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Windenergie Windstrom – auch bei Flaute

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Hamburg hat sein Windenergie-Ausbauziel schon heute erreicht. Dafür wurden auch Windparks im Hafen gebaut. Um den Windstrom besser zu nutzen, entstehen zudem neue Stromspeicher.

Windkraft- und Photovoltaikanlage auf dem Energieberg Georgswerder Windkraft- und Photovoltaikanlage auf dem Energieberg Georgswerder

Windstrom – auch bei Flaute

Auch wenn in einem Stadtstaat die Flächen knapp sind, die sich für Windräder eignen, für 67 Windräder wurden in Hamburg Standorte gefunden (Stand Ende 2018). Zusammen bringen sie es auf eine Leistung von 123,2 Megawatt und übertreffen damit das 120-Megawatt-Ziel des Senats für 2020. Sie können Strom für mehr als 100.000 Haushalte liefern. Der Hamburger Senat hat damit sein Ausbauziel bereits übertroffen.

Karte

Windenergie im Hafen

In einem Stadtstaat wie Hamburg sind Flächen, die sich für Windräder eignen, sehr knapp. Für neue Windenergieanlagen-Standorte hat Hamburg deshalb einen neuen Ort gefunden: Im Herz des Hafens. Zuletzt hat der städtische Energieversorger Hamburg Energie 2017 sechs neue Windenergieanlagen im Hafen fertiggestellt. Drei stehen auf dem Gelände der Aluminiumhütte von Trimet, ebenso viele beim Stahlwerk von Arcelor Mittal. Die Firmen nutzen den sauberen Strom, um ihre Produkte umweltfreundlicher herzustellen.

In einem Gewerbegebiet einen Windpark mit einem halben Dutzend Turbinen zu bauen, ist einmalig in Deutschland, es bringt aber auch besondere Herausforderungen. Die Projektentwickler mussten zum Beispiel besonders umfangreiche Brandschutzlösungen einsetzen. Bei einer Gesamthöhe von knapp 200 Metern ebenfalls wichtig: Kameras und Sensoren zeigen rechtzeitig, ob sich Eis auf den Flügeln des Windrads bildet.

Besondere Standorte für Windräder zu finden, hat in Hamburg bereits Tradition: Seit den 1990er Jahren drehen sich Windräder auf dem „Energieberg Georgswerder“, einer ehemaligen Abfalldeponie. Inzwischen wurden dort mehrere ältere Windräder durch ein größeres ersetzt – wie bereits an vielen Standorten in Hamburg.

Wärmespeicher für Windstrom

Ebenfalls auf dem Trimet-Gelände im Hafen hat Siemens Gamesa einen Wärmespeicher für Windenergie gebaut. Er soll dann zum Einsatz kommen, wenn Windparks bei starkem Wind mehr Strom produzieren als gerade benötigt wird. Mit dem überschüssigen Strom heizt in dieser Demonstrationsanlage ein starker Fön Steine auf. Das bedeutet: Windparks müssen seltener abgeschaltet werden. Wenn im Stromnetz ein Engpass droht, kann der Speicher die Wärme wieder in Strom umwandeln und ihn in das Netz einspeisen.

Windpark mit Batterie

Die Planer des Windparks in Curslack haben diesem eine Batterie spendiert. Deshalb nennen sie ihn „Hybridpark“. Die Batterie soll helfen, das Stromnetz stabil zu halten, wenn die Stromproduktion aus Windparks oder Solaranlagen schwankt. Eine weitere Besonderheit des Windparks: Er liegt nicht nur in der Nähe des Energie-Campus der HAW Hamburg, er gehört auch zum Teil der Hochschule. Das ist einzigartig in Deutschland und ermöglicht nicht nur den Studierenden eine praxisnahe Ausbildung, sondern bietet auch für die Forscher ein ideales Testfeld. Der Windpark ist auch Teil des Projekts NEW 4.0 Norddeutsche Energiewende. In diesem Projekt wollen Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam zeigen, wie sich Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2035 komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen können.


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