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Gesundheitsberichterstattung Faktenblatt Regionalisierung

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Informationen zu Stadtteilen und Stadtteilclustern.

Schematische Darstellung der Arbeitsschritte zur Bildung von Clustern Abbildung 1: Verfahren zur Bildung von Stadtteilclustern in Hamburg

Faktenblatt Regionalisierung - Gesundheitsberichterstattung Hamburg

Hintergrund

Die Bevölkerungsdichte in den Hamburger Stadtteilen ist sehr unterschiedlich (ca. 500 - 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner / Stadtteil). Zur Analyse von gesundheitsbezogenen Prävalenzen und Inzidenzen in den Regionen ist eine ausreichende Datenbasis (Ziel: n>10.000) notwendig, die durch eine räumliche Aggregation hergestellt werden kann. Eine erste Regionalisierung auf Basis der Bevölkerungsdaten 2011 mit Berücksichtigung der sozialen Lage wurde auf Basis der Daten aus 2017/2018 aktualisiert.

Datengrundlage

Auf Stadtteilebene wird berücksichtigt:

  • der Anteil der Arbeitslosen,
  • der Anteil der Sozialwohnungen,
  • der Anteil der Leistungsempfängerinnen und -empfänger nach SGB II im Alter von 15 bis 65 Jahren,
  • die durchschnittliche Wohnungsgröße / Person,
  • das durchschnittliche Einkommen / Person.

(Quelle: Statistikamt Nord 2017/2018).

Ableitung eines Sozialindex auf Stadtteilebene

Die oben genannten Merkmale gehen gleichgewichtig in den Sozialindex ein, indem die Werte für jedes oben genannte Merkmal z-transformiert und aufaddiert werden.

Das Einkommen und die Wohnungsgröße gehen positiv, die restlichen Werte negativ in die Summe ein, die durch 5 dividiert wird. Die Stadtteile werden auf Grundlage dieses z-Wertes in eine aufsteigende Rangfolge gebracht, zusätzlich wird die jeweilige Größe der Wohnbevölkerung berücksichtigt.

Ableitung der sozialen Lage auf Stadtteilebene

Karte: Soziale Lage der Stadtteile und Stadtteilcluster in Hamburg Abbildung 2: Soziale Lage der Stadtteile und Stadtteilcluster in Hamburg

Die Stadtteile mit den untersten Werten, in denen 25 Prozent der Bevölkerung leben und die somit das untere Quartil darstellen, werden als Stadtteile mit „schlechterer sozialen Lage“ kategorisiert. Die Stadtteile mit den höchsten Werten, in denen wiederum 25 Prozent der Bevölkerung leben, werden als Stadtteile mit einer „besseren sozialen Lage“ kategorisiert. Entsprechend werden Stadtteile, deren z-Wert relativ nahe am Mittelwert liegt und in denen 50 Prozent der Bevölkerung leben, als „mittlere soziale Lage“ eingestuft.

Die Clusterbildung orientiert sich auch an dieser Zuordnung der Stadtteile (siehe Abbildung 1). Ein Cluster bekommt einen z-Wert und damit eine zusammenfassende Einstufung der sozialen Lage, indem die fünf Indikatoren – identisch zur oben beschriebenen Berechnung - bevölkerungsgewichtet eingehen.

Im Ergebnis werden aktuell von den 71 Stadtteilen und Stadtteilclustern Hamburgs 15 der schlechteren, 32 der mittleren und 24 der besseren sozialen Lage zugeordnet (siehe Abbildung 2). Die Clusterbildung wird in mehrjährigen Abständen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Anwendungen und weitere Informationen unter www.hamburg.de/gesundheitsberichte​​​​​​​

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