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Niendorf Ein nachhaltiges Sportzentrum für Niendorf

Das neue Sportzentrum des Niendorfer Turn- und Sportvereins wurde in eingeschossiger Holzbauweise als Kooperationsprojekt zwischen dem Verein und der Stadt Hamburg realisiert. Obwohl für den öffentlich nutzbaren Bereich nur die Einhaltung der EnEV gefordert wurde, ließ der Verein das Gesamtgebäude als Passivhaus bauen.

Ein nachhaltiges Sportzentrum für Niendorf

Mit dem Neubau des Niendorfer Turn- und Sportvereins ergab sich für diesen die Möglichkeit, an seinen ehemaligen Standort zurückzukehren und die, bisher auf mehrere Standorte verteilte Vereinsverwaltung, wieder unter einem Dach zu vereinen.

Der Rest der zur Verfügung stehenden, eng begrenzten Grundstücksfläche, wurde für einen Sportmehrzweckraum genutzt. Während hier Tanz, Gymnastik und Kampfsport angeboten werden, eröffnen andere Standorte nun wieder mehr Raum für Ballsport.

Um die Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Neubaus gleichermaßen zu gewährleisten, setzte der Verein auf den Passivhausstandard. Dieser wurde vom ersten Planungsansatz bis zur abschließenden Zertifizierung konsequent verfolgt. Die Förderung erfolgte über KfW-Mittel, wobei das Passivhaus-Sportzentrum gleichzeitig auch die Anforderungen an ein KfW-Nichtwohngebäude-Effizienzhaus 55 (2016) erfüllt.

Das Gebäude wurde in Holzbauweise errichtet und die Fassade in Vereinsfarben gestaltet.

 

Kenndaten

Standort

Bondenwald 14c, 22459 Hamburg

Baujahr

2018

Nutzfläche

951 m²

Energiebezugsfläche (PHPP)

899 m²

Geschosse

2 (baurechtlich eingeschossig)

Beheiztes Volumen

4.296 m³

Hüllflächen

2.151 m²

Faktor A/V

0,50

 

Projektbeteiligte

Bauherr / Bauträger

Niendorfer Turn- und Sportverein

Architekt

Dipl.-Ing. Robert Heinicke Architekt

Tragwerksplanung

Markus Lemcke, Stade

Bauleitung

Generalübernehmer Firma Rust Dachwerk, Glinde

Bauphysik/Energieberater

weitere Fachplaner

Dipl.-Ing. Robert Heinicke Architekt

Haustechnikplaner

Dipl.-Ing. Robert Heinicke Architekt

 

Konstruktion

Bauweise

Vorgefertigter Holzrahmenbau

Gründung

Stahlbetonsohlplatte, tragend

Primärkonstruktion

k.A.

Außenwände

Holzrahmenbauwände, Gipsfaserplatten und Holzweichfaserplatten

Geschossdecken

Holzbalkendecke, Schalung, Gipsfaserplatten

Dach/ oberste Geschossdecke

Massive Brettschichtholzdecke

Innenwände

Holzrahmenbauwände, Gipsfaserplatten

Treppenhauswände

Holzrahmenbauwände, Gipsfaserplatten

 

Haustechnik

Heizung

Solarthermie (34 m²) mit Solarschichtenspeicher (1.500 l)

Gas-Brennwertkessel (Erdgas) als Ergänzung für Spitzenlasten

Warmwasser

Solarthermie (34 m²) mit Solarschichtenspeicher (1.500 l)

Gas-Brennwertkessel (Erdgas) als Ergänzung für Spitzenlasten

Lüftung

Drei mechanische Lüftungsanlagen: Verwaltung, Umkleiden, Sporthalle

Stromversorgung

Photovoltaik (40 kWp, 142 Module)

Sommerlicher Wärmeschutzaußenliegende Sonnenschutzscreens auf der Südost- und Nordwestseite

 

Energetische Kennzahlen

Förderstandard

Passivhaus-Standard / Effizienzhaus 55

Heizwärmebedarf (PHPP)14 kWh/m²a

spez. Primärenergiebedarf (PHPP)

94 kWh/m²a

spez. Endenergiebedarf

23,1kWh/m²a

Transmissionswärmeverlust

0,168 W/m²K

Luftdichtigkeit0,2 h-1  

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