Standards Qualitätskonzept für Eltern-Kind-Zentren

„Gutes noch besser machen” – das hat die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius im Jahr 2012 motiviert, die Erarbeitung eines Qualitätskonzepts für die rund 40 Hamburger Eltern-Kind-Zentren zu unterstützen und in Auftrag zu geben.

Qualitätskonzept Eltern Kind Zentrum (EKiZ) Hamburg

Kleinkind
Unter der Leitung von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Ulrike Voigtsberger (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) wurden im Austausch mit Fachkräften, Trägern und Wissenschaft Qualitätsstandards sowie ein Verfahren der Selbstevaluation für  Eltern-Kind-Zentren erarbeitet. Sie sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fachliche Orientierung und Hilfestellung bei ihrer Arbeit mit jungen Familien geben. 

In einer feierlichen Abschlussveranstaltung an der Bucerius Law School wurde das Qualitätskonzept den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eltern-Kind-Zentren sowie einer interessierten Fachöffentlichkeit am 5. März vorgestellt.

„Ich freue mich, dass durch die Weiterentwicklung von Kitas zu Eltern-Kind-Zentren viele Familien mit kleinen Kindern erreicht werden, die sonst keine Unterstützung und keine Bildungsangebote in Anspruch genommen hätten“, sagt Senator Detlef Scheele. „Das Projekt ist ein wichtiger Schritt, um die qualitativ hochwertige Arbeit von Eltern-Kind-Zentren stetig zu verbessern.“

Logo Weichenstellung Zeit-Stiftung Die zuständige Leiterin Bildung und Erziehung der ZEIT-StiftungDr. Tatiana Matthiesen, betont, „dass es Hamburg auszeichnet, Familien mit kleinen Kindern in den Eltern-Kind-Zentren kostenlos und unbürokratisch die Teilnahme an Bildungs- und Betreuungsangeboten zu ermöglichen. Diese Angebote müssen passgenau und von hoher Qualität sein. Mit dem erarbeiteten Qualitätshandbuch setzt die ZEIT-Stiftung Maßstäbe: Das Handbuch ist ein Instrument der Selbstüberprüfung für die pädagogischen Fachkräfte. Sie können nun die eigene Arbeit noch stärker beleuchten und verbessern. Von mehr Qualität profitieren alle”.

Hintergrundinformationen

Aufgabe der Eltern-Kind-Zentren ist die frühe Bildung von unter drei Jahre alten Kindern und von Kindern, die bislang keine Kita besuchen sowie die Stärkung der Erziehungskompetenz ihrer Eltern.

Durch sozialpädagogisch qualifizierte Fachkräfte werden die Familien zur Selbsthilfe angeregt und motiviert, bestehende Beratungsangebote (Erziehungsberatung, Gesundheitsdienst etc.) zu nutzen. Dabei arbeiten die Eltern-Kind-Zentren eng mit den Trägern dieser Angebote zusammen. Der Zugang zu den Eltern-Kind- Zentren steht allen Familien mit kleinen Kindern offen und ist kostenlos.

Die Freie und Hansestadt Hamburg stellt pro Jahr rund 2,7 Mio. Euro für den Betrieb von rund 40 Eltern-Kind-Zentren Euro bereit.

Bezug

Das Qualitätskonzept steht in den Eltern-Kind-Zentren als Ringordner für die Beschäftigten bereit. Eine Download-Datei steht unten zur Verfügung.

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