Fragen und Antworten zu den Hamburger Zahlen

FAQ Deutsch Zahlen

Wie sicher sind die Angaben des Senats?


(Stand:  1. Februar 2021 00:00  Uhr)

Die Zahlen, die wir täglich unter www.hamburg.de/corona-zahlen/ herausgeben, werden vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) überprüft und sind verlässlich.

Welche Zahlen werden wann aktualisiert?


(Stand:  26. Februar 2021 14:30  Uhr)

Wir aktualisieren die Statistiken für Hamburg wie folgt:

  • Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz: täglich mit Stand ca. 9 Uhr; Quelle: Institut für Hygiene und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Krankenhauszahlen: dienstags – sonntags mit Stand ca. 12 Uhr vom Vortag; Quelle: Institut für Hygiene und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Bezirkszahlen: dienstags mit Stand der abgelaufenen Kalenderwoche (Mo-So); Quelle: Institut für Hygiene und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Altersverteilung/Geschlecht: dienstags mit Stand der abgelaufenen Kalenderwoche (Mo-So); Quelle: Institut für Hygiene und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Impfzahlen: Montag bis Samstag mit Stand vom Vortag; Quelle: RKI (Zum Impfmonitoring des RKI)
  • Todeszahlen: täglich mit Stand vom Vortag; Quelle: RKI
  • Zahl der Genesen: täglich mit Stand vom Vortag; Quelle: RKI

Welche Zahlen für die Schutzimpfungen liefert das RKI und warum ist die Zahl der Tagesimpfungen an Samstagen 0?


Bei der Darstellung der Impfzahlen verwenden wir die offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Diese werden an Werktagen (Montag bis Samstag) bis mittags aktualisiert und geben jeweils den Datenstand des Vortages der Veröffentlichung wieder. 

Die RKI-Daten können aufgrund des Übermittlungsverzugs auch Nachmeldungen von Schutzimpfungen und Korrekturen aus den Tagen zuvor enthalten. Deshalb weichen die addierten Tageszahlen von den Gesamtzahlen ab. Wir haben diese Nachmeldungen von Schutzimpfungen unterhalb des Diagramms in der Zeile Nachmeldungen zusammengefasst.

Da das RKI sonntags keine Impfzahlen für den Vortag liefert, können wir für Samstage auch keine Daten angeben - obwohl beispielsweise im Impfzentrum in Hamburg an Samstagen geimpft wird.
Zudem nennt das RKI montags die Impfzahlen für Hamburg nur vom Sonntag. Daher ist die angegebene Zahl für Samstage 0. Diese Impfzahlen sind unterhalb unseres Diagramms in den Nachmeldungen enthalten, können aber leider keinem Datum zugeordnet werden.

Fließen die Ergebnisse der Schnelltests in die Statistik ein?


(Stand:  23. März 2021 00:00  Uhr)

Nein. Nach einem positiven Schnelltest muss ein PCR-Test (Coronatest) vorgenommen werden. Wird das positive Ergebnis bestätigt, dann fließt dieser in die Zahl der Gesamtfälle ein und wird in der Sieben-Tage-Inzidenz berücksichtigt.

Was ist die Sieben-Tage-Inzidenz und wofür stehen die Grenzwerte 50 und 35?


(Stand:  26. Februar 2021 14:00  Uhr)

Die Sieben-Inzidenz beantwortet die Frage, wie viele Menschen sich in den jeweils vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit dem Coronavirus infiziert haben. Dadurch entsteht ein Wert, mit dem man Regionen vergleichen kann. Durch die Betrachtung vergangener Inzidenzwerte kann man nachvollziehen, wie sich das Infektionsgeschehen in der Vergangenheit entwickelt hat. Die Inzidenz gibt also nur an, wo wir stehen. Für Aussagen darüber, wie sich das Infektionsgeschehen vermutlich in Zukunft entwickeln wird, muss deshalb auch der R-Wert betrachtet werden.

Im Paragraf 28a des Infektionsschutzgesetz wurden zwei Grenzwerte der Sieben-Tage-Inzidenz festgelegt, an welchen sich die Schutzmaßnahmen, die Länder und Bund ergreifen, unter anderem ausrichten sollen. Es gilt:

  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner sind umfassende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, welche eine effektive Eindämmung des Infektionsgeschehen und eine schnelle Senkung der Infektionszahlen herbeiführen.
  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner sind breit angelegte Schutzmaßnahmen zu ergreifen, welche eine schnelle Abschwächung des Infektionsgeschehen erwarten lassen.
  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner, sind Schutzmaßnahmen zu ergreifen, die eine Kontrolle des Infektionsgeschehens ermöglichen.

Bei einer bundesweiten Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 oder 35 sind bundesweite Schutzmaßnahmen zu vereinbaren. Bei einer landesweiten Überschreitung der Sieben-Tage-Indzidenz von 50 oder 35, sind innerhalb des jeweiligen Bundeslandes oder der betroffenen Region Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Was ist der R-Wert und was sagt er aus?


(Stand:  18. Februar 2021 00:00  Uhr)

Der R-Wert (Reproduktionswert; oder auch: die Reproduktionszahl) gibt an, wie viele Menschen im Durchschnitt von einem oder einer Corona-Infizierten angesteckt werden. Durch Infektionsschutzmaßnahmen lässt sich die Reproduktionszahl verringern. Es gilt:

  • ist R größer 1, dann steigt die Anzahl täglicher Neuinfektionen,
  • ist R genau 1, dann bleibt die Zahl der täglichen Neuinfektionen gleich; sie sinkt nicht, steigt aber auch nicht,
  • ist R unter 1, dann nimmt die Zahl der täglichen Neuinfektionen langsam ab.

Ziel aller staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ist es, den R-Wert deutlich unter eins zu halten. Dann sinken die Fallzahlen und infolgedessen auch die Inzidenz. Der R-Wert hilft also bei der Einschätzung, wie sich das Infektionsgeschehen vermutlich in der nächsten Zeit entwickeln wird. Zusammengefasst: Der R-Wert sagt uns, in welche Richtung das Infektionsgeschehen geht.

Wie wird die Zahl der infizierten Personen ermittelt?


(Stand:  1. Februar 2021 00:00  Uhr)

Die für die Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Hamburg zuständige Behörde sind die sieben Gesundheitsämter der Bezirke. Diese melden die entsprechenden Daten anonymisiert und elektronisch an die Landesstelle, in Hamburg das Institut für Hygiene und Umwelt (HU). Das HU ist eine Einrichtung der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft. Die aktuelle Zahl der Neuinfektionen veröffentlicht der Hamburger Senat täglich unter www.hamburg.de/corona-zahlen/.

Wie werden die Todesfälle in Hamburg ermittelt?


(Stand:  1. Februar 2021 00:00  Uhr)

Seit dem 1. Januar 2021 melden wir bei den Todeszahlen für die Freie und Hansestadt Hamburg den Wert des Robert Koch-Instituts (RKI).

Zuvor hatte die für Gesundheit zuständige Behörde das Institut für Rechtsmedizin des UKE mit der systematischen Auswertung der im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion stehenden Hamburger Sterbefälle beauftragt. Dadurch wurden wesentliche Erkenntnisse zu den Krankheitsverläufen und Todesursachen gewonnen. Das Auswertungsprojekt ist abgeschlossen und wurde nach neun Monaten planmäßig beendet. Zu weiteren Informationen siehe die Pressemeldung der Sozialbehörde vom 29. Dezember 2020.

Wieso unterscheiden sich die Hamburger Zahlen manchmal von den denen des Robert-Koch-Instituts (RKI)?


(Stand:  29. April 2021 17:30  Uhr)

Hamburg weist genauere und aktuellere Zahlen als das RKI aus. Die Zahlen gleichen sich im Verlauf an, das RKI korrigiert die Sieben-Tage Inzidenzen für die zurückliegenden Wochen regelmäßig deutlich nach oben. 

Für die Abweichung gibt es drei Gründe:

  1. Das Übermittlungsdatum / nachgemeldete Fälle: Es ist üblich, dass in den Fällen, die täglich gemeldet werden, auch Fälle enthalten sind, die schon in den davor liegenden Tagen aufgetreten sind. Hamburg berücksichtigt in seinem Sieben-Tage-Wert auch diese, das heißt, wir legen die echte Differenz zu Grunde. Es ist bei den Abläufen in den Gesundheitsämtern üblich, dass im Nachhinein Werte hinzukommen. Das RKI selbst geht davon aus, dass es den tatsächlichen Wert um 10 bis 15 Prozent unterschätzt.
  2. Unterschiedliche Bevölkerungsstatistiken: Der Berechnung der Inzidenz liegen die Einwohnerzahlen Hamburgs gemäß Melderegister zugrunde, welches durch das Statistikamt Nord bereitgestellt wird. Diese Einwohnerzahl liegt bei 1.899.160 (Stand 31. Dezember 2019). Die der Inzidenzberechnung des RKI zugrunde liegende Bevölkerungszahl von Hamburg liegt bei 1.841.179 und bezieht sich auf die Fortschreibung zum 31. Dezember 2018 auf Basis des Zensus 2011.
  3. Unterschiedlicher Datenstand: Eine weitere Erklärung beruht auf den unterschiedlichen Datenständen - wir melden jeweils von 9 bis 9 Uhr das RKI von 0 bis 24 Uhr. Das HU veröffentlicht die Inzidenzdaten bereits zirka  einen Tag vorher als das RKI.

Beispielrechnung: Das HU berechnet die Sieben-Tage Inzidenz beispielhaft für den 26. April 2021 (Montag) wie folgt: Differenz der Anzahl der Neuinfektionen am 26. April 2021 um 9 Uhr in Hamburg (n=70.709) und der Anzahl der Neuinfektionen am 19. April 2021 um 9 Uhr in Hamburg (n=68.521) = 2.188 (7-Tage Fallzahl). Daraus wird für die Kalenderwoche eine Sieben-Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 2.188/1.899.160*100.000 = 115,21 berechnet.

Wie wird die Zahl der genesenen Personen ermittelt?


(Stand:  1. Februar 2021 00:00  Uhr)

Die Genesenenzahl für Hamburg wird vom RKI geschätzt. Daten darüber, ob ein Patient wieder genesen ist, werden nicht offiziell erhoben, weil es nicht gesetzlich vorgesehen ist. Allerdings kann bei Fällen, die keine schweren Symptome hatten und die nicht in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, davon ausgegangen werden, dass sie spätestens nach 14 Tagen wieder genesen sind. 

Welche Testkapazitäten hat Hamburg?


(Stand:  1. Februar 2021 00:00  Uhr)

In Hamburg testen wir gemäß der Empfehlungen des RKI. Mittlerweile testen in der Stadt zwölf Labore auf SARS-CoV-2. In diesen lassen Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, der Arztruf und der Fasttrack testen. Die Auslastung variiert täglich. 

Wann und warum wird die Zahl der gemeldeten Fälle korrigiert?


(Stand:  1. Februar 2021 00:00  Uhr)

Es kommt gelegentlich vor, dass die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen nachträglich berichtigt werden muss. Eine Hauptursache ist, dass eine zunächst gemeldete Infektion mit dem Coronavirus sich im Nachhinein als falsch herausstellt. In diesem Fall wird das zuvor positive Ergebnis gestrichen und die Gesamtzahl verringert.

Ein weiterer Grund: In der Hamburger Statistik werden nur Personen berücksichtigt, deren Meldeadresse auch tatsächlich in Hamburg liegt. Es kommt vor, dass die Wohnadresse einer positiv getesteten Person nicht mit ihrer Meldeadresse übereinstimmt. Wenn bei der Qualitätssicherung der Zahlen festgestellt wird, dass die Meldeadresse außerhalb Hamburgs liegt, wird die Infektionszahl von der Gesamtzahl abgezogen. Die Infektion wird dann einem anderen Landkreis zugeordnet.

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