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Energiecontrolling Auf Kurs bleiben

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Nur was gemessen wird, kann auch gemanagt werden. Das Energiecontrolling mithilfe von Datenbanken ist die Grundlage für ein umfassendes Energiemanagement.

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Auf Kurs bleiben

Die Stadt Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Deshalb müssen mithilfe des Energiecontrollings die Energieverbrauchswerte der öffentlichen Gebäude systematisch beobachtet werden. Das hilft auch, deren Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist dabei, Soll- und Ist-Werte ständig abzugleichen und zu vergleichen, wie sich der Energieverbrauch ähnlicher Gebäude entwickelt. So wird deutlich, ob Hamburg auf einem guten Weg ist, das Ziel zu erreichen, oder ob es eventuell Handlungsbedarf gibt.

Das strategische Energiecontrolling erfasst vor allem die öffentlichen Gebäude der Kernverwaltung Hamburgs, also von Behörden und Bezirksämtern, Polizei- und Feuerwachen. Hinzu kommen Hochschulen, Schulen und Landesbetriebe.

Die Rolle der Umwelt- und Energiebehörde

Die Behörde konzentriert sich auf das strategische Controlling, also auf ein übergreifendes Controlling, aus dem sich – wie der Name verrät – strategische Entscheidungen ableiten lassen. Das wäre zum Beispiel: Lässt sich ein Bestandsgebäude bezogen auf das Klimaschutzziel 2030 nicht ausreichend sanieren, könnte das im Gesamtportfolio mit einem energetisch entsprechend verbesserten Neubauniveau aufgefangen werden. Das operative Energiecontrolling geschieht dezentral in den Liegenschaften, also zum Beispiel bei Schulbau Hamburg.

Grundlage des strategischen Controllings sind Jahresverbräuche, die jeweils im Folgejahr ausgewertet werden. Aus diesen Daten lässt sich mit statistischen Methoden ein Vergleichsmaßstab erarbeiten. Auffälligkeiten werden im jeweiligen Immobilienportfolio dezentral überprüft und gegebenenfalls beseitigt. Für längerfristige Analysen und Betrachtungen erfasst die Behörde alle notwendigen Daten in einer Energiedatenbank. Die Expertinnen und Experten der Behörde können dank ihrer umfangreichen energietechnischen und energiewirtschaftlichen Kenntnisse in diesen Daten Einsparpotenziale erkennen.

Was haben Mieter oder Nutzer davon? 

Das Controlling kann helfen, steigende Energiekosten zu identifizieren, die Nutzer oder Mieter einer Immobilie als Nebenkosten bezahlen. Den eigenen Energieverbrauch mit Hilfe des Vergleichsmaßstabs im Auge zu behalten, kann sich also lohnen. Auch Mieter oder Nutzer können energiesparende Maßnahmen identifizieren und anstoßen. Investitionen zur Energieeinsparung oder für den Klimaschutz können dann vertraglich vereinbart und durch finanzielle Zuschüsse kompensiert werden. Hierbei hilft die Umwelt- und Energiebehörde. Es muss auch langfristig überprüft werden, ob die Ziele erreicht werden. Diese Aufgabe wird im jeweiligen Immobilienportfolio dezentral wahrgenommen.

Die Erfahrungen der Behörde haben gezeigt, dass sich mithilfe des Controllings Einsparungen in der Größenordnung von rund zehn Prozent des Energiebedarfs erreichen lassen.

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