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Eimsbüttel Stadtteilzentren kommen besser durch die Corona-Krise

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Bezirk spricht mit Händlergemeinschaft über aktuelle Lage in Eimsbütteler Quartieren

Lockdown, leere Straßen, Homeoffice, Maskenpflicht - die Läden und Geschäfte haben in Corona-Zeiten mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Bezirksamtsleiter Kay Gätgens hat zusammen mit Bezirkswirtschaftsförderer Christoph Thiele die vier Zentren Tibarg, Osterstraße, Frohmestraße und Eppendorfer Baum besucht und mit den Quartiersmanagerinnen und den Werbe- und Interessengemeinschaften diskutiert.

Stadtteilzentren kommen besser durch die Corona-Krise

Auch die Eimsbütteler Zentren hatten unter dem Lockdown zu leiden, „Corona-Gewinner gab es nicht“, sagte einer der Einzelhändler. Diese gemeinsame Durststrecke ließ jedoch alle enger zusammenrücken, der Informationsaustausch klappte besser, viele entwickelten kreative Lösungen, um überhaupt Umsätze zu generieren: Zum Beispiel Abholservices im Geschäft oder Sammelabholstellen für Online-Bestellungen. Restaurants stellten auf Liefer- oder Abholdienste um, wer konnte, erweiterte seine Außengastronomie und profitiert von der Gebührenbefreiung des Bezirks. Alle Werbe- und Interessengemeinschaften waren sich einig: Den Einkaufsstraßen sind ihre Stammkunden aus dem Viertel erhalten geblieben und nun geht es langsam wieder aufwärts!

 

Bezirksamtsleiter Kay Gätgens hat den Eindruck, dass sich die gewachsenen Zentren mit ihrer kleinteiligen gemischten Nutzungsstruktur aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie als flexibler erweisen und der Krise besser trotzen können als die Innenstadt oder große Einkaufszentren: „Das zeigt noch einmal, wie wichtig die Stadtteilzentren für die Menschen sind und welch hohe Bedeutung sie für die Nahversorgung in Corona-Zeiten haben. Im Rahmen unseres Konzepts Eimsbüttel 2040 haben wir uns vorgenommen, die urbanen Zentren weiter aufzuwerten und zu stärken.“

 

Quartiersmanagerin Frohmestraße, Annika Saß (Zum Felde BID Projektgesellschaft mbH): „Der starke Zusammenhalt der „Herz von Schnelsen“–Gemeinschaft hat zur Bewältigung der Corona–Krise immens beigetragen. Mithilfe des initiierten Lieferservice rund um die Frohmestraße konnten die Kunden weiterhin versorgt werden. Im Namen aller Mitglieder geht ein großes Dankeschön an die treuen Schnelsenerinnen, Schnelsener und die Kunden, die dem Standort auch weiterhin mit ihren Besuchen und Einkäufen den Rücken stärken.“

 

QM Osterstraße, Arlette Andrae (Quartiersmanagerin): „Die Corona-Pandemie hat den Einzelhandel und die Gastronomie hart getroffen. Was in dieser Zeit nicht konsumiert wurde, wird im Nachhinein nicht doppelt konsumiert. Eine Gemeinschaft wächst durch gemeinsames Gestalten. Daher kann man sich für eine solche – hoffentlich nicht wiederkehrende – Situation am besten wappnen, indem man Bezirkszentren wie die Osterstraße auch als Lebensraum stärkt und die Solidarität, das „WIR-Gefühl“ im Quartier, fördert.“

Til Bernstein (2. Vorsitzender): „Die Pandemie hat klar und eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig heterogene Strukturen aus Wohnen und Gewerbe sind. Diese kleinteiligen, gewachsenen Strukturen, die wir gerade in den kleineren Bezirks- und Stadtteilzentren wiederfinden, müssen von der Politik gefördert werden und mit dem „Handwerkszeug“ der Großen, vor allem bei der Digitalisierung unterstützt werden. Hamburg ist hier mit der bisherigen Politik des polyzentrischen Systems für eine wohnortnahe Versorgung (noch) gut aufgestellt. Weitere großflächige Einkaufscenter, wie gerade in der Hafencity entstehen sind aber der falsche Weg und führen in eine städtebauliche und urbane Einöde. Die Interessengemeinschaften und Quartiersinitiativen können hier ein Mittel zum Zweck sein und sollten von der Politik und den Behörden noch stärker, in ihrer Arbeit aber auch finanziell unterstützt werden.“

 

BID-/QM Tibarg, Nina Häder (Stadt + Handel BID GmbH): „Die aktuelle Situation ist eine große Herausforderung für unsere Zentren und natürlich auch für den Tibarg. Mehr denn je müssen wir uns für die Lebendigkeit unserer Standorte einsetzen. Die Bedeutung von Erlebnis, Nähe, Authentizität, Verbundenheit sowie Regionalität und Lokalität wächst bei den Menschen. Hier können wir punkten. Das ist eine große Chance für die Zukunft unserer Stadtteilzentren.“

 

QM Eppendorfer Baum, Mareike Menzel (Zum Felde BID Projektgesellschaft mbH): „Der Eppendorfer Baum bietet individuelle Einzelhandelsfachgeschäfte, fachkundige Beratung und viele kleine gastronomische Angebote und Spezialitäten mitten in Hamburg, auf die es schwerfällt ganz zu verzichten. Die Eppendorfer haben ihr Viertel auch während der Corona-Pandemie mit Leben gefüllt und die Interessengemeinschaft in ihrem Zusammenhalt am Standort bestärkt.“

 

Hintergrund:

In vier Stadtteilzentren in Eimsbüttel bündeln die Quartiersmanagerinnen die Interessen von Geschäftsleuten, Kund*innen, Anwohner*innen und Grundstückseigentümer*innen. Mit ihrer Hilfe gestalten die lokalen Werbe-und Interessengemeinschaften die Quartiere für ein schöneres Einkaufserlebnis in der Frohmestraße, in der Osterstraße, am Tibarg und am Eppendorfer Baum.

 

Foto:

QM_Frohmestraße: v.l.n.r. Annika Saß, Kay Gätgens, Udo Jansen, Christoph Thiele, Mareike Menzel

QM_Osterstraße: v.l.n.r. Arlette Andrae, Kay Gätgens, Til Bernstein

QM_Tibarg: v.l.n.r. Kay Gätgens, Nina Häder, Christoph Thiele, Reder Wullenweber

QM_Eppendorfer Baum: Kay Gätgens (1.v.r.), Christoph Thiele (3.v.l.) und Vertreter der IG Eppendorfer Baum e.V.

Rückfragen der Medien
Bezirksamt Eimsbüttel
Pressestelle
Telefon: (040) 428 01 - 2053
E-Mail: pressestelle@eimsbuettel.hamburg.de

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