Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Oberflächennahe Geothermie Oberflächennahe Nutzung der Erdwärme

Durch die aktuelle Entwicklung auf dem Energiesektor ist zunehmend eine stärkere Nutzung des verfügbaren oberflächennahen geothermischen Potentials von Interesse.

Oberflächennahe Nutzung der Erdwärme

Nutzungsmöglichkeiten

In den oberen 100 Metern der Erdkruste wird das Wärmepotenzial vor allem für dezentrale Heizanlagen genutzt. Möglich ist auch eine Nutzung des Untergrundes als Quelle für Kühlsysteme oder als Wärme- oder Kältespeicher. Typische Systeme sind Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden, Grundwasserbrunnen oder seit neuerem auch erdberührte Betonbauteile wie z.B. Energiepfähle.

Auskunft über das geothermische Potenzial

Das Geologische Landesamt kann Ihnen anhand der verfügbaren Informationen aus dem umfangreichen Bohrarchiv über den zu erwartenden geologischen Aufbau des Untergrundes und das daraus ableitbare geothermische Potenzial für einzelne Standorte Auskunft geben. Für das Hamburger Stadtgebiet wurden Übersichtskarten zur Abschätzung des geothermischen Potenzials entwickelt, die direkt über das Bohrdatenportal eingesehen werden können.

Wasserrechtliche Erlaubnis zum Einbau von Erdwärmesonden

Für den Einbau von Erdwärmesonden ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich, die Sie im Amt für Umweltschutz, Abteilung „Wasserwirtschaft“ der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt beantragen können. Den "Leitfaden zur Erdwärmegewinnung in Hamburg" sowie die Antragsunterlagen erhalten Sie über die Internetseite der Abteilung „Wasserwirtschaft“.

Für den Wasserrechtsantrag zum Einbau von Erdwärmesonden ist in jedem Fall eine schriftliche Stellungnahme des Geologischen Landesamtes erforderlich. Auch sind die einzelnen Bohrungen zur Erdwärmenutzung beim Geologischen Landesamt anzuzeigen (Formular zur Bohranzeige).

Länderübergreifende Projekte

In Zusammenarbeit mit anderen Geologischen Diensten beteiligt sich das Geologische Landesamt Hamburg an diversen Gemeinschaftsprojekten. Ziel dieser Vorhaben ist eine Erweiterung der vorhandenen geowissenschaftlichen Fachinformationssysteme, um aussagekräftige Daten zur Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes zu erhalten. Damit soll die Planungssicherheit bei der Auslegung von geothermischen Heiz- oder Kühlsystemen (Erdwärmesonden, -kollektoren usw.) verbessert werden.

Wir stehen Ihnen gerne für mündliche und schriftliche Auskünfte zur Verfügung.

Sie erreichen uns unter der Telefonnummer (040) 42840 – 5262

Wir sind auch per Email erreichbar: gla@bue.hamburg.de