Corona-Tests

Wie verhalte ich mich, wenn ich glaube, an COVID-19 erkrankt zu sein?

(Stand 30.09.2020, 17:00 Uhr) 

Erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger mit Symptomen wie Fieber, Husten, Atemwegsbeschwerden oder dem Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns ist der telefonische Kontakt zum Hausarzt. 

Bei schweren Erkältungssymptomen und allen anderen Erkrankungen, die eine dringende ärztliche Behandlung oder Beratung erforderlich machen oder wenn sie keine Praxis aufsuchen können (zum Beispiel bei Immobilität) können Sie den Arztruf Hamburg anrufen: 116117.

Der Hausarzt oder der Arztruf entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden soll und begleiten Sie durch das Testverfahren. Dort erfahren Sie auch, wie Sie das Testergebnis erhalten. Ein Test wird in der Regel nach Vorgaben des RKI in den folgenden Fällen durchgeführt:

  • Symptome: Wenn Sie akute Krankheitsanzeichen wie etwa Kurzatmigkeit oder Atemnot haben (Erkrankung der Atemwege) und/oder den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns feststellen oder
  • Kontakt: Wenn Sie in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde und sie bei sich COVID-19-typischen Symptomen egal welcher Schwere (www.rki.de/covid-19-steckbrief) feststellen oder
  • Pflegeeinrichtung/Krankenhaus: Wenn es klinische oder radiologische Hinweise auf eine durch ein Virus verursachte Lungenentzündung (virale Pneumonie) gibt und ein Zusammenhang mit einer Häufung von Lungenentzündungen in einer Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus besteht.

Der Arzt oder die Ärztin bespricht das weitere Vorgehen mit Ihnen. Ist ein Test gemacht worden, sollten bis zum Erhalt des Ergebnisses dringend Kontakte zu anderen vermieden werden und wenn irgend möglich das zu Hause nicht verlassen werden. Zudem sollte die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachtet werden.

Personen, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt COVID-19-Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt ihres Bezirks oder bei der Corona-Hotline der Gesundheitsbehörde unter 040/428 284 000 (Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr). An den Wochenenden ist die Hotline samstags und sonntags von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen:  Flussschema des RKI, Sozialbehörde, Aktuelle Hinweise zum CoronavirusInformationen für Patienten zum Corona-Virus (Kassenärztliche Vereinigung)Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger des RKI

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Wie verhalte ich mich, wenn ich persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der COVID-19 nachgewiesen wurde? 

(Stand 28.10.2020, 14:30 Uhr) 

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der Corona im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden und sich zusätzlich vorsorglich selbst in eine freiwillige Quarantäne zu begeben, das heißt zuhause bleiben, Kontakte meiden und eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Das Gesundheitsamt entscheidet über die Dauer der Quarantäne.

Für Kontaktpersonen ersten Grades besteht ab sofort ein Anspruch auf eine kostenlose Testung. Es muss von einem behandelnden Arzt einer SARS-CoV-2-positiven Person oder von dem zuständigen Gesundheitsamt festgestellt werden, dass eine Person Kontaktperson der Kategorie 1 ist. Die Testung kann zum einen nach Anordnung durch das Gesundheitsamt im Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof durchgeführt werden. Zum anderen ist eine Testung bei Hausärzten möglich – hierfür muss zuvor telefonischer Kontakt aufgenommen werden. Für die Testung kann die Quarantäne unterbrochen werden. Von einer Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittels wird dringend abgeraten. Wichtig: Ein negativer Test befreit nicht von der Quarantänepflicht! Hintergrund ist, dass das Testergebnis nur eine Momentaufnahme ist und eine spätere Erkrankung nicht ausgeschlossen werden kann.

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Kann ich einen kostenlosen Corona-Test machen?

(Stand: 15.09.2020, 10.00 Uhr)

Kostenlose Corona-Tests werden für folgende Situationen angeboten:

  • Sie haben Corona-Symptome (zum Beispiel Husten, Fieber, Verlust des Geschmacksinns).  Wählen Sie den Arztruf 116117 oder nehmen Sie telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf.
  • Das Gesundheitsamt hat einen Test angeordnet. Es wird mit Ihnen besprechen, wie die Testung erfolgt. 
  • Sie sind aus einem Risikogebiet zurückgekehrt. Für Sie ist ein Corona-Test verpflichtend! Als Flugreisender können Sie direkt nach Ankunft das Testzentrum am Hamburger Flughafen aufsuchen.  Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Corona-Testzentrum auf der Website des Hamburg Airports: https://www.hamburg-airport.de/de/corona_testzentrum.php
    Wenn Sie mit anderen Verkehrsmitteln eingereist sind, melden Sie sich bei Ihrem Gesundheitsamt. Dieses bespricht mit Ihnen die Möglichkeiten, wo sie sich testen lassen können. Bis zu einer Negativtestung besteht eine Quarantänepflicht! Weitere Informationen finden Sie unter der Frage Werden in Hamburg sogenannte Negativ-Testungen durchgeführt?
  • Sie sind Beschäftigte in Wohn-Pflege-Einrichtungen, Kindertagesstätten, Schulen, voll- oder teilstationären Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie ambulanten Diensten der Eingliederungshilfe. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder den betriebsmedizinischen Dienst. 
  • Vor der Aufnahme in ein Krankenhaus, Pflegeheim oder einer Einrichtung der Behindertenhilfe ist ein Test verpflichtend und kostenlos. Bitte informieren Sie sich dort über die Möglichkeiten, den Test durchzuführen.

Corona -Tests aus anderen Gründen sind keine Kassenleistung, sondern müssen privat bezahlt werden.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Hamburg-Harburg bietet auf privaten Wunsch Corona-Tests an. Per Telefon über die Leitstelle des Deutschen Roten Kreuzes können sich Privatpersonen für einen zeitnahen Test anmelden - auch unabhängig von akuten Symptomen. Um einen Termin für einen Corona-Test zu bekommen, rufen Interessierte die Telefonnummer 040 / 554449222 an. Die Anrufe werden in der DRK-Leitstelle in Wandsbek angenommen und es wird ein Termin für den Test vereinbart. Die Privatpersonen fahren mit dem eigenen PKW zur Abstrichentnahme. Wer nicht auf ärztliche Verordnung hin getestet wird, muss die Kosten für die Speichel-Abstrichentnahme und die Laboruntersuchung allerdings selbst tragen. Diese belaufen sich auf insgesamt 93 Euro. Der Test findet unter Einhaltung strenger Hygieneregeln in einer Sammelstelle statt. Etwa 24 bis 48 Stunden nach der Abstrichnahme kann die getestete Person das Ergebnis mit einem QR-Code auf der Website einsehen oder über die Corona-Warn-App mit dem Smartphone abrufen. 

Mehr Informationen: https://www.drk-harburg.hamburg/meldungen-details/informationen-zu-corona.html

Eine grafische  Übersicht über die verschiedenen Corona-Testmöglichkeiten in Hamburg finden Sie hier: 

Übersicht der Corona-Testmöglichkeiten


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Wie verhalte ich mich, bis mein Testergebnis vorliegt?

(Stand: 23.10.2020, 08:30 Uhr)

Bis Sie Ihr Testergebnis erhalten, begeben Sie sich bitte in eine häusliche Isolation. Das heißt: zuhause bleiben und alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte meiden. Das betrifft auch alle Ihre Familienmitglieder, mit denen Sie zuhause leben - wenn Sie sich nicht räumlich innerhalb der Wohnung oder des Hauses zurückziehen können.

Für Einreisende und  Reiserückkehrer gilt: Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Hamburg in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich in Quarantäne begeben und umgehend das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren. Für sie ist ein Corona-Test verpflichtend. Die Meldung müssen alle Hamburgerinnen und Hamburger vornehmen – unabhängig von der Art der Einreise, per Flugzeug, Bahn oder Auto. 

Sie können sich als Einreisender aus einem Risikogebiet über das digitale Meldeformular "Meldung (nach) Einreise aus einem Risikogebiet" melden, auch per Mobilgerät. Dieser Weg wird von den Behörden empfohlen; über diesen Online-Dienst kann auch ein bereits vorliegendes, negatives Testergebnis hochgeladen oder abfotografiert und auf diese Weise an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden.

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Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?

(Stand: 28.10.2020, 14:30 Uhr)

Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise nach Hamburg in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich in Quarantäne begeben und umgehend das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren. Für sie ist ein Corona-Test verpflichtend. Die Meldung müssen alle Hamburgerinnen und Hamburger vornehmen – unabhängig von der Art der Einreise, per Flugzeug, Bahn oder Auto. Sie kann künftig über ein digitales Meldeformular "Meldung (nach) Einreise aus einem Risikogebiet" erfolgen, auch per Mobilgerät. Dieser Weg wird von den Behörden empfohlen; über diesen Online-Dienst kann auch ein bereits vorliegendes, negatives Testergebnis hochgeladen oder abfotografiert und auf diese Weise an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden.

Risikogebiete sind Gebiete mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Das RKI weist die Risikogebiete tagesaktuell aus. Die Ausweisung von Risikogebieten wird anhand der epidemiologischen Lage regelmäßig aktualisiert. Entscheidend ist die Lage zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland. Gebiete in Deutschland mit einer hohen Zahl an Corona-Fällen (sogenannte Hochinzidenzgebiete) sind keine Risikogebiete nach den Empfehlungen des RKI.

Eine kurzzeitige Anwesenheit in einem Risikogebiet, zum Beispiel im Rahmen einer Durchreise, gilt nicht als Aufenthalt. Sie müssen sich also nicht in Quarantäne begeben, wenn Sie nur zur Durchreise in einem Risikogebiet waren. Ein Aufenthalt (zum Beispiel Kaffeepause oder Toilettengang), bei dem es nur zu einem kurzzeitigen Kontakt mit der dortigen Bevölkerung gekommen ist, ist daher erlaubt.

Ausnahmen von der Quarantäne gelten für Personen, die über ein ärztliches Zeugnis (das ist das vom Laborarzt unterschriebene Testergebnis) in deutscher oder in englischer Sprache verfügen, wonach keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen. Das Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter ist als 48 Stunden. Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren.

Das RKI weist die Länder aus, aus welchen qualitätsgesicherte Tests in Deutschland anerkannt werden. Ist das Land, aus dem Sie einreisen, nicht auf dieser Liste, können Sie den Test erst in Deutschland vornehmen lassen.

Die Quarantäne kann nur durch ein negatives Testergebnis vorzeitig aufgehoben werden. Wir empfehlen Ihnen trotz Test eine Woche in Quarantäne zu bleiben und gegebenenfalls einen zweiten Test zu machen.

Bitte beachten: Die Ausnahme von der Quarantäne gilt nur, wenn Sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen. Treten binnen 14 Tagen nach Einreise Symptome auf, wenden Sie sich unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses wird das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen.

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Kann ich einen Negativ-Test vorweisen, um bei der Einreise in Deutschland nicht in Quarantäne zu müssen?

(Stand: 09.07.2020, 13:15 Uhr)

Ausnahmen von der Quarantäne gelten für Personen, die über ein ärztliches Zeugnis (das ist das vom Laborarzt unterschriebene Testergebnis) in deutscher oder in englischer Sprache verfügen, wonach keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen. Das Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter ist als 48 Stunden. Das ärztliche Zeugnis ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren.

Folgende Liste des RKI weist die Länder aus, aus welchen qualitätsgesicherte Tests in Deutschland anerkannt werden: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html. Ist das Land, aus welchem Sie einreisen nicht auf dieser Liste, können Sie den Test erst in Deutschland vornehmen lassen.

Bitte beachten: Die Ausnahme von der häuslichen Isolation gilt nur, wenn Sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen. Treten binnen 14 Tagen nach Einreise Symptome auf, wenden Sie sich unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses wird das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen.

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Werden in Hamburg sogenannte Negativ-Testungen durchgeführt?

(Stand: 15.09.2020, 10:00 Uhr)

Für Einreisende und Reiserückkehrer aus Risikogebieten besteht die Verpflichtung, sich auch nach der Einreise in Deutschland unter Quarantänebedingungen testen zu lassen. Wer mit dem Flugzeug aus einem Risikogebiet nach Hamburg zurückkehrt, kann sich am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen. Die Reisenden werden  vor Ort auf die Testmöglichkeit hingewiesen. Der Test kann dann sofort erfolgen. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Corona-Testzentrum auf der Website des Hamburg Airports Corona-Testzentrum auf der Website des Hamburg Airports

Bis zum Ergebnis des Tests müssen sich Reisende nach Hause in Quarantäne begeben. Die Tests sind verpflichtend und kostenlos. Eine Wiederholung des Tests nach einer Woche wird aufgrund der Inkubationszeit des Coronavirus dringend empfohlen. Bei negativem Testergebnis entfällt die Pflicht zur Quarantäne. Besondere Bedingungen können für die Berufsausübung in bestimmten Tätigkeitsbereichen gelten (zum Beispiel Tätigkeiten in Einrichtungen des Gesundheitswesens). Bitte informieren Sie sich über Ihren Arbeitgeber.

Siehe hierzu auch Grafik zur Frage Kann ich einen kostenlosen Corona-Test machen?

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Welche Tests aus dem Ausland werden anerkannt / welche nicht?

(Stand 23.07.2020, 12.00 Uhr)

Folgende Liste des RKI weist die Länder aus, aus welchen qualitätsgesicherte Tests in Deutschland anerkannt werden: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html. Ist das Land, aus welchem Sie einreisen, nicht auf dieser Liste, können Sie den Test erst in Deutschland vornehmen lassen.

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Gibt es Selbsttests/Schnelltests, die anerkannt werden?

(Stand 23.07.2020, 12.00 Uhr)

Im Internet sind diverse Angebote für Schnelltests bzw. Selbsttests verfügbar. Derzeit liegen jedoch keine belastbaren Informationen darüber vor, wie aussagekräftig diese Tests sind. Daher wird zurzeit grundsätzlich von Selbsttests/Schnelltests zur eigenen Durchführung zuhause abgeraten. Ein Selbsttest/Schnelltest kann nicht für die Aufhebung der Quarantänepflicht genutzt werden, da hierfür die Probenentnahme von einem Arzt überwacht und die Probe anschließend in einem akkreditierten Labor untersucht und das Testergebnis dort bewertet werden muss.

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Was sind Schnelltests?

(Stand 11.09.2020, 11.00 Uhr)

Schnelltest ist kein geschützter Begriff, es kann sich dabei um Antikörpertests, Antigentests oder um sogenannte LAMP-Tests handeln.

Bei den LAMP-Tests und den Antigentests handelt es sich um einen direkten Virusnachweis, es wird also die akute Infektion nachgewiesen, während der Antikörpertest die Immunreaktion des Patienten auf das Virus nachweist, und somit erst im Nachhinein zeigt, dass jemand infiziert war.

Antikörpertest: Hierzu wird eine Blutprobe benötigt. In dieser wird die Bildung von Antikörpern, die zur Immunabwehr benötigt werden, nachgewiesen. Durchschnittlich eine Woche nach Symptombeginn wird der Antikörpertest positiv, diese Phase kann aber auch länger dauern und in einigen Fällen sind trotz durchgemachter Infektion keine Antikörper nachweisbar. Daher sind diese Tests nicht zum Nachweis einer Infektion aussagekräftig. Und auch hier ist die Qualität der angebotenen Tests sehr unterschiedlich hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität. Darüber hinaus kann auch bei Antikörpernachweis derzeit keine Aussage getroffen werden, ob die Person immun ist, also vor einer Zweitinfektion geschützt wäre.

Antigentest: Hierbei werden Eiweißbestandteile des Virus in einem Rachen- oder Nasenabstrich nachgewiesen. Dazu gibt es zwei Techniken: Bei der Fluoreszenzmethode erkennen markierte Antikörper Virusproteine, die sich in der Probe befinden. Diese Bindung führt – vereinfacht gesagt – zu einem Leuchtsignal, das mit einem Laborgerät nachgewiesen werden kann. Außerdem ruhen große Hoffnungen auf Antigentests, die wie Schwangerschaftstests funktionieren. Befinden sich Virusproteine in der Probe, verfärbt sich der Teststreifen.

Aufgrund der frühen Entwicklungsphase sind die erhältlichen Tests jedoch derzeit weder in ihrer Sensitivität noch ihrer Spezifität mit einer PCR – wie sie im Labor durchgeführt werden kann – vergleichbar. Die bislang bekannten Antigentests weisen nach Firmenangaben eine Sensitivität von 60 bis 80 % auf. Außerhalb von Forschungsprojekten wird daher sowohl international (https://www.who.int/news-room/commentaries/detail/advice-on-the-use-of-point-of-care-immunodiagnostic-tests-for-covid-19) als auch vom RKI und vom Landeslabor der Freien und Hansestadt Hamburg (Institut für Hygiene und Umwelt) von der Nutzung dieser Tests derzeit noch abgeraten.

LAMP-Test: Bei dem sog. LAMP-Test (loop-mediated isothermal amplification) wird ähnlich der PCR das Erbgut vervielfältigt, das Verfahren ist aber etwas schneller als viele konventionelle PCR-Verfahren durchführbar und benötigt im besten Fall keine komplexen Laborgeräte. Allerdings ist die Validierung bezüglich der Sensitivität und Spezifität dieser Testmethodik noch nicht endgültig abgeschlossen.

Sensitivität: Die Sensitivität besagt, wie viele infizierte Personen tatsächlich als solche erkannt werden. Bei einer Sensitivität von 70 % werden also 30 von 100 Infizierten fälschlicherweise nicht erkannt, wiegen sich aber in Sicherheit, nicht infiziert zu sein.

Spezifität: Die Spezifität besagt, wie viele nicht-infizierte Personen als falsch-positiv identifiziert werden. Diese müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden. Bei der derzeitigen relativ geringen Häufigkeit von Infektionen bedeutet eine Spezifität von 98 % bereits, dass von den Personen mit einem positiven Ergebnis mehr Menschen falsch positiv als richtig positiv getestet werden. Falsch positiv getestete Menschen müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden.

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Wie wird in Hamburg getestet?

(Stand: 27.10.2020, 10:30 Uhr)

In Hamburg wird entsprechend der nationalen Teststrategie empfohlen, bei folgenden Personengruppen Testungen durchzuführen:

  1.  Symptomatische Personen, das heißt Personen mit jeglichen akuten respiratorischen bzw. COVID-19 typischen Symptomen, inklusive jedem ärztlich begründete Verdachtsfall.
  2.  Kontaktpersonen: alle engen asymptomatischen Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle, das umfasst zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden. Die Veranlassung dieser Testung erfolgt im Ermessen der zuständigen Gesundheitsämter.
  3.  Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten: In Einrichtungen wie Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und sonstigen Einrichtungen für vulnerable Gruppen sowie in der ambulanten Pflege ist umfangreicher zu testen, um Ausbrüche in solchen Einrichtungen zu verhindern oder schnell einzudämmen. Bei bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in stationären Einrichtungen sollten daher alle Bewohner und Patienten, ggf. auch Besucher getestet werden. Zudem sollten alle Patienten und Bewohner vor (Wieder-)Aufnahme in eine solche Einrichtung bzw. vor einer ambulanten Operation getestet werden. Nach der Aufnahme wird empfohlen, diese Personen in gewissem Abstand erneut zu testen.
  4.  Personal: Auch Personal in Krankenhäusern und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen soll vermehrt getestet werden. Als Kontaktpersonen sind Mitarbeiter, die COVID-19-Patienten betreuen, in jedem Falle regelmäßig zu testen. Bei Ausbrüchen in stationären Einrichtungen sollte auch das gesamte Personal einer Testung unterzogen werden. Zudem sind regelmäßige Testungen im Rahmen zum Beispiel von betriebsärztlichen Untersuchungen möglich. Außerdem kann das gesamte Personal, insbesondere in Gebieten mit erhöhter Inzidenz oder in der Betreuung von besonders vulnerablen Gruppen, regelmäßig, zum Beispiel alle zwei Wochen, getestet werden.
  5.  Gemeinschaftseinrichtungen: Bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (zum Beispiel Arztpraxen, Schulen, Kita, Asylbewerberheim, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt) sollten sich Personen in den Einrichtungen einer Testung unterziehen, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des RKI unter dem Titel Nationale Teststrategie – wer wird in Deutschland getestet?

Siehe hierzu auch Grafik zur Frage Kann ich einen kostenlosen Corona-Test machen?

In der Woche vom 19. bis 26. Oktober wurden täglich in Hamburger Laboren etwa 14.969 Testungen pro Tag ausgeführt. Die Labore melden alle positiv getesteten Personen an die zuständigen Gesundheitsämter. Die sieben Gesundheitsämter in Hamburg sammeln diese Daten und leiten diese an die Sozialbehörde weiter. Die Zahl der Testungen entspricht nicht der Anzahl der getesteten Patienten, da zum Teil bei Patienten im Krankenhaus mehrere Testungen pro Person durchgeführt werden. Zudem werden in Hamburger Laboren auch Tests für das Hamburger Umland durchgeführt.

Die in Hamburger Laboren verwendeten PCR-Nachweissysteme besitzen  eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität, die Spezifität dieser Test liegt bei nahezu 100%. Um falsch positive Testergebnisse zu vermeiden, werden beispielsweise „Dual Target“ Tests eingesetzt. Außerdem findet eine sorgfältige Auswertung durch in der PCR-Diagnostik erfahrene Ärztinnen und Ärzte statt.

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Kommen in Hamburg Schnelltests zum Einsatz?

(15.10.2020, 17.00 Uhr)

Für regelmäßige Reihentestungen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, sowie (Zahn-)Arztpraxen werden PoC-Antigentests eingeführt. Die Einrichtungen müssen hierzu einrichtungsspezifische Testkonzepte erstellen, nach denen Personal, aber auch Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner, Betreuende sowie Besuchende getestet werden. Ab wann die Antigentests in großem Umfang verfügbar sind, steht aktuell noch nicht fest. Eine Umsetzung kann daher nur schrittweise erfolgen.

Regelmäßige Testungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern

Das Personal der stationären Pflegeeinrichtungen soll so schnell wie möglich regelmäßig wöchentlich getestet werden. Solange Schnelltests nicht flächendeckend zur Verfügung stehen, kommen PCR-Tests, die im Labor ausgewertet werden, zum Einsatz. 

Für die Krankenhäuser sollen bis zur Verfügbarkeit der Antigentests ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 je 100.000 Einwohner ebenfalls regelmäßige PCR-Testungen für bestimmte prioritäre Bereiche zum Einsatz kommen. Dazu zählen:

  • Personal aus onkologischen, neonatologischen und geriatrischen Stationen sowie Intensivstationen,
  • alle neuen Mitarbeiter, einschließlich zu Beginn von Ausbildungseinsätzen, vor Aufnahme der Tätigkeit,
  • Personal auf COVID-19-Stationen,
  • Personal in Notaufnahmen.

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