Corona-Tests

Wie verhalte ich mich, wenn ich glaube, an COVID-19 erkrankt zu sein?

(Stand 04.12.2020, 11:15 Uhr) 

Erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger mit Symptomen wie Fieber, Husten, Atemwegsbeschwerden oder dem Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns ist der telefonische Kontakt zum Hausarzt. 

Bei schweren Erkältungssymptomen und allen anderen Erkrankungen, die eine dringende ärztliche Behandlung oder Beratung erforderlich machen oder wenn Sie keine Praxis aufsuchen können (zum Beispiel bei Immobilität) können Sie den Arztruf Hamburg anrufen: 116117 (Terminservicestelle), unter dieser Telefonnummer erhalten Sie optional auch einen Termin in einer Infektsprechstunde. Es ist auch möglich, online einen Termin für eine Infektsprechstunde zu vereinbaren: https://www.116117.de/de/coronavirus.php.

Der Hausarzt oder der Arztruf entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden soll und begleiten Sie durch das Testverfahren. Ein Test wird in der Regel nach Vorgaben des RKI außerhalb von Einrichtungen in den folgenden Fällen durchgeführt:

  • Symptome: Wenn Sie akute Krankheitsanzeichen wie etwa Kurzatmigkeit oder Atemnot haben (Erkrankung der Atemwege) und/oder den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns feststellen oder
  • Kontakt: Wenn Sie in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde und sie bei sich COVID-19-typischen Symptomen egal welcher Schwere (www.rki.de/covid-19-steckbrief) feststellen

Der Arzt oder die Ärztin bespricht das weitere Vorgehen mit Ihnen. Ist ein Test gemacht worden, sollten bis zum Erhalt des Ergebnisses dringend Kontakte zu anderen vermieden werden und wenn irgend möglich das zu Hause nicht verlassen werden. Zudem sollte die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachtet werden.

Personen, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt COVID-19-Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt ihres Bezirks oder bei der Corona-Hotline der Gesundheitsbehörde unter 040/428 284 000 (täglich von 7 bis 19 Uhr). An den Wochenenden ist die Hotline samstags und sonntags von 8 bis 17 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen:  Flussschema des RKI, Sozialbehörde, Aktuelle Hinweise zum CoronavirusInformationen für Patienten zum Corona-Virus (Kassenärztliche Vereinigung)Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger des RKI

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Wie verhalte ich mich, wenn ich persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der COVID-19 nachgewiesen wurde? 

(Stand 04.12.2020, 11:15 Uhr) 

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden und sich zusätzlich vorsorglich selbst in eine freiwillige Quarantäne begeben. Das bedeutet: zuhause bleiben, Kontakte vermeiden und eine gute Händehygiene sowie Husten- und Niesregeln einhalten. Das Gesundheitsamt entscheidet über die Dauer der Quarantäne.

Für Kontaktpersonen ersten Grades besteht, im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten, ein Anspruch auf eine kostenlose Testung. Das zuständige Gesundheitsamt oder der behandelnde Arzt der positiv getesteten Person bestätigen den Anspruch auf einen Test. Die Testung kann nach Anordnung durch das Gesundheitsamt im Testzentrum am Hamburger Hauptbahnhof durchgeführt werden. Zudem ist eine Testung bei Hausärzten möglich – hierfür muss zuvor telefonischer Kontakt aufgenommen werden. Für die Testung kann die Quarantäne unterbrochen werden. Für die Anreise sollten keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden. Wichtig: Ein negativer Test befreit nicht automatisch von der Quarantänepflicht! Diese kann nur durch das Gesundheitsamt aufgehoben werden.

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Kann ich einen kostenlosen Corona-Test machen?

(Stand: 04.12.2020, 11.15 Uhr)

Kostenlose Corona-Tests werden für folgende Situationen angeboten:

  • Sie haben Corona-Symptome (zum Beispiel Husten, Fieber, Halsschmerzen, Verlust des Geschmacksinns).  Wählen Sie den Arztruf 116117, nehmen Sie telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf oder wenden Sie sich an die Notfallpraxen der KVH in Farmsen und Altona.
  • Das Gesundheitsamt hat einen Test angeordnet. Es wird mit Ihnen besprechen, wie die Testung erfolgt. 
  • Sie reisen aus einem  Risikogebiet ein oder kehren von dort zurück. Grundsätzlich beträgt die Quarantänezeit zehn Tage. Zur vorzeitigen Beendigung der Quarantäne ist frühestens nach fünf Tagen ein Test möglich (wahlweise im Testzentrum am Hbf/ZOB oder in Arztpraxen nach telefonischer Rückfrage). Die Quarantäne kann bei einem negativen Testergebnis ab dem Vorliegen des Testergebnisses vor Ablauf der zehn Tage von der Person selbstständig aufgehoben werden. Das Testergebnis ist mindestens 14 Tage aufzubewahren.

    Der Anspruch auf einen kostenlosen Test nach Einreise aus einem Risikogebiet gilt nur bis zum 15.12.2020. Ab dem 16.12.2020 sind diese Tests kostenpflichtig und können damit auch nicht mehr am ZOB/Hauptbahnhof vorgenommen werden.

    Ausnahmen gelten für Reiserückkehrer, die aus einem Urlaub in einem Risikogebiet zurückkommen, mit dem der Bund eine bestimmte Vereinbarung getroffen hat, in dem keine besondere Infektionslage besteht und zu dem das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausgesprochen hat. Informationen zu diesen Ländern finden Sie unter: www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

    Für diese Ausnahmeregelungen gilt: Es muss ein Test aus dem Herkunftsland vorgelegt oder bei Einreise gemacht werden. In jedem Fall müssen sich die Einreisenden bei dem zuständigen Gesundheitsamt melden.

    Genaueres zu den Ausnahmen steht in der Verordnung unter § 36.

  • Sie sind Beschäftigte in Wohn-Pflege-Einrichtungen, Kindertagesstätten, Schulen, voll- oder teilstationären Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie ambulanten Diensten der Eingliederungshilfe. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder den betriebsmedizinischen Dienst. 
  • Vor der Aufnahme in ein Krankenhaus, Pflegeheim oder einer Einrichtung der Behindertenhilfe ist ein Test verpflichtend und kostenlos. Bitte informieren Sie sich dort über die Möglichkeiten, den Test durchzuführen.

Corona-Tests aus anderen Gründen sind keine Kassenleistung, sondern müssen privat bezahlt werden.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Hamburg-Harburg bietet auf privaten Wunsch Corona-Tests an. Um einen Termin für einen Corona-Test zu bekommen, rufen Interessierte die Telefonnummer 040 / 554449222 an und fahren nach Terminvereinbarung mit dem eigenen PKW zur Abstrichentnahme. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 93 Euro. Etwa 24 bis 48 Stunden nach dem Test kann die getestete Person das Ergebnis mit einem QR-Code auf der Website einsehen oder über die Corona-Warn-App mit dem Smartphone abrufen. 

Mehr Informationen: www.drk-harburg.hamburg/meldungen-details/informationen-zu-corona.html

Eine grafische  Übersicht über die verschiedenen Corona-Testmöglichkeiten in Hamburg finden Sie hier:

  Übersicht der Corona-Testmöglichkeiten

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Wie verhalte ich mich, bis mein Testergebnis vorliegt?

(Stand: 02.11.2020, 14:50 Uhr)

Bis Sie Ihr Testergebnis erhalten, begeben Sie sich bitte in eine freiwillige häusliche Quarantäne. Das heißt: zuhause bleiben und alle Kontakte meiden. Das betrifft auch alle Ihre Familienmitglieder, mit denen Sie zuhause leben - wenn Sie sich nicht räumlich innerhalb der Wohnung oder des Hauses zurückziehen können.

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Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?

(Stand: 04.12.2020, 11:15 Uhr)

Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor Einreise nach Hamburg in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich nach Einreise für mindestens 5 Tage in Quarantäne begeben und grundsätzlich vor Einreise das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren. Die Meldung müssen alle Einreisenden und Rückkehrenden vornehmen – unabhängig von der Art der Einreise, per Flugzeug, Bahn oder Auto. Sie kann über ein digitales Meldeformular "Meldung (nach) Einreise aus einem Risikogebiet" erfolgen, auch per Mobilgerät. Über diesen Online-Dienst kann auch ein bereits vorliegendes, negatives Testergebnis hochgeladen oder abfotografiert und auf diese Weise an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden. Auch eine sogenannte "Aussteigekarte" gilt als Dokumentation der Einreise.

Frühestens nach Ablauf der 5 Tage Quarantäne ist bis zum 15.12.2020 ein kostenloser Test möglich (Testzentrum am Hbf/ZOB oder in Arztpraxen nach telefonischer Rückfrage, ob eine Testung möglich ist). Ab dem 16.12.2020 ist dieser Test kostenpflichtig und nicht mehr am Hbf/ZOB möglich. Falls 5 Tage nach Einreise kein Test durchgeführt wurde, gilt eine Quarantäne von 10 Tagen. Falls nach frühestens 5 Tagen ein Test durchgeführt wurde, kann die Quarantäne bei einem negativen Testergebnis ab dem Vorliegen des Testergebnisses vor dem Ablauf der 10 Tage von der Person selbstständig aufgehoben werden. Das Testergebnis ist mindestens 14 Tage aufzubewahren.

Ausnahmen gelten laut § 36 für Reiserückkehrer, die in einem Risikogebiet im Urlaub waren, mit dem der Bund eine bestimmte Vereinbarung getroffen hat, in dem keine besondere Infektionslage besteht und zu dem das Auswärtige Amt keine Reisewarnung ausgesprochen hat. Informationen vom Auswärtigen Amt finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise. Für diese gilt wie bisher: Test in Herkunftsland oder bei Einreise, bei negativem Testergebnis Beendigung der Quarantäne. Das Attest muss sich auf eine PCR-Testung stützen, die zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter ist als 48 Stunden. Das Attest ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren. Das RKI weist die Länder aus, aus welchen qualitätsgesicherte Tests in Deutschland anerkannt werden. Ist das Land, aus dem Sie einreisen, nicht auf dieser Liste, können Sie den Test erst in Deutschland vornehmen lassen.

Risikogebiete sind ausländische Gebiete mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus. Das RKI weist die Risikogebiete tagesaktuell aus. Die Ausweisung von Risikogebieten wird anhand der epidemiologischen Lage regelmäßig aktualisiert. Entscheidend ist die Lage zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland. Gebiete in Deutschland mit einer hohen Zahl an Corona-Fällen (sogenannte Hochinzidenzgebiete) sind keine Risikogebiete nach den Empfehlungen des RKI. Eine kurzzeitige Anwesenheit in einem Risikogebiet, zum Beispiel bei einer Pause im Rahmen einer Durchreise, gilt nicht als Aufenthalt und führt nicht zu einer Quarantänepflicht.

Bitte beachten: Die Ausnahme von der Quarantäne gilt nur, wenn Sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen. Treten binnen 14 Tagen nach Einreise Symptome auf, wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses wird das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Unter folgendem Link können Sie bei Eingabe der Postleitzahl ermitteln, welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist https://tools.rki.de/PLZTool.

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Gibt es Selbsttests/Schnelltests für Zuhause, die anerkannt werden?

(Stand 04.12.2020, 11.15 Uhr)

Im Internet sind diverse Angebote für Schnelltests bzw. Selbsttests verfügbar. Derzeit wird grundsätzlich von Selbsttests/Schnelltests zur eigenen Durchführung Zuhause abgeraten. Ein Selbsttest/Schnelltest kann nicht für die Aufhebung der Quarantänepflicht genutzt werden, da hierfür die Probenentnahme von einem Arzt überwacht und die Probe anschließend in einem akkreditierten Labor untersucht und das Testergebnis dort bewertet werden muss.

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Was sind Schnelltests?

(Stand 04.12.2020, 11.15 Uhr)

Schnelltest ist kein geschützter Begriff, es kann sich dabei um Antikörpertests, Antigentests oder um sogenannte LAMP-Tests handeln.

Bei den LAMP-Tests und den Antigentests handelt es sich um einen direkten Virusnachweis, es wird also die akute Infektion nachgewiesen, während der Antikörpertest die Immunreaktion des Patienten auf das Virus nachweist, und somit erst im Nachhinein zeigt, dass jemand infiziert war.

Antikörpertest: Hierzu wird eine Blutprobe benötigt. In dieser wird die Bildung von Antikörpern, die zur Immunabwehr benötigt werden, nachgewiesen. Durchschnittlich eine Woche nach Symptombeginn wird der Antikörpertest positiv, diese Phase kann aber auch länger dauern und in einigen Fällen sind trotz durchgemachter Infektion keine Antikörper nachweisbar. Daher sind diese Tests nicht zum Nachweis einer Infektion aussagekräftig. Und auch hier ist die Qualität der angebotenen Tests sehr unterschiedlich hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität. Darüber hinaus kann auch bei Antikörpernachweis derzeit keine Aussage getroffen werden, ob die Person immun ist, also vor einer Zweitinfektion geschützt wäre.

Antigentest: Hierbei werden Eiweißbestandteile des Virus in einem Rachen- oder Nasenabstrich nachgewiesen. Dazu gibt es zwei Techniken: Bei der Fluoreszenzmethode erkennen markierte Antikörper Virusproteine, die sich in der Probe befinden. Diese Bindung führt – vereinfacht gesagt – zu einem Leuchtsignal, das mit einem Laborgerät nachgewiesen werden kann. Inzwischen sind auch Antigentests erhältlich, bei denen das Testergebnis ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest an einem Teststreifen abgelesen wird, der sich bei Kontakt mit Virusproteinen verfärbt.

Die letztere Methode ist inzwischen so weiter entwickelt worden, dass diese Antigen-Schnelltests regelmäßig eingesetzt werden, unter anderem in Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Anlasslos bedeutet, dass kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, da keine Symptome vorliegen oder kein bekannter Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden hat.
Anlasslose Reihentestungen werden bei besonders vulnerablen Personengruppen wie Bewohnern, Mitarbeitern und auch Besuchern von Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Da die Antigen-Schnelltest bisher nicht so zuverlässig sind wie PCR-Tests (Sensitivität und Spezifität sind geringer) muss jedes positive Testergebnis eines Schnelltests mit einer PCR-Testung oder einem anderen Nukleinsäurenachweis bestätigt werden. Durch regelmäßige Wiederholungen der Testungen wird die geringere Sensitivität im Rahmen anlassloser Reihentestungen ausgeglichen. Außerdem hat eine Person, die zwar infiziert ist, bei der jedoch ein Antigen-Schnelltest nicht positiv reagiert, nach derzeitigem Wissensstand vermutlich nur eine geringe Viruslast und es besteht dadurch nur eine geringe Gefahr, andere Personen zu infizieren.

LAMP-Test: Bei dem sog. LAMP-Test (loop-mediated isothermal amplification) wird ähnlich der PCR das Erbgut vervielfältigt, das Verfahren ist aber etwas schneller als viele konventionelle PCR-Verfahren durchführbar und benötigt im besten Fall keine komplexen Laborgeräte. Allerdings ist die Validierung bezüglich der Sensitivität und Spezifität dieser Testmethodik noch nicht endgültig abgeschlossen.

Sensitivität: Die Sensitivität besagt, wie viele infizierte Personen tatsächlich als solche erkannt werden. Bei einer Sensitivität von 70 % werden also 30 von 100 Infizierten fälschlicherweise nicht erkannt, wiegen sich aber in Sicherheit, nicht infiziert zu sein.

Spezifität: Die Spezifität besagt, wie viele nicht-infizierte Personen als falsch-positiv identifiziert werden. Diese müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden. Bei der derzeitigen relativ geringen Häufigkeit von Infektionen bedeutet eine Spezifität von 98 % bereits, dass von den Personen mit einem positiven Ergebnis mehr Menschen falsch positiv als richtig positiv getestet werden. Falsch positiv getestete Menschen müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden.

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Wie wird in Hamburg getestet?

(Stand: 04.12.2020, 11:15 Uhr)

In Hamburg wird entsprechend der nationalen Teststrategie empfohlen, bei folgenden Personengruppen Testungen durchzuführen:

  1. Symptomatische Personen, das heißt Personen mit jeglichen akuten respiratorischen bzw. COVID-19 typischen Symptomen, inklusive jedem ärztlich begründeten Verdachtsfall.
  2. Kontaktpersonen: alle engen asymptomatischen Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle im Rahmen von Testkapazitäten, das umfasst zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  3. Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten: In Einrichtungen wie Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und sonstigen Einrichtungen für vulnerable Gruppen sowie in der ambulanten Pflege ist umfangreicher zu testen, um Ausbrüche in solchen Einrichtungen zu verhindern oder schnell einzudämmen. Bei bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in stationären Einrichtungen sollten daher alle Bewohner und Patienten, ggf. auch Besucher getestet werden. Zudem sollten alle Patienten und Bewohner vor (Wieder-)Aufnahme in eine solche Einrichtung bzw. vor einer ambulanten Operation getestet werden. Nach der Aufnahme wird empfohlen, diese Personen in gewissem Abstand erneut zu testen.
  4. Personal: Auch Personal in Krankenhäusern und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen soll vermehrt getestet werden. Als Kontaktpersonen sind Mitarbeiter, die COVID-19-Patienten betreuen, in jedem Falle regelmäßig zu testen. Bei Ausbrüchen in stationären Einrichtungen sollte auch das gesamte Personal einer Testung unterzogen werden. Zudem wird im Rahmen der anlasslosen Reihentestungen mit Antigentests das Personal getestet
  5. Gemeinschaftseinrichtungen: Bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (zum Beispiel Arztpraxen, Schulen, Kita, Asylbewerberheim, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt) sollten sich Personen in den Einrichtungen einer Testung unterziehen, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen. 

In der Woche vom 23. bis 29. November wurden täglich in Hamburger Laboren etwa 15279 Testungen pro Tag ausgeführt. Die Labore melden alle positiv getesteten Personen an die zuständigen Gesundheitsämter. Die Zahl der Testungen entspricht nicht der Anzahl der getesteten Patienten, da zum Teil bei Patienten im Krankenhaus mehrere Testungen pro Person durchgeführt werden. Zudem werden in Hamburger Laboren auch Tests für das Hamburger Umland durchgeführt.

Die in Hamburger Laboren verwendeten PCR-Nachweissysteme besitzen  eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität, die Spezifität dieser Test liegt bei nahezu 100%. Um falsch positive Testergebnisse zu vermeiden, werden beispielsweise „Dual Target“ Tests eingesetzt. Außerdem findet eine sorgfältige Auswertung durch in der PCR-Diagnostik erfahrene Ärztinnen und Ärzte statt.

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Kommen in Hamburg Schnelltests zum Einsatz?

(04.12.2020, 11:15 Uhr)

Für regelmäßige Reihentestungen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, sowie (Zahn-)Arztpraxen werden PoC-Antigentests eingeführt. Die Einrichtungen müssen hierzu einrichtungsspezifische Testkonzepte erstellen, nach denen Personal, aber auch Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner, Betreuende sowie Besuchende getestet werden. Eine Umsetzung kann nur schrittweise erfolgen.

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Wie aussagekräftig sind PCR-Tests? Ist die Falsch-Positiv-Rate sehr hoch?

(Stand: 25.11.2020, 14:00 Uhr)

Mit modernen, hoch-sensitiven PCR-Tests lässt sich innerhalb weniger Stunden überprüfen, ob in einer Probe (z.B. einem Abstrich) die Gene des Erregers nachweisbar sind. PCR-Tests gelten als sehr sicher (nahezu 100%), zumindest wenn Probenahme, Transport und Analyse fachgerecht durchgeführt werden. In der Regel werden Testergebnisse außerdem durch Fachleute geprüft, bevor sie weitergegeben werden. Bei nicht plausiblen Befunden werden in der Praxis Testwiederholungen oder zusätzliche Testverfahren durchgeführt. Bei korrekter Test-Durchführung und fachkundiger Beurteilung der Ergebnisse geht das RKI daher von einer sehr geringen Zahl falsch positiver Befunde aus.

Fehlerhafte Testergebnisse können allerdings vorkommen, wenn der Abstrich falsch genommen wird oder wenn Proben vertauscht, falsch beschriftet, kontaminiert, fehlerhaft analysiert oder falsch gemeldet werden. Eine hohe Arbeitsbelastung beim qualifizierten Laborpersonal sowie Lieferengpässe bei speziellen Reagenzien und Materialien können zu Fehlern und längeren Bearbeitungszeiten beitragen.

Weitere Informationen: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19 und Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

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