Corona-Kontakt-Tagebuch: Fragen und Antworten

Corona-Kontakt-Tagebuch: Fragen und Antworten

Abstand halten und Kontakte vermeiden sind das Gebot der Stunde. Alle aktuellen Kontaktbeschränkungen verfolgen das Ziel, weitere Ansteckungen zu vermeiden und somit das  Corona-Virus einzudämmen. Doch ist es nicht immer möglich, gar keine persönlichen Kontakte zu unterhalten: Im Beruf, in der Schule, in Arztpraxen, beim Einkaufen und bei anderen Gelegenheiten können Situationen und Begegnungen entstehen, die unter Umständen eine Infektion mit sich bringen könnten. Um im Ernstfall zu wissen, welche Kontakte in den letzten Tagen entstanden sind, empfehlen wir ein Kontakt-Tagebuch zu führen.

Wem nutzt das Kontakt-Tagebuch?

(Stand 11.11.2020, 13:00 Uhr) Hat sich eine Person mit Corona angesteckt, ist es eine zentrale Aufgabe der Gesundheitsämter, die letzten Kontakte nachzuverfolgen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. 

Es ist wichtig zu wissen, wie Sie sich infiziert haben und für welche Personen in Ihrem Umfeld zu ihrem Schutz eine häusliche Quarantäne angeordnet werden muss. 

Ein Kontakt-Tagebuch hilft dabei, im Ernstfall alle nötigen Kontakte leicht und schnell an das Gesundheitsamt weiterzugeben und auch selbst die Menschen informieren zu können, mit denen man kürzlich in Verbindung stand. 

Somit kann schnell und umfassend reagiert werden und die Gesundheitsämter werden entlastet.

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Welche Informationen sollten aufgenommen werden?

(Stand: 11.11.2020, 13:00 Uhr) Ein Kontakt-Tagebuch kann entweder in Papierform oder digital, beispielsweise mittels einer App, geführt werden. 

Dabei geht es nicht darum, alltägliche und wiederkehrende  Kontakte mit der Familie, den direkten Kolleginnen und Kollegen im Büro oder den Mitschülern zu notieren, zum Beispiel den gemeinsamen Aufenthalt in einem Klassenraum. 

Im Vordergrund stehen Anlässe, Treffen oder Situationen, bei denen ein Kontakt zum Beispiel mit anderen Menschen auf engem Raum entsteht – sogenannte Cluster-Treffen (Teilnahme an einem Kurs, Familientreffen usw.). Oder unregelmäßige Kontakte beispielsweise durch Treffen mit Freunden oder einem Meeting mit Kunden. 

Notiert werden sollten Datum, Ort, Name der Person(en) und Dauer des Treffens. Hilfreich sind zusätzlich auch Angaben wie zum Beispiel "Fand das Treffen drinnen oder draußen statt?" oder "Wurde eine Maske getragen?". 

Im Zweifel tragen Sie lieber eine Begegnung zu viel ein, als eine zu vernachlässigen, die später von Bedeutung sein kann. Auch anonyme Begegnungen und Situationen, wie zum Beispiel das gemeinsame Nutzen eines Verkehrsmittels über einen längeren Zeitraum, können notiert werden. 

Hier finden Sie ein Beispiel eines Corona-Kontakt-Tagebuchs als PDF (35 KB) zum Herunterladen und hier zusätzlich als Word-Datei.

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Was sind sogenannte Cluster?

(Stand: 11.11.2020, 13:00 Uhr) Von Clustern spricht man, wenn man davon ausgeht, dass das Virus sich in einer bestimmten Gruppe verbreitet hat, zum Beispiel bei einem Familientreffen oder wenn Abstandregeln nicht eingehalten werden. 

Clusterbildungen sind  besonders wichtig nachzuverfolgen, weil die Anzahl der Menschen, die in der Folge infiziert werden können, viel größer ist als wenn nur Einzelpersonen das Virus an eine weitere  Person weitergeben. 

Gleichzeitig ist die Nachverfolgung hier sehr aufwändig. Aus diesem Grund sollten derzeit alle Gruppengeschehen, sofern nicht absolut erforderlich, unterbleiben. Kontakte der beteiligten Personen sollen möglichst notiert werden.


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