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Innsbruck, Österreich EU-Projekt SINFONIA

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Besonders in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt, gibt es einen sehr großen Gebäudebestand aus den 1950-1970er Jahren, gleichzeitig sind noch viele Gebäude aus der Zeit um die Jahrhundertwende 1900-1920 vorhanden. Gebäude sind im Allgemeinen für etwa 35-40% des Endenergieverbrauchs und für ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Bei der überwiegenden Mehrheit der Gebäude handelt es sich um energieintensive und unter energetischen Gesichtspunkten ineffiziente Bestandsgebäude, die so schnell wie möglich für die Energiewende fit gemacht werden müssen.

EU-Projekt SINFONIA – Best Practice Beispiele aus Innsbruck, Österreich

Das EU-Projekt SINFONIA (Abkürzung des Projekttitels: Smart INitiative of cities Fully cOmmitted to iNvest In Advanced large-scale energy solutions) förderte von 2014 bis 2020 groß angelegte, integrale und skalierbare Lösungen für die Energieversorgung von Gebäuden in mittelgroßen europäischen Städten. Im Mittelpunkt der Initiative stand eine Kooperation zwischen den Städten Innsbruck in Österreich und Bozen in Italien. In jeweils einem Pionierbezirk sollte die Primärenergie um 40 bis 50% eingespart und der Anteil erneuerbarer Energien um 20% erhöht werden. Dies wurde durch ein ganzheitliches Maßnahmenpaket erreicht, das die Modernisierung von mehr als 100.000m² Wohnfläche (2/3 in Innsbruck und 1/3 in Bozen) zusammen mit der Optimierung des Stromnetzes sowie Lösungen für Fernwärme und -kälte kombiniert.

Der Schwerpunkt dieses Projekts lag auf der Entwicklung und dem Einsatz von skalierbaren Lösungen in den beiden Pionierstädten. Um dies zu erreichen, wurden Stadtteiltypologien und entsprechende Sanierungsmodelle definiert. Die sollen es den Städten ermöglichen, ihre Anforderungen einfach zu bewerten und ihre langfristigen Sanierungsstrategien effizient zu definieren. Die ausgewählten Gebäude aus den beiden Bezirken in Innsbruck und Bozen sind typische Bestandsgebäude, die größtenteils aus demselben Jahrzehnt stammen und die Herausforderungen für die energetische Sanierung widerspiegeln, wie sie in den meisten europäischen Städten zu finden sind. Um die Skalierbarkeit und Übertragbarkeit zu gewährleisten, wurden diese Modelle und Typologien mit allen beteiligten Akteuren nicht nur in den beteiligten Städten Innsbruck und Bozen getestet und validiert, sondern auch von fünf sog. Early Adopter Cities, die aktiv an SINFONIA teilnahmen, beobachtet: Diese „frühzeitigen Anwender“ waren die Städte Pafos auf Zypern, Sevilla in Spanien, La Rochelle in Frankreich, Borås in Schweden sowie das deutsche Rosenheim.

Kenndaten

StandortInnsbruck, Österreich
Baujahr1950 - 1970
GebäudeartenGeschoßwohnbau und Schulgebäude
Wohneinheiten455
Gebäudeanzahl17
GeschosseZwischen E+2 und E+5
NutzungenGeschoßwohnbau und Schulgebäude
SanierungsstandWohngebäude: Schrittweise EnerPHit, Schulgebäude EnerPHit
Erneuerbare EnergienPhotovoltaik, Fernwärme
Einsparungen seit SanierungDurchschnittlich 77% bei der Heizwärme, Potenzial auf 85% nach Vollsanierung

Projektbeteiligte

BauherrInnsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und Neue Heimat Tirol (NHT)
Architektenunterschiedlich je nach Objekt
Tragwerks- und Energieplanungunterschiedlich je nach Objekt
Konzeptpartner und GeneralunternehmerEnergie- und Passivhaus Beratung: Passivhaus Institut und Universität Innsbruck
MonitoringPassivhaus Institut und Universität Innsbruck
Publikationenhttps://link.springer.com/article/10.1007/s12053-021-10008-7

https://passiv.de/downloads/05_sinfonia_monioring_innsbruck_final_bericht.pdf

Finanzierung

FörderprogrammeEU: 7th Framework Programme for Research (FP7)

Beratung

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