FAQ: Informationen für Schutzsuchende

Einreise und Ankunft

Welche Dokumente benötige ich für die Einreise nach Deutschland?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Folgende Personen, die seit dem 24. Februar 2022 wegen der militärischen Invasion Russlands aus der Ukraine flüchten, können mit einem gültigen biometrischen Reisepass in die Europäische Union einreisen und in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG erhalten: 

  • Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 ihren ständigen Aufenthalt in der Ukraine hatten, 
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben und
  • Familienangehörige der zuvor genannten Personengruppen sowie  
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer, die nachweisen können, dass sie sich vor dem 24. Februar 2022 auf der Grundlage eines nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben und die nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückzukehren.

Ein „Beleg“ für die Einreise, zum Beispiel einen Einreise-Stempel im Reisepass, ist nicht notwendig.

Die ukrainische ID-Karte (Modell 2015) wird als Passersatz zeitlich befristet bis zum 23. Februar 2023 anerkannt. Die Einreise und der Aufenthalt ohne einen gültigen und anerkannten Pass oder Passersatz sind damit erlaubt. 

Weitere Informationen unter:

Ankunft: Ich benötige eine Unterkunft. Wo muss ich mich melden?


(Stand:  16. März 2022 00:00  Uhr)

Personen, die eine Unterkunft von der Stadt benötigen, wenden sich an das Ankunftszentrum in Rahlstedt zur Registrierung. Es ist rund um die Uhr geöffnet:

Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung / Ankunftszentrum
Adresse: Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg
Mehr Infos: Zentrale Erstaufnahme Das Ankunftszentrum in Hamburg-Rahlstedt

Wenn Sie keine staatliche Unterkunft in Anspruch nehmen wollen, finden Sie auf dem Portal der Initiative "Unterkunft Ukraine" eine private Möglichkeit: https://www.unterkunft-ukraine.de. #UnterkunftUkraine ist offizieller Kooperationspartner des Bundesministeriums des Innern und für Heimat. Seit dem 10. März 2022 arbeitet das Projekt mit dem Ministerium und airbnb.org in einer bundesweiten Kooperation zusammen. Es handelt sich um ein seriöses Portal.

Ankunft: Ich habe bereits eine Unterkunft. Wo muss ich mich melden?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Wer privat untergebracht ist, wendet sich an das Amt für Migration im Ankunftszentrum, Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg. Die Ersterfassung ist dort montags bis freitags möglich.

Bitte buchen Sie online einen Termin für Ihre aufenthaltsrechtliche Registrierung. Klicken Sie dazu hier. Ohne zuvor gebuchten Termin können Sie nicht registriert werden. Jede Person, die sich registrieren lassen möchte, braucht einen eigenen Termin.

Zur Vermeidung von längeren Wartezeiten kann der online verfügbare Anmeldebogen für Schutzsuchende bereits vorab ausgefüllt und zur Registrierung mitgebracht werden.

Nach Ihrer Registrierung können Sie einen Antrag auf staatliche Hilfe in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung / Ankunftszentrum, Bargkoppelstieg 10 – 14, 22145 Hamburg, stellen. Bitte buchen Sie hierfür einen Termin, wenn Sie privat bei Verwandten oder Bekannten wohnen (also nicht in einer staatlichen Unterkunft). Sie können einen Termin für Ihre gesamte Familie buchen. Bitte klicken Sie hier. 

Ankunft: Was passiert im Ankunftszentrum?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Im Ankunftszentrum können Sie sich aufenthaltsrechtlich registrieren lassen. Eine Registrierung ist wichtig, damit Sie in Deutschland arbeiten oder staatliche Hilfe bekommen können. Wenn Sie keine Unterkunft in Hamburg haben, erhalten Sie im Ankunftszentrum Hilfe von der Stadt. Über den gesamten Ablauf wird im Ankunftszentrum ausführlich informiert.

Welchen Aufenthaltsstatus erhalte ich nach meiner Einreise nach Deutschland?


(Stand:  9. März 2022 00:00  Uhr)

Sie erhalten eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr (zwölf Monate), wenn Sie seit dem 24. Februar 2022 wegen der militärischen Invasion Russlands aus der Ukraine vertrieben worden sind.

Das gilt für:

  • Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten, 
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben und
  • Familienangehörige der zuvor genannten Personengruppen sowie  
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer, die nachweisen können, dass sie sich vor dem 24. Februar 2022 auf der Grundlage eines nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben und die nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückzukehren. 

Wer diese Genehmigung hat, darf in Deutschland arbeiten oder kann staatliche Unterstützung erhalten. 

Welchen Aufenthaltsstatus erhalten Drittstaatsangehörige aus der Ukraine, insbesondere Studierende, die in der Ukraine studiert haben?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Sie erhalten grundsätzlich eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, wenn Sie nachweisen können, dass Sie sich vor dem 24. Februar 2022 mit einem gültigen unbefristeten Aufenthaltstitel in der Ukraine aufgehalten haben.

Bei Personen, die nur über einen befristeten Aufenthaltstitel (keine Kurzaufenthalte) verfügen, wird zunächst geprüft, ob Sie eine sichere und dauerhafte Rückkehrmöglichkeit in Ihr Herkunftsland haben oder ob es wichtige Gründe gibt, dass Sie vorübergehend in Deutschland bleiben müssen.

Bei allen nicht-ukrainischen Drittstaatsangehörigen, die zwar nach einer ausländerrechtlichen Prüfung keinen vorübergehenden Schutz erhalten, kann es trotzdem Wege für einen Aufenthalt in Deutschland geben. Zum Beispiel werden in vielen Branchen Fachkräfte gesucht. Sofern die Möglichkeit besteht, über so einen Weg in Deutschland zu bleiben, müssen Sie nicht zunächst in ihr Herkunftsland reisen, um ein Visum zu beantragen.

Studierende aus der Ukraine, die keine ukrainische Staatsangehörigkeit haben, erhalten in Hamburg zunächst für die Dauer von sechs Monaten eine Fiktionsbescheinigung. Damit haben Sie Anspruch auf Sozialleistungen und können arbeiten. Als Studierende aus der Ukraine haben Sie damit ein halbes Jahr Zeit, um die Voraussetzungen für die Fortsetzung Ihres Studiums in Deutschland zu erfüllen. Dazu gehören insbesondere die Sicherung Ihres Lebensunterhaltes und der Nachweis über einen Studienplatz. Sobald diese Voraussetzungen vorliegen, können Sie einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken stellen.

Ich komme aus der Ukraine und bin bereits seit einiger Zeit in Deutschland. Wie kann ich eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erhalten?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Ukrainische Staatsangehörige, die sich bereits vor dem 24. Februar 2022 in Deutschland aufgehalten haben, können einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis stellen.

Ukrainische Staatsangehörige, die sich bereits mit einer Duldung in Deutschland aufhalten, können ebenfalls einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis stellen, wenn der bisherige Duldungsgrund entfallen ist.

Muss ich mich in Deutschland registrieren lassen?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Alle Personen, die im Zuge des am 4. März 2022 in Kraft getretenen Ratsbeschlusses zur „Feststellung des Bestehens eines Massenzustroms“ in Hamburg Schutz suchen, müssen sich bis zum Ablauf des 31. August 2022 in Hamburg oder an einem anderen Ort aufenthaltsrechtlich registrieren.

Eine Registrierung ist wichtig, damit Sie in Deutschland arbeiten oder staatliche Hilfe bekommen können. Wenn Sie keine Unterkunft in Hamburg haben, erhalten Sie im Ankunftszentrum Hilfe von der Stadt.

Personen mit Unterkunftsbedarf wenden sich zur Registrierung und Vermittlung eines Unterbringungsplatzes an das Ankunftszentrum in Rahlstedt, Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg. Das Ankunftszentrum ist rund um die Uhr geöffnet.

Wer privat untergebracht ist, wendet sich an das Amt für Migration im Ankunftszentrum, Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg. Die Ersterfassung ist dort montags bis freitags möglich.

Eine Registrierung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich und muss nicht unmittelbar am Ankunftstag oder darauffolgendem Tag erfolgen. Es entstehen hierdurch keine Nachteile. Bitte beachten Sie aber: Staatliche Leistungen, mit denen Sie z.B. Ihren Lebensunterhalt und Ihre Mietkosten bezahlen können, können Sie in der Regel erst für die Zeit ab Antragstellung bekommen.

Bitte buchen Sie online einen Termin für Ihre Registrierung. Klicken Sie dazu hier. Ohne zuvor gebuchten Termin können Sie nicht registriert werden. Jede Person, die sich registrieren lassen möchte, braucht einen eigenen Termin.

Zur Vermeidung von längeren Wartezeiten kann der online verfügbare Anmeldebogen für Schutzsuchende bereits vorab ausgefüllt und zur Registrierung mitgebracht werden.

Nach Ihrer Registrierung können Sie einen Antrag auf staatliche Hilfe stellen. Bitte buchen Sie hierfür einen Termin, wenn Sie privat bei Verwandten oder Bekannten wohnen (also nicht in einer staatlichen Unterkunft). Sie können einen Termin für Ihre gesamte Familie buchen. Bitte klicken Sie hier.

Aufenthalt: Ich bin bereits registriert. Wie erhalte ich meinen elektronischen Aufenthaltstitel?


(Stand:  27. April 2022 00:00  Uhr)

Alle Schutzsuchenden mit Wohnsitz in Hamburg, die bereits registriert sind und über eine Fiktionsbescheinigung verfügen, können ab sofort online einen Termin zur Erteilung ihres elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) buchen. Die Bearbeitung erfolgt ab dem 12. Mai 2022 in der Dienststelle des Amtes für Migration in der Hammer Straße 30-34, 22041 Hamburg.

Unterbringung und Wohnen

  1. Welche Unterkünfte gibt es in Hamburg?
  2. Ich kann nicht in meiner privaten Unterkunft bleiben und brauche einen Platz in einer staatlichen Unterkunft. An wen kann ich mich wenden?
  3. Ist eine Wohnsitzanmeldung von Schutzsuchenden erforderlich?
  4. Werde ich in ein anderes Bundesland verwiesen, wenn ich in Hamburg privat untergebracht bin?
  5. Können Schutzsuchende, die in einer städtischen Unterkunft wohnen, für eine gewisse Zeit Besuche in andere Bundesländer oder in EU-Staaten durchführen?
  6. Können Schutzsuchende, die registriert sind und eine Fiktionsbescheinigung haben, kurzzeitig ins Ausland außerhalb der EU reisen und wieder nach Deutschland einreisen?
  7. Können ukrainische Schutzsuchende, die in Hamburg registriert und im Leistungsbezug sind, den Wohnort innerhalb Deutschlands wechseln?
  8. Wie erkenne ich unseriöse Angebote, zum Beispiel für Wohnungen?
  9. Können ukrainische Schutzsuchende, die in Hamburg registriert und im Leistungsbezug sind, den Wohnort innerhalb der EU wechseln und z.B. nach Frankreich oder Spanien fahren und sich dort als Schutzsuchende anmelden und Leistungen beantragen?
  10. Kann ich privat wohnen oder muss ich in einer Gemeinschaftsunterkunft leben?
  11. Wie teuer darf eine Unterkunft maximal sein, damit die Kosten noch als angemessen angesehen und übernommen werden?
  12. Ich bin privat untergebracht. Die Person/ Gastfamilie, bei der ich lebe, möchte, dass ich mich an den Unterkunftskosten beteilige. Was kann ich tun, wenn ich nicht genug Geld habe?
  13. Ich bin privat bei einer anderen Person/ Gastfamilie untergebracht und soll mich an den Stromkosten und an den Lebensmittelkosten beteiligen. Was kann ich tun, wenn ich nicht genug Geld habe?
  14. Wo kann ich Möbel, Elektrogeräte und Haushaltsgegenstände bekommen, wenn ich eine Wohnung anmiete?

Welche Unterkünfte gibt es in Hamburg?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Über die Plattformen #UnterkunftUkraine und Airbnb.org können Sie kostenlos kurz- und mittelfristige Unterkünfte bei privaten Gastgebern erhalten. Diese Plattformen sind Kooperationspartner des Staates. Mehr Informationen: www.unterkunft-ukraine.de und auf www.airbnb.org.

Wenn Sie in Hamburg nicht bei Verwandten, Bekannten oder selbstständig wohnen, können Sie von der Stadt Hamburg untergebracht werden.  

Hinweis: Zurzeit suchen sehr viele Menschen Schutz in Hamburg – nicht nur aus der Ukraine, sondern aus vielen Ländern der Welt. Die Stadt baut die Kapazitäten für die Unterbringung aller Geflüchteten aus. Bitte rechnen Sie damit, dass Sie zunächst in einer Notunterkunft versorgt werden. Hier leben viele Menschen, teilweise in großen Hallen.

Sie werden zuerst in einer Erstaufnahme übernachten. Hier erhalten Sie:

  • drei Mahlzeiten täglich und Getränke (Kaffee, Tee, Wasser), medizinisch verordnete Sonderkost
  • Hygienepakete für Männer und Frauen,
  • Babynahrung (Milchpulver, Babybrei) und Hygieneartikel (Windeln, Feuchttücher, Creme) sowie Fläschchen, Sterilisator und Beruhigungsschnuller 
  • Kleidung (aus Spenden)
  • Bettwäsche
  • Medizinische Notfallversorgung. 

Später ziehen Sie in eine Wohnunterkunft, in der Sie sich selbst versorgen müssen. Die Wohnunterkünfte sind sehr unterschiedlich. In manchen Häusern leben Sie wie in einer Wohngemeinschaft und teilen sich ein Bad und Küche mit anderen Menschen. Familien werden zusammen untergebracht und erhalten in der Regel einen abgeschlossenen Wohnbereich. Eine eigene Wohnung kann Ihnen die Stadt nur selten besorgen. Es gibt aber in Hamburg staatliche Vermittlungsstellen und private Organisationen, die Ihnen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung helfen.

Ich kann nicht in meiner privaten Unterkunft bleiben und brauche einen Platz in einer staatlichen Unterkunft. An wen kann ich mich wenden?


(Stand:  10. Mai 2022 00:00  Uhr)

Wenn Sie vorübergehend privat aufgenommen wurden und bereits registriert wurden, wenden Sie sich bitte an

FÖRDERN & WOHNEN
Aufnahme- und Vermittlungsstelle
Grüner Deich 21, 20097 Hamburg
Geöffnet: montags bis freitags, 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Die Aufnahme- und Vermittlungsstelle (AVS) hilft, eine geeignete Unterkunft zu finden. Dort werden Unterlagen geprüft und es kann sofort ein Platz vermittelt werden. Individuelle Bedarfe wie die Größe der Familie oder Unterstützungsbedarfe werden dabei berücksichtigt.

Personen, die noch nicht registriert sind und einen Unterbringungsbedarf haben, wenden sich bitte an das Ankunftszentrum, Bargkoppelweg 66a, 22145 Hamburg.

Ist eine Wohnsitzanmeldung von Schutzsuchenden erforderlich?


(Stand:  11. April 2022 00:00  Uhr)

Personen, die privat untergebracht sind oder in einer längerfristigen Unterkunft wohnen, müssen ihren Wohnsitz im Kundenzentrum des jeweiligen Bezirksamts anmelden. Einen Termin kann man hier buchen: https://serviceportal.hamburg.de/HamburgGateway/FVP/FV/Bezirke/DigiTermin/

Wer aus einer städtischen Unterkunft in eine private oder längerfristige Unterkunft wechselt, muss sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug beim Kundenzentrum des Bezirkes anmelden. Einen Termin kann man hier buchen: https://serviceportal.hamburg.de/HamburgGateway/FVP/FV/Bezirke/DigiTermin/

Werde ich in ein anderes Bundesland verwiesen, wenn ich in Hamburg privat untergebracht bin?


(Stand:  15. März 2022 00:00  Uhr)

Deutschland bietet Menschen, die vor Krieg und Vertreibung fliehen, Schutz. Damit alle Schutzsuchenden gut versorgt werden können, helfen dabei alle Bundesländer. Deshalb kann es sein, dass Sie nach Ihrer Registrierung in Hamburg in eine andere Stadt in Deutschland reisen müssen. Dort erhalten Sie Ihre Unterkunft, in der Sie dann dauerhaft Schutz finden, bis Sie sich wieder selbst versorgen können.

Wenn Sie in Hamburg zum Beispiel bei Verwandten oder Freunden aufgenommen werden, werden Sie nach Ihrer Registrierung nicht in eine andere Stadt umziehen müssen.

Können Schutzsuchende, die in einer städtischen Unterkunft wohnen, für eine gewisse Zeit Besuche in andere Bundesländer oder in EU-Staaten durchführen?


(Stand:  12. April 2022 00:00  Uhr)

Ja, aber Sie müssen dies vorher unbedingt mit den Mitarbeitenden in der Unterkunft besprechen. Sonst könnten Ihre Plätze in der Unterkunft verloren gehen, wenn Sie unangemeldet verreisen.

Können Schutzsuchende, die registriert sind und eine Fiktionsbescheinigung haben, kurzzeitig ins Ausland außerhalb der EU reisen und wieder nach Deutschland einreisen?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Wenn Sie die Europäische Union verlassen und wieder einreisen möchten, müssen Sie vor Ihrer Abreise einen Online-Termin im Amt für Migration, Hammer Straße 30-34, 22041 Hamburg vereinbaren, um eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Das ist eine reine Formsache, da sie bereits registriert sind. Eine Wiedereinreise mit Ihrer Fiktionsbescheinigung ist nicht möglich. Die Aufenthaltserlaubnis bekommen Sie sofort als Klebeetikett in ihren Nationalpass. Sollten Sie einen elektronischen Aufenthaltstitel (Plastikkarte mit Foto) benötigen, müssen Sie sich auf längere Wartezeit einstellen, da diese Karten von der Bundesdruckerei angefertigt werden. Mit dem Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG können Sie wieder zurück nach Deutschland kommen. Wichtig ist, dass Sie die Bundesrepublik Deutschland nicht länger als sechs Monate verlassen.

Können ukrainische Schutzsuchende, die in Hamburg registriert und im Leistungsbezug sind, den Wohnort innerhalb Deutschlands wechseln?


(Stand:  12. April 2022 00:00  Uhr)

Wenn Sie umziehen wollen, müssen Sie das grundsätzlich vorher bei der Ausländerbehörde in Hamburg, dem Amt für Migration, beantragen. Sie können nur dann in ein anderes Bundesland umziehen, wenn die zuständige Behörde zugestimmt hat.  

Wie erkenne ich unseriöse Angebote, zum Beispiel für Wohnungen?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Es gibt immer wieder Menschen, die die Not anderer ausnutzen wollen. Bitte beachten Sie deshalb folgende Hinweise:

  • Wenn Sie in Hamburg keine Verwandten und Bekannten haben, fahren Sie direkt zum Ankunftszentrum. Nehmen Sie keine Wohnungsangebote oder Mitfahrgelegenheiten von Menschen an, von denen Sie „zufällig“ angesprochen werden.
  • Geben Sie Ihren Reisepass oder amtliche Dokumente niemandem, der nicht von einer offiziellen Stelle ist.
  • Wenn Sie etwas Ungewöhnliches beobachten, wenden Sie sich bitte an die Polizei.
  • Falls Sie bedroht werden, rufen Sie bitte die Polizei an: 110.
  • Fahren Sie nicht mit Menschen mit, die Sie nicht kennen. Sie können in Deutschland und in Hamburg kostenlos mit Bussen und Bahnen fahren. Vom Hauptbahnhof gibt es einen Shuttle zum Ankunftszentrum.
  • Informieren Sie sich über das Arbeitsrecht in Deutschland bevor Sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben oder nur eine mündliche Vereinbarung zur Arbeitsaufnahme haben: Arbeitsrecht für Ukrainer*innen ( bereits in russischer und ukrainischer Sprache) sowie mehrsprachige Information über die offene Sprechstunde des Hamburg Welcome Center

Mehr Informationen für den Fall, dass Sie das Gefühl haben, betrogen zu werden, finden Sie hier: https://www.uvaga.de. Hier gibt es auch Informationen zur Notfall-App „nora“.

Im Zweifel kontaktieren Sie die Fachberatungsstelle KOOFRA (auch auf Ukrainisch). KOOFRA ist ein Projekt von Frauen, die Frauen beraten und unterstützen, wenn sie von Menschenhandel betroffen sind. Unter Menschenhandel fällt auch, Personen, die besonders hilflos sind, eine Unterkunft anzubieten, um sie entweder sexuell oder ihre Arbeitskraft auszubeuten.

Ein seriöses Angebot für Wohnraum bieten die privaten Vermittlungsplattformen #UnterkunftUkraine und Airbnb.org. Beide Plattformen sind Kooperationspartner des Staates und vermitteln kostenlose kurz- und mittelfristige Unterkünfte bei privaten Gastgebern. Mehr Informationen: www.unterkunft-ukraine.de und auf www.airbnb.org.

Können ukrainische Schutzsuchende, die in Hamburg registriert und im Leistungsbezug sind, den Wohnort innerhalb der EU wechseln und z.B. nach Frankreich oder Spanien fahren und sich dort als Schutzsuchende anmelden und Leistungen beantragen?


(Stand:  12. April 2022 00:00  Uhr)

Sie können jederzeit die Verlegung Ihres Wohnsitzes in einen anderen EU-Mitgliedstaat bei der Ausländerbehörde, dem Amt für Migration, beantragen. Die Ausländerbehörde leitet den Antrag an das Bundesamt für Migration (BAMF) weiter und holt das Einverständnis des jeweiligen Mitgliedstaates ein.

Kann ich privat wohnen oder muss ich in einer Gemeinschaftsunterkunft leben?


(Stand:  12. Mai 2022 00:00  Uhr)

Ja. Es besteht keine Pflicht, in einer städtischen Einrichtung zu wohnen.

Sie können selbst ein Zimmer/ eine Wohnung mieten. 

Die Kosten  für Ihr Zimmer / Ihre Wohnung können übernommen werden, wenn Sie diese nicht selbst finanzieren können. Voraussetzung ist, dass Sie zunächst aufenthaltsrechtlich registriert sind. Beantragen Sie anschließend staatliche Leistungen im Ankunftszentrum, Bargkoppelstieg 10 – 14, 22145 Hamburg. Danach  stellen Sie  im Grundsicherungs- und Sozialamt des für Ihren Wohnort zuständigen Bezirksamts einen Antrag auf Übernahme der Unterkunftskosten und teilen Sie die tatsächlichen Unterkunftskosten mit. Sie benötigen hierzu einen Nachweis. Sie können z.B. einen Mietvertrag, Untermietvertrag, eine Vermieterbescheinigung oder ein einfaches Schreiben von der Person vorlegen, die Ihnen den privaten Wohnraum zur Verfügung gestellt hat. Aus diesem Schreiben muss hervorgehen, wie hoch die zu zahlenden Unterkunftskosten tatsächlich sind.
Kosten für die Unterkunft und Heizung werden anerkannt, soweit sie angemessen sind. Im Infoblatt für Angemessenheitsgrenzen (hamburg.de) finden Sie die Wertgrenzen.

Weitere Informationen können Sie auch dem Informationsblatt für Schutzsuchende aus der Ukraine entnehmen: Zimmer oder Wohnung mieten in Hamburg.

Wie teuer darf eine Unterkunft maximal sein, damit die Kosten noch als angemessen angesehen und übernommen werden?


(Stand:  12. Mai 2022 00:00  Uhr)

Der deutsche Staat bezahlt nur dann Mieten, wenn sie angemessen sind. Dafür gibt es Obergrenzen, die in vielen Städten unterschiedlich sind. Die Angemessenheitsgrenzen für die Bruttokaltmiete in Hamburg finden Sie in diesem Merkblatt:
Infoblatt für Angemessenheitsgrenzen (hamburg.de)

Wenn Sie im Moment keine Unterkunft haben oder in Kürze aus Ihrer derzeitigen Unterkunft ausziehen müssen, dürfen die in dem Informationsblatt genannten Angemessenheitsgrenzen um bis zu 15 Prozent überschritten werden. 
Weitere Informationen finden Sie hier: 
Ihre Rechte als Mieterin und Mieter - hamburg.de (Informationsflyer auf deutsch und russisch unter „Downloads“ am Ende der Seite)
​​​​​​​Weitere Informationen können Sie auch dem Informationsblatt für Schutzsuchende aus der Ukraine entnehmen: Zimmer oder Wohnung mieten in Hamburg.

Ich bin privat untergebracht. Die Person/ Gastfamilie, bei der ich lebe, möchte, dass ich mich an den Unterkunftskosten beteilige. Was kann ich tun, wenn ich nicht genug Geld habe?


(Stand:  12. Mai 2022 00:00  Uhr)

Sie können sich an solchen Kosten beteiligen und hierfür Geld vom deutschen Staat erhalten.  Voraussetzung ist, dass Sie aufenthaltsrechtlich registriert sind. Wie Sie sich registrieren lesen Sie hier. 
Beantragen Sie zuerst staatliche Leistungen im Ankunftszentrum, Bargkoppelstieg 10 – 14, 22145 Hamburg. Danach  stellen Sie gegebenenfalls  im Grundsicherungs- und Sozialamt des für Ihren Wohnort zuständigen Bezirksamts einen Antrag und teilen Sie die tatsächlichen Unterkunftskosten mit. Sie müssen einen Nachweis erbringen. Sie können z.B. einen Mietvertrag, Untermietvertrag, eine Vermieterbescheinigung oder ein einfaches Schreiben von der Person vorlegen, die Ihnen den privaten Wohnraum zur Verfügung gestellt hat. Aus diesem Schreiben muss hervorgehen, wie hoch die zu zahlenden Unterkunftskosten tatsächlich sind. 
Kosten werden anerkannt, soweit sie angemessen sind. Hier finden Sie die Wertgrenzen.

Weitere Informationen können Sie auch dem Informationsblatt für Schutzsuchende aus der Ukraine entnehmen: Zimmer oder Wohnung mieten in Hamburg.

Ich bin privat bei einer anderen Person/ Gastfamilie untergebracht und soll mich an den Stromkosten und an den Lebensmittelkosten beteiligen. Was kann ich tun, wenn ich nicht genug Geld habe?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Wenn Sie privat aufgenommen wurden und nichts für die Unterkunft selbst zahlen, sich aber an Kosten wie z.B. Strom, Internet oder Lebensmitteln beteiligen sollen (oder wollen), können Sie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beantragen. 

Voraussetzung ist, dass Sie registriert sind. Wie Sie sich registrieren lesen Sie hier. 
Beantragen Sie danach staatliche Leistungen im Ankunftszentrum, Bargkoppelstieg 10 – 14, 22145 Hamburg. Sie bekommen einen pauschalen Betrag, den sogenannten Regelsatz, mit dem Sie alle notwendigen Ausgaben des Alltags für Lebensmittel, Strom, Internet, Telefon, Bekleidung etc. bezahlen können. 

Wo kann ich Möbel, Elektrogeräte und Haushaltsgegenstände bekommen, wenn ich eine Wohnung anmiete?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Schutzsuchende aus der Ukraine, die in Hamburg registriert sind, können beim Fachamt für Grundsicherung und Soziales im zuständigen Bezirksamt, einen Antrag auf eine Pauschale zur Wohnungsausstattung stellen. Die Höhe der Pauschale ist abhängig von der Anzahl der Personen, die in die Wohnung einziehen werden. Grundsätzlich gelten hierfür dieselben Voraussetzungen wie für Hamburgerinnen und Hamburger auch.

Bei folgenden Organisationen können Sie günstig gebrauchte Möbel, Elektrogeräte und Haushaltsgegenstände erwerben:

  • Stilbruch bietet in zwei Filialen in Altona und Wandsbek gebrauchte Möbel, Elektroartikel und Haushaltsartikel zu günstigen Preisen an. 
    https://www.stilbruch.de
  • Der Hafen hilft! e.V. vermittelt Sachspenden an gemeinnützige Organisationen und Initiativen der Flüchtlingshilfe. Die Angebote sind kostenlos und werden von den Spendern auf der Internetseite des Vereins veröffentlicht. Sie können dort auch Gesuche einstellen.
    https://www.der-hafen-hilft.de
  • In Sozialkaufhäusern erhalten Menschen mit geringem Einkommen zu kleinen Preisen ebenfalls Gegenstände zur Wohnungsausstattung: https://www.hamburg.de/sozialkaufhaeuser

Staatliche Leistungen und Finanzen

Welche Leistungen erhalte ich?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Nach der Registrierung können Sie staatliche Unterstützung beantragen. Die Bearbeitung dieser Anträge erfolgt für alle Geflüchteten in der Zentralen Erstaufnahme. Bitte beachten Sie die korrekte Adresse und Öffnungszeiten: Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung / Ankunftszentrum, Bargkoppelstieg 10 – 14, 22145 Hamburg, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 15 Uhr. Mit Wartezeiten ist zu rechnen.

Mit dem Dokument, das Sie dann erhalten, gehen Sie zur Zahlstelle in dem Bezirksamt, in deren Bezirk Ihre Unterkunft liegt. Bitte bringen Sie die Dokumente (Registrierung, Leistungsbewilligung) mit.

Hier finden Sie die Adressen im Internet: Zahlstellen, Bezirksämter Hamburg (Hinweis: Auf der Internetseite wird nach der "Wohnanschrift" gefragt - bitte geben Sie die Straße Ihrer Unterkunft in Hamburg an).

Nach der Erstbewilligung der Leistung wird das Grundsicherungsamt des Wohnortes bzw. Aufenthaltsortes für die laufende Fallbetreuung zuständig. Dies richtet sich nach der Adresse der öffentlichen oder privaten Unterbringung.

Wichtig: Sie können in der Regel nur von dem Tag an Geld erhalten, an dem Sie das erste Mal gegenüber dem deutschen Staat nachweislich deutlich gemacht haben, dass Sie Ihren Lebensunterhalt nicht selbst finanzieren können und staatliche Unterstützung benötigen. Das kann der Tag sein, an dem Sie im Ankunftszentrum waren oder der Tag, an dem Sie online einen Termin für Ihre Antragstellung gebucht haben. Sie können also grundsätzlich keine Leistungen für die Vergangenheit erhalten.

Hinweis: Die Höhe der ausgezahlten Leistungen ist abhängig von der Unterkunftsart. So erhalten zum Beispiel Personen, die in einer Gemeinschaftsunterkunft mit Vollverpflegung untergebracht sind, geringere Geldleistungen, als solche, die sich selbst verpflegen müssen oder privat untergekommen sind.


Wo kann ich ein Konto eröffnen?


(Stand:  14. April 2022 00:00  Uhr)

Ein Konto ist wichtig, denn viele Dinge werden in Deutschland über das Konto bezahlt, darunter Miete, Strom oder Gas. Aber auch um Geld zu bekommen, wie etwa Lohn, Gehalt oder Sozialhilfe, und um es sicher aufzubewahren, ist ein Konto sehr praktisch.

Jede Bank muss Ihnen ein Konto anbieten. Das nennt sich Basiskonto. Die Bank selbst können Sie frei wählen. Unabhängige Informationen finden Sie hier:  https://www.vzhh.de/neu-deutschland-wichtige-hinweise-fuers-ankommen

Hilfreich bei der Kontoeröffnung kann ein Dolmetscher sein, wenn Sie nicht so gut Deutsch oder Englisch sprechen. Wenn Sie ein Konto eröffnen wollen, müssen Sie der Bank Ihre persönlichen Daten wie Name, Wohnort, Geburtsort und Geburtsdatum mitteilen. Auch einen gültigen Ausweis sollten Sie vorlegen können sowie eine Meldebescheinigung.

Mit dem Konto bekommen Sie in der Regel eine Girocard (EC-Karte), mit der Sie in Geschäften bezahlen und an Automaten Bargeld abheben können. Bitte beachten Sie: eine Kreditkarte müssen Sie nicht haben. Sie kommen in den meisten Fällen auch sehr gut ohne aus. Achtung: es gibt auch Firmen, die Ihnen eine teure Kreditkarte anbieten wollen, vor allem im Internet. Bitte prüfen Sie alle Angebote sorgfältig. In Deutschland bietet die Verbraucherzentrale unabhängige Beratung auch in solchen Fragen.

Müssen Schutzsuchende, die in einer städtischen Unterkunft sind, Miete zahlen, wenn sie arbeiten oder über ein anderes Einkommen verfügen?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Ja, Sie müssen in diesem Fall Miete bzw. eine Gebühr zahlen. Wie viel genau erfahren Sie von den Mitarbeitenden in der Unterkunft.

Was bedeuten Lohnsteuer und Einkommenssteuer?


(Stand:  28. März 2022 00:00  Uhr)

Alle Personen, die in Deutschland leben und Einkommen haben, müssen Einkommenssteuer zahlen. Von bestimmten Einkünften (zum Beispiel von Lohnzahlungen (Gehalt)) wird die Einkommensteuer (auch Lohnsteuer genannt) automatisch abgezogen. Darum kümmert sich die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber. Aber es wird nicht das volle Einkommen besteuert. Das bedeutet, dass nicht Ihr gesamtes Einkommen bei der Steuerberechnung berücksichtigt wird.

Wie gestaltet sich das deutsche Sozialversicherungssystem?


(Stand:  28. März 2022 00:00  Uhr)

Die deutsche Sozialversicherung ist ein gesetzliches Versicherungssystem. Sie bietet finanziellen Schutz vor großen Lebensrisiken und deren Folgen wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Alter und Pflegebedürftigkeit. Es gibt fünf Zweige der Sozialversicherung:

  • Die Krankenversicherung übernimmt notwendige Kosten im Krankheitsfall sowie viele Kosten der Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation. Normalerweise sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Wenn Sie selbständig sind, oder Ihr jährliches Arbeitseinkommen höher ist als die Versicherungspflichtgrenze (Stand 2021: 64.350 €), können Sie entscheiden, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten.
  • Die Pflegeversicherung hilft Ihnen, wenn Sie sich aufgrund von Krankheit oder Alter nicht mehr selber versorgen können und auf Pflege angewiesen sind.
  • Die Rentenversicherung zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie in den Ruhestand gehen.
  • Wenn Sie arbeitslos werden, unterstützt Sie die Arbeitslosenversicherung für eine bestimmte Zeit finanziell. Voraussetzung dafür ist, dass Sie in den letzten zwei Jahren mindestens ein Jahr lang versichert waren und weiterhin Arbeit suchen.
  • Die Unfallversicherung trägt alle Kosten bei einem Arbeitsunfall oder bei Berufskrankheiten.

Grundsätzlich sind alle Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig. Das Sozialversicherungssystem wird durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert, in der Regel in gleicher Höhe. Nur die Beiträge zur Unfallversicherung werden vom Arbeitgeber vollständig übernommen. Die Beiträge des Arbeitnehmers werden vom Bruttogehalt abgezogen. Die Arbeitgeberanteile zu den Sozialabgaben werden durch den Arbeitgeber direkt gezahlt.

Weitere Informationen: https://www.germany4ukraine.de/hilfeportal-de/arbeit-und-soziales

Bildung und Schule

Muss mein Kind in die Schule?


(Stand:  12. April 2022 00:00  Uhr)

In Deutschland gilt die Schulpflicht, das betrifft in Hamburg alle geflüchteten Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren. 

Eltern und Sorgeberechtigte können ihre Kinder entweder direkt in den Schulen oder im Schulinformationszentrum (SIZ) (https://www.hamburg.de/bsb/siz) anmelden. Bei der Suche nach einem Schulplatz hilft das Schulinformationszentrum. Dort wird eingeschätzt, in welche Jahrgangsstufe und welche Schule die Kinder oder Jugendlichen eingeschult werden sollen. Die Schulbehörde ermöglicht auch eine unkomplizierte Anmeldung für die Schule per Mail unter schulinformationszentrum@bsb.hamburg.de.

Ein zweisprachiges Informationsblatt speziell für ukrainische Schutzsuchende finden Sie hier: Інформація щодо відвідування школи для українських дітей та підлітків

Allgemeine Informationen für geflüchtete Familien mit Schulkindern (unter anderem in Englisch und Russisch): "Schule in Hamburg verstehen" - Elternratgeber (mehrsprachig).

Die Hamburger Bücherhallen bieten allen Kindern und Jugendlichen eine kostenlose Bücherhallen-Karte an. So können Sie sich Bücher ausleihen, die Ihnen das Lernen erleichtern. Kinder können einfach mit ihren Eltern vorbeikommen und den Leistungsbescheid, den Personalausweis oder den Reisepass, sowie die Meldebestätigung vorzeigen. Mehr Informationen: Angebote der Bücherhallen Hamburg für Geflüchtete aus der Ukraine.

Wie kann eine Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen werden?


(Stand:  30. März 2022 00:00  Uhr)

Schutzsuchende aus der Ukraine, die in Hamburg registriert sind und einen Anspruch auf Sozialleistungen haben, können die Kindertagesbetreuung in Hamburgs Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich gelten hierfür dieselben Voraussetzungen wie für Hamburgerinnen und Hamburger auch. Das bedeutet: In der Regel besteht ein Rechtsanspruch auf eine fünfstündige Betreuung am Tag inkl. Mittagessen für Kinder ab dem ersten Geburtstag, die Kosten werden im Rahmen des regulären Kita-Gutscheinsystems von der Stadt Hamburg übernommen. Eine darüber hinausgehende Betreuung und die damit verbundenen Kosten müssen einzelfallbezogen geprüft werden.

Bevor die Betreuung aufgenommen wird, muss ein Kita-Gutschein beantragt werden. Der Antrag auf Kindertagesbetreuung ist im zuständigen Bezirksamt, Abteilung Kindertagesbetreuung, zu stellen.

Mit dem Kita-Gutschein kann ein Platz in einer Kita in Anspruch genommen werden. Die Anmeldung erfolgt direkt bei einer Kita

Es wird empfohlen, die Anmeldung für einen Kita-Platz dann vorzunehmen, wenn Sie in einer Unterkunft sind, in der Sie mittelfristig bleiben, um zu vermeiden, dass bei einem Wechsel der Unterkunft die Kita gewechselt werden muss und das Kind die schon bekannt gewordene Umgebung und Beziehungspersonen verliert oder lange Wegstrecken entstehen.

Mehrsprachige Informationen unter: https://www.hamburg.de/kitaplatz/

Wo kann ich Deutsch lernen?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Informationen auf Ukrainisch, Russisch und Englisch zu Angeboten, die zum Deutschlernen zur Verfügung stehen, erhalten Sie auf den Seiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Schutzsuchende aus der Ukraine können kostenlos an Integrationskursen teilnehmen. Dazu müssen Sie einen Antrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellen. Die Anträge zur Teilnahme am Integrationskurs richten Sie bitte schriftlich und per Post an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: 

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 
Referat 41A
Sachsenstraße 12+14
20097 Hamburg

Der Antrag auf Zulassung kann auch direkt bei einem Anbieter eines Integrationskurses gestellt werden. Hier sollten Sie Ihren Aufenthaltstitel oder eine Fiktionsbescheinigung vorweisen können. 

Bei Fragen zum Antragsverfahren unterstützen Sie die Anbieter der Integrationskurse. Hierzu sucht man sich am besten einen geeigneten Träger in der Nähe des Aufenthaltsortes. Die Träger finden Sie auch über das BAMF-Navi (deutsch-sprachige Version: https://bamf-navi.bamf.de/de/ bzw. englisch-sprachige Version: https://bamf-navi.bamf.de/en).

Das Hamburg Welcome Center (HWC) unterstützt und berät Sie unter anderem auch bei Fragen zum Thema Deutsch lernen. Nähere Informationen zum Angebot des HWC finden Sie auf https://welcome.hamburg.de/ukraine/.

Sie können sich auch an die „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) wenden: Hier können Sie unter Eingabe von Ortsnamen oder Postleitzahl nach regional zuständigen Anbietern für Migrationsberatung für Erwachsene suchen. 

Das Flüchtlingszentrum berät und unterstützt neu zugewanderte Erwachsene mit ungesichertem bzw. unklarem Aufenthalt auch zu Sprachfördermöglichkeiten. Auf der Website des Flüchtlingszentrums Hamburg finden Sie ausführliche Informationen zu den Beratungsangeboten in verschiedenen Sprachen.

Gesundheit

Ich bin krank. Wie erhalte ich medizinische Unterstützung?


(Stand:  27. April 2022 00:00  Uhr)

Wenn Sie bereits registriert sind, haben Sie Zugang zur medizinischen Versorgung in Deutschland. Sie erhalten eine vorläufige Bescheinigung über die Anmeldung bei der Krankenkasse „AOK Bremen/Bremerhaven“, die drei Monate gültig ist, und können damit einen Arzt oder eine Ärztin beziehungsweise ein Krankenhaus aufsuchen.

Wenn Sie noch nicht registriert sind, haben Sie trotzdem einen Anspruch auf medizinische Versorgung. Bei dringenden medizinischen Notfällen können Sie ins Krankenhaus gehen oder einen Notarzt unter 112 anrufen. Es entstehen Ihnen keine Nachteile, wenn Sie die Registrierung ohne Verschulden noch nicht vornehmen konnten. Die Behandlungskosten werden übernommen. Sie müssen sich im Krankenhaus/beim Arzt mit einem ukrainischen Identitäts- oder Aufenthaltsdokument ausweisen. Die Registrierung bei den Behörden sollten Sie in jedem Fall nach der Behandlung zügig nachholen.

Alle für Sie wichtigen Informationen zur gesundheitlichen Versorgung in Hamburg finden Sie in dem Merkblatt: Was tun, wenn ich krank bin?

Können sich Geflüchtete gegen Corona impfen lassen?


(Stand:  14. März 2022 00:00  Uhr)

Ja. Impfungen mit den in der EU zugelassenen Impfstoffen sind kostenlos an allen Impfstellen möglich. Eine Übersicht gibt es hier: https://www.hamburg.de/corona-impfstationen. Sie brauchen mindestens einen Lichtbildausweis, am besten Ihren Reisepass. Ihren Impfpass benötigen Sie nicht.

Welche Corona-Regelungen gelten aktuell in Hamburg?


(Stand:  9. März 2022 00:00  Uhr)

Alle Informationen zu den aktuellen Corona-Regelungen in Hamburg finden Sie unter hamburg.de/corona, auch in englischer Sprache.

Können ukrainische Schutzsuchende einen kostenlosen Corona-Test machen?


(Stand:  30. März 2022 00:00  Uhr)

Ja. Bürgertestungen (PoC-Antigen- und PCR-Tests) stehen auch den ukrainischen Staatsangehörigen in Deutschland kostenfrei in den Testzentren zur Verfügung: https://www.hamburg.de/corona-schnelltest/. Es reicht die Vorlage des ukrainischen Reisepasses.

Alle für Sie wichtigen Informationen zu Corona-Tests finden Sie in dem Merkblatt: Test auf das Corona-Virus.

Wo kann ich mich in Hamburg impfen lassen?


(Stand:  28. März 2022 00:00  Uhr)

Sie können sich in Arztpraxen oder bei städtischen Angeboten kostenlos impfen lassen. Um einen Impftermin in einer Arztpraxis zu vereinbaren, können Sie in die Praxis gehen oder dort anrufen. Falls Sie noch keine Gesundheitskarte bekommen haben, reicht es, wenn Sie Ihre persönlichen Daten angeben und einen Ausweis vorzeigen. Arztpraxen sind in der gesamten Stadt verteilt. Hier können Sie eine Praxis finden: https://www.kvhh.net/de/physicianfinder.html?name=&location= (deutschsprachiges Portal).
Alle für Sie wichtigen Informationen zu Impfungen in Hamburg finden Sie hier: http://t.hh.de/16035080

Ich bin schwanger. Was ist jetzt für mich wichtig?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Die Sozialbehörde hat für schwangere Ukrainerinnen in Hamburg ein Merkblatt (in Deutsch, Ukrainisch und Russisch) zusammengestellt, auf dem alle wichtigen Informationen zusammengetragen sind.

Ich habe Gewalt erlebt. An wen kann ich mich wenden?


(Stand:  28. März 2022 00:00  Uhr)

In Deutschland gibt es das Hilfetelefon. Sie können immer kostenlos anrufen und können mit einer Frau sprechen, die ihnen weiterhelfen kann: 08000 116016. Im Internet können Sie sich hier über das Hilfetelefon informieren: Startseite: Hilfetelefon (www.hilfetelefon.de).

savîa steps against violence ist ein Projekt, das geflüchtete Menschen persönlich berät, wenn sie häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt oder Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Identität erleben: savîa steps against violence – verikom gGmbH. https://www.verikom.de/gewaltschutz/savia/

Für einen akuten Notfall können Sie sich auch die Nora App (DE / ENG) installieren. Hier finden Sie weitere Informationen, auch auf Ukrainisch: https://www.uvaga.de.

Mir geht es seelisch schlecht. An wen kann ich mich wenden?


(Stand:  18. März 2022 00:00  Uhr)

Sie haben Dinge erleben müssen, die sie nun nicht mehr vergessen können. Mehrsprachige Informationen zu körperlichen Reaktionen auf traumatische Erlebnisse, Übungen und weiterführende Informationen finden Sie zum Beispiel unter Übungen für traumatisierte Flüchtlinge als Soforthilfe (www.refugee-trauma.help) oder unter Traumanetz (https://traumanetz-sachsen.de/wissen/).

Centra, das koordinierende Zentrum für traumatisierte Geflüchtete, bietet Beratung und Vermittlung für erwachsene Geflüchtete: https://centra.hamburg/.

Für traumatisierte Kinder- und Jugendliche bietet die Flüchtlingsambulanz am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Unterstützung und Hilfe.

Die Opferhilfe Hamburg e.V. berät Opfer von Gewalt zu Trauma und Traumafolgen: https://opferhilfe-hamburg.de/.

Eltern von traumatisierten Kindern und Jugendlichen, die Rat brauchen, können in diesem Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) Informationen finden.

Ich bin pflegebedürftig oder behindert. An wen kann ich mich wenden?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Die „Bundeskontaktstelle für Geflüchtete aus der Ukraine mit Behinderungen und / oder Pflegebedarf“ informiert rund um das Thema Flucht und Behinderung / Pflegebedarf im Internet und an einer Hotline. 

Hilfe im Alltag

Welche Unterstützung bietet das Hamburg Welcome Center?


(Stand:  27. April 2022 00:00  Uhr)

Das Hamburg Welcome Center hilft Ihnen in folgenden Fällen:

  • Ich habe eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Fiktionsbescheinigung mit Arbeitsmarktzugang. Was sind die nächsten Schritte?
  • Ich kann noch kein Deutsch sprechen. Wie finde ich einen Deutschkurs?
  • Ich suche eine Arbeit oder eine Ausbildung.
  • Ich möchte meine ausländischen Abschlüsse anerkennen lassen.

Weitere Informationen: Informationen für Menschen aus der Ukraine

Welche Angebote der Migrationsberatung stehen zur Verfügung?


(Stand:  27. April 2022 00:00  Uhr)

Neu zugewanderte Erwachsene aus der Ukraine können sich an die „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) und Jugendliche (12-27 Jahre) an die Jugendmigrationsdienste (JMD) wenden. Diese Dienste beraten und unterstützen kostenfrei und unabhängig. Beraten wird zu einer Vielzahl alltäglicher Fragen - unter anderem zu Wohnen, Kinderbetreuung/Schule, Gesundheit, Sprachkursen und Arbeit/Ausbildung.

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge können Sie unter Eingabe von Ortsnamen oder Postleitzahl nach regional zuständigen Anbietern für Migrationsberatung für Erwachsene oder Jugendmigrationsdienste (12-27 Jahre) finden. 

Das Flüchtlingszentrum berät und unterstützt neu zugewanderte Erwachsene mit ungesichertem bzw. unklarem Aufenthalt.  Unter Flüchtlingszentrum Hamburg (fz-hh.de) finden Sie ausführliche Informationen zu den Beratungsangeboten in verschiedenen Sprachen.

Eine Liste der Beratungsstellen finden Sie auch  hier.

Darüber hinaus gibt es auch Online -Angebote der Migrationsberatung:

Wo kann ich kurzfristig Kleidung bekommen?


(Stand:  28. März 2022 00:00  Uhr)

Kleidung erhalten Sie unter anderem in den Erstaufnahmeeinrichtungen sowie in Hamburger Kleiderkammern. Zu den Einrichtungen und Öffnungszeiten siehe hier: https://www.hamburg.de/beratung-hilfen/3124330/kleiderkammern/

Mobilität

Anreise: Welche Verkehrsmittel kann ich in Deutschland und Hamburg nutzen?


(Stand:  11. April 2022 00:00  Uhr)

Menschen, die aus der Ukraine fliehen, können kostenlos die Angebote der Deutschen Bahn sowie den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland nutzen. Bei Kontrollen genügt ein ukrainischer Pass oder ein Personaldokument. Diese Regelung schließt auch Geflüchtete anderer Nationalitäten ein, die aufgrund des Krieges aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind. Kinder unter 18 Jahren benötigen kein Ausweisdokument. Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. Mai 2022.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Bahn (Help Ukraine (bahn.de)) und des Hamburger Verkehrsverbundes. (hvv - Freie Fahrt im hvv: Unterstützung für alle Geflüchteten aus der Ukraine).

Ist das ukrainische Auto versichert?


(Stand:  28. März 2022 00:00  Uhr)

Die deutschen Versicherungen übernehmen Kosten für Schäden (zum Beispiel bei einem Unfall) von ukrainischen Autos in Deutschland, auch wenn sie nicht hier versichert sind. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.gdv.de/de/themen/news/versicherer-helfen-den-kriegsopfern-in-der-ukraine-83440

Führerschein: Ich habe einen Führerschein, der in der Ukraine ausgestellt wurde. Kann ich meinen Führerschein auch in Deutschland nutzen?


(Stand:  29. März 2022 00:00  Uhr)

Ja, Sie können Ihren Führerschein ab dem Tag Ihrer Einreise für sechs Monate in Deutschland nutzen.

Zulassung meines Kraftfahrzeugs: Ich habe ein Auto, welches in der Ukraine zugelassen wurde. Darf ich dieses auch in Deutschland fahren?


(Stand:  29. März 2022 00:00  Uhr)

Ja, Sie können Ihr in der Ukraine zugelassenes Auto ab dem Tag Ihrer Einreise in die Europäische Union (EU) für 12 Monate auch in Deutschland fahren. Danach ist eine Umschreibung nach Hamburg mit erforderlichen Dokumenten notwendig.

Tiere

Kann ich mit meinem Hund oder meiner Katze nach Hamburg einreisen?


(Stand:  22. März 2022 00:00  Uhr)

Ja. Sie können ohne vorherige Genehmigung mit ihrem Haustier einreisen, auch wenn die notwendigen Papiere fehlen oder der Impfstatus unklar ist.

Sie müssen Ihre Haustiere aber umgehend der zuständigen Behörde in Hamburg melden. Schicken Sie eine E-Mail an veterinaerwesen@justiz.hamburg.de, um eine nachträgliche Genehmigung und weitere Informationen zu erhalten.

Bitte beachten Sie: Haustiere dürfen nicht mit in Unterkünfte der Stadt genommen werden. Menschen, die ihre Hilfe anbieten und Tiere aufnehmen möchten, sollten sich direkt an den Hamburger Tierschutzverein wenden. Von dort wird das weitere Vorgehen koordiniert: HTV-Ukraine@hamburger-tierschutzverein.de.

Siehe dazu Hinweisblatt für die Einreise mit Tieren aus der Ukraine.

Bei Einreise mit einem Hund sind darüber hinaus die Regelungen nach dem in Hamburg geltenden Hundegesetz (Ausführungen unter https://www.hamburg.de/hundegesetz/) sowie die des Hundeverbringungs- und –einfuhrbeschränkungsgesetzes zu beachten. Handelt es sich um einen gefährlichen Hund der Rassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie um Kreuzungen und Hunde, bei denen nach dem Hamburger Hundegesetz Gefährlichkeit vermutet wird (siehe § 2 Abs. 1 Hundeverbringungs- und –einfuhrbeschränkungsgesetz), bedarf es bei einem längeren Aufenthalt als 4 Wochen im Inland einer Genehmigung entsprechend § 2 Abs. 3 Hundeverbringungs- und -einfuhrverordnung zum befristeten Aufenthalt. Entsprechende Anträge sind bei den örtlich zuständigen Fachämtern für Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt der Bezirke zu stellen. Die zuständige Behörde können Sie über folgenden Link im Behördenfinder ausfindig machen: https://www.hamburg.de/behoerdenfinder/hamburg/11724754/.

Allgemeine Informationen

Sie suchen Informationen zum Schutz von Kindern, die ohne ihre Eltern geflüchtet sind?


(Stand:  16. März 2022 00:00  Uhr)

Wenn Sie bei Ihrer Flucht aus der Ukraine auch Kinder von Verwandten, Freunden oder Nachbarn mit nach Deutschland genommen haben oder Sie aus Deutschland in die Ukraine gereist sind, um ein Kind eines Verwandten oder Freundes abzuholen und es bei sich zu Hause in Hamburg aufzunehmen, finden Sie hier wichtige Informationen und Beratungsstellen: https://www.hamburg.de/ukraine/kinder-ohne-eltern.

Welche Hotlines für Schutzsuchende aus der Ukraine empfiehlt die Stadt Hamburg im Ausland?


(Stand:  23. März 2022 00:00  Uhr)

Die Stabsstelle Flüchtlinge und übergreifende Aufgaben der Stadt Hamburg empfiehlt folgende Hotlines für Schutzsuchende aus der Ukraine:

  • aus der Ukraine: 0800 504 562
  • europaweit: +800 38 38 38 00
  • aus Bulgarien: +800 11 84 979

Die Hotline ist kostenlos.

Ich habe den Kontakt zu meiner Familie in der Ukraine verloren. Wo erhalte ich Hilfe?


(Stand:  9. März 2022 00:00  Uhr)

Wenden Sie sich bitte an den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Im Internet: www.drk-suchdienst.de; telefonisch: +4989-680773-111.

Wo erhalte ich Informationen zur aktuellen Lage in der Ukraine?


(Stand:  12. April 2022 00:00  Uhr)

Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes finden Sie Informationen zur aktuellen Lage in der Ukraine: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/UKR

Die Münchner Stadtbibliothek hat zudem eine Übersicht über verlässliche Informationsquellen zur Lage in der Ukraine zusammengestellt: https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/ukraine

Ich habe Kriegsverbrechen gesehen oder erlebt. An wen kann ich mich wenden?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Kriegsverbrechen können in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden, auch wenn sie durch Ausländer außerhalb von Deutschland begangen wurden. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz hierzu.

Wo finde ich Beratung und Hilfe zum Schutz vor Ausbeutung und Menschenhandel?


(Stand:  19. Mai 2022 00:00  Uhr)

Menschenhandel liegt vor, wenn andere Menschen die wirtschaftliche Not oder die Hilflosigkeit der Betroffenen ausnutzen und - unter Vorspiegelung falscher Tatsachen/Versprechen – diese zwingen, für sie unter ausbeuterischen Bedingungen zu arbeiten.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass Geflüchtete sowie Multiplikatoren über ihre Rechte sowie kostenlose Beratungsangebote in Hamburg und bundesweit informiert werden.

Auf der Seite der Sozialbehörde finden Sie sämtliche Informationen hierzu.

(ukrainische Seite: Захист від експлуатації та торгівлі людьми: - hamburg.de )

(russische Seite : Защита от эксплуатации и торговли людьми - hamburg.de )

Ich überlege in die Ukraine zurückzukehren. Kann mich jemand hierzu beraten?


(Stand:  5. Mai 2022 00:00  Uhr)

Sie befinden sich in einer schwierigen Entscheidungssituation. Das Flüchtlingszentrum der Sozialbehörde berät Sie zu allen Aspekten einer Rückkehr, sodass Sie eine tragfähige Entscheidung treffen können.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch