Reisen

Wohin darf ich reisen und was bedeutet die aktuelle Reisewarnung?

(Stand: 02.11.2020, 16:10 Uhr)

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland, denn die Ausbreitung von Corona führt weiterhin in vielen Ländern zu teilweise drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens, wie zum Beispiel Ausgangssperren.

Bei Reisewarnungen handelt es sich um einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, nicht um ein Reiseverbot. Reisende entscheiden in jedem Fall in eigener Verantwortung, ob sie eine Reise antreten.

Eine Liste der Länder, für die laut Robert Koch-Institut (RKI) eine Reisewarnung besteht, finden Sie hier: Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete.

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Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?

(Stand: 04.12.2020, 11:15 Uhr)

Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor Einreise nach Hamburg in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich nach Einreise für mindestens 5 Tage in Quarantäne begeben und grundsätzlich vor Einreise das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren. Die Meldung müssen alle Einreisenden und Rückkehrenden vornehmen – unabhängig von der Art der Einreise, per Flugzeug, Bahn oder Auto. Sie kann über ein digitales Meldeformular "Meldung (nach) Einreise aus einem Risikogebiet" erfolgen, auch per Mobilgerät. Über diesen Online-Dienst kann auch ein bereits vorliegendes, negatives Testergebnis hochgeladen oder abfotografiert und auf diese Weise an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden. Auch eine sogenannte "Aussteigekarte" gilt als Dokumentation der Einreise.

Frühestens nach Ablauf der 5 Tage Quarantäne ist bis zum 15.12.2020 ein kostenloser Test möglich (Testzentrum am Hbf/ZOB oder in Arztpraxen nach telefonischer Rückfrage, ob eine Testung möglich ist). Ab dem 16.12.2020 ist dieser Test kostenpflichtig und nicht mehr am Hbf/ZOB möglich. Falls 5 Tage nach Einreise kein Test durchgeführt wurde, gilt eine Quarantäne von 10 Tagen. Falls nach frühestens 5 Tagen ein Test durchgeführt wurde, kann die Quarantäne bei einem negativen Testergebnis ab dem Vorliegen des Testergebnisses vor dem Ablauf der 10 Tage von der Person selbstständig aufgehoben werden. Das Testergebnis ist mindestens 14 Tage aufzubewahren.

Ausnahmen gelten laut § 36 für Reiserückkehrer, die in einem Risikogebiet im Urlaub waren, mit dem der Bund eine bestimmte Vereinbarung getroffen hat, in dem keine besondere Infektionslage besteht und zu dem das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausgesprochen hat. Informationen vom Auswärtigen Amt finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise. Für diese gilt wie bisher: Test in Herkunftsland oder bei Einreise, bei negativem Testergebnis Beendigung der Quarantäne. Das Attest muss sich auf eine PCR-Testung stützen, die zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter ist als 48 Stunden. Das Attest ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren. Das RKI weist die Länder aus, aus welchen qualitätsgesicherte Tests in Deutschland anerkannt werden. Ist das Land, aus dem Sie einreisen, nicht auf dieser Liste, können Sie den Test erst in Deutschland vornehmen lassen.

Risikogebiete sind ausländische Gebiete mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus. Das RKI weist die Risikogebiete tagesaktuell aus. Die Ausweisung von Risikogebieten wird anhand der epidemiologischen Lage regelmäßig aktualisiert. Entscheidend ist die Lage zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland. Gebiete in Deutschland mit einer hohen Zahl an Corona-Fällen (sogenannte Hochinzidenzgebiete) sind keine Risikogebiete nach den Empfehlungen des RKI. Eine kurzzeitige Anwesenheit in einem Risikogebiet, zum Beispiel bei einer Pause im Rahmen einer Durchreise, gilt nicht als Aufenthalt und führt nicht zu einer Quarantänepflicht.

Bitte beachten: Die Ausnahme von der Quarantäne gilt nur, wenn Sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen. Treten binnen 14 Tagen nach Einreise Symptome auf, wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses wird das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Unter folgendem Link können Sie bei Eingabe der Postleitzahl ermitteln, welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist https://tools.rki.de/PLZTool.

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Welche Hygienemaßnahmen gelten bei Reisen?

(Stand: 02.11..2020, 16:10 Uhr)

Die allgemeinen Hygienemaßnahmen gelten auch in Flughäfen, Bahnhöfen, Zügen, Bussen und Flugzeugen. So gilt es beispielsweise eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten sowie Gruppenbildungen zu vermeiden.

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Wo finde ich Hilfe, wenn ich Probleme mit einer Reisestornierung habe? 

(Stand: 02.11.2020, 16:10 Uhr)

Die Verbraucherzentrale in Hamburg (VZHH) stellt Informationen zum Thema Reisen und Stornierungen online auf ihrer Seite Urlaub buchen trotz Corona? zur Verfügung. Die VZHH bietet hierzu auch Beratungsmöglichkeiten vor Ort oder per Telefon.

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Wie verhalte ich mich, bis mein Testergebnis vorliegt?

(Stand: 02.11.2020, 14:50 Uhr)

Bis Sie Ihr Testergebnis erhalten, begeben Sie sich bitte in eine freiwillige häusliche Quarantäne. Das heißt: zuhause bleiben und alle Kontakte meiden. Das betrifft auch alle Ihre Familienmitglieder, mit denen Sie zuhause leben - wenn Sie sich nicht räumlich innerhalb der Wohnung oder des Hauses zurückziehen können.

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Habe ich Anspruch auf Entschädigung wegen eines Verdienstausfalls durch eine Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet?

(Stand: 02.11.2020, 16:15 Uhr)

Ein Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz für einen Verdienstausfall für die Zeit der Quarantäne besteht nicht.

Arbeitgeber sollten Beschäftige darauf hinweisen, dass sie sich vor einer geplanten Urlaubsreise ins Ausland, während des Aufenthaltes im Ausland und rechtzeitig vor der Rückkehr über die geltenden Quarantänebedingungen und über die aktuellen Risikogebiete informieren, um Tätigkeitsausfälle zu vermeiden. Dabei sollte auch auf die arbeitsrechtliche Situation hingewiesen werden.

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Welche Regeln gelten für Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze?

(Stand: 02.11.2020, 00:00 Uhr)

Übernachtungsangebote in Hamburger Beherbergungsbetrieben, in Ferienwohnungen, auf Campingplätzen und in vergleichbaren Einrichtungen dürfen nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke angeboten werden.

Das heißt: Touristen dürfen in Hamburg nicht mehr übernachten.

  • Die allgemeinen Hygienevorgaben müssen eingehalten werden. Dazu zählt unter anderem die Einhaltung des Abstandsgebots.
  • Gäste müssen zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionswegen ihre Kontaktdaten dem Betreiber mitteilen.
  • Der Betrieb von Saunas und Whirlpools ist verboten.
  • Schlafsäle für mehr als vier Personen sind verboten.
  • Für Reisende aus dem Ausland gelten die Bestimmungen der §§ 35 und 36 der Verordnung.
  • Für anwesende Personen gilt in geschlossenen Räumen mit Ausnahme des Beherbergungszimmers eine Maskenpflicht nach § 8. Die Mund-Nasen-Bedeckungen dürfen während des Verweilens auf Sitzplätzen abgelegt werden.
  • Gäste dürfen im Hotelzimmer die Mund-Nasen-Bedeckung ablegen.

Hinweis: Touristen, die bereits vor dem 2. November in einem Hotel oder anderen Beherbergungsbetrieben übernachten, müssen die Beherbergung oder Miete beenden, sobald sichergestellt ist, dass die Gäste abreisen können.

Zu den Maßnahmen siehe §16 der Rechtsverordnung vom 30. Juni 2020

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Darf ich als Hamburgerin oder Hamburger noch Verwandte und Freunde in anderen Bundesländern besuchen?

(Stand: 02.11.2020, 00:00 Uhr)

Ein grundsätzliches Ein- oder Ausreiseverbot gibt es nicht. Bürgerinnen und Bürger werden aber dringend aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. 

Beachten Sie bitte, dass touristische Übernachtungen nicht gestattet sind. Es gelten grundsätzlich die Regeln des Bundeslandes, in dem Sie sich aufhalten. 

Siehe auch § 16 der Rechtsverordnung.

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Muss ich als Hamburgerin oder Hamburger nach einem Aufenthalt innerhalb Deutschlands in einem Gebiet mit hohen Corona-Fallzahlen (Inzidenz höher als 50) in Quarantäne?

(Stand: 02.11.2020, 16:20 Uhr) 

Nein. Achten Sie aber während ihres Aufenthaltes dort bitte auf die Einhaltung der Regeln, die für Ihr Reiseziel gelten.

Für Rückkehrende aus ausländischen Gebieten siehe Frage: Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?

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Gilt das Beherbergungsverbot in Hamburg auch für Geschäftsreisende und nicht touristische Reisende aus Risikogebieten?

(Stand: 02.11.2020, 16:30 Uhr)

Nein. Personen, die keinen touristischen Aufenthaltszweck haben (zum Beispiel Geschäftsreisende, Regelung familiärer Angelegenheiten, Betreuung hilfsbedürftiger Personen oder die Ausübung von Betreuungsvollmachten, Aufenthalt zur Inanspruchnahme medizinischer Behandlung und die Begleitung durch Angehörige) sind von dem Beherbergungsverbot ausgenommen.

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Ich komme von einer beruflichen Reise oder einer Reise aus Studiengründen zurück bzw. reise aus diesen Gründen ein: Was muss ich beachten?

(Stand: 23.11.2020, 15.30 Uhr)

Grundsätzlich gilt bei einer Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet eine Quarantänepflicht gemäß § 35 der Eindämmungsverordnung. Ausnahmen gelten gemäß §36 der Eindämmungsverordnung, wenn es sich um Reisen handelt, die für die Berufsausübung, das Studium oder die Ausbildung zwingend notwendig sind.

  1.  Ausnahme für Grenzgänger und Grenzpendler (§ 36 Abs. 2 Nr. 3 der Eindämmungsverordnung) 
    Sie reisen regelmäßig berufsbedingt ins Ausland und kehren mindestens ein Mal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurück (Grenzpendler), oder haben in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz und begeben sich zwingend notwendig zum Zweck Ihrer Berufsausübung, Ihres Studiums oder Ihrer Ausbildung regelmäßig in die Freie und Hansestadt Hamburg und kehren mindestens ein Mal wöchentlich an Ihren Wohnsitz zurück (Grenzgänger). 
    Beispiel: Ihr Arbeitsort befindet sich in der Schweiz und Sie müssen unter der Woche zwingend an Ihrem Arbeitsplatz anwesend sein, an den Wochenenden kehren Sie jeweils nach Hamburg zurück. Oder: Sie studieren in Hamburg und müssen von Di-Do zwingend vor Ort im Labor arbeiten, den Rest der Woche verbringen Sie an Ihrem Wohnsitz in Dänemark. 
    In diesen Fällen muss die zwingende Notwendigkeit der Reise sowie die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung bescheinigt werden. Sie müssen dann bei der Einreise nach Hamburg weder einen negativen Test vorweisen noch eine Quarantäne einhalten. 
  2.  Ausnahme für einmalige oder unregelmäßige zwingend notwendige Reisen zu Berufs-, Studien oder Ausbildungszwecken (§ 36 Abs. 3 Nr. 4 der Eindämmungsverordnung)
    Sie müssen berufsbedingt bis zu fünf Tage unregelmäßig bzw. an verschiedene Orte reisen. In diesen Fall gilt für Sie, dass die zwingende Notwendigkeit durch die Arbeitgeberin, den Arbeitgeber, die Auftraggeberin, den Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen ist. Außerdem müssen Sie ein negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus mit sich führen. Die zu Grunde liegende Testung darf entweder höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein oder muss bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden. Eine Quarantäne müssen Sie bei Vorlage eines negativen Testergebnisses nicht einhalten. 

Zu weiteren Ausnahmen siehe: § 36 der Eindämmungsverordnung

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