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Jubiläum Montanunion Westen und Osten: Hamburgs Platz in Europa

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Mit der Montanunion vor 70 Jahren begann die Integration Europas und läutete eine neue Epoche der Entspannung ein. Nach Jahrhunderten der Konflikte begannen Völker und Nationen in Europa gemeinsame Interessen zu entwickeln. Hamburg forcierte dabei frühzeitig die Einbindung Osteuropas.

Hafen mit türkisfarbenem Stern

Westen und Osten: Hamburgs Platz in Europa

Es ist der Startschuss für eine der friedlichsten Epochen, die Europa bisher in seiner langen Geschichte bisher erlebt hat: die Gründung der „Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl“ - kurz Montanunion genannt – im Jahr1951. Sechs Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war das politisch eine Sensation, saßen doch mit Frankreich und Deutschland zwei frühere Kriegsgegner am Tisch. Gemeinsam mit den anderen Gründungsmitgliedern Belgien, Italien, Luxemburg und den Niederlanden regelten sie erstmals und einvernehmlich wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die für alle gelten sollten. Es entstand  gemeinsamer Markt für Kohle und Stahl entstand ebenso wie Zölle und Regeln für diese so wichtige Industrie zum Wiederaufbau Europas. Die Montanunion war der Auftakt für viele weitere Integrationsschritte in Europa, die zur heutigen EU mit ihren 27 Mitgliedsstaaten führten und den Weg zum Friedensnobelpreis, den die EU 2012 erhielt, ebnete. 

Hamburgs Politik der Elbe 

Hamburg versuchte frühzeitig, auch Osteuropa einzubinden. Traditionell gab es über den Hafen enge Verbindungen in die Regionen und Staaten elbaufwärts und an der Ostsee. Hamburg knüpfte an diese Beziehungen in den 1950er und 1960er Jahren mit der „Politik der Elbe“, die der damalige Bürgermeister Sieveking verfolgte, an und nahm die Beziehungen zu den Staaten Mittel- und Osteuropas erneut auf. an Damit förderte der Hamburger Senatzu die  Annäherung zwischen Ost und West.

Bereits 1957, also mitten im Kalten Krieg, begründeteHamburg die  Städtepartnerschaft mit Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg. Dort ist Hamburg zusammen mit Schleswig-Holstein seit 2005 auch mit einem Hanse Office vertreten. Die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Sankt Petersburg wird auch heute noch aktiv weitergeführt (Link zu Städtepartnerschaftsseite). 

Grundschüler:innen aus Hamburg und Prag überbrücken Distanzen 

Ein Beispiel aus aktueller Zeit für die guten Beziehungen zum Osten ist ist die Lesebrücke Hamburg und Prag. Weil die Coronakrise die persönliche Begegnung zur 30-jährigen Städtepartnerschaft zwischen den beiden Metropolen unmöglich macht, überbrücken Grundschülerinnen und Grundschüler symbolhaft die räumliche Distanz. Die Kinder in den 30 teilnehmenden Schulen schaffen das mit dem Lesen von Büchern. Sechs Seiten entsprachen dabei einem Meter. Die Kinder haben so bis Ostern 2021 die Strecke von 500 Kilometern im Geiste und der Phantasie zurückgelegt. 

https://buechertuerme.de/lesebruecke

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Grundlage

Kurzinfo Europawoche - Was ist das?

Die Europawoche findet jährlich im Frühjahr statt und wird europaweit gefeiert - so auch in Hamburg. Zwei wichtige Eckdaten bilden den Rahmen der Veranstaltung: Der 5. Mai als Gründungstag des Europarates, der 9. Mai ist der Tag, an dem der französische Außenminister Robert Schumann 1950 mit einer Regierungserklärung die Grundlage zum EU-Vorläufer Montanunion legte. Beide Daten werden auch als „Europatage“ bezeichnet. Die Europawoche bietet vielfältige Veranstaltungen rund um das Thema Europa an.

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