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Coronavirus FAQ - Schulen

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Corona FAQ: Schulen

Fragen und Antworten

Ab welcher Inzidenz schließen die Schulen und wann dürfen weitere Klassen am Wechselunterricht teilnehmen Gilt aktuell eine Präsenzpflicht Warum sind die Schnell-Selbsttests verpflichtend Was passiert, wenn eine Klausurteilnahme angeordnet ist, aber vor Ort ein Schnelltest verweigert wird Wie sieht das Testkonzept an den Schulen aus
Können sich Schülerinnen und Schüler bei der Verwendung der Selbst-Schnelltests verletzen Wie sicher sind die Selbst-Schnelltests Ab wann wird auch in der VSK getestet
Bleibt die VSK geöffnet wenn die KiTas nur noch Notbetreuung anbieten Finden Klausuren und Prüfungen in der Schule statt Wer hat Wechselunterricht bzw. Hybridunterricht und wer Distanzunterricht Warum dürfen in den weiterführenden Schulen nur einige Klassenstufen in die Schule Wer muss alles Masken in der Schule tragen und welche Präsenzunterricht, Wechselunterricht bzw. Hybridunterricht oder Distanzunterricht - wann gilt was
An wen können sich Jugendliche wenden, die einen Praktikumsplatz oder einen Ausbildungsplatz suchen Wie läuft das Kontaktmanagement des Robert-Koch-Instituts ab Werden Lehrkräfte vorrangig geimpft Was ist bei Reisen in Risikogebiete zu beachten Ab wann dürfen wieder Klassenreisen durchgeführt werden 
Wie sehen eigentlich die Abiturprüfungen in diesem Jahr aus Werden Abschlussprüfungen zum Mittleren Schulabschluss durchgeführt Welche Regelungen treffen Berufliche Schulen für Prüfungen Welche Unterstützung erhalten bedürftige Kinder und Jugendliche bei dem Erwerb digitaler Endgeräte Mit welcher Software organisieren Schulen den Distanz- bzw. Hybridunterricht  Welche Regelungen gibt es zu Videokonferenzen im Distanzunterricht
Welche digitalen Geräte und welche technische Ausstattung bekommen die Schulen  Gibt es eine Maskenpflicht in Schulen Gilt die Maskenpflicht in den Schulen auch im Unterricht Können Masken während sogenannter Präsentationsleistungen abgenommen werden Können Schülerinnen und Schüler vom Tragen der Maske befreit werden Können Schulen Hausverbote für Maskenverweigende aussprechen Bekomme ich eigentlich gezahlte Gebühren für nicht in Anspruch genommene Ferienbetreuung zurückerstattet 
Bekomme ich gezahlte Gebühren für die VSK und die Früh- und Spätbetreuung an Schulen zurückerstattet Wie werden die schulischen Räumlichkeiten gelüftet Und warum lässt man die Fenster nicht einfach dauerhaft auf Kipp Was ist mit Schulen, an denen das vorgeschrieben Stoßlüften nicht möglich ist, weil sich Fenster nicht öffnen lassen Reicht regelmäßiges Lüften aus, um die Aerosole zu bekämpfen, oder sollten Schulen nicht besser CO2 Filter nutzen
Welche Infektionsschutzmaßnahmen gelten an Schulen zum Schuljahr 2020/21 Was ist mit internationalen Schüleraustauschen Was ist mit Ausflügen in der Vorschule Finden Schulische Konferenzen und Lernentwicklungsgespräche statt Was ist mit dem schulischen Mittagessen Wie sieht es mit Büffets beim Mittagessen aus Welche präventiven Maßnahmen sollen Schulen ergreifen Wie gehen Schulen mit geplanten Veranstaltungen um Was ist mit Risikopatientinnen und -patienten oder deren Angehörigen Was ist mit Schülerinnen und Schülern, die zu Risikogruppen gehören oder in einer häuslichen Gemeinschaft mit einer Person wohnen, die einer Risikogruppe angehört Welche Abstands- und Kontaktregeln gelten in den Schulen Wie werden die schulischen Räumlichkeiten gereinigt Was ist, wenn Erkältungssymptome bei Schülerinnen und Schülern auftreten Was passiert bei einem Verdachtsfall … und was, wenn sich die Infektion bestätigt ... und wie geht es dann weiter Wie sind die Meldepflichten bei einem akuten Coronafall geregelt
Kapitelübersicht

Ab welcher Inzidenz schließen die Schulen und wann dürfen weitere Klassen am Wechselunterricht teilnehmen?

Sollten die Infektionszahlen in Hamburg trotz aller ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen steigen und sollte an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz über 165 liegen, wird in allen Schulformen und allen Jahrgängen zurück in den Distanzunterricht mit Notbetreuung gewechselt. Keine Auswirkungen hätte ein möglicher Wechsel in den Distanzunterricht für die Abschlussprüfungen für den Mittleren Schulabschluss und für das Abitur. Diese Prüfungen werden in jedem Fall wie im letzten Jahr unter Beachtung strenger Hygienemaßnahmen in der Schule durchgeführt. Im Vorwege waren zur Vorbereitung auch einzelne Lernangebote für kleinere Lerngruppen der Abschlussklassen (zum Beispiel Kolloquien) möglich. Wenn der entsprechende Fall eintritt, werden die Schulen von der Schulbehörde gesondert informiert.

Genau wie in anderen Bundesländern gilt die allgemeine 7-Tages-Inzidenz aller Hamburgerinnen und Hamburger als Grundlage für diese Entscheidung. In Hamburg richten sich alle Beschlüsse nach den Werten, die der Senat täglich unter https://www.hamburg.de/corona-zahlen/ veröffentlicht. 

Die hohen Infektionszahlen sind sehr beunruhigend. Ebenso beunruhigend ist es, dass viele Schülerinnen und Schüler zusammengenommen seit einem halben Schuljahr zum Lernen nicht in die Schule gehen konnten. Um die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und Lernrückstände aufzuarbeiten, wurden die Hamburger Schulen nach den Märzferien behutsam geöffnet. Für Schülerinnen und Schüler an Hamburgs allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die am Wechselunterricht (Hybridunterricht) teilnehmen, gibt es seit Ostern eine Testpflicht als Bedingung für die Teilnahme am Unterricht in der Schule. 

Da die Schülerinnen und Schüler des Abitur-Jahrgangs nur noch an den Prüfungstagen in der Schule sind, wollen wir den so entstandenen Handlungsspielraum zugunsten der jüngsten Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen nutzen. Ab dem 17. Mai 2021 können alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 im Rahmen des Wechselunterrichts (Hybridunterricht) wieder in den Schulen unterrichtet werden. Sie sind seit Beginn der Weihnachtsferien im Dezember 2020 im Distanzunterricht. Aufgrund ihres Alters sind sie stärker als ältere Schülerinnen und Schüler auf die direkte Unterstützung durch Pädagoginnen und Pädagogen und die Begegnung mit Gleichaltrigen angewiesen. Gerade die Fünftklässler haben zudem ein besonderes Bedürfnis, sich in ihrer „neuen“ Schulgemeinschaft weiter zu orientieren.

Dank der Disziplin und der Anstrengungen aller Hamburgerinnen und Hamburger sinken die Infektionszahlen in Hamburg kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund hat der Hamburger Senat  erste Lockerungen für den Fall beschlossen, dass die 7-Tage-Inzidenz auf Grundlage des in Hamburg aktuell berechneten Grenzwertes an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 liegt. Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, wird mitten in den Maiferien - der Fall sein.
Zu den ersten Lockerungen zählt dazu, dass alle (!) Schülerinnen und Schüler in allen (!) Jahrgangsstufen unmittelbar nach den Maiferien ab Montag, 17. Mai, wieder im Wechselunterricht in die Schule kommen können. Das gilt ausdrücklich auch für die Jahrgangsstufen, die bislang vom Präsenzunterricht ausgeschlossen waren.

Kapitelübersicht

Gilt aktuell eine Präsenzpflicht?

Die Aufhebung der Präsenzpflicht wird für alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie der Schulen der Erwachsenenbildung bis zum 21. Mai 2021 verlängert. Angesichts der aktuellen Lage wird sie auch darüber hinaus höchstwahrscheinlich weiter ausgesetzt bleiben, so dass es in diesem Schuljahr nach derzeitigem Stand keine Präsenzpflicht mehr geben wird. 

Zur Durchführung von Klausuren und Prüfungen können Schulen die Anwesenheit in der Schule anordnen. Dabei sind die einschlägigen Hygienebestimmungen selbstverständlich einzuhalten. 

Kapitelübersicht

Warum sind die Schnell-Selbsttests verpflichtend?

Bereits in der ersten Woche haben knapp 98.000 von insgesamt rund 110.000 Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht Angebot zum, Testen angenommen, das ist eine gute Beteiligungsquote von rund 89 %.

Damit sich alle Beteiligten sicher fühlen und die Schulen so lange wie möglich offen bleiben können, wurde die Testpflicht für alle eingeführt. Dadurch, dass alle Schülerinnen und Schüler sich testen, soll weitestgehend sichergestellt werden, dass keine infektiösen Personen am Unterricht teilnehmen. 

Vor diesem Hintergrund gibt es seit dem 6. April 2021 für alle Schülerinnen und Schüler, die an Präsenzangeboten, Klausuren und Prüfungen in Schulen teilnehmen, die Pflicht zur Durchführung eines Schnelltests für Laien. Verweigern Schülerinnen und Schüler eine Selbsttestung, werden sie vom Präsenzunterricht ausgeschlossen und nehmen am Distanzunterricht teil. Es gilt nämlich weiterhin die Aussetzung der Präsenzpflicht. Deswegen müssen Schülerinnen und Schüler, die keinen Test machen möchten aktuell nicht am Unterricht in Präsenz teilnehmen, wenn sie oder ihre Eltern dies nicht wünschen. Dies hat keinerlei Folgen oder Nachteile.

Es gelten folgende Eckpunkte: 

  • Für alle Schülerinnen und Schüler, die in die Schulen kommen, sind wöchentlich grundsätzlich zwei Schnelltests vorzuhalten.
  • Die Schnelltests für Schülerinnen und Schüler sind an gleichmäßig über die Präsenztage der jeweiligen Schülerinnen und Schüler verteilten Zeitpunkten jeweils morgens mit Beginn des Präsenzunterrichts in der Schule durchzuführen. Bei wöchentlichem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht werden die Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht vier Mal in der Präsenzwoche getestet, während die zu Hause gebliebenen in der Woche im Distanzunterricht keiner Testpflicht unterliegen. In der nächsten Woche ist umgekehrt zu verfahren. Bei täglichem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht werden die Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht zwei Mal in der Präsenzwoche getestet. Also beispielsweise Montag und Mittwoch oder Dienstag und Donnerstag.
  • Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge, die derzeit nicht am Wechselunterricht (Hybridunterricht) teilnehmen, die aber für Klausuren oder Prüfungen in die Schule kommen, ist je Klausur- oder Prüfungstag morgens ein Schnelltest vorzusehen.
  • Für die Abschlussprüfungen ist grundsätzlich an jedem Prüfungstag für alle Prüflinge morgens ein Schnelltest vorzusehen.
  • Ergänzend können Schnelltests anlassbezogen eingesetzt werden, wenn Schülerinnen und Schüler in der Schule einschlägige Krankheitssymptome zeigen.
  • Ausgenommen von der Masken- und Testpflicht sind Schülerinnen und Schüler dann, „wenn im Einzelfall die Einhaltung des Muster-Corona-Hygieneplanes eine besondere persönliche Härte bedeutet.“ Eine solche Härte liegt vor, wenn die geforderte Handlung, wie die Durchführung eines Selbsttests, für den Schüler oder die Schülerin beispielsweise aufgrund eines sonderpädagogischen Förderbedarfs mit besonderer Beeinträchtigung verbunden ist. Hierüber entscheidet die Schulleitung. Ggf. kann diese angemessene andere Vorkehrungen zum Infektionsschutz treffen.
  • Ebenfalls ausgenommen von der Masken- und Testpflicht sind Schülerinnen und Schüler der VSK. Ab dem 19.04. können Tests in der VSK auf freiwilliger Basis durchgeführt werden. 
  • Auch weiterhin gilt, dass eine Einverständniserklärung der Eltern für die Durchführung des Schnelltests nicht notwendig ist. Hintergrund: Die Schülerinnen und Schüler führen den Test selbst durch und die Präsenzpflicht ist aufgehoben, d.h. Eltern können sich auch dafür entscheiden, ihr Kind am Distanzunterricht teilnehmen zu lassen.
  • NEUE Testpflicht für Lehrkräfte: Das vom Bundestag verabschiedete „Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ (BGBl. I Nr. 18, S. 802) verschärft nun die Hamburger Test-Regelung in einem Punkt.„(3) … die Teilnahme am Präsenzunterricht ist nur zulässig für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte, die zweimal in der Woche mittels eines anerkannten Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden. …“ Dies bedeutet, dass sich Lehrkräfte in Hamburg zweimal in der Woche mit den zur Verfügung stehenden Schnelltests bei Dienstantritt in der Schule testen müssen. Diese besondere Testpflicht gilt nur für zwei Tests und nur für Lehrkräfte, nicht für alle anderen Beschäftigten an den Schulen. 
    Selbstverständlich bleibt das Hamburger Angebot von drei Schnelltests pro Woche für alle Beschäftigten bestehen, und selbstverständlich setzt die Schulbehörde darauf, dass wie bisher auch künftig alle Beschäftigten von diesem Angebot auch ohne eine gesetzliche Verpflichtung Gebrauch machen. Unser gemeinsames Ziel muss es auch weiterhin bleiben, den Schulbetrieb so sicher wie möglich zu gestalten. Die Schnelltests sind hierfür ein wichtiger Bestandteil.
    Hinweis: Leider hat sich im B-Brief vom 29.04.21 bezüglich der Testpflicht für Lehrkräfte eine Fehlinterpretation der Bundesgesetzgebung eingeschlichen. Nach dem „Vierten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ gilt die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte grundsätzlich, wenn sie in Schule präsent sind und dies solange, wie der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat. Eine Koppelung an Inzidenzwerte, die für andere Bereiche gilt, ist für die Schulen - anders als im besagten Schreiben dargestellt - nicht vorgesehen.  Alle im Präsenzunterricht eingesetzten Lehrkräfte müssen sich bis auf Weiteres mindestens zweimal in der Woche testen, der vorgesehene dritte Schnelltest ist freiwillig. Noch offen ist, ab wann die Testpflicht für Personen mit zweifacher Schutzimpfung entfällt. Die Beratungen hierzu laufen auf Bundesebene noch und wir werden Sie informieren, wenn es hierzu einen abgestimmten Verfahrensstand gibt.
Kapitelübersicht

Was passiert, wenn eine Klausurteilnahme angeordnet ist, aber vor Ort ein Schnelltest verweigert wird?

Zu den Klausuren und Prüfungen in Schule wird nur zugelassen, wer getestet ist. Nicht getestete Schülerinnen und Schüler versäumen also den Leistungsnachweis. 

Schülerinnen und Schüler, die Präsenzangebote an der Schule wahrnehmen, werden ab dem 6.4.2021 nur zugelassen, wenn sie zuvor am selben Tage unter Aufsicht der Schule einen Selbsttest mit negativem Ergebnis durchgeführt haben oder einen PCR Test vorlegen, der § 10 d HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO entspricht und nicht älter ist als 48 Stunden. Alle Prüflinge sind grundsätzlich verpflichtet, an jedem Prüfungstag vor Beginn der schriftlichen oder mündlichen Prüfung einen Schnelltest vorzunehmen. Wird dieser Test verweigert, obgleich die Testdurchführung keine besondere persönliche Härte darstellen würde, wird die betroffene Schülerin bzw. der betroffene Schüler vom Schulgelände verwiesen (§ 23 Absatz 1 Satz 5 HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO) und kann damit nicht an der Prüfungsklausur oder der mündlichen Prüfung teilnehmen. 

Die Entscheidung über die Folgen der Testverweigerung trifft bei Prüfungen zum mittleren Schulabschluss die schulische Prüfungsleitung, in der Abiturprüfung die zuständige Behörde.


Kapitelübersicht

Wie sieht das Testkonzept an den Schulen aus?

Hamburg setzt zum aktuellen Stand der Pandemie auf ein umfassendes Testkonzept für alle Bereiche der Stadt. So wird allen Bürgerinnen und Bürgern mindestens einmal pro Woche eine kostenlose Antigen-Schnelltestung in Testzentren, Apotheken und Hausarztpraxen im gesamten Stadtgebiet angeboten.

Seit dem 15. März 2021 wird allen Personen, die an einer Schule tätig sind, unabhängig von ihrem Beschäftigungsverhältnis, dreimal in der Woche eine anlasslose Schnelltestung angeboten. Zusätzlich können Schnelltests anlassbezogen beispielsweise bei Auftreten von Erkältungssymptomen vorgenommen werden. Für Schülerinnen und Schüler sind zunächst zwei Testungen pro Woche vorgesehen, da sie am Wechselunterricht teilnehmen und nicht die ganze Woche in der Schule sein werden. 

Mit einer am 14. April 2021 erfolgenden dritten Auslieferung sind seit März 2021 rund 2,9 Mio. qualitativ hochwertige Schnelltests an die Schulen ausgeliefert worden. Das ist eine sehr hohe Zahl. Gleichwohl sind alle Schulleitungen gebeten, mit diesen wertvollen und bundesweit begehrten Tests sorgfältig und sparsam umzugehen und sich an die Vorgaben für die Ausgabe der Schnelltests zu halten.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an Hamburgs allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die am Wechselunterricht (Hybridunterricht) teilnehmen, gibt es eine Testpflicht. Es gilt übrigens weiterhin die Aussetzung der Präsenzpflicht. Deswegen müssen Schülerinnen und Schüler, die keinen Test machen möchten aktuell nicht am Unterricht in Präsenz teilnehmen, wenn sie oder ihre Eltern dies nicht wünschen. Dies hat keinerlei Folgen oder Nachteile.

In der VSK sind die Schnelltests freiwillig.

Störer

 

 

Die Behörde für Schule und Berufsbildung ermöglicht weiterhin allen Beschäftigten, sich außerhalb ihrer Dienstzeit kostenlos bei einem in Hamburg niedergelassenen Arzt, vorzugsweise ihrem Hausarzt oder einem HNO Arzt, auf eine Covid-19-Infektion testen zu lassen. Dieses Angebot gilt für alle Beschäftigten, die als Angestellte, Beamte oder Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (nicht aber als Werkvertragsnehmer, Dienstleister oder Schulbegleiter) an einer staatlichen Schule oder einer Ersatzschule in der Freien und Hansestadt Hamburg durch die Behörde für Schule und Berufsbildung oder einen freien Schulträger beschäftigt ist. Die Schulleitung muss diese Beschäftigung bestätigen. 

Dieses Angebot galt ursprünglich bis zu den Herbstferien, wurde aber von der Schulbehörde bisher dreimal verlängert. Zunächst bis zu den Weihnachtsferien, dann bis zu den Frühlingsferien, nun können alle Schulbeschäftigten sich erneut bis zu den Maiferien bis zu drei Mal kostenlos bei ihrem Hausarzt oder anderen niedergelassenen Hamburger Ärzten auf das Corona-Virus testen lassen.

Die Beschäftigten übergeben diesem Arzt ein entsprechendes Formular, das der Arzt zu seinen Unterlagen nimmt. Der Arzt nimmt den Abstrich und sendet die Probe an ein Labor. Die Beschäftigten werden über das Ergebnis unterrichtet. Das örtliche zuständige Gesundheitssamt und über dieses die Schule wird nur dann unterrichtet, wenn der Befund positiv ist, dies folgt aus dem Bundesinfektionsschutzgesetz.

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Können sich Schülerinnen und Schüler bei der Verwendung der Selbst-Schnelltests verletzen?

Falschmeldungen in mehreren Zeitungen sorgen aktuell für Unruhe unter Hamburgs Eltern. Angeblich sollen die in Schulen verwendeten Selbst-Schnelltests der Marke Roche „hochgiftige Substanzen“ enthalten und deshalb nicht mehr in den Schulen eingesetzt werden. Das ist nicht richtig. An Hamburger Schulen kommen nur Schnelltests zum Einsatz, die den hohen gesetzlichen Ansprüchen für Medizinprodukte entsprechen, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft und zugelassen wurden und von denen keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeht. Das gilt für alle an den Schulen eingesetzten Schnelltests der Marken Siemens (CLINITEST Rapid COVID-19 Antigen Self-Test), Lissner QI (Lyher Covid-19 Antigen Schnelltest (Nasal)) und Roche (SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test). Diese Tests werden in allen Bundesländern und Lebensbereichen eingesetzt, auch in Kitas und Schulen. Deshalb werden sie auch in Hamburg weiterhin genutzt.

Alle von der Stadt Hamburg erworbenen Schnelltests für Laien sind vom BfArM freigegeben. Diese Tests werden auf der Liste von Antigen-Tests aufgeführt und entsprechen den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes (MPG) und denen des Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Zudem haben die an Schulen eingesetzten Tests die vom PEI zusätzlich durchgeführte Evaluierung bestanden, sie gelten damit als medizinisch unbedenklich.

Die an die Schulen ausgelieferten Tests sind so bemessen, dass sie ausnahmslos für die Testung von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten eingesetzt werden können und müssen. Die gesetzlichen Anforderungen an Medizinprodukte in Deutschland und Europa sind sehr streng. Medizinprodukte wie diese Schnelltests müssen einen hohen Gesundheitsschutz bieten. Dies bedeutet, dass von ihnen keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Dies gilt auch für den Schnelltest der Marke Roche, der auch in anderen Bundesländern in Schulen und Verwaltungen eingesetzt wird.

Die Schülerinnen und Schüler testen sich selber. Um sie an die Testung heranzuführen stehen Videos für Kinder und Jugendliche zur Verfügung, die nach unserer Kenntnis in der Schule auch genutzt werden. Angesichts des sehr weichen Abstrichstäbchens ist keine Verletzungsgefahr erwartbar. Der Schulbehörde ist trotz der sehr umfangreich angelaufenen Testungen kein Fall einer Selbstverletzung bekannt geworden.

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Wie sicher sind die Selbst-Schnelltests?

Hamburger Schulen nutzten den "CLINITEST Rapid COVID-19 Antigen Self-Test" von Siemens und den "SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test" von Roche. Die Sicherheit, dass die Erkrankung erkennt wird liegt bei 97,25% und bei 82,7%, die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich Gesunde, die kein Corona haben, im Test auch als gesund erkannt werden, liegt bei 100% und 99,1%.

Mehr Informationen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte


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Ab wann wird auch in der VSK getestet?

Mehrere Grundschulen und Eltern haben sich mit der Frage an die Schulbehörde gewandt, ob nicht auch die Kinder in der Vorschulklassen zumindest auf freiwilliger Basis an den Schnelltestungen teilnehmen können. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen über die Tests mit jüngeren Kindern und zur Erhöhung der Sicherheit an den Schulen sollen deshalb ab Montag, 19.04.2021, auch die Schülerinnen und Schüler der Vorschulklassen (VSK) zweimal wöchentlich in der Schule einen Schnelltest durchführen.
Um die nötigen Erfahrungen zu sammeln, sind diese Testungen für die Kinder bzw. ihre Eltern zunächst freiwillig. Da sich die Kinder selbst testen, ist allerdings keine explizite Einwilligungserklärung der Eltern notwendig.

Ergänzend können in allen VSK in der aktuellen Situation auf freiwilliger Basis auch medizinische Masken von den Kindern getragen werden. An vielen VSK ist dies nach Rückmeldungen aus der Praxis bereits üblich. Grundsätzlich ist es Aufgabe der Eltern, die Masken zur Verfügung zu stellen. Sie sind in Drogeriemärkten wie Apotheken einfach zu erwerben. Schulen können aber auch einen Ersatzbestand an medizinischen Kindermasken anlegen bzw. über www.psa-bsb.de ein begrenztes Kontingent bei der Schulbehörde bestellen. Es bleibt jedoch dabei, dass das Tragen von Masken in der Vorschule für die Kinder freiwillig ist. 

 


Kapitelübersicht

Bleibt die VSK geöffnet wenn die KiTas nur noch Notbetreuung anbieten

Ja. Schnelltests können freiwillig durchgeführt werden, Masken können freiwillig getragen werden.

Bei Fragen zu den Regelungen der VSK-Gruppen bei Kita-Trägern können Sie sich an coronaviruskita@soziales.hamburg.de wenden oder folgende Infoseiten für Kitas nutzen:

https://www.hamburg.de/traegerberatung/

https://www.hamburg.de/infos-fuer-kitas/

Kapitelübersicht

Finden Klausuren und Prüfungen in der Schule statt? 

Derzeit können in den Schulen nur einige Jahrgangsstufen im Rahmen des Wechselunterrichts (Hybridunterricht) in Präsenz in der Schule lernen. Die anderen Jahrgangsstufen werden weiterhin im Distanzunterricht unterrichtet. Um die angekündigten Lernerfolgskontrollen, Klassenarbeiten und Klausuren in allen Jahrgangsstufen durchführen zu können, ist es aber möglich, dass auch die Klassen, die derzeit ausschließlich im Distanzunterricht beschult werden, zur Durchführung der Lernerfolgskontrollen, Klassenarbeiten und Klausuren in die Schule geholt werden und diese schriftlichen Lernerfolgskontrollen vor Ort absolvieren. Die Schule entscheidet dabei über die Nutzung dieser Möglichkeit und die Durchführung. Für die Anfertigung dieser Arbeiten kann die Schule die persönliche Anwesenheit von Schülerinnen und Schülern anordnen. Die Regelung ist über den Muster-Corona-Hygieneplan abgesichert.

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Wer hat Wechselunterricht bzw. Hybridunterricht und wer Distanzunterricht?

Nach den Märzferien wurden die Schulen "behutsam" geöffnet. Aktuell sind insgesamt rund 60 Prozent aller Schülerinnen und Schüler im Wechselunterricht (Hybridunterricht) mit halbierten Klassen für die Grundschulen, also Klassen 1 bis 4, und die Abschlussklassen 9, 10 und 13 an den Stadtteilschulen sowie die Klassen 6, 10 und 12 an den Gymnasien geben. Über den Wechselrhythmus und die Stundenpläne entscheiden die Schulen, Grundschulen müssen jedoch sicherstellen, dass die Kinder in jeder Woche tageweise zur Schule gehen. Um die Sicherheit zu erhöhen, werden zudem alle Schulbeschäftigten dreimal wöchentlich und alle Schülerinnen und Schüler zweimal wöchentlich getestet. 

Da die Schülerinnen und Schüler des Abitur-Jahrgangs nur noch an den Prüfungstagen in der Schule sind, wollen wir den so entstandenen Handlungsspielraum zugunsten der jüngsten Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen nutzen. Ab dem 17. Mai 2021 können alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 im Rahmen des Wechselunterrichts (Hybridunterricht) wieder in den Schulen unterrichtet werden. Sie sind seit Beginn der Weihnachtsferien im Dezember 2020 im Distanzunterricht. Aufgrund ihres Alters sind sie stärker als ältere Schülerinnen und Schüler auf die direkte Unterstützung durch Pädagoginnen und Pädagogen und die Begegnung mit Gleichaltrigen angewiesen. Gerade die Fünftklässler haben zudem ein besonderes Bedürfnis, sich in ihrer „neuen“ Schulgemeinschaft weiter zu orientieren.Berufsschulen können davon abweichend den Distanzunterricht in den Abschlussklassen beibehalten, wenn es entsprechende Konzepte und Vereinbarungen mit den Ausbildungsbetrieben gibt.

Auch für die Vorschulklassen (VSK) ist nach den Märzferien der Wechselunterricht für Gruppen über 15 Schülerinnen und Schüler gestartet. Die Vorschulklassen nehmen bis zu einer Gruppengröße von 15 Schülerinnen und Schülern die Vollpräsenz auf. Sollte in den VSK bei Vollpräsenz diese Gruppengröße überschritten werden, gilt spätestens ab dem 22. März 2021 auch für die Vorschulklasse Wechselunterricht mit Notbetreuung. Aufgrund des Alters der Vorschülerinnen und Vorschüler werden diese von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske befreit und sind nicht verpflichtet an den Selbsttestungen für Laien teilzunehmen. Beide Maßnahmen dürfen in der VSK auf freiwilliger Basis umgesetzt werden.

Für die übrigen Klassen ist weiterhin Distanzunterricht geplant. Außerdem gibt es auch noch eine Notbetreuung für alle Schülerinnen und Schüler.

Dank der Disziplin und der Anstrengungen aller Hamburgerinnen und Hamburger sinken die Infektionszahlen in Hamburg kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund hat der Hamburger Senat  erste Lockerungen für den Fall beschlossen, dass die 7-Tage-Inzidenz auf Grundlage des in Hamburg aktuell berechneten Grenzwertes an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 liegt. Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, wird mitten in den Maiferien - der Fall sein.
Zu den ersten Lockerungen zählt dazu, dass alle (!) Schülerinnen und Schüler in allen (!) Jahrgangsstufen unmittelbar nach den Maiferien ab Montag, 17. Mai, wieder im Wechselunterricht in die Schule kommen können. Das gilt ausdrücklich auch für die Jahrgangsstufen, die bislang vom Präsenzunterricht ausgeschlossen waren.

Mehr Information:

 

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Warum dürfen in den weiterführenden Schulen nur einige Klassenstufen in die Schule?

Im Wechselunterricht (Hybridunterricht) wird für die Klassen 10 an beiden Schulformen, 12 auf dem Gymnasium und 13. Klasse sowie 9. Klasse an der Stadtteilschule das Lernen für die anstehende Abschlussprüfung unterstützt. Auch die 5. und die 6. Klassen sind aufgrund ihres Alters stärker als ältere Schülerinnen und Schüler auf die direkte Unterstützung durch Pädagoginnen und Pädagogen und die Begegnung mit Gleichaltrigen angewiesen. Gerade die Fünftklässler haben zudem ein besonderes Bedürfnis, sich in ihrer „neuen“ Schulgemeinschaft weiter zu orientieren. 

Wir hoffen sehr, dass die in Hamburg erfreulich sinkenden Inzidenzwerte noch vor den Sommerferien weitere Spielräume für zusätzliche Jahrgangsstufen ermöglichen und werden alle Beteiligten in diesem Fall zeitnah informieren.

 

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Wer muss alles Masken in der Schule tragen und welche?

Um Kinder und Erwachsenen in der Schule zu schützen, wurde die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske mit der Schulöffnung nach den Märzferien auf alle Jahrgänge an den Schulen ausgeweitet. Das heißt, auch auf die Schülerinnen und Schüler in der Grundschule (ausgenommen bleiben weiterhin die Schülerinnen und Schülern in den Vorschulklassen - VSK). Für alle Schülerinnen und Schüler gilt als Standard die sogenannte OP-Maske als medizinische Maske. Die OP-Masken für Kinder können überall (auch in zahlreichen Drogeriemärkten) gekauft werden. Eine 10er Packung Kinder-OP-Masken kostet im Schnitt um die 5 Euro. Die Masken können auch im Internet bestellt werden. Dort sind sie dann sogar meistens noch günstiger. Damit die Qualität gesichert bleibt, achten Sie bitte auf die N-Zertifikatsnummer für die Kindermasken EN14683.

Grundsätzlich ist es Aufgabe der Eltern, die Ausstattung ihrer Kinder mit OP-Masken sicherzustellen. Gleichwohl können Schulen aus dem Infektionsschutzprogramm ein Kontingent an OP-Masken für Kinder finanzieren, um beispielsweise Ersatzmasken ausgeben zu können. Darüber hinaus wird die Behörde für Schule und Berufsbildung ein Kontingent an medizinischen Masken beschaffen und in den kommenden Wochen an die Grundschulen ausliefern lassen.
Die sogenannten Mund-Nase-Bedeckungen aus Stoff (auch Alltagsmasken genannt) können für eine Übergangszeit von wenigen Tagen bei Schülerinnen und Schülern in der Grundschule noch akzeptiert werden, dann sollte für alle die Umstellung auf die medizinischen Masken möglich sein. Die medizinische Maske erhöht nach aller Erfahrung den Schutz aller Beteiligten deutlich. Wir haben in Hamburg nach wie vor hohe Infektionszahlen, und die sog. „Britische Variante“ führt anders als das ursprüngliche Corona-Virus auch bei Kindern zu einer höheren Ansteckungsgefahr.

Im März hat die Schulbehörde alle Schulen mit 300.000 OP-Masken (die sogenannten blau-grünen Masken) und 300.000 KN-95-Masken beliefert – genug Masken für alle Schulbeschäftigten bis Ende April. Die KN-95-Masken wurden der Freien und Hansestadt Hamburg von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Nachdem das Bundesministerium für Gesundheit noch im Januar mitteilte, dass diese Masken in einem mehrstufigen Verfahren geprüft wurden, hat die Bundesregierung nun zu unserer Überraschung kurzfristig den KN-95-Masken aus ihren eigenen Lieferungen die Zulassung als medizinische Maske entzogen. Anlass waren Berichte über schadhafte einzelne Masken sowie Rückrufaktionen einzelner Fabrikate und Modelle. Deshalb dürfen ab sofort die von der BSB gelieferten KN95-Masken in der Schule nicht mehr genutzt werden. Verwenden Sie bitte bis auf Weiteres in ihrer Schule aus dem von der Schulbehörde gelieferten Maskenkontingent nur die (blaugrünen) OP-Masken oder anderweitig beschaffte KN95-, CPA oder FFP2-Masken. Die Schulbehörde bemüht sich mit Hochdruck um Ersatz. Bis zur Lieferung neuer Masken durch die BSB dürfen die Schulen aus dem Budget für den Infektionsschutz direkt bei den entsprechenden Anbietern ein zusätzliches Kontingent FFP2-Masken für die Beschäftigten beschaffen.

Bei Abschlussprüfungen können die Schülerinnen und Schüler ihre Masken dann abnehmen, wenn sie unmittelbar vor der Prüfung einen Schnelltest durchgeführt haben, der Abstand durch-gängig eingehalten wird und die Lüftung während der Schnelltestung und anschließend alle 20 Minuten strikt befolgt wird. Eine Kipplüftung ist ausdrücklich nicht ausreichend. Bitte achten Sie auf diese Sicherheitsmaßnahmen.

Kapitelübersicht

Präsenzunterricht, Wechselunterricht bzw. Hybridunterricht oder Distanzunterricht - wann gilt was?

Die kommenden Wochen und Monate sind von unvorhersehbaren Entwicklung des Corona-Geschehens geprägt. Das Schuljahr 2020/21 ist im Präsenzbetrieb gestartet. Seit Januar gibt es Distanzunterricht an den Schulen, seit dem 15. März in einigen Stufen auch Wechselunterricht (Hybridunterricht). Nach den Maiferien starten auch die 5. Klassen und die 6. Klassen an den Stadtteilschulen in den Wechselunterricht. Wenn die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 liegt, sind bereits nach den Maiferien weitere vorsichtige Schulöffnungen möglich. Dann könnten Schülerinnen und Schüler in allen Jahrgangsstufen im Wechselunterricht in die Schule kommen. Aktuell bleibt die Präsenzpflicht aufgehoben. In Abhängigkeit von der dynamischen Entwicklung der Corona-Situation wird es im aktuellen Schuljahr drei mögliche Formen der Unterrichtsorganisation geben:

  • den Präsenzunterricht,
  • den Distanzunterricht (weitere Informationen dazu gibt es hier»), der aktuell in den Klassenstufen 5, 7, 8, sowie an der Stadtteilschule zusätzlich in Klasse 6, 11, 12 und am Gymnasium zusätzlich in Klasse 7, 9 und 11 stattfindet
  • und den Wechselunterricht bzw. Hybridunterricht (weitere Informationen dazu gibt es hier»), der nach den Märzferien in den Klassenstufen 1 bis 4, 6, 10 und 12 am Gymnasium sowie 9, 10 und 13 an der Stadtteilschule begonnen hat.
Kapitelübersicht

An wen können sich Jugendliche wenden, die einen Praktikumsplatz oder einen Ausbildungsplatz suchen?

Viele Betriebspraktika können derzeit aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Daher ist die Verpflichtung zur Absolvierung von Betriebspraktika derzeit aufgehoben. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen die Berufliche Orientierung im Rahmen des Unterrichts verlässlich durchführen. In diesem Fall sollten im Unterricht Themen wie „Branchen“ und „Berufe“, das „Ausbildungssystem in Deutschland“, das Erstellen von „Bewerbungsunterlagen“, „Bewerbungsgespräche“ und weitere Themen aufgegriffen werden. Für die Berufliche Orientierung in der gymnasialen Oberstufe stehen auf Basis des Handbuchs „Berufliche Orientierung wirksam begleiten“ ergänzende Unterrichtsmaterialien für das Lernen zur Verfügung. Die Akteure der Beruflichen Orientierung und der Jugendberufsagentur unterstützen zudem die Stadtteilschulen kurzfristig durch die Organisation digitaler Projektwochen im Rahmen von „Ausbildung 2021 – Deine Zukunft jetzt klar machen!“ (www.jba-hamburg.de). Wo trotz der derzeitigen Einschränkungen ein Betriebspraktikum möglich ist, soll dieses stattfinden, wenn eine Zustimmung der Erziehungsberechtigten für das Betriebspraktikum vorliegt, die unternehmerische Situation dies zulässt und an der Betriebsstätte die Bedingungen geschaffen worden sind, dieses sicher durchzuführen. Ausbildungsbetriebe, die Auszubildende zum August 2021 suchen und im Rahmen dieser Suche Praktika zur Verfügung stellen, können über die Homepage der Jugendberufsagentur kontaktiert werden.

Bei Fragen rund um die Berufswahl und die Ausbildungsplatzsuche können sich Jugendliche und junge Erwachsene – natürlich auch während der Corona-Pandemie – an die Beraterinnen und Berater der Jugendberufsagentur Hamburg (JBA) wenden. Die JBA ist die Anlaufstelle für alle Fragen rund um Ausbildung und Studium sowie zur Bewältigung persönlicher oder familiärer Probleme, die den Weg ins Berufsleben beeinträchtigen. Jeder junge Mensch wird gebraucht. Deshalb arbeiten verschiedene Partnerinstitutionen in der JBA zusammen, damit die Wege kurz sind und die Beratung gebündelt unter einem Dach stattfindet. Weitere Informationen: https://jba-hamburg.de

Weitere Angebote, auf die wir in diesem Zusammenhang hinweisen möchten:

  • Mit dem Print- und Online-Angebot „Der nächste Schritt“ informiert das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) Jugendliche und ihre Eltern zur Berufsorientierung und zu den schulischen Angebote an den berufsbildenden Schulen in Hamburg. Weitere Informationen: https://hibb.hamburg.de/naechsterschritt  
  • Online-Beratungsangebote finden Jugendliche auch bei derzeit digital veranstalteten Berufsorientierungsmessen
  • Handwerkskammer und Handelskammer bieten Online-Infostunden und digitale Berufsorientierungsangebote (https://hwk-hamburg.de und https://hk24.de)
  • Zu empfehlen sind auch Online-Formate rund um das Thema Ausbildung wie z.B. „LIKE A BOSS“ von der DIHK Bonn auf YouTube: https://youtu.be/rENzuaa0T10.
  • Hamburg baut Jugendlichen verstärkt Brücken in Ausbildung. In der Ausbildungsvorbereitung AvDual werden noch schulpflichtige Jugendliche beruflich orientiert und beim Weg in Ausbildung unterstützt. Die Berufsqualifizierung (BQ) ist ein Angebot für Jugendliche, die sich bereits für einen Beruf entschieden und erfolglos um eine Ausbildungsstelle beworben haben. Nach dem erfolgreichen BQ-Jahr können sie mit Ausbildungsplatzgarantie ihre Ausbildung fortsetzen. Informationen zu Bewerbungen, Anmeldungen: https://hibb.hamburg.de/bildungsangebote/berufsausbildung/berufsqualifizierung/

  • Da Jugendliche und junge Erwachsene während der aktuellen Covid 19-Pandemie ein hohes Maß an Flexibilität für ihre Suche nach Anschlussperspektiven benötigen, haben die staatlichen berufsbildenden Schulen in Hamburg die Anmeldefristen für die vollschulischen Bildungsgänge bis zum 30. April 2021 verlängert. Sie stellen bedarfsgerecht Schulplätze in der schulischen Berufsausbildung, in Bildungsgängen zum Erreichen höherer Bildungsabschlüsse oder in der Weiterbildung zur Verfügung sofern die Bewerberinnen und Bewerber die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Alle Schulen finden Sie unter https://hibb.hamburg.de 

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Wie läuft das Kontaktmanagement des Robert-Koch-Instituts ab?
Das RKI hat Anfang April die Kriterien für Kontaktpersonen bei Corona-Infektion geändert. Die Unterscheidung zwischen Kategorie-1- und Kategorie-2-Kontaktpersonen entfällt künftig. Es gibt „nur noch“ enge Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne begeben müssen, wenn sie im infektiösen Zeitintervall mit einem an Corona-Infizierten oder -Erkrankten engen Kontakt hatten. Daher wird die Kontaktpersonennachverfolgung im Schulumfeld in Hamburg ab sofort in Abstimmung zwischen den Gesundheitsämtern der Bezirke, dem Amt für Gesundheit der Sozialbehörde und der Schulbehörde neu definiert. Kontaktpersonen zu einem bestätigten Corona-Fall gelten bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen als enge Kontaktpersonen:

  1. Enger Kontakt (unter 1,5 m) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (ein adäquater Schutz besteht, wenn der Infizierte / Erkrankte und seine Kontaktperson durchgehend und korrekt eine medizinische Maske oder FFP2-Maske tragen).
  2. Gespräch von Angesicht zu Angesicht (unter 1,5 m) unabhängig von der Dauer mit dem Infizierten / Erkrankten ohne adäquaten Schutz (z.B. ohne Maske bzw. ohne Schutz vor Infektion durch Tröpfchen). In Essenspausen ist darauf zu achten, dass der Abstand ein-gehalten und ausreichend gelüftet wird.
  3. In allen schulischen Räumen gilt weiterhin die Regel, dass alle 20 Minuten für 5 Minuten eine Quer- oder Stoßlüftung durchzuführen ist. Wird diese Regel nicht eingehalten, wird von einer unzureichender Lüftung und einer erhöhten Konzentration infektiöser Aerosole ausgegangen. In diesem Fall gelten alle Personen im Raum unabhängig vom Abstand bei mehr als 10 Minuten Aufenthalt als „enge Kontaktpersonen“, auch wenn durchgehend und korrekt eine medizinische Maske oder FFP2-Maske getragen wurde. 
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Werden Lehrkräfte vorrangig geimpft?

Welche Gruppen bevorzugt geimpft werden, entscheidet die Bundesregierung durch eine Anordnung. Die Bundesregierung hat im März angeordnet, dass die Beschäftigten an Grund- und Sonderschulen zuerst geimpft werden können. Ab dem 26.04.2021 dürfen auch auch die Beschäftigten der weiterführenden und berufsbildenden Schulen sich impfen lassen und können ab sofort Termine zum Impfen besorgen. 

Die Beschäftigten in allen Schulen können einen Impftermin vereinbaren. Das Impfangebot gilt aktuell für alle Schulbeschäftigten der Grundschulen, Sonderschulen, der ReBBZ , der VSK, der weiterführenden Schulen und berufsbildenden Schulen. Eingeschlossen sind damit alle an den Schulen beschäftigten Berufsgruppen sowie die Beschäftigten der GBS-Träger oder der privaten Schulen: 

  • Verwaltungsangestellte im Schulbüro
  • Schulleitungen
  • Lehrkräfte
  • Vorschulklassenkräfte
  • Sozialpädagogen
  • Sonderpädagogen
  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Pädagogisch-Therapeutisches Personal
  • Schul-Bibliothekarinnen und -Bibliothekare
  • Honorarkräfte (auch von Zeitarbeitsfirmen)
  • Schulbegleitungen
  • Hausmeister und Betriebsarbeiter
  • Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst,
  • Studierende im Kernpraktikum,
  • JMS-Lehrkräfte, sofern sie im Unterricht eingesetzt werden,
  • Lehrkräfte aus dem Jeki-Programm, sofern sie im Unterricht eingesetzt werden
  • Erzieherinnen und Erzieher in der Praxisausbildung
  • Sozialpädagogen in der Praxisausbildung
  • Ausbilder, die die beiden vorgenannten Gruppen regelhaft in der Praxisausbildung begleiten
  • Personen im Bundesfreiwilligendienst und FSJler
  • Personal des Cateringunternehmens, das im Rahmen der täglichen Essensausgabe im Kontakt zu den Schülerinnen und Schüler steht
  • Küchenpersonal der Schulen (Einzelfälle)
  • Tagesreinigungskräfte (Einzelfälle)
  • Schulpastoren

Die berechtigten in Hamburg beschäftigten Personengruppen können sich mit Vorlage des Berechtigungsscheins auch dann in HH impfen lassen, wenn ihr Wohnsitz beispielsweise in SH, NI oder MV liegt (siehe auch Listen im Schreiben vom 9. März und im Schreiben vom 24. April). 

Informationen für Impfberechtigte

Zur Impfung muss eine ausgefüllte Arbeitgeberbescheinigung, die Terminbestätigung sowie der Personalausweis ins Impfzentrum mitgebracht werden.
Die Terminvereinbarung kann telefonisch über die Hotline 116 117 oder online erfolgen. Dabei werden ein Erst- und ein Zweittermin im Abstand von etwa 6 bis 12 Wochen für die Impfung vereinbart.
Um eine schnelle Impfung zu ermöglichen, können die Termine auch während der regulären Arbeitszeit wahrgenommen werden. Im Sinne des Schulbetriebes bitten wir jedoch alle Beteiligten, die schulischen Belange bestmöglich im Blick zu behalten.
Die Impfung ist ein Angebot und die Teilnahme ist freiwillig, die Schulbehörde appelliert an alle Beschäftigten, die Impfmöglichkeit wahrzunehmen. 


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Was ist bei Reisen in Risikogebiete zu beachten? 
Wir möchten sicherstellen, dass rückkehrende Schülerinnen und Schüler aus Risikogebieten sich in die erforderliche Quarantäne begeben und das Schulgelände zum Schulbeginn nicht betreten, sofern kein negatives Corona-Testergebnis nach vorheriger fünftägiger Quarantäne vorgelegt werden kann. 
Deshalb sollen alle Schülerinnen und Schüler mit Schulbeginn eine Erklärung ihrer Sorgeberechtigten in der Schule abgeben, die Auskunft darüber erteilt, ob sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und – wenn ja – ob sie die vorgesehen fünftägige Quarantäne eingehalten haben und ein negatives Testergebnis auf COVID-19 vorliegt. Eine Vorlage für diese Erklärung erhalten Sie von Ihrer Schule.

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Ab wann dürfen wieder Klassenreisen durchgeführt werden? 

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen im gesamten Bundesgebiet und in den meisten europäischen Ländern wird das Verbot für Schulfahrten aus rechtlichen Gründen zunächst nur bis zum 21. Mai 2021 verlängert. Bitte stellen Sie sich aber darauf ein, dass in diesem Schuljahr absehbar keine Schulfahrten mehr möglich sein werden. 

Schulfahrten, welche bereits gebucht worden sind und in den nunmehr genannten Zeitraum fallen, sollen aus rechtlichen Gründen erst kurzfristig (1-2 Wochen) vor Antritt der Schulfahrt storniert werden. Schulfahrten, welche für einen späteren Zeitpunkt geplant werden, können gebucht werden, sofern eine coronabedingte kostenlose Stornierungsmöglichkeit besteht.

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Wie sehen eigentlich die Abiturprüfungen in diesem Jahr aus?

Aufgrund der Corona-Krise haben viele Schülerinnen und Schüler fast ein halbes Schuljahr kaum Präsenzunterricht gehabt. Auch wenn die Schulen und Kollegien sehr viel dafür tun, Lernrückstände zu vermeiden und den Distanzunterricht zu verbessern, so stehen gerade die Abschlussjahrgänge vor einer schwierigen Situation. Um faire Bedingungen zu schaffen, hat die Schulbehörde bereits die Abschlussprüfungen für den ESA- und MSA-Abschluss angepasst. Entsprechend wird jetzt auch das Abitur angepasst.

Auf Initiative Hamburgs hat die Kultusministerkonferenz am 21. Januar 2021 beschlossen, dass den Schülerinnen und Schülern aus der pandemiebedingten Ausnahmesituation keine Nachteile erwachsen dürfen. Die Kultusministerinnen und Kultusminister stellen daher sicher, dass die 2021 erworbenen Abschlüsse denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig sind und von allen Ländern gegenseitig anerkannt werden. Die Länder können dazu in bestimmten Prüfungsbereichen Anpassungen vornehmen.

Hamburg hat auf der Grundlage dieses Beschlusses mit den Sprecherinnen und Sprechern Schulleitungen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Schüler-, Eltern- und Lehrerkammer über Anpassungen der Abiturprüfungen im Schuljahr 2020/21 beraten. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer in dieser besonderen Lage nicht zu überfordern und zugleich sicherzustellen, dass die Abiturprüfungen den vereinbarten Bildungsstandards und den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz entsprechen.

Folgende Regelungen werden für die Abiturprüfungen im Schuljahr 2020/21 getroffen:

  1. Erhöhung der Arbeitszeit für die schriftlichen Abiturprüfung um 30 Minuten
    Für alle schriftlichen Abiturprüfungen wird die Arbeitszeit um 30 Minuten verlängert. Diese Verlängerung trägt dem Umstand Rechnung, dass den Schülerinnen und Schülern in der Vorbereitung die Übungszeit fehlte, um Routine, Sicherheit und Geschwindigkeit bei der Bearbeitung der Aufgaben zu gewinnen. Die zusätzliche Arbeitszeit ermöglicht es, in Ruhe Lösungswege zu entwickeln und zu überprüfen.
  2. Präzisierung der Schwerpunktthemen
    Das Abitur konzentriert sich in jedem Fach auf bestimmte Schwerpunktthemen, die rund die Hälfte der Unterrichtszeit in der Oberstufe umfassen. Damit sich die Schülerinnen und Schüler unter den schwierigen Rahmenbedingungen gezielter vorbereiten können, werden die Lehrkräfte noch präziser über die Abiturthemen informiert. Diese Präzisierung soll es Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ermöglichen, die verbleibende Unterrichtszeit besser zu nutzen und sich zielgerichteter vorzubereiten. Weitere Infos»
  3. Auswahl im Fach Mathematik
    Weil aufgrund der Einschränkungen des Unterrichts nicht alle Themengebiete im Fach Mathematik in der üblichen Tiefe gelernt werden konnten, bekommen die Abiturientinnen und Abiturienten in diesem Jahrgang wie in anderen Bundesländern auch eine Wahlmöglichkeit bei den Abituraufgaben. Deshalb werden die bisher vorgesehenen vier Aufgabenteile um einen weiteren Aufgabenteil zur Analysis ergänzt. Die Lehrkräfte können dann für ihren Kurs je nach Unterrichtsvorbereitung entweder den Aufgabenteil zur Linearen Algebra / Analytischen Geometrie oder den Aufgabenteil zur Stochastik oder den ergänzten Aufgabenteil zur Analysis streichen. Dadurch können Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Prüfungsvorbereitungszeit gezielter nutzen und sich passgenauer vorbereiten.
  4. Mehr Vorbereitungszeit, weniger Korrekturaufgaben
    Um den Schülerinnen und Schülern mehr Vorbereitungszeit auf die Abiturprüfungen zu gewähren, wird der Beginn der Abiturprüfungen um eine Woche vom 16. April auf den 23. April verschoben. Den Abiturientinnen und Abiturienten verbleiben dadurch nach den Märzferien fünf statt bisher vier Unterrichtswochen zur Prüfungsvorbereitung. Eine weitere Verschiebung ist aufgrund der extrem frühen Sommerferien und der Maiferien nicht möglich.

    Aufgrund dieser Verschiebung wäre eine vollständige Zweitkorrektur aller Abiturarbeiten nur durch Unterrichtsausfall umsetzbar. Um das zu vermeiden und Lehrkräfte nicht zu überlasten, wird die Zweitkorrektur eingeschränkt. Zweitkorrekturen erfolgen nur, wenn die Erstkorrektur um drei oder mehr Notenpunkte von dem Durchschnitt der Leistungen in diesem Fach in den ersten drei Semestern abweicht.
  5. Aushändigung der Operatorenlisten
    In jedem Unterrichtsfach beschreiben die so genannten Operatoren als Schlüsselbegriffe, wie Arbeitsanweisungen und Aufgaben auszuführen sind. Kenntnis und Anwendung der Operatoren werden im Unterricht geübt und normalerweise in den Prüfungen vorausgesetzt. Damit die Abiturientinnen und Abiturienten die gestellten Aufgaben richtig verstehen und keine Missverständnisse in der Aufgabenstellung entstehen, werden ihnen in diesem Jahr die fachbezogenen Operatorenlisten in der Prüfung zur Verfügung gestellt.
  6. Rücksichtsvolle Korrektur
    Aufgrund der Pandemie musste der Unterricht in den letzten Monaten immer wieder eingeschränkt werden. Neben den generellen Einschränkungen des gesamten Schulbetriebes gab es an vielen Schulen Unterbrechungen aufgrund von Präventionsmaßnahmen, Infektionen oder Quarantänemaßnahmen, so dass die Unterrichtsbedingungen sehr unterschiedlich waren. Deshalb sind die Lehrkräfte gebeten, die generellen sowie die speziellen Einschränkungen des Unterrichts bei der Korrektur der schriftlichen Abiturprüfungen dort zu berücksichtigen, wo es entsprechende Spielräume in der Bewertung gibt. Diesbezügliche Hinweise sind in Randbemerkungen der Korrektur sowie im Gutachten der Lehrkräfte zu vermerken.
  7. Sportpraktische Abiturprüfung wie 2019/20
    Auch der Sportunterricht konnte nur eingeschränkt erfolgen, Sport mit Körperkontakt war selbst während des Präsenzunterrichts nicht möglich. Um die sportpraktische Abiturprüfung trotzdem zu ermöglichen, findet diese Prüfung unter den gleichen Regelungen statt wie schon im Schuljahr 2019/20. Die Schulen wurden über diese Möglichkeit bereits am 7. September 2020 in einem entsprechenden Schreiben der Schulbehörde informiert und gebeten, die Schülerinnen und Schüler auf diese Prüfungsbedingungen vorzubereiten. (Siehe auch Schreiben vom 7. September 2020). Da seit dem 16. Dezember kein Sportunterricht in Präsenz mehr möglich war, werden die Regelungen wie folgt ergänzt:

    Gemäß § 24 Absatz 1 Satz 4 APO-AH müssen die Aufgaben in Sport praktische Anteile aus zwei verschiedenen Bewegungsfeldern umfassen, die die Schülerinnen und Schüler in der Studienstufe belegt haben. Dazu zählen auch Sportarten und Bewegungsfelder, die (ausschließlich) im Distanzunterricht thematisiert wurden. Um der ggf. geringeren Auswahl an möglichen Prüfungssportarten zu begegnen, dürfen in diesem Jahr abweichend von der genannten Vorschrift auch zwei Sportarten eines Bewegungsfeldes geprüft werden. Im Bewegungsfeld „Bewegungs- und Sportspiele“ muss in diesem Fall eine Zielschuss- und eine Rückschlagsportart gewählt werden.

    Zusätzlich gestatten die Schulen den Schülerinnen und Schülern, die Wahl der Bewegungsfelder nochmals anzupassen. So kann auf den derzeitigen Stand des Infektionsgeschehens bestmöglich eingegangen werden. Damit die Prüflinge ausreichend Vorbereitungszeit haben, empfiehlt es sich, die sportpraktischen Prüfungen möglichst spät zu terminieren. Sollten die Vereins- und Bezirkssportanlagen sowie Schwimmbäder nicht rechtzeitig wieder öffnen, wird die Behörde für Schule und Berufsbildung sich wie im letzten Jahr um Ausnahmegenehmigungen bemühen.
  8. Weniger Klausuren im 4. Semester
    Da der Präsenzunterricht derzeit ausgesetzt ist, soll im 4. Semester ausschließlich in den schriftlichen Prüfungsfächern jeweils eine Klausur geschrieben werden. Die zweite Semesterklausur kann in diesem Fach ebenso entfallen wie alle anderen Klausuren in den Fächern, die nicht Prüfungsfächer sind. Die Semesternote ergibt sich in diesen Fächern dann ausschließlich aus den Unterrichtsleistungen, zu denen im Distanzunterricht aber auch schriftliche Leistungen gehören sollen. Zugleich soll den Schülerinnen und Schülern aber die Option eröffnet werden, auf Wunsch einen selbstgewählten gleichwertigen Leistungsnachweis zu erbringen oder an einer von der Lehrkraft optional gestellten Klausur teilzunehmen. Diese Regelung ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre Vorbereitung auf die schriftlichen Prüfungsfächer zu konzentrieren. Die Klausuren in diesen Fächern dienen als zusätzliche Gelegenheit, Erfahrung in schriftlichen Leistungsnachweisen zu erlangen.
  9. Prüfungsvorbereitungen für alle Abschlussjahrgänge in der Schule
    Zur Vorbereitung auf die unmittelbar anstehenden Prüfungen dürfen die Schülerinnen und Schüler, die das Abitur schreiben im Rahmen des Wechselunterrichtes in die Schule gehen. Mehr im Abschnitt Wer hat Wechselunterricht (Hybridunterricht) / Wer hat Distanzunterricht?
  10. Informationen zum Nachschreiben: Schülerinnen und Schüler, die krankheitsbedingt nicht am Haupttermin der Abiturprüfung teil-nehmen können, nehmen am dafür vorgesehenen Nachschreibtermin teil. Auch für die Nachschreibetermine gelten die bereits für die Haupttermine festgelegten Prüfungserleichterungen. Um die Vorbereitung auf die Abiturprüfung im Nachschreibetermin zu erleichtern, informiert das IfBQ unmittelbar nach den Hauptterminen die Schulen darüber, welche fachlichen Themen und Aufgabenbereiche in welchen Unterrichtsfächern im Nachschreibetermin eine Rolle spielen. Die Schulen werden dazu gebeten, die Meldung noch am jeweiligen Prüfungstag vorzunehmen, damit die konkretisierenden Hinweise ohne Verzögerung am Folgetag an die Schulen verschickt werden können. Von den Schulen sind diese Hinweise sodann umgehend den betroffenen Schülerinnen und Schülern für die Vorbereitung ihrer Abiturprüfung zur Verfügung zu stellen. Im Nachschreibetermin in Mathematik werden wie im Haupttermin die regulär vorgesehenen vier Aufgabenteile um einen weiteren Aufgabenteil zur Analysis ergänzt. Die Lehrkräfte streichen dann für die Abiturklausur des Zweittermins je nach Unterrichtsvorbereitung entweder den Aufgabenteil zur Linearen Algebra / Analytischen Geometrie oder den Aufgabenteil zur Stochastik oder den ergänzten Aufgabenteil zur Analysis. Auch die anderen Maßnahmen zur Erleichterung der Abiturprüfungen – zum Beispiel die Verlängerung der Arbeitszeit, die Ausgabe der Operatorenliste und die dem Unterrichtverlauf angemessene Korrektur – finden bei den Nachschreibeterminen Anwendung.

Weitere Informationen:
»Pressemitteilung vom 5. Februar 2021   
»Frag den Rabe - Abi 2021 Edition
 

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Werden Abschlussprüfungen zum Mittleren Schulabschluss durchgeführt?

Vor dem Hintergrund der Verlängerung der Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie wird in diesem Schuljahr eine Anpassung aller Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss vorgenommen. 

Da mit den Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss auch Übergangsberechtigungen z. B. in die gymnasiale Oberstufe erworben werden und auch in anderen Bundesländern weiterhin Abschlussprüfungen geplant sind, soll an der Durchführung der Abschlussprüfungen grundsätzlich festgehalten werden. 

Um jedoch für die Schülerinnen und Schüler eine angemessene Vorbereitung auf diese Prüfungen zu ermöglichen, wird die Anzahl der vorgesehenen Prüfungen halbiert. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler absolviert in diesem Schuljahr daher nur drei statt sechs Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss. Von diesen drei Prüfungen werden zwei als zentrale schriftliche Prüfungen und eine als mündliche Prüfung durchgeführt. Die Prüflinge können wählen, in welchen Fächern sie sich schriftlich und in welchem Fach sie sich mündlich prüfen lassen unter der Maßgabe, dass alle drei Fächer vertreten sind. 

Diese Maßnahme soll es zudem den Schulen und den Lehrkräften ermöglichen, den normalerweise erforderlichen, erheblichen Zeitaufwand für die Durchführung der Prüfungen zu nutzen, um stattdessen die Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und Lernrückstände aufzuholen. 

Jede einzelne Prüfung behält ihr in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (§ 24 APO-GrundStGy) vorgesehenes Gewicht und geht wie bisher mit 20% in die Jahresnote ein. Da jedoch in jedem Fach eine Prüfung entfällt, setzt sich in diesem Schuljahr die Zeugnisnote im jeweiligen Fach zu 80 % aus der laufenden Unterrichtsarbeit und zu 20 % aus dem Ergebnis der schriftlichen bzw. mündlichen Prüfung zusammen. 

Um den besonderen Unterrichtsbedingungen und den Möglichkeiten der Vorbereitung auf die Prüfungen für die Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, werden die Schulen gebeten, zwei weitere Maßnahmen umzusetzen: Zum einen wird die Bearbeitungszeit in den schriftlichen Prüfungen jeweils um 30 Minuten verlängert, um fehlende Übungszeit, die dem Sichern und Vertiefen des Unterrichtsstoffes dient, auszugleichen. Zum anderen werden die Lehrkräfte gebeten, in der Korrektur der schriftlichen Arbeiten die Durchführung des eigenen Unterrichts sowie die besonderen Bedingungen in der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. 

Gemäß den Vorgaben der Bildungspläne ersetzt die schriftliche Prüfung zum Mittleren Schulabschluss eine Klassenarbeit in der Jahrgangsstufe 10. Mit den oben beschriebenen Anpassungen findet in diesem Schuljahr in einem Fach ausschließlich eine mündliche Prüfung statt. Auch im Fach, in dem die mündliche Prüfung stattfindet, kann die vierte Klassenarbeit in diesem Schuljahr entfallen.

Die schriftlichen und mündlichen externen MSA-Prüfungen bleiben von diesen Regelungen unberührt. Hier informieren die Schulen in Rücksprache mit der zuständigen Schulaufsicht.

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Welche Regelungen treffen Berufliche Schulen für Prüfungen?

Um den Prüflingen im Beruflichen Bereich ebenfalls entgegen zu kommen, werden für Berufsabschlussprüfungen bei Bedarf zusätzliche Prüfungstermine angeboten, die durch die Zentrale des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB) mit den zuständigen berufsbildenden Schulen abgestimmt werden.
Über alle Fragen zu beruflichen Schulen informiert das »HIBB

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Welche Unterstützung erhalten bedürftige Kinder und Jugendliche bei dem Erwerb digitaler Endgeräte?
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Anfang Februar entschieden, Bedarfe für digitale Endgeräte für den Distanzunterricht in Ausnahmefällen auch über Sozialleistungen zu decken. Danach übernehmen die Jobcenter Kosten von in der Regel von bis zu 350 Euro für digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern Sozialleistungen nach dem SGB II beziehen. Dies gilt nur, wenn seitens der Schule kein Gerät zur Verfügung gestellt werden kann. 
Wie das Antragsverfahren ausgestaltet werden kann, wird seitens der Sozialbehörde, dem Jobcenter/team.arbeit.hamburg und der Schulbehörde derzeit entwickelt. Unser Bestreben ist, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche in den Genuss dieser Leistung kommen. Dazu bedarf es noch einer genauen Abstimmung des Verfahrens. Wir gehen davon aus, dass wir in kurzer Zeit eine gute Lösung finden.

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Mit welcher Software organisieren Schulen den Distanz- bzw. Hybridunterricht?

Die Schulbehörde hat allen Schulen ab Sommer 2020 die Lernmanagementprogramme "LMS.Lernen.Hamburg" und "IServ“ zur Verfügung gestellt. Nutzten im März 2020 nur 75 Schulen diese Lernprogramme, so waren es bis Ende 2020 347 Schulen, das ist mehr als das Vierfache. Da 68 Schulen gleichzeitig beide Programme verwenden, haben zurzeit rund 90 Schulen noch keines dieser Lernprogramme, einige verwenden andere Programme. Die Schulbehörde geht davon aus, dass bis zu den Sommerferien 2021 alle Schulen die Programme verwenden. 

Die Lernprogramme "LMS.Lernen.Hamburg" und "IServ" müssen nicht auf den Schulgeräten installiert werden, sondern werden von den Programmbetreibern über das Internet zur Verfügung gestellt. Bei datenintensiven Anwendungen wie beispielsweise zahlreichen parallelen Videokonferenzen kam es in der Vergangenheit zu Engpässen auf den Servern der Programmbetreiber. Beide Anbieter haben jetzt ihre Serverkapazitäten erheblich erhöht. Bei einer normalen Nutzung mit einer Mischung von Videokonferenzen, Chats, E-Mails oder Zugriffen auf Datenbanken können jetzt mit bis zu 90.000 Schülerinnen und Schüler doppelt so viele wie bisher gleichzeitig in den Lernprogrammen arbeiten. 

Alle Schulen sind an das städtische Glasfasernetz angeschlossen. Im Frühjahr 2021 wurde die Übertragungsrate auf 500 Mbit/s an Grundschulen und 1 Gbit/s an weiterführenden Schulen erheblich erhöht. Die neue Kapazität ermöglicht es bei einer vernünftigen Nutzung, dass mehrere Schulklassen parallel Videokonferenzen organisieren können. Voraussetzung ist, dass in einer Videokonferenz nur ein Teil aller Schülerinnen und Schüler einer Klasse gleichzeitig mit Bild und Ton übertragen werden und die anderen „in Bild und Ton stummgeschaltet“ sind.

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Welche Regelungen gibt es zu Videokonferenzen im Distanzunterricht?
Um den Schülerinnen und Schülern trotz der Einschränkung des Präsenzunterrichts gute Bildung zu gewährleisten, setzen Schulen seit Frühjahr 2020 Videokonferenzsysteme zur Durchführung des Distanzunterrichts erfolgreich ein. Der rechtliche Rahmen für diesen Einsatz wurde jetzt durch den neuen § 98 c Hamburgisches Schulgesetz (HmbSG) verbessert, der den Einsatz von Videotechnik in Echtzeitübertragung (sog. „Streaming“) beispielsweise zur Übertragung des Unterrichts auf außerschulische Computer ermöglicht (sog. „Fern-, Wechsel- bzw. Hybridunterricht“).


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Welche digitalen Geräte und welche technische Ausstattung bekommen die Schulen ?

Die Anzahl der Schulen mit WLAN in den Unterrichtsräumen wurde von März 2020 bis März 2021 von 61 auf 347 staatliche Schulen mehr als verfünffacht. 141 Schulen haben ein sehr leistungsfähiges WLAN in allen Klassenräumen mit einer Übertragungsmöglichkeit von einem Gigabit pro Sekunde (1 GBit/s), 206 Schulen verfügen über WLAN mit einer geringeren Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 100 Mbit/s. 

20 Schulen haben noch kein WLAN in ihren Unterrichtsräumen, sie sollen bis in die Sommerferien  2021 nachgerüstet werden. Trotz der erheblichen Fortschritte gestaltet sich der Ausbau des WLAN schwierig, weil die Digitalisierung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, der Verwaltung und der Wirtschaft mit Hochdruck ausgebaut wird und viele Handwerks- und Fachbetriebe stark ausgelastet sind. Zudem überlagert und erschwert das zugleich laufende Schulbauprogramm den Ausbau des WLAN, weil immer wieder ganze Gebäudekomplexe zeitgleich saniert werden müssen.

Verbessert wurde auch die Ausstattung der Unterrichtsräume mit digitaler Präsentationstechnik. Dabei handelt es sich entweder um eine Kombination aus Computer, Projektionsfläche und Beamer oder um Computer in Kombination mit sehr großen Flachbildschirmen, auf denen Bilder, Filme, Internetseiten, Lernprogramme oder digitale Tafelbilder für die ganze Klasse gut sichtbar präsentiert werden können. Insgesamt sind bis Ende Februar 2021 in den rund 12.000 Unterrichtsräumen 10.599 digitale Tafeln installiert worden. Damit verfügen jetzt 88 Prozent aller Unterrichtsräume in den staatlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen über digitale Präsentationstechnik. Im März 2020 waren es erst 5.000 entsprechende Geräte (42 Prozent aller Unterrichtsräume), Ende 2020 waren es knapp 8.000.

Die Beschaffung der Tablets und Laptops für die Schülerinnen und Schüler ist weitgehend abgeschlossen. Bei einer Abfrage der Schulbehörde bestätigten die staatlichen Schulen, dass sie insgesamt über 63.159 Tablets oder Laptops sowie weitere 35.553 Desktop-Computer für die 220.000 Schülerinnen und Schüler verfügen. Im Durchschnitt haben die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien zurzeit aufgrund der Schulschließungen rund 29 Prozent (knapp 15.000) der schuleigenen Laptops und Tablets an ihre Schülerinnen und Schüler für den häuslichen Distanzunterricht ausgeliehen. Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen haben sogar über 40 Prozent der Geräte an ihre Schülerinnen und Schüler ausgeliehen, damit diese zu Hause im Rahmen des Distanzunterrichts besser lernen können. Noch höher ist die Ausleihquote an den Stadtteilschulen: Hier haben die Schulen 50 Prozent ihrer Endgeräte an die Schülerinnen und Schüler ausgeliehen, an den Grundschulen sind es 20 Prozent, an den Gymnasien 29 Prozent. Von den 63.159 Laptops und -Tablets waren im Januar rund 55.600 Geräte (88 Prozent) einsatzbereit. Die Ursachen sind vielfältig: So gibt es in einzelnen Schulen ältere Geräte, die nicht mehr allen Anforderungen eines modernen Unterrichts entsprechen. Andere Geräte weisen aktuelle Defekte auf und sind in Reparatur. Eine Reihe von Schulen hat es allerdings auch noch nicht geschafft, die in den Sommerferien 2020 beschafften, neuen Geräte vollständig zu konfigurieren und in den Unterricht zu integrieren. Dafür gibt es in der Regel schulindividuelle Gründe, beispielsweise tiefgreifende Personalwechsel oder noch nicht abgeschlossene Schulungen aufgrund geringer IT-Kompetenzen in der Schulgemeinschaft. Ein klares Muster ist nicht zu erkennen, denn umgekehrt gelingt es zahlreichen Schulen aller Schulformen und in den unterschiedlichsten sozialen Lagen, mit den jährlich von der Schulbehörde für die IT-Administration zugewiesenen schuleigenen finanziellen Mitteln ausnahmslos alle Endgeräte einsatzfähig zu halten.

Die Konfiguration und Wartung der schuleigenen IT ist eine Aufgabe der jeweiligen Schule, für die alle Schulen nach den gleichen Schlüsseln finanzielle Mittel bekommen. Insgesamt standen den staatlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen dafür im letzten Jahr rund neun Millionen Euro zur Verfügung. Die Schulen beauftragen damit in der Regel Fachfirmen, die die Geräte warten und administrieren, und ergänzen diesen Service durch schuleigenes Engagement, beispielsweise durch die Mitarbeit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften bei der IT-Administration. Größere Schulen gehen mehr und mehr dazu über, ihre schuleigenen Finanzmittel zu nutzen, um sogar eigene IT-Administratoren zu beschäftigen. Während viele Schulen mit den zur Verfügung gestellten Mitteln mittlerweile sehr gute Administrations-Strukturen aufgebaut haben und alle Geräte stets im Einsatz halten, sind wenige Schulen bisher noch nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu bewältigen. Expertinnen und Experten aus der Schulbehörde sind mit diesen Schulen im Gespräch, die besonders viele Geräte noch nicht im Einsatz haben.

Um die Digitalisierung weiter zu verbessern, bekommen alle Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher und Referendarinnen und Referendare, die im Unterricht der staatlichen Schulen tätig sind zum neuen Schuljahr als Dienst-Computer ein Tablet mit Tatstatur. Die Bundesregierung stellt staatlichen und privaten Schulen dafür 12,8 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden für die Beschäftigten an den staatlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen bis zu 21.400 Dienst-Tablets eingekauft. Die Geräte sollen in die IT-Infrastruktur der Schulen eingebunden werden, deshalb bietet die Schulbehörde zwei zu der üblichen schulischen IT-Ausstattung passende, unterschiedliche Modelle zur Auswahl an. Die Schulen entscheiden in den nächsten Tagen, welcher Gerätetyp gekauft wird. Die Schulbehörde rechnet damit, dass sich rund zwei Drittel der Schulen für das Modell „iPad“ und ein Drittel der Schulen für das Modell „Microsoft Surface“ entscheiden werden.“ Für beide Geräte gibt es eine zusätzliche Tastatur, sie kosten durchschnittlich jeweils rund 540 Euro. Aufgrund der großen Bestellmenge und der langen Lieferfristen rechnet die Schulbehörde damit, dass die meisten Geräte erst in oder nach den Sommerferien geliefert werden. Weiterhin dürfen die Beschäftigten auch ihre eigenen Geräte für dienstliche Zwecke verwenden.

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Gibt es eine Maskenpflicht in Schulen?

Ja, an allen Schulen müssen überall Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) getragen werden. Bei Erwachsenen sowie Schülerinnen und Schülern (auch in der Grundschule) muss es sich um einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder eine Schutzmaske mit technisch höherwertigem Schutzstandard handeln. Dies sind standardmäßig die sogenannten OP-Masken, es können aber auch CPA, KN95- sowie FFP 2- Masken sein (siehe Muster-Hygiene-Plan», ab S. 7)

Auf freiwilliger Basis können in den VSK auch medizinische Masken von den Kindern getragen werden. An vielen VSK ist dies nach Rückmeldungen aus der Praxis bereits üblich. Hier gilt jedoch keine Verpflichtung zum Tragen der MNB.

Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten für den Sport-, Theater- und Musikunterricht, wo die MNB abgenommen werden darf, wenn ein Mindestabstand von 2,5 Metern in geschlossenen Räumen bzw. ein Mindestabstand von 1,5 Metern im Freien eingehalten werden kann. Überdies können die Schülerinnen und Schülern in allen Prüfungen, Präsentationen und Klausuren dann die MNB abnehmen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Zudem ist es weiterhin zulässig, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und in den Pausen für kurze Zeit ihre MNB absetzen, um etwas zu essen oder zu trinken bzw. einen Selbst-Schnelltest zu machen.

Bei Abschlussprüfungen können die Schülerinnen und Schüler ihre Masken dann abnehmen, wenn sie unmittelbar vor der Prüfung einen Schnelltest durchgeführt haben, der Abstand durch-gängig eingehalten wird und die Lüftung während der Schnelltestung und anschließend alle 20 Minuten strikt befolgt wird. Eine Kipplüftung ist ausdrücklich nicht ausreichend. Bitte achten Sie auf diese Sicherheitsmaßnahmen.

Auch wenn nach einem Jahr Corona-Krise sicher alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Schulbeschäftigten über genügend eigene MNB verfügen, stellt die Schulbehörde den Schulen weiterhin auf Nachfrage zusätzliche MNB oder Ein-Weg-Masken zur Verfügung. Die Schulbehörde hat ihre Bestände insgesamt auf fast eine halbe Million MNB aufgestockt, die Lehrkräfte jederzeit über die Kontaktdaten www.psa-bsb.de kostenlos abfordern können.

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Gilt die Maskenpflicht in den Schulen auch im Unterricht?

Ja. Es ist aber weiterhin zulässig, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und in den Pausen für kurze Zeit ihre MNB absetzen, um etwas zu essen oder zu trinken (siehe Schreiben des Landesschulrates vom 26. Februar»). 

Bei Erwachsenen, sowie Schülerinnen und Schülern (auch in der Grundschule) muss es sich um einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder eine Schutzmaske mit technisch höherwertigem Schutzstandard handeln. Dies sind standardmäßig die sogenannten OP-Masken, es können aber auch CPA, KN95- sowie FFP 2- Masken sein (siehe Muster-Hygiene-Plan, ab S. 7)

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Können Masken während sogenannter Präsentationsleistungen abgenommen werden?

Ja, für erforderliche Präsentationsleistungen kann die Maske abgesetzt werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu den anderen Schülerinnen und Schülern sowie zur Lehrkraft eingehalten werden kann.

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Können Schülerinnen und Schüler vom Tragen der Maske befreit werden?

Die Maßnahmen des Muster-Corona-Hygieneplans basieren auf den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes sowie der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus in der Freien und Hansestadt Hamburg. Aus diesen Vorgaben leitet sich auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ab bzw. die Regelung der Befreiung davon. Bislang wurden seitens der Behörde für Schule und Berufsbildung alle Atteste akzeptiert, auf denen ein Arzt attestierte, der Schüler sei „aus gesundheitlichen Gründen“ nicht in der Lage, eine Maske zu tragen. Atteste, die mit der grundsätzlichen Schädlichkeit oder Nutzlosigkeit der Maske argumentierten, wurden zurückgewiesen und den Schulen geraten, die Verweigerer des Schulgeländes zu verweisen. Ihre selbst verschuldete Abwesenheit stellt während des Präsenzunterrichts eine Schulpflichtverletzung dar und wird seitens der Behörde entsprechend geahndet.

Diese grundsätzliche Haltung wurde durch mehrere Urteile der Verwaltungsgerichtsbarkeit bestätigt und dahingehend verstärkt, dass an die einschlägigen ärztliche Atteste erhöhte Anforderungen gestellt werden dürfen. Das OVG Münster führt aus:

„Um der Schule eine sachgerechte Entscheidung über die Befreiung von der sog. Maskenpflicht aus medizinischen Gründen zu ermöglichen, bedarf es für diesen Nachweis grundsätzlich der Vorlage eines aktuellen ärztlichen Attests, das gewissen Mindestanforderungen genügen muss. Aus dem Attest muss sich regelmäßig jedenfalls nachvollziehbar ergeben, welche konkret zu benennenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf Grund der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule alsbald zu erwarten sind und woraus diese im Einzelnen resultieren. Soweit relevante Vorerkrankungen vorliegen, sind diese konkret zu bezeichnen. Darüber hinaus muss im Regelfall erkennbar werden, auf welcher Grundlage der attestierende Arzt zu seiner Einschätzung gelangt ist.“

Entspricht ein Attest diesen Vorgaben, wird es von der Schule akzeptiert und mit den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Sorgeberechtigten abgestimmt, wie die Schülerinnen und Schüler in den Schulalltag integriert werden können, ohne das von ihnen im Zweifelsfall eine Ansteckungsgefahr für andere ausgeht.

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Können Schulen Hausverbote für Maskenverweigende aussprechen?

In seltenen Fällen verweigern Schülerinnen und Schüler das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, welches für viele Situationen auf dem Schulgelände als zur Infektionsabwehr erforderlich und durch die Behörde für Schule und Berufsbildung angeordnet worden ist. Dass ein solches Gebot rechtmäßig, insbesondere auch für Schülerinnen und Schüler nicht übermäßig belastend ist, hatte das Hamburger Oberverwaltungsgericht (OVG) in einem Beschluss vom 15. Januar 2021 festgestellt. Das OVG sah aber anders als die 1. Instanz nicht die Möglichkeit, Maskenverweigerern im Rahmen des Hausrechtes der Schulleitung ein Hausverbot zu erteilen. Diese Lücke hat der Senat durch eine Ergänzung  der Coronaeindämmungsverordnung geschlossen: Auch in Zukunft sollen Schulleitungen Personen, die die schulischen Coronaregelungen nicht beachten wollen, des Geländes verweisen. Wer deshalb Unterricht versäumt, begeht eine Schulpflichtverletzung und muss mit einem Bußgeld rechnen.

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Bekomme ich eigentlich gezahlte Gebühren für nicht in Anspruch genommene Ferienbetreuung zurückerstattet?  

Eltern, die gebuchte Ferienbetreuung reduziert haben, bekommen die anteilig bereits gezahlten Gebühren erstattet. Nach Abbuchung der Ferien mit dem Formular GT 3FB, erhalten Eltern einen geänderten Gebührenbescheid. Das Guthaben wird dann entweder mit den noch ausstehenden Raten verrechnet oder erstattet. Hierfür ist es wichtig, dass entweder ein SEPA-Mandat vorliegt oder die IBAN Nummer dem Schulbüro mitgeteilt wird (siehe GT 3FB).

Eltern haben die Möglichkeit, die Ferienbetreuung bei Bedarf bis Ende Mai 2021 anzupassen. Sollten Eltern keine oder eine reduzierte Betreuung wünschen, können sie Ferienwochen abbuchen, wenn sie noch Ferienbetreuung wünschen oder dringend benötigen, haben Eltern aber auch die Möglichkeit noch Ferienwochen nachzubuchen. Die Schulen bemühen sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern darum, alle zusätzlichen Buchungen zu ermöglichen.

Nachfragen hierzu können bei Bedarf an die einschlägige Servicerufnummer 040 428 63-2121 oder an das Postfach ganztag-gebuehren@bsb.hamburg.de gerichtet werden.

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Bekomme ich gezahlte Gebühren für die VSK und die Früh- und Spätbetreuung an Schulen zurückerstattet?

Sorgeberechtigte erhalten gezahlte Gebühren für die Früh- und Spätbetreuungsangebote und die Kernzeit in den Vorschulklassen gutgeschrieben. Die Erstattung erfolgt monatsweise. Alle betroffenen Eltern erhalten einen geänderten Gebührenbescheid. Jeweils am Ende eines Monats erhalten Sie einen neuen Gebührenbescheid. Die Gutschrift senkt die verbleibenden monatlichen Raten oder führt zu einer Erstattung. Daher ist es wichtig, dass entweder ein SEPA-Mandat vorliegt oder die IBAN Nummer dem Schulbüro mitgeteilt wird.

Bitte zahlen Sie solange alle Raten weiter, bis Sie einen neuen Gebührenbescheid erhalten. Sollten Sie einen Dauerauftrag eingerichtet haben, passen Sie diesen bitte nach Erhalt des neuen Gebührenbescheids auf die richtige Gebührenhöhe an. 

Nachfragen hierzu können bei Bedarf an die einschlägige Servicerufnummer 428 63-2121 oder an das Postfach ganztag-gebuehren@bsb.hamburg.de gerichtet werden.

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Wie werden die schulischen Räumlichkeiten gelüftet?

Richtiges Lüften schützt vor Corona-Infektionen. Es wird in jeder Pause intensiv bei weit geöffneten Fenstern unter Aufsicht stoß- oder quergelüftet. Da Querlüftungen effektiver sind, sollte - soweit möglich - eine Querlüftung stattfinden, das heißt Lüften mit weit geöffneten Fenstern bei gleichzeitig geöffneter Tür und im Flur ebenfalls geöffneten Fenstern. Ist Querlüften (etwa wegen fehlender Fenster im Flur) nicht möglich, bleibt die Tür zum Flur verschlossen und es wird eine Stoßlüftung durchgeführt. Während des Unterrichts wird alle 20 Minuten kurz quer- oder stoßgelüftet, bis es zu einem spürbaren Luftaustausch gekommen ist. Brandschutztüren können zum Querlüften kurzzeitig geöffnet und anschließend wieder verschlossen werden. 

Kommt es während des Unterrichts bei geschlossenen Fenstern bei einzelnen Personen zu Krankheitssymptomen wie wiederholtem Niesen oder Husten, wird unmittelbar bei weit geöffneten Fenstern gelüftet. Raumlufttechnische Anlagen (soweit vorhanden) sind möglichst durchgehend mit Frischluftzufuhr in Betrieb. Der Umluftbetrieb wird ausgeschaltet.

Weitere Informationen zur "Lüftung von Schulräumen" gibt es hier» und hier».

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Und warum lässt man die Fenster nicht einfach dauerhaft auf Kipp?

Richtig Lüften

Durch die dauerhafte Kippstellung der Fenster in den Zeiten zwischen den Lüftungen werden nicht nur die Räume ausgekühlt, sondern auch noch das Infektionsrisiko erhöht. Denn der Austausch der verbrauchten Luft durch die kurze Stoß- und Querlüftung gelingt umso besser, wenn es drinnen deutlich wärmer ist als draußen. Das für erfolgreiches Lüften nötige Temperaturgefälle entsteht nur, wenn zwischen den Lüftungsphasen die Fenster fest verschlossen sind und die Raumtemperatur nicht unnötig auskühlt. Die Regel ist einfach: Rund alle 20 Minuten für rund drei bis fünf Minuten alle Fenster und Türen weit aufreißen und danach alle Fenster und Türen wieder fest verschließen.

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Was ist mit Schulen, an denen das vorgeschrieben Stoßlüften nicht möglich ist, weil sich Fenster nicht öffnen lassen?

Solche Sorgen in Bezug auf die Belüftung von Unterrichtsräumen haben sich nicht bestätigt. Im Rahmen einer Begehung hat Schulbau Hamburg festgestellt, dass 99,5 Prozent der rund 12.000 Unterrichtsräume gut gelüftet werden können. Lediglich in 68 Unterrichtsräumen (0,5 Prozent) lassen sich die Fenster nicht ausreichend öffnen. Auf den Unterricht und die Betreuung von Schülerinnen und Schülern in diesen wenigen Räumen können die Schulen aber verzichten, da ausreichend andere Räume für die rund 9.500 Schulklassen zur Verfügung stehen. Dennoch prüft die Schulbehörde jetzt gemeinsam mit Schulbau Hamburg, wie überall die Belüftungssituation sichergestellt werden kann. Die Räume, die bislang nicht ausreichend gelüftet werden können, liegen in 18 der 2.398 Hamburger Schulgebäuden (0,8%).

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Reicht regelmäßiges Lüften aus, um die Aerosole zu bekämpfen, oder sollten Schulen nicht besser CO2 Filter nutzen?

Aktuelle Studien zeigen, dass Stoßlüften um das 10- bis 80-Fache effektiver ist als die Verwendung von CO2 Filtern. Mehr Information hier

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Welche Infektionsschutzmaßnahmen gelten an Schulen zum Schuljahr 2020/21?

Eine wichtige Voraussetzung für die Öffnung der Schulen im Regelbetrieb ist die Beachtung der Hygieneregeln aller an Schule Beteiligten. Hierzu gehören weiterhin insbesondere

  • das gründliche und regelmäßige Händewaschen,
  • in die Armbeuge husten und niesen,
  • mit den Händen nicht ins Gesicht fassen,
  • keine Umarmungen und Händeschütteln,
  • regelmäßige Stoß- oder Querlüftung nur mit Aufsichtsperson im Raum,
  • entzerrte Zeiten für Pausen und Mittagessen,
  • eine klare Wegeführung in der Schule und
  • die Dokumentation von Klassenzugehörigkeiten, um im Falle einer Infektion ein konsequentes Kontaktmanagement durch das Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt im gesamten Schulbereich (siehe oben).

(PDF, 215,4 KB)

Wer eine Schule betritt, muss grundsätzlich die umfangreichen Hygieneregeln einhalten, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Mindestabstand wahren. Das gilt für Schülerinnen und Schüler, für Lehrkräfte und alle weiteren Beschäftigten ebenso wie für schulfremde Personen und Eltern.

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Was ist mit internationalen Schüleraustauschen?

Für die Teilnahme einzelner Schülerinnen und Schüler an internationalen Schülerbegegnungen, Schulpartnerschaften und Schüleraustauschen gilt: Sie können von der Schulleitung gestattet werden. Aber nur, wenn der Zielort zum Zeitpunkt der Abreise nicht durch das Auswärtige Amt, das Gesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium beziehungsweise das Robert Koch Institut (RKI) als Risikogebiet ausgewiesen wurde oder bereits absehbar ist, dass am Zielort das Infektionsgeschehen hoch ist oder ansteigt. Für einen Schüleraustausch muss außerdem vor der Buchung der Hin- und Rückreise das gegebenenfalls eintretende Kostenrisiko mit den Sorgeberechtigten besprochen werden. Die Sorgeberechtigten müssen eine entsprechende Erklärung unterzeichnen, dass das Kostenrisiko für den Schüleraustausch von den Sorgeberechtigten selbst zu tragen ist. Im Falle einer Ausweisung des Zielortes als Risikogebiet während des Aufenthalts ist sicherzustellen, dass bei einer frühzeitigen Rückkehr durch eine etwa einzuhaltende Quarantäne so wenig Unterricht wie möglich versäumt wird. Bei Rückfragen zu dem Bereich „Internationaler Schüleraustausch und Schulpartnerschaften“ wenden Sie sich bei Bedarf an den zuständigen Referatsleiter Herrn Dr. Jochen Schnack unter jochen.schnack@bsb.hamburg.de.

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Was ist mit Ausflügen in der Vorschule?

Für Vorschulklassen gilt abweichend von allen anderen Klassenstufen die Ausnahmeregelung, dass Ausflüge im Rahmen des Vorschulangebots ausdrücklich möglich sind. Dabei sind die einschlägigen Hygienebestimmungen zu beachten, unter anderem der ausreichende Abstand zu fremden Personen.

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Finden Schulische Konferenzen und Lernentwicklungsgespräche statt?

Über die Organisation der Zeugniskonferenzen und über die persönliche Anwesenheit in der Zeugniskonferenz entscheidet stets die Schulleiterin als Vorsitzende bzw. der Schulleiter als Vorsitzender. Dabei richtet sie beziehungsweise er sich nach den Regelungen des Muster-Corona-Hygieneplans und den technischen und räumlichen Möglichkeiten der Schule.  

Die Anhörung vor der Zeugniskonferenz gemäß § 62 Absatz 3 HmbSG kann ebenfalls mittels Skype for Business, BigBlueButton im LMS oder per Telefon durchgeführt werden. Grundsätzlich ist aber eine reguläre Durchführung in der Schule möglich, sofern die Regelungen des Muster-Corona-Hygieneplans eingehalten werden. 

Für die regelhaft durchzuführenden Klassenkonferenzen gelten die gleichen Bestimmungen wie für die Zeugniskonferenzen. 

Lehrerkonferenzen können weiterhin stattfinden, es ist jedoch zu prüfen, ob und wie die Zahl der Konferenzen sowie die Zahl der Teilnehmenden reduziert werden kann. Je nach Entwicklung der Situation kann diese Vorgabe zeitlich ausgeweitet werden. 

Lernentwicklungsgespräche können digital durchgeführt werden, wenn diese für den Januar 2021 vorgesehen sind und nicht verschoben werden können.

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Was ist mit dem schulischen Mittagessen?

Auch im neuen Schuljahr wird an allen Schulen ein schmackhaftes und gesundes Mittagessen angeboten. In den Hygienekonzepten der Schulen wird sichergestellt, dass definierte Wegführung und Abstandsregeln und persönliche Hygieneregeln der Personen (Händewaschen vor dem Essen) eingehalten werden. Es können auch zeitversetzte Essenspausen nach Jahrgängen ohne Abstandsregelungen organisiert werden. Auch ist eine Lieferung des Essens durch den Caterer direkt in die Klassenräume möglich.

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Wie sieht es mit Büffets beim Mittagessen aus?

Durch die zum 1. September in Kraft getretenen Änderungen der Hamburgischen SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung sind Buffets auch in schulischen Kantinen wieder zugelassen. Der Muster-Corona-Hygieneplan ist entsprechend angepasst. Dabei müssen Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in der Kantine eine Maske tragen bis sie an ihrem Platz sitzen und die Auffülllöffel müssen beim Wechsel der zum Essen gehenden Gruppen ausgewechselt werden. Darauf achten die Schulleitungen und die jeweiligen Caterer gemeinsam.

Schulleitungen und Caterer sind über diese Neuerungen informiert worden.

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Welche präventiven Maßnahmen sollen Schulen ergreifen?

Alle Schulen verfügen über einen schulischen Hygieneplan, in dem die wichtigsten Eckpunkte nach dem Infektionsschutzgesetz geregelt sind, um für Schülerinnen und Schüler und alle an Schule Beteiligten ein gesundes Umfeld zu gewährleisten.

Darüber hinaus werden an Schulen wichtige Verhaltensregeln vermittelt und gelebt!

Alle Beschäftigten der Schulen sowie der Träger des Ganztags, alle Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren regelmäßig an den Schulen arbeitenden Personen müssen sorgfältig die Hygienehinweise der Hamburger Gesundheitsbehörde bzw. des Robert-Koch-Instituts beachten. Schulleitungen sowie Pädagoginnen und Pädagogen gehen dabei mit gutem Beispiel voran und sorgen zugleich dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die Hygienehinweise ernst nehmen und umsetzen. Hände waschen sowie Husten und Niesen in die Armbeuge gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Insbesondere geht es um die Einhaltung folgender Hygienemaßnahmen:

  • keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln
  • mit den Händen nicht das Gesicht berühren, insbesondere nicht Mund und Nase
  • ein bis zwei Meter Abstand zu Menschen mit Erkrankungsanzeichen halten – unabhängig von der Krankheit
  • regelmäßig und sorgfältig mindestens 20 Sekunden lang mit Seife bis zum Handgelenk die Hände waschen.
  • vor dem Essen in der Kantine müssen sich alle am Essen teilnehmenden die Hände waschen
  • öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen
  • Korrekt husten und niesen: Niesen in die Armbeuge, Husten in Taschentücher, Taschentücher dann umgehend entsorgen und die Hände mit Seife waschen
  • Handtücher und Stifte nicht gemeinsam nutzen.
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Wie gehen Schulen mit geplanten Veranstaltungen um?

Alle schulischen Veranstaltungen wie Feiern, Sportfeste, Konzerte oder Theaterstücke sind bis auf Weiteres ausgeschlossen. Lehrerkonferenzen können weiterhin unter Einhaltung der Hygienevorschriften stattfinden, es ist jedoch zu prüfen, ob und wie die Zahl der Konferenzen sowie die Zahl der Teilnehmenden reduziert werden kann. Je nach Entwicklung der Situation kann diese Vorgabe zeitlich ausgeweitet werden.

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Was ist mit Risikopatientinnen und -patienten oder deren Angehörigen?

Schülerinnen und Schüler sowie schulisches Personal mit besonderen gesundheitlichen Risiken müssen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Für die betroffenen Schülerinnen und Schüler wird ein vollwertiges Lernangebot im Distanzunterricht sichergestellt. Lehrkräfte, die ebenfalls nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, erteilen Distanzunterricht oder werden für andere schulische Aufgaben eingesetzt.

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Was ist mit Schülerinnen und Schülern, die zu Risikogruppen gehören oder in einer häuslichen Gemeinschaft mit einer Person wohnen, die einer Risikogruppe angehört?

Für alle Schülerinnen und Schüler, die unter einer oder mehrerer Vorerkrankungen leiden, die im Kontext mit einer Corona-Infektion als besonderes Risiko eingeschätzt werden bzw. die in häuslicher Gemeinschaft mit Personen leben, die im Falle einer Corona-Infektion besonders gefährdet sind, besteht die Möglichkeit im Distanzunterricht beschult zu werden. Hierfür hat die Schulbehörde einen Handlungsrahmen erarbeitet, der den Schulen als Plan B klare Rahmenbedingungen setzt. Dieser Plan B wurde den Schulen bereits vor Schuljahresbeginn übersandt.

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Welche Abstands- und Kontaktregeln gelten in den Schulen?

Schülerinnen und Schüler sollen angehalten werden, nach Möglichkeit Abstand zu wahren. Insbesondere ist darauf zu achten, dass unmittelbare körperliche Kontaktaufnahmen (beispielsweise Umarmungen, Händeschütteln, körperbetonte Sportaktivitäten in der Pause) soweit wie möglich vermieden werden.

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Wie werden die schulischen Räumlichkeiten gereinigt?

Die aktuell genutzten Klassenräume werden nach dem Reinigungsplan jeden zweiten Tag und Sanitärräume täglich gereinigt. An jeder Schule gibt es eine Tageskraft, die vorrangig eine zweite Reinigung der Sanitäranlagen durchführt, sollte dies nötig werden. Außerdem beseitigt die Tageskraft Spontanverschmutzungen.

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Was ist, wenn Erkältungssymptome bei Schülerinnen und Schülern auftreten?

Bezogen auf den „Umgang mit Erkältungssymptomen“ enthält die aktuelle Änderungsverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, eine grundsätzliche Regelung. Diese orientiert sich an bestehenden Regelungen (wie beispielsweise der Regelung für Hamburger Kitas). Der vorgeschriebene Umgang mit Erkältungssymptomen wurde in Info-Grafiken veröffentlicht und den Schulen zur Verfügung gestellt. 

Generell gilt: Nach Auftreten eines einfachen Infekts, wie beispielsweise einem Schnupfen, muss bei Schülerinnen und Schülern kein negativer Corona-Test vorgelegt werden, um die Schule wieder besuchen zu können. Die bisher geforderte Vorlage eines negativen Corona-Tests bezog sich lediglich auf Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Risikogebieten. 

Zeigt ein Kind Anzeichen eines Infekts bleibt es, wie sonst auch, zunächst zu Hause und die Eltern entscheiden, ob Kontakt zu einem Arzt aufgenommen wird. Dieser entscheidet dann aufgrund der Anzeichen und der gegebenen Umstände im Einzelfall, ob ein Test durchzuführen ist. Wird kein Kontakt zu einem Arzt aufgenommen, so können Kinder wieder in die Schule geschickt werden, wenn sie fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand sind.

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Was passiert bei einem Verdachtsfall?

Im Verdachtsfall wird die betroffene Person sofort in einen eigens dafür zur Verfügung gestellten Quarantäneraum isoliert oder direkt nach Hause in Quarantäne geschickt und das zuständige Gesundheitsamt informiert. Bei Schulkindern werden zusätzlich die Eltern informiert und dringend empfohlen, dass die Kinder an einer Testung auf Covid-19 teilnehmen. Ist das Testergebnis negativ oder das Kind 48 Stunden symptomfrei, kann es wieder am Unterricht teilnehmen.

Schulen haben uns in den letzten Monaten vermehrt gemeldet, dass Eltern Anordnungen des Gesundheitsamtes zu Quarantänemaßnahmen nicht verstanden und ihre Fragen deshalb an die Schulen gestellt haben. Deshalb hat die Sozialbehörde ein Merkblatt rund um das Thema „Quarantäne“ erstellt, das auch in mehrere Sprachen übersetzt wurde, u.a. Farsi und Türkisch.

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… und was, wenn sich die Infektion bestätigt?

Bei einer bestätigten Infektion in einer Schule muss zwingend das zuständige Gesundheitsamt informiert werden. Über die dann zu ergreifenden Maßnahmen (Schließung einer Klasse oder Schule) entscheidet danach ausschließlich das zuständige Gesundheitsamt. Diese Entscheidung ist den Gesundheitsexperten vorbehalten und liegt nicht im Ermessen der Schule oder der Schulleitung. Die Schule erstellt dann eine Übersicht der direkten Kontakte des infizierten Kindes und sendet diese an das Gesundheitsamt. Mit einem „direkten Kontakt“ sind Personen gemeint, die mindestens 15 Minuten weniger als 1,5 Meter Abstand zu dem infizierten Kind hatten. 

Da der Schulbetrieb mit eingeschränkten Abstandsregeln in den Jahrgängen (Kohorten) startet, sollten in der Regel der gesamte Klassenverband (in der Oberstufe alle Kursteilnehmer) und die unterrichtenden Lehrkräfte als direkter Kontakt eingestuft und in einer Liste mit Namen, Adressen und Telefonnummern für die Gesundheitsämter bereitgestellt werden. Das für Ihre Schule zuständige Gesundheitsamt und das für die wissenschaftliche Begleitung federführende Gesundheitsamt übernehmen dann die Kontaktnachverfolgung und die Testung des Umfelds. Um diese Testung zu unterstützen, bitten wir Sie, die Eltern der Kinder aus der betroffenen Lerngruppe zu informieren und Einverständniserklärungen für die Testung zu versenden.

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... und wie geht es dann weiter?

Bei einer bestätigten Corona-Infektion bei einer Schülerin oder einem Schüler werden im Einzelfall die Kontaktpersonen der Kategorie I erhoben und die entsprechenden Quarantänemaßnahmen ausgesprochen. Das kann eine Gruppe von anderen Schülerinnen und Schülern (inklusive Lehrkraft) sein oder auch eine ganze Klasse oder ein ganzer Kurs. Unabhängig davon wird - sofern möglich - allen Schülerinnen und Schülern der Klasse oder des Kurses die Teilnahme an einer freiwilligen Testung angeboten. Die Testung wird in der Regel von den Gesundheitsämtern über das Deutsche Rote Kreuz (DRK) organisiert, ist aber nicht verpflichtend, das heißt der Test wird nicht angeordnet. Dieses freiwillige Testangebot ist von der aktuellen Kapazität in Hamburg abhängig. 

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Wie sind die Meldepflichten bei einem akuten Coronafall geregelt?

Sollten in Schule bei Schülerinnen und Schülern oder Beschäftigen einer Schule einschlägige Corona-Symptome auftreten, so sind Schülerinnen und Schüler ggf. bis zur Abholung durch die Eltern in einen gesonderten Raum zu führen. Beschäftigte werden gebeten, das Schulgelände zu verlassen. Bei COVID-19-Verdachtsfällen oder bei bestätigten COVID-19-Erkrankungen informiert die Schulleitung umgehend das zuständige Gesundheitsamt sowie die Schulbehörde und die Schulaufsicht. Über die in der betroffenen Schule zu ergreifenden Maßnahmen wie beispielsweise die Schließung einer Klasse oder Schule entscheidet danach ausschließlich das zuständige Gesundheitsamt. Diese Entscheidung ist den Gesundheitsexperten vorbehalten und liegt nicht im Ermessen der Schule oder der Schulleitung.


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