Bezirk Eimsbüttel

Landschaftsplanung Freiraumqualitätsoffensive Eimsbüttel

Freiraumqualitätsoffensive Eimsbüttel

Freiraumqualitätsoffensive Eimsbüttel

 

Freiraumkonzept für Lokstedt und Stellingen

Seit mehreren Jahren werden in Hamburg die Weichen auf Wachstum gestellt. Die Schaffung neuen Wohnraums stellt nicht nur eine Aufgabe für die Stadtplanung dar, sondern bedeutet auch für die Landschaftsplanung eine große Herausforderung, zumal sich die Hamburger Landesplanung gleichzeitig das Ziel gesetzt hat, im Rahmen der sogenannten Qualitätsoffensive Freiraum für eine verbesserte Freiraumversorgung sowie eine verbesserte Ausgestaltung, Nutzbarkeit und Zugänglichkeit der Freiräume zu sorgen. Das bedeutet: Es soll eine Optimierung der bezirklichen Freiraumsituation bei gleichzeitig steigender Einwohnerzahl sowie einer angespannten Haushaltssituation herbeigeführt werden.

In den vergangenen Jahren führte der Bedarf an neuem Wohnraum vor allem im Bereich der Urbanisierungszone, d.h. in der Zwischenzone zwischen dem Kerngebiet und der äußeren Stadt, zu einer deutlichen Ausweitung der Planungs- und Bautätigkeit.

Betroffen von neuen Wohnbauprojekten waren im Bezirk Eimsbüttel vor allem die beiden Stadtteile Lokstedt und Stellingen. Aus diesem Grund hat das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung von den Berliner Büros bgmr (Landschaftsarchitekten) und yellow z (Stadtplaner) ein Freiraumkonzept für Lokstedt und Stellingen erarbeiten lassen, das Ende 2010 fertiggestellt wurde. Darin werden Strategien entworfen und Maßnahmenvorschläge entwickelt, wie sich die Freiraumsituation in Lokstedt und Stellingen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen verbessern ließe.

Die Kernidee des Konzeptes besteht darin, die Definition der Freiräume nicht nur auf die klassischen Grünflächen zu reduzieren, sondern alle Arten von Freiräumen einschließlich der Straßenräume, Schulhöfe, Sportplätze, Brach- und sonstige Restflächen und sogar Parkplätze unter dem Aspekt zu betrachten, inwieweit sie – zum Beispiel in Form einer Mehrfachnutzung („Multicodierung“) – zur Vergrößerung der nutzbaren Fläche für Freizeitaktivitäten beitragen können.

Darüber hinaus werden Visionen entworfen, in welchen Bereichen für die Öffentlichkeit nutzbare, zusammenhängende Grünflächen entstehen könnten. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei zum einen auf der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Landschaftsachse, die im Sinne des hamburgweiten Freiraumverbundsystems als erlebbarer Grünraum erhalten und verbessert werden soll. Hier arbeitet der Bezirk seit längerem an der Umsetzung der Idee eines Stadtparks Eimsbüttel, indem z.B. quasi privat genutzte Flächen wie Kleingärten zusammengelegt und auf diese Weise öffentliche Grünflächen geschaffen werden.

Der zweite Schwerpunkt liegt in der Kollauniederung. Dieser Raum unterliegt aufgrund der Verlärmung durch den Flughafen sowie der Erfordernisse des Hochwasserschutzes starken baulichen Restriktionen. Gleichzeitig bietet die Kollauniederung gute Vorrausetzungen für eine Entwicklung hin zu einem vielfältigen, naturgeprägten Lebensraum. Hier könnten sich durch Allianzen mit der Wasserwirtschaft Chancen auftun, Flächen für die Allgemeinheit zu gewinnen, in denen durch Schaffung naturnaher, urbaner Wasserlandschaften der Lebensraum Wasser erlebbar und gleichzeitig ein Beitrag zur Stärkung der Biodiversität im Bezirk geleistet würde.

Die wichtigsten Kernpunkte des Freiraumkonzeptes sind in der zum Download bereitstehenden Broschüre zusammengefasst.

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