Ausweichgewässer für heimische Amphibien

Zwischen 1998 und 2005 wurden sechs neue Kleingewässer für heimische Amphibien im Eißendorfer Forst im Süd-Westen von Hamburg angelegt.

Ausweichgewässer für heimische Amphibien

Eißendorfer Forst Grasfrosch Grasfrosch (Rana temporaria)
Der Süden Hamburgs ist mit seinem größtenteils sandigen Untergrund von Natur aus arm an Gewässern. Aus diesem Grund verließen jedes Jahr zahlreiche Amphibien (etwa 20 - 80 Grasfrösche, 1000 - 2000 Erdkröten und 150 - 300 Molche) den Eißendorfer Forst und wanderten zum Laichen über den „Vahrendorfer Stadtweg“ zu den zwei südlich des Waldes gelegenen Teichen. Das Überqueren der Straße endete dabei für viele Tiere tödlich.

Die erheblichen Verluste bei der Wanderbewegung

Erdkröten (Bufo bufo) Erdkröten (Bufo bufo)
waren der Auslöser für die Idee Ausweichgewässer zu bauen. Auf der Nordseite der Straße sollten Laichbiotope angelegt werden, welche die Amphibien gefahrlos aufsuchen können.

Mittlerweile wurden sechs neue Teiche angelegt. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass die neuen Lebensräume angenommen werden.

Eißendorfer Forst Neuanlage Teich neu angelegter Teich im Eißendorfer Forst
Da die Teiche unterschiedlich tief sind und auch Bewuchs und Lichteinfall jeweils variieren bieten sie einem breiten Artenspektrum einen neuen Lebensraum. So sind auch für Libellen und zahlreichen Wasserorganismen positive Entwicklungen zu erwarten.

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