Neues Fernwärmekonzept Kohlefrei, klimafreundlich, modular

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Die Hamburger Fernwärme erhält ein neues Gesicht. Statt auf Kohle setzt die Stadt auf klimafreundliche, flexible Energiequellen.

Fernwärmenetz

Kohlefrei, klimafreundlich, modular

Im September 2019 konnte Hamburg das größte Fernwärmenetz der Stadt vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall vollständig zurückkaufen – so wie von den Hamburgerinnen und Hamburgern im Volksentscheid 2013 beschlossen. Das Unternehmen heißt jetzt Wärme Hamburg GmbH und ist zu 100 Prozent städtisch. Es liefert Wärme für rund 490.000 Wohneinheiten.

Als städtisches Unternehmen erhält die Fernwärme in Hamburg ein neues Gesicht. Bis zum Jahr 2030 will die Stadt den Anteil der Kohlewärme von heute 64 Prozent auf null senken und damit einen großen Schritt in Richtung auf Hamburgs ehrgeizige Klimaziele machen. Das Kohlekraftwerk Wedel soll nach der Heizperiode 2024/25 abgeschaltet werden, bis spätestens 2030 soll auch das Kraftwerk Tiefstack ohne Kohle auskommen. Statt zweier großer Kohlekraftwerke werden in Zukunft mehrere Quellen für die Erzeugung der Fernwärme eingesetzt.

Energiepark Hafen ersetzt Kraftwerk Wedel

An die Stelle des Kohlekraftwerks Wedel tritt der Energiepark Hafen. Um mehr als 55 Prozent der heute im Kraftwerk Wedel erzeugten Wärmemenge klimaneutral zu gewinnen, werden verschiedene Wärmequellen südlich der Elbe angezapft: Industrielle Abwärme wird im Hafengebiet erschlossen. Die Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm liefert effiziente Wärme aus Müll. Eine Abwasser-Wärmepumpe macht die Abwärme aus dem Klärwerk Dradenau nutzbar.

Ein Kurzzeit-Wärmespeicher und ein Aquiferspeicher, der im Sommer große Mengen Wärme in salzhaltigem Grundwasser für den Winter einspeichern kann, verbessern die Effizienz und die Ausnutzung der klimafreundlichen Wärmequellen. Eine hochflexible KWK-Anlage soll rund 40 Prozent der zu ersetzenden Wärmemenge liefern. Sie wird zunächst mit Erdgas betrieben, ist aber so ausgelegt, dass sie auch mit Gas aus erneuerbaren Quellen und Wasserstoff betrieben werden kann.

Eine 7,5 Kilometer lange Leitung wird die Erzeugungsanlagen südlich der Elbe an das Fernwärmenetz nördlich der Elbe anschließen. Für den Bau der Leitung sind keine privaten Flächen erforderlich. Die Einschränkungen für die Anwohner werden durch kurzzeitige Baustellen gering gehalten.

Eine weitere klimafreundliche Energiequelle entsteht am Standort der früheren Müllverbrennung im Stadtteil Stellingen. Das Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) wird ab 2022 aus Abfällen Fernwärme, Biomethan und Strom gewinnen.

Rund 750 Millionen Euro investieren die städtischen Unternehmen für den Energiepark Hafen und damit in eine zukunftsfähige, kohlefreie Wärmeversorgung in Hamburg. Durch die Nutzung lokaler, vorhandener Wärmequellen sind die Wärmekunden weniger von fossilen Brennstoffpreisen abhängig. Dies trägt dazu bei, die Preise für Fernwärme stabil zu halten und verbessert nebenbei auch die Luftqualität in Hamburg. Der Umbau der Wärmeversorgung wird Hamburgs größter Beitrag, um die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen.

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