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Ehrenamtlich helfen Elternlotse werden

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Haben Sie selbst die Erfahrung gemacht, wie es ist, neu in Deutschland zu sein? Möchten Sie anderen Familien mithilfe ihrer Muttersprache dabei behilflich sein, sich in Hamburg zurecht zu finden?

Hände junger Menschen verschiedener Hautfarben miteinander verbunden

Elternlotse / Elternlotsin werden: Muttersprachliche Hilfe für Familien in der Nachbarschaft

Wie werde ich Elternlotse?

Sie finden sich selbst gut in Ihrem Stadtteil sowie in Hamburg zurecht und haben Zeit und Lust, ehrenamtlich Familien in Ihrer Nachbarschaft zu unterstützen?

Die ehrenamtlichen Elternlotsinnen und Elternlotsen sind in der Regel engagierte Mütter und Väter mit Migrationshintergrund. Sie sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sprechen die Muttersprache(n) von Migranten, die in Ihrem Stadtteil leben. Zudem sprechen Sie Deutsch.
  • Sie kennen sich gut in Ihrem Stadtteil aus.
  • Sie setzen sich gerne mit Werten und Normen unterschiedlicher Kulturen auseinander und können eine Vermittlerrolle zwischen anderen Kulturen und der deutschen Kultur einnehmen.
  • Sie sind bereit, ihre eigene Haltung, ihre Einstellungen und ihr Handeln zu reflektieren und tauschen sich gerne im Team aus.
  • Sie sind verlässlich und belastbar und verfügen über ausreichend zeitliche Kapazitäten.
  • Die von Ihnen betreuten Familien können sich darauf verlassen, dass Sie nicht vorbestraft sind. Dies können Sie durch ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nachweisen.

Schulung und Zertifikat

Elternlotsinnen und Elternlotsen werden umfassend auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Dabei erwerben Sie vielfältige Kompetenzen. Sie werden von Fachkräften zu den Themen Erziehung und Bildung in der Familie und in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, zum Thema Gesundheit sowie zu rechtlichen Grundlagen und finanziellen Hilfen geschult.

Themen wie Arbeit mit geflüchteten Familien, Umgang mit Medienkonsum, Selbstmanagement, Erste Hilfe (am Kind) und/oder Berufseinstieg für Mütter/Väter mit Migrationshintergrund werden entweder in der Schulung oder in zusätzlichen Fortbildungen behandelt.

Die Elternlotsenprojekte organisieren die Schulungen selbst. Diese finden zumeist vor Ort statt. Alle Einzelheiten erfahren Sie direkt bei den Elternlotsenprojekten.

Die Schulung umfasst je nach Projekt zwischen 76 und 120 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Die Qualifizierungsphase dauert durchschnittlich drei Monate.

Für angehende Elternlotsen ist die Schulung kostenlos. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Teilnahmezertifikat.

Ihre Aufgabe als Elternlotse

Als ehrenamtliche Elternlotsin oder Elternlotse übernehmen Sie eine politisch und gesellschaftlich anerkannte, bedeutende und wertgeschätzte Rolle! 

Sie sprechen Eltern mit Migrationshintergrund und Unterstützungsbedarf im Stadtteil an, motivieren Sie zur Erkundung sowie zur sozialen Teilnahme in ihrem Sozialraum. Durch Vermittlung von Wissen und Aktivierung der Familien stärken Sie die Ressourcen innerhalb der Familien und des Stadtteils. Sie tragen damit zur Demokratieförderung bei.

Sie motivieren die Eltern bei der Entwicklung und Bildung ihrer Kinder eine aktive Rolle einzunehmen. Sie unterstützen damit die Chancengerechtigkeit dieser Kinder.

Elternlotsen begleiten aber auch ganz praktisch im Alltag: Bei Behörden- und Arzt-Terminen, bei Schul- und Entwicklungsgesprächen oder dem Elternabend und können Sie als Sprachmittler – jedoch nicht als offizieller Übersetzer – fungieren. 

Sie unterstützen Eltern, die einem Kita-Platz suchen oder einen Kita-Gutschein beantragen - oder was sonst gerade in der Familie von Bedeutung ist...

Mögliche Aufgabenfelder im Überblick:

  • Informationen über Angebote im Stadtteil und deren Vermittlung / Überleitung,
  • Informationen zum Kinderbetreuungs- und Bildungssystem sowie Themen im Bereich Erziehung, Bildung (zum Beispiel Sprachentwicklung und Spracherwerb) und Gesundheit,
  • Bedarfsorientierte Begleitung zu Ämtern, Behörden, Ärzten oder anderen sozialen Einrichtungen,
  • Eventuell Hausbesuche, zum Beispiel bei Antragstellungen, Sprachunterstützung im Zusammenhang mit behördlichen Schreiben,
  • Eventuell Angebot von Unterstützungsleistungen bei offenen Sprechstunden oder Präsenzzeiten in kooperierenden Institutionen,
  • Gegebenenfalls Unterstützung bei der Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen im Themenbereich Erziehung und Bildung,
  • Kurzdokumentation der Familienbegleitungen (anonym),
  • Projektdarstellung in der Öffentlichkeit.

Wer unterstützt mich?

Die Fragen und Probleme der Familien können ganz unterschiedlich sein. Bei Fragen und Hilfebedarf ist die Koordination des Projektes, die Sie bereits aus der Schulung kennen, stets als kompetenter Ansprechpartner für Sie da. 

Zudem finden regelmäßig angeleitete Austauschtreffen mit den Elternlotsen statt. Darüber hinaus werden Fortbildungen für Elternlotsen angeboten.

Kontakt

Haben Sie Interesse oder Fragen? Bitte nehmen Sie einfach Kontakt mit einem Elternlotsenprojekt in ihrer Nähe auf. Die Projekte freuen sich auf Sie!

Mehr Informationen



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