Wohnen und Mieten

Geänderte Verordnung gültig ab 2. April 2021

Die neue Rechtsverordnung tritt am 2. April 2021 in Kraft. Sie finden eine nichtamtliche Lesefassung in Kürze unter unter www.hamburg.de/verordnung. Rechtlich maßgeblich sind die im Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlichten Fassungen und Änderungen (im Internet abrufbar unter www.luewu.de).

Bitte beachten Sie: Ab Karfreitag, 2. April 2021, gilt in Hamburg eine Ausgangsbeschränkung. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Antwort auf die Frage "Ab wieviel Uhr gilt die Ausgangsbeschränkung?"

FAQ Deutsch - Wohnen

Was bietet die städtische Wohnungsbaugesellschaft, die SAGA, Mieterinnen und Mietern an, die durch COVID-19 in finanzielle Not geraten?


Die SAGA hat in finanzielle Not geratenen Mieterinnen und Mietern von Wohnungen und Gewerbeobjekten Hilfe zugesichert. Sollten Sie SAGA-Mieterin bzw. -Mieter sein und aufgrund der Auswirkungen infolge der Corona-Krise in Schwierigkeiten kommen, ihre Miete vertragsgemäß zu entrichten, wenden Sie sich bitte direkt an die SAGA unter der Telefonnummer 040 42 66 66 66 oder per E-Mail unter kontakt@meinesaga.hamburg bzw. an die in Ihrem Mietvertrag genannte Kontaktadresse. Aktuelle Informationen bietet die SAGA auf ihrer Webseite: www.saga.hamburg.
Weitere Informationen: Informationen für Mieter, Vermieter und Bauherren.

Haben die Bezirksämter geöffnet?


(Stand:  18. März 2021 13:00  Uhr)

Die Hamburger Kundenzentren sind aktuell von montags bis freitags wieder von 7 bis 19 Uhr für Bürgerinnen und Bürger geöffnet.  Durch die Ausweitung des Terminangebots stellen die Kundenzentren sicher, dass den Kundinnen und Kunden weiterhin ein verlässliches Serviceangebot zur Verfügung steht. Weitere Angebotsanpassungen, wie zum Beispiel ein Terminangebot am Samstag, sind bereits in Planung. Bitte beachten Sie, dass aktuell eine Terminpflicht für den Besuch der Kundenzentren besteht. Zur Terminvereinbarung nutzen Sie bitte das neue Serviceportal der Hamburger Kundenzentren.

Weitere Informationen: Pressemitteilung des Hamburger Senats vom 10. März 2021

Wird es besondere Unterstützungsmaßnahmen für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Mieterinnen und Mieter geben?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Die SAGA bietet über ihr Tochterunternehmen ProQuartier kurzfristig nachbarschaftliche Hilfen insbesondere für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Mieterinnen und Mieter an.

Haben Vermieter das Recht, Miet- und Pachtverhältnisse über Räume oder Grundstücke wegen Zahlungsrückständen zu kündigen?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Die Bundesregierung hat am 23. März 2020 als Teil umfassender Maßnahmen zum Sozialschutz angesichts der Corona-Krise beschlossen, das Recht der Vermieter, Miet- und Pachtverhältnisse über Räume oder über Grundstücke wegen Zahlungsrückständen zu kündigen, für einen begrenzten Zeitraum einzuschränken. Die Einschränkung gilt nur für Fälle, in denen die Rückstände auf den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Pandemie beruhen.

Die Regelung ist auf den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 begrenzt. Zahlungsrückstände aus dem Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 berechtigen – für die Dauer von 24 Monaten – nicht zur Kündigung. Die Pflicht des Mieters oder Pächters zur fristgerechten Zahlung bleibt aber auch in dieser Zeit bestehen. Erst wenn der Mieter oder Pächter die Zahlungsrückstände auch nach dem 30. Juni 2022 noch nicht beglichen hat, kann ihm aus diesem Grund wieder gekündigt werden. Das Gesetz gilt vom 1. April 2020 an.

Leicht verständliche Erläuterungen zur praktischen Anwendung des Gesetzes finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV): Schutz für Mieterinnen und Mieter.

Betroffene Mieterinnen und Mieter sollten in jedem Fall ihren Vermieter frühzeitig davon in Kenntnis setzen, falls sie aufgrund der aktuellen Situation nicht in der Lage sind, zeitweise ihre Miete nicht zahlen zu können. Dies ist im Streitfall glaubhaft zu machen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Schwierigkeiten habe, meine Miete vertragsgemäß zu zahlen?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration hat Informationen zum "Sozialschutz-Paket für einen erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung" veröffentlicht. Hier finden Sie alle Infos zum sozialen Schutzpaket.

Wohngeld können Sie als Mietzuschuss beantragen, sofern Sie Ihren sonstigen Lebensunterhalt und einen Teil der Miete durch eigenes Einkommen bestreiten. Weitere Informationen finden Sie auf diesen Seiten: https://www.hamburg.de/wohnen/ und https://www.hamburg.de/wohngeldrechner/.

Mieterinnen und Mietern, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise in Schwierigkeiten kommen, ihre Miete vertragsgemäß zu entrichten, sollten sich daneben auch direkt an das vermietende Unternehmen wenden. Viele Gesellschaften und Einzelvermieter haben – unabhängig von weiteren gesetzlichen Regelungen – bereits Verständnis für die Situation signalisiert und Hilfe in Aussicht gestellt, zum Beispiel durch Stundungsregelungen.

Weitere Informationen: Informationen für Mieter, Vermieter und Bauherren vom 24. März 2020 

Gibt es Ausnahmen vom Verbot der Wohnungsüberlassung an Touristen?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Nein. Es handelt sich um ein absolutes Verbot, welches insoweit keine Ausnahmen zulässt.

Wer darf außer mir und meinen Haushaltsangehörigen die Wohnung nutzen?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Die Überlassung von Wohnraum zu nicht touristischen Zwecken ist grundsätzlich möglich. Nicht erfasst von den Beschränkungen sind beispielsweise Übernachtungsangebote für Geschäftsreisende sowie untypische Sonderfälle, bei denen ein überwiegendes Unterbringungsinteresse besteht (zum Beispiel Personen, die vorübergehend gehindert sind, in ihre Heimat zurückzukehren).

Auch Übernachtungen aus privatem Anlass erfolgen nicht ausnahmslos zu touristischen Zwecken. Beispielhaft sei hier die notwendige Übernachtung zwecks zulässiger Teilnahme an einer Trauerfeier genannt. Weitere Fälle können die Regelung von familiären Angelegenheiten sein, wie etwa die Betreuung hilfsbedürftiger Personen, die Ausübung von Betreuungsvollmachten, der Aufenthalt zur Inanspruchnahme medizinischer Behandlung oder die Begleitung durch Angehörige. In diesen Fällen ist die Überlassung des Wohnraums an haushaltsfremde Personen zulässig.

Dürfen baurechtlich genehmigte Ferienwohnungen an Touristen vermietet werden?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Bei baurechtlich genehmigten Ferienwohnungen handelt es sich nicht um Wohnraum. Eine Überlassung ist grundsätzlich nach den im Übrigen geltenden gesetzlichen Vorgaben sowie insbesondere unter der Beachtung der aktuellen Einschränkungen nach § 16 der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung unter Umständen möglich.

Darf ich Wohnraum in meiner Wohnung für touristische Zwecke vermieten?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Nein. Gemäß § 16 Absatz 2 der Rechtsverordnung vom 30. Juni 2020 darf Wohnraum in Wohngebäuden nicht für touristische Zwecke überlassen werden. Dies bedeutet, dass weder Eigentümerinnen und Eigentümer noch Mieterinnen und Mieter ihre Haupt- sowie Nebenwohnungen an Touristinnen und Touristen vermieten dürfen.

Darf ich noch umziehen?


(Stand:  31. März 2021 00:00  Uhr)

Ein durch die Bewohnerinnen und Bewohner und helfende Personen selbst durchgeführter Umzug ist regelmäßig keine Zusammenkunft in der privaten Wohnung, sondern eine nachbarschaftliche Dienstleistung, wenn die Hygienevorgaben eingehalten werden. Es gilt die Maskenpflicht nach § 8. Die Arbeiten sind in Zweierteams auszuführen. Zwischen den Zweierteams ist das Abstandsgebot durchgehend einzuhalten. 

Die Beauftragung von Umzugsunternehmen bleibt als Dienstleistung und Berufsausübung weiter zulässig. Es gelten die allgemeinen Hygieneauflagen.

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