden und den typischen, davorgehängten Balkonen mit filigran gestalteten Geländern, teilweise mit klassischen Vorgartenbereichen und den typischen Einfriedungen (meist mit einem kleinen Mauersockel und filigranem Stabzaun), in Teilen alleeartig begrünten Straßenräumen einen fast unversehrten gründerzeitlichen Charakter aufweist.“


Beratung und Auskunft
Bitte beachten Sie, dass die vorstehenden Informationen nur einen allgemeinen Überblick über die erhaltungsrechtlichen Belange geben können. Für eine Bauberatung wenden Sie sich bitte an das Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (Bauprüfung) unter der Telefonnummer 040 42801-2233.


Mehr zum Thema…

Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in: