23+ Starke Schulen Herausforderungen sind unsere Stärke- Fachtag 23+


Herausforderungen sind unsere Stärke- Fachtag 23+

Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten beim Fachtag 23+ Starke Schulen am 6.6.2017 die Gelegenheit, von den Erfahrungen der Projektschulen in sozial schwieriger Lage zu profitieren. In den vergangenen vier Jahren haben elf Grundschulen, neun Stadtteilschulen und drei Gymnasien im Rahmen des Förderprogramms 23+ vielseitige pädagogische Konzepte und neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt, um das Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Jetzt haben sie ihre Türen geöffnet, um bei Hospitationen im Unterrichtsalltag vor Ort und im Rahmen von Workshops Impulse zu geben und sich kritischen Diskussionen zu stellen.

Schwerpunkte des Fachtags waren dabei:

  • frühe Bildung, mathematische Frühförderung und Förderung von Vorläuferfähigkeiten
  • herausfordernde Lernangebote in sozial schwierigen Lagen
  • interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation
  • starke Eltern als Bildungspartner
  • Schulleitungshandeln: strategische Ziele, systematische Professionalisierung und gezielter Ressourceneinsatz.

Unlängst hat die jüngste Lernstandsuntersuchung der Kultusministerkonferenz Hamburg bescheinigt, wie zentral diese Schul- und Unterrichtsentwicklung für die Schülerinnen und Schüler mit deutlichen Lernrückständen in sozial benachteiligten Stadtteilen ist. Schulsenator Ties Rabe: „Die Projektschulen leisten engagierte und gute Arbeit. Sie vermitteln, wie wichtig Bildung ist, ermutigen ihre Schülerinnen und Schüler zu Leistungen und fordern sie heraus.  Für diese anspruchsvolle Aufgabe brauchen sie den zusätzlichen Rückenwind des Projektes.“

Foto von Prof. Dr. Anne Sliwka am Rednerpult
Die wissenschaftliche Analyse der Bildungssysteme der erfolgreichsten PISA Länder zeigt – vorgestellt im Vortrag von Frau Prof. Dr. Anne Sliwka von der Universität Heidelberg -  dass Veränderungsprozesse hin zu mehr Chancengerechtigkeit hochkomplex sind und einen langen Atem brauchen. Hamburg hat hier viele gute Grundlagen gelegt. Dies bestätigen auch die Projekterfahrungen der Expertinnen Hannelore Trageser aus Berlin und Dr. Veronika Manitius aus NRW. In der bundeslandübergreifenden Diskussion auf dem Podium lassen die Schulleitungen Yvonne Dannenberg und Volker Clasing keinen Zweifel: „Es ist unsere Verantwortung, den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben. Wir können es uns nicht leisten, sie zu verlieren.“

Schulsenator Ties Rabe will aufgrund der guten Erfahrungen das bis zum Sommer 2017 befristete Förderprogramm für Schulen in sozial benachteiligten Quartieren verlängern und ausweiten: „Mit der Verlängerung und Ausweitung des Projekts von bisher 23 auf künftig über 30 Schulen werden wir benachteiligten Schülerinnen und Schülern bessere Chancen eröffnen.“

 

fachtag 23+

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