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Hamburg spart Energie Energiespar-Tipps für jeden Tag

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Den eigenen Energieverbrauch zu senken, ist ein erster Schritt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren. Der Klimawandel führt uns die Dringlichkeit schon lange vor Augen. Der aktuelle Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf die hiesige Energieversorgung in Form von Verknappung und steigenden Kosten verstärken das Problem weiter. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie ganz einfach Energie sparen können.

Icon: Haus mit Stecker

Energiespartipps



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Richtig Heizen Icon: Thermometer

  • Heizung richtig einstellen: Als Faustregel gilt: Absenken der Raumtemperatur um ein Grad reduziert den Heizenergiebedarf um etwa 7%. Damit lassen sich bis zu 260 kg CO2 im Jahr einsparen. Übrigens: Ein Raum wird nicht schneller heiß, wenn das Thermostat voll aufgedreht ist. Für eine Zimmertemperatur von 20 Grad einfach den Regler auf Stufe 3 stellen. Das Thermostat hält die Temperatur dann konstant.
  • Heizkörper frei halten für ideale Luftzirkulation: Richtig heizen hängt auch von der Wohnungseinrichtung ab. Möbel und Vorhänge vor der Heizung verhindern, dass die Wärme im Raum zirkulieren kann und erzeugen einen Wärmestau. So kann das Zimmer nicht gleichmäßig warm werden. Das Ergebnis: Am Schreibtisch ist es kalt, obwohl die Heizung hinter dem Sofa kräftig arbeitet. Heizkörperverkleidungen sind auch nicht ideal für die Heizleistung – am besten steht der Heizkörper immer ganz frei.
  • Heizkosten sparen mit Thermostaten: Montagsmorgen um sieben soll das Badezimmer warm sein? Die Heizung nachts laufen zu lassen, ist natürlich keine Option, denn das verschwendet Heizenergie und geht schnell ins Geld. Praktisch und erstaunlich sparsam sind programmierbare Thermostatventile. Je nach Modell kann man ganz genau einstellen, wann es in welchem Zimmer wie warm werden soll. Bis zu 10% Heizenergie lassen sich durch solche schlauen Thermostate sparen – viele Modelle lassen sich sogar per App steuern.
  • Stoßlüften ist besser als Kipplüften: Richtiges Lüften ist vor allem im Winter wichtig. Nicht nur das Raumklima profitiert davon, sondern auch Ihre Heizkosten. Wichtig dabei: Stoßlüften statt Kipplüften. Das kann nämlich richtig Geld sparen. Sie sollten im Winter jeden Tag mehrmals für fünf Minuten die Fenster richtig weit öffnen und am besten Durchzug herstellen. So wird die verbrauchte Luft besonders effizient ausgetauscht. Dabei unbedingt die Heizung ausstellen, damit Sie nicht aus dem Fenster rausheizen. Wieso ist Kipplüften ineffizient? Beim Lüften mit gekipptem Fenster findet kaum Luftaustausch statt - dafür kühlen die Wände aus und es kann sich Schimmel bilden.
  • Undichte Fenster und Türen abdichten: Zugluft ist nicht nur lästig, sondern auch eine Verschwendung von Heizenergie. Eigentlich logisch: Wenn kalte Luft in die Wohnung eindringt, kann auch warme Luft entweichen. Dagegen helfen am besten gut isolierte Fenster und Türen. Als Wohnungs- oder Hausbesitzer:in lohnt sich für Sie der Austausch undichter Fenster auf jeden Fall, aber auch als Mieter:in kann man aktiv werden. Zugluftstopper, Isolierband oder ein Nachstellen der Beschläge können helfen. Eventuell muss auch mal eine Dichtung ausgetauscht werden, um den Luftstrom zu stoppen.
  • Türen von beheizten Räumen geschlossen halten: Wer Heizkosten sparen möchte, sollte Türen geschlossen halten. Bei offenen Zimmertüren muss der Heizkörper ständig die Temperatur angleichen und halten, sodass deutlich mehr Energie verbraucht wird.
  • Heizungen regelmäßig entlüften: Es kommt vor, dass Heizungen nicht richtig warm werden und Geräusche von sich geben. Meist liegt es an zu vielen Luftblasen im Heizwasser. Durch die Luftblasen kann das Wasser im Heizkörper nicht richtig zirkulieren und die Wärme nicht an den Raum abgegeben werden. Um den Raum warm zu halten, muss die Heizung dann deutlich mehr Energie aufwenden. Regelmäßiges Entlüften der Heizung behebt das Problem, spart jede Menge Energie und senkt die Heizkosten so merklich.
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Stromsparen bei Elektrogeräten

Icon: Batterie

  • Elektronische Geräte „richtig“ ausschalten: Viele Geräte, wie z.B. unser Fernseher, laufen den ganzen Tag und die ganze Nacht - ohne dass wir sie nutzen. Der sogenannte Standby-Modus verbraucht dabei durchgehend Energie. Das lässt sich leicht verhindern: Einfach den Stecker aus der Steckdose ziehen, nur dann verbraucht das Gerät wirklich keinen Strom. Tipp: Schaltbare Steckdosen oder Mehrfachstecker nutzen oder eine Zeitschaltuhr verwenden.
  • Wäscheständer statt Trockner: Trockner zählen zu den Haushaltsgeräten mit dem höchsten Energieverbrauch. Wer Energie sparen will, sollte deshalb zum Wäschetrocknen möglichst einen Wäscheständer nutzen. Gerade in der wärmeren Jahreszeit kann die Wäsche an der Luft getrocknet werden, ohne Energie zu verbrauchen und Kosten zu verursachen. Wichtig: steht der Wäscheständer drinnen daran denken, regelmäßig zu lüften.
  • Eco-Programm benutzen: Die meisten Geschirrspüler, und mittlerweile auch Waschmaschinen, haben ein Eco-Programm. Die lange Programmdauer irritiert vielleicht auf den ersten Blick, durch die längere Dauer und niedrigere Temperaturen werden aber sowohl Wasser als auch Strom gespart. Das liegt daran, dass die meiste Energie verbraucht wird, wenn Wasser schnell und hoch erhitzt werden muss. Das fällt beim Eco-Programm weg, so dass Energie eingespart und die Kosten gesenkt werden können. Ebenso wichtig: halbleere Waschgänge vermeiden und die Maschine nur mit voller Ladung anstellen.
  • Stromverbrauch des Kühlschranks senken: Um den Stromverbrauch zu senken, sollte ein Kühlschrank auf eine Temperatur von 5 - 7°C eingestellt werden und niemals neben dem Herd, der Heizung oder einer anderen Wärmequellen stehen. Bei einer höheren Umgebungstemperatur muss der Kühlschrank mehr Energie aufbringen, um den Inhalt zu kühlen. Ein voller Kühlschrank verbraucht zudem weniger Energie als ein leerer. Auch wichtig: ein ausreichender Abstand zur Wand, intakte Türdichtungen sowie das Entstauben der Kühlschlange und des Lüftungsgitters.
  • Gefriergeräte abtauen: Bildet sich eine Eisschicht im Gefrierschrank, sollte diese abgetaut werden, da vereiste Geräte deutlich mehr Energie verbrauchen. Durch die Eisschicht kann die Kälte nicht gut ins Innere des Gefrierschranks vordringen. Das Gerät muss dann deutlich länger kühlen, um die Temperatur im gesamten Kühlraum konstant im Minus zu halten. Durch regelmäßiges Abtauen können so zwischen 15 – 45 % Stromkosten gespart werden. Wenn Gefrierschränke für eine längere Zeit nicht genutzt werden, lohnt es sich diese ganz vom Stromnetz zu trennen, um unnötigen Energieverbrauch und Kosten zu vermeiden.
  • Beim Kauf von elektronischen Geräten die Energieeffizienz beachten: Durch die gezielte Auswahl energieeffizienter Elektrogeräte können Strom und Wasser gespart werden. Auskunft geben die Energieeffizienzklassen, mit denen alle kennzeichnungspflichtigen Elektrogeräte versehen werden.
  • Lichter in der Wohnung nur bei Bedarf anschalten: Auch die Beleuchtung unserer Wohnungen benötigt viel Energie. Hier sollte im Auge behalten werden: wo brauche ich gerade wirklich Beleuchtung in der Wohnung? Muss im Bad den gesamten Abend eine indirekte Beleuchtung eingeschaltet sein oder reicht es, wenn jemand das Bad betritt? Hilfreich können hier Leuchten mit Bewegungsmelder sein. Und ganz wichtig: beim Verlassen der Wohnung überprüfen, ob wirklich alle Lichter ausgeschaltet sind.
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Warmwasser in Maßen Icon_ Duschkopf

  • Ein Sparduschkopf spart auch Energie: Viel Heizenergie geht im Alltag durch Warmwasser verloren. Das kalte Wasser muss schließlich zuerst erwärmt werden, das kostet Energie. Wer also beim warmen Duschen Wasser spart, spart auch Energie. Hier ist ein  Sparduschkopf eine gute Investition. Er verringert den Wasserdurchfluss um knapp die Hälfte.
  • Hände mit kaltem Wasser waschen: In den letzten beiden Jahren hat das Händewaschen erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Mythos, dass man die Hände mit heißem Wasser waschen muss, um Bakterien und Viren abzutöten, ist weit verbreitet. Tatsächlich entscheidend ist allerdings nicht die Wassertemperatur, sondern die Dauer und Gründlichkeit beim Händewaschen und dass ausreichend Seife verwendet wird.
  • Duschen ist sparsamer als Baden: Als Wasserspartipp haben Sie das bestimmt schon gehört: Duschen ist viel umweltfreundlicher als Baden. Aber auch in Sachen Energieverbrauch ist hier einiges zu holen. Für ein Vollbad müssen 120 Liter Wasser aufgeheizt werden, beim Duschen nur etwa 50. Es lohnt sich also, öfter mal auf das Bad zu verzichten und stattdessen unter die Dusche zu steigen.
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Mobilität Icon_ Ampel und Zebrastreifen

  • Energiebewusst und vorausschauend Auto fahren: Schnelle Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten kosten ziemlich viel Energie und damit Benzin. Durch vorausschauendes Fahren kann Benzin gespart werden: die rote Ampel ist in Sicht – anstatt zu bremsen, runterschalten und das Auto rollen lassen. Im Verkehr zügig hochschalten und in hohen Gängen fahren. Bei längerer Wartezeit, z.B. im Stau oder am Bahnübergang, den Motor ausstellen. Auf der Autobahn verbraucht man weniger Benzin bei konstanter Geschwindigkeit von 120 km/h. Auf Funktionen wie die Klimaanlage und Sitzheizung zu verzichten, spart ebenfalls Benzin.
  • Auf das Auto verzichten: Am allerbesten ist es natürlich, das Auto ganz stehen zu lassen. Fahrrad, Bus und Bahn oder sogar die Fähre sind in Hamburg eine super Alternative, um sich in der Stadt fortzubewegen.
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Grundsätzlich immer sinnvoll: Beratungsangebote nutzen

Icon: 5 Personen


Die Hamburger Energielotsen beraten zu energetischen Sanierungsmaßnahmen und zeigen Einsparpotenziale in Wohnung oder Haus auf. Sie Informieren außerdem über Fördermöglichkeiten.

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