Corona-Tests

Test

Wie verhalte ich mich, wenn ich persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der COVID-19 nachgewiesen wurde? 


(Stand:  9. Februar 2021 15:15  Uhr)

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden und sich zusätzlich vorsorglich selbst in eine freiwillige Quarantäne begeben. Das bedeutet: zuhause bleiben, Kontakte vermeiden und eine gute Händehygiene sowie Husten- und Niesregeln einhalten. Das Gesundheitsamt entscheidet über die Dauer der Quarantäne.

Für Kontaktpersonen ersten Grades besteht, im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten, ein Anspruch auf eine kostenlose Testung. Das zuständige Gesundheitsamt oder der behandelnde Arzt der positiv getesteten Person bestätigen den Anspruch auf einen Test. Die Testung ist nach Anordnung durch das Gesundheitsamt bei Hausärzten möglich – hierfür muss zuvor telefonischer Kontakt aufgenommen werden. Zusätzlich können Termine für eine Testung in den Infektsprechstunden der Arztpraxen über die Terminservicestelle über 116 117 (telefonisch oder online unter https://eterminservice.de/terminservice) gebucht werden, sofern Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin keine Tests durchführt. Für die Testung kann die Quarantäne unterbrochen werden. Für die Anreise sollten keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzt werden. 

Wichtig: Ein negativer Test befreit nicht von der Quarantänepflicht! Diese kann nur durch das Gesundheitsamt aufgehoben werden.

Kann ich einen kostenlosen Corona-Test machen?


(Stand:  1. März 2021 16:00  Uhr)

Kostenlose Corona-Tests werden für folgende Situationen angeboten:

  • Sie haben Corona-Symptome (zum Beispiel Husten, Fieber, Halsschmerzen, Verlust des Geschmacksinns).  Wählen Sie den Arztruf 116 117, nehmen Sie telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin auf oder wenden Sie sich an die Notfallpraxen der KVH in Farmsen und Altona.
  • Das Gesundheitsamt hat einen Test angeordnet. Es wird mit Ihnen besprechen, wie die Testung erfolgt.
  • Sie sind Beschäftigte in Wohn-Pflege-Einrichtungen, Kindertagesstätten, Schulen, voll- oder teilstationären Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie ambulanten Diensten der Eingliederungshilfe. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder den betriebsmedizinischen Dienst. 
  • Vor der Aufnahme in ein Krankenhaus, Pflegeheim oder einer Einrichtung der Behindertenhilfe ist ein Test verpflichtend und kostenlos. Bitte informieren Sie sich dort über die Möglichkeiten, den Test durchzuführen.
  • Sie haben ein positives Testergebnis durch einen Antigen-Schnelltest erhalten. Zur Überprüfung muss nun eine PCR-Untersuchung beim Hausarzt oder in einer Infektpraxis (https://eterminservice.de/terminservice) erfolgen. Dazu benötigen Sie das Testergebnis und Ihre Krankenversicherungskarte.
    Achtung: Ab Erhalt des positiven Schnelltestergebnis sind Sie quarantänepflichtig! Vermeiden Sie daher jegliche Kontakte.
  • Sie sind Beschäftigte in Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, wie zum Beispiel Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden. Sie haben Anspruch auf einen kostenlosen, wöchentlichen Antigen-Schnelltest. Als Nachweis Ihrer Berechtigung ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder ein Nachweis der Selbstständigkeit ausreichend. Kostenfreie Antigen-Schnelltests können zum Beispiel in Hausarztpraxen (nur nach vorheriger Absprache) oder in diesen Apotheken durchgeführt werden.

Corona-Tests aus anderen Gründen sind keine Kassenleistung, sondern müssen privat bezahlt werden.

Dies gilt auch für den Test bei und nach Einreise aus einem Risikogebiet, der seit dem 16. Dezember 2020 nicht mehr kostenlos ist. Personen, die aus einem Risikogebiet einreisen, sind verpflichtet, sich bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu unterziehen. Dieser Test darf frühestens 48 Stunden vor Einreise durchgeführt werden und muss spätestens 48 Stunden nach Einreise vorliegen. Für Risikogebiete mit einem besonders hohen Risiko (Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete) gilt, dass der Test vor Einreise durchgeführt worden sein muss. Das RKI weist Hochrisikogebiete hier online aus.

Bitte beachten: Grundsätzlich beträgt die Quarantänezeit nach Rückkehr aus einem Risikogebiet zehn Tage. Die vorzeitigen Beendigung der Quarantäne ist frühestens nach fünf Tagen durch einen zweiten PCR-Test möglich (zum Beispiel in Arztpraxen nach telefonischer Rückfrage). Die Quarantäne kann bei einem negativen Testergebnis ab dem Vorliegen des Testergebnisses vor Ablauf der zehn Tage von der Person selbstständig aufgehoben werden. Das Testergebnis ist mindestens 14 Tage aufzubewahren.

Testergebnisse können Sie hier online an das zuständige Hamburger Gesundheitsamt übermitteln: www.hamburg.de/corona-kontakt.

Es gibt Ausnahmen von der Quarantänepflicht, die in der aktuellen Verordnung in §36 unter www.hamburg.de/verordnung beschrieben sind. Achtung: Diese Ausnahmen gelten nicht für Rückkehrer aus Virusvarianten-Gebieten. Das RKI weist diese Gebiete hier online aus. (LINK)

Mittlerweile bieten eine Vielzahl an Laboren und Ärzten Corona-Tests auf privaten Wunsch an. Bitte informieren Sie sich über die jeweiligen Internetseiten oder per Telefon über die Terminmöglichkeiten und Kosten. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Hamburg-Harburg bietet auf privaten Wunsch Corona-Tests an. Um einen Termin für einen Corona-Test zu bekommen, rufen Interessierte die Telefonnummer 040 / 554449222 an und fahren nach Terminvereinbarung mit dem eigenen PKW zur Abstrichentnahme. Die Kosten belaufen sich hier auf insgesamt 93 Euro. Etwa 24 bis 48 Stunden nach dem Test kann die getestete Person das Ergebnis mit einem QR-Code auf der Website einsehen oder über die Corona-Warn-App mit dem Smartphone abrufen.

Mehr Informationen: www.drk-harburg.hamburg/meldungen-details/informationen-zu-corona.html

Eine grafische Übersicht über die verschiedenen Corona-Testmöglichkeiten in Hamburg finden Sie hier:

Übersicht der Corona-Testmöglichkeiten


Achtung: Das Testzentrum am Hauptbahnhof/ZOB wure am 15. Januar 2021 geschlossen. Menschen ohne Symptome, oder bei denen die Corona-Warn-App ein hohes Risiko anzeigt, und Kontaktpersonen ersten Grades (Kategorie 1) können Termine für eine Testung in den Infektsprechstunden der Arztpraxen über die Terminservicestelle der 116 117 (telefonisch oder online unter https://eterminservice.de/terminservice) buchen, sofern ihr Hausarzt keine Test durchführt.

Ich komme aus dem Ausland zurück. Was muss ich beachten?


(Stand:  23. Februar 2021 15:00  Uhr)

Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von zehn Tagen vor Einreise nach Hamburg in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich nach Einreise grundsätzlich für 14 Tage in Quarantäne begeben und grundsätzlich vor Einreise das für sie zuständige Gesundheitsamt informieren. Die Meldung müssen alle Einreisenden und Rückkehrenden vornehmen – unabhängig von der Art der Einreise, per Flugzeug, Bahn oder Auto. Sie sollte über ein digitales Meldeformular unter www.einreiseanmeldung.de vorgenommen werden, auch per Mobilgerät. Auch eine sogenannte "Aussteigekarte" gilt als Dokumentation der Einreise. Zudem müssen sie unmittelbar nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland einen Test auf das Coronavirus in eigener Verantwortung und auf eigene Kosten machen lassen. Es kann auch ein Test vor Einreise gemacht werden. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Die Tests müssen die Anforderungen des Robert Koch-Instituts (www.rki.de/covid-19-tests) erfüllen. Wichtig: Die Quarantänepflicht für 14 Tage besteht unabhängig vom Testergebnis weiterhin.

Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, für das ein besonders hohes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde, weil  

  1.  in diesem Risikogebiet eine besonders hohe Inzidenz für die Verbreitung des Coronavirus besteht (Hochinzidenzgebiet), oder
  2.  in diesem Risikogebiet bestimmte Varianten des Coronavirus verbreitet aufgetreten sind (Virusvarianten-Gebiet),

haben bereits bei Einreise einen negativen Test auf das Coronavirus mitzuführen und auf Anforderung vorzulegen.

Als Nachweis gelten ein ärztliches Zeugnis oder ein negatives Testergebnis, die nicht älter als 48 Stunden vor Einreise sein dürfen. Der Nachweis ist auf Papier oder in einem elektronischen Dokument, jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache zu erbringen. Der Nachweis muss 14 Tagelang aufbewahrt und bei Aufforderung vorgelegt werden. Mehr Informationen finden Sie in der Verordnung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag.

Frühestens nach Ablauf von fünf Tagen Quarantäne ist ein weiterer Test möglich, um die Quarantäne zu verkürzen (in Arztpraxen nach telefonischer Rückfrage, ob eine Testung möglich ist). Hierbei muss es sich um einen PCR-Test handeln. Ein Antigen-Schnelltest ist nicht ausreichend. Dieser Test ist seit dem 16. Dezember 2020 kostenpflichtig und nicht mehr am Hbf/ZOB möglich. Falls 14 Tage nach Einreise kein PCR-Test durchgeführt wurde, gilt eine Quarantäne von 14 Tagen. Falls nach frühestens 5 Tagen ein PCR-Test durchgeführt wurde, kann die Quarantäne bei einem negativen Testergebnis ab dem Vorliegen des Testergebnisses vor dem Ablauf der 14 Tage von der Person selbstständig aufgehoben werden. Das Testergebnis ist mindestens zehn Tage aufzubewahren.

Für Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise in einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, besteht keine Möglichkeit der Freitestung von der Quarantäne durch einen zweiten, negativen PCR-Test. Einreisende aus diesen Gebieten müssen die 14 Tage Quarantäne einhalten.

Testergebnisse können Sie hier online an das zuständige Hamburger Gesundheitsamt übermitteln: www.hamburg.de/corona-kontakt.

Es gibt Ausnahmen von der Quarantänepflicht, die in der aktuellen Verordnung in §36 unter www.hamburg.de/verordnung beschrieben sind. Achtung: Diese Ausnahmen gelten nicht für Rückkehrer aus Virusvarianten-Gebieten. Das RKI weist diese Gebiete hier online aus.

Risikogebiete sind ausländische Gebiete mit einem erhöhten Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus. Das RKI weist die Risikogebiete tagesaktuell aus. Die Ausweisung von Risikogebieten wird anhand der epidemiologischen Lage regelmäßig aktualisiert. Entscheidend ist die Lage zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland. Gebiete in Deutschland mit einer hohen Zahl an Corona-Fällen (sogenannte Hochinzidenzgebiete) sind keine Risikogebiete nach den Empfehlungen des RKI. Eine kurzzeitige Anwesenheit in einem Risikogebiet, zum Beispiel bei einer Pause im Rahmen einer Durchreise, gilt nicht als Aufenthalt und führt nicht zu einer Quarantänepflicht.

Bitte beachten: Die Ausnahme von der Quarantäne gilt nur, wenn Sie keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 hinweisen. Treten binnen zehn Tagen nach Einreise Symptome auf, wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses wird das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. Unter folgendem Link können Sie bei Eingabe der Postleitzahl ermitteln, welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist https://tools.rki.de/PLZTool.

Weiterführende Informationen: Fragen und Antworten zur digitalen Einreiseanmeldung (DEA), Infoblatt des Bundesgesundheitsministerium: Regelungen für nach Deutschland Einreisende im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19

Wie verhalte ich mich, wenn ich glaube, an COVID-19 erkrankt zu sein?


(Stand:  1. März 2021 18:30  Uhr)

Erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger mit Symptomen wie Fieber, Husten, Atemwegsbeschwerden oder dem Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns ist der telefonische Kontakt zum Hausarzt. 

Bei schweren Erkältungssymptomen und allen anderen Erkrankungen, die eine dringende ärztliche Behandlung oder Beratung erforderlich machen oder wenn Sie keine Praxis aufsuchen können (zum Beispiel bei Immobilität) können Sie den Arztruf Hamburg anrufen unter der 116 117 (Terminservicestelle). Unter dieser Telefonnummer erhalten Sie optional auch einen Termin in einer Infektsprechstunde. Es ist auch möglich, online einen Termin für eine Infektsprechstunde zu vereinbaren: https://eterminservice.de/terminservice.

Der Hausarzt oder der Arztruf entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden soll und begleiten Sie durch das Testverfahren. Ein Test wird in der Regel nach Vorgaben des RKI außerhalb von Einrichtungen in den folgenden Fällen durchgeführt:

  • Symptome: Wenn Sie akute Krankheitsanzeichen wie etwa Kurzatmigkeit oder Atemnot haben (Erkrankung der Atemwege) und/oder den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns feststellen oder
  • Kontakt: Wenn Sie in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde und sie bei sich COVID-19-typischen Symptomen egal welcher Schwere (www.rki.de/covid-19-steckbrief) feststellen

Der Arzt oder die Ärztin bespricht das weitere Vorgehen mit Ihnen. Ist ein Test gemacht worden, sollten bis zum Erhalt des Ergebnisses dringend Kontakte zu anderen vermieden werden und wenn irgend möglich das zu Hause nicht verlassen werden. Zudem sollte die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachtet werden.

Personen, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt COVID-19-Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt ihres Bezirks oder bei der Corona-Hotline der Gesundheitsbehörde unter 040/428 284 000 (täglich von 7 bis 19 Uhr). An den Wochenenden ist die Hotline samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen:  Flussschema des RKI, Sozialbehörde, Aktuelle Hinweise zum CoronavirusInformationen für Patienten zum Corona-Virus (Kassenärztliche Vereinigung)Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger des RKI

Gibt es Selbsttests/Schnelltests für Zuhause, die anerkannt werden?


(Stand:  4. Dezember 2020 11:15  Uhr)

Im Internet sind diverse Angebote für Schnelltests bzw. Selbsttests verfügbar. Derzeit wird grundsätzlich von Selbsttests/Schnelltests zur eigenen Durchführung Zuhause abgeraten. Ein Selbsttest/Schnelltest kann nicht für die Aufhebung der Quarantänepflicht genutzt werden, da hierfür die Probenentnahme von einem Arzt überwacht und die Probe anschließend in einem akkreditierten Labor untersucht und das Testergebnis dort bewertet werden muss.

Wie verhalte ich mich, bis mein Testergebnis vorliegt?


(Stand:  13. Januar 2021 14:50  Uhr)

Bis Sie Ihr Testergebnis erhalten, begeben Sie sich in eine häusliche Quarantäne. Das heißt: zuhause bleiben und alle Kontakte meiden.

Was sind Schnelltests?


(Stand:  4. Dezember 2020 11:15  Uhr)

Schnelltest ist kein geschützter Begriff, es kann sich dabei um Antikörpertests, Antigentests oder um sogenannte LAMP-Tests handeln.

Bei den LAMP-Tests und den Antigentests handelt es sich um einen direkten Virusnachweis, es wird also die akute Infektion nachgewiesen, während der Antikörpertest die Immunreaktion des Patienten auf das Virus nachweist, und somit erst im Nachhinein zeigt, dass jemand infiziert war.

Antikörpertest: Hierzu wird eine Blutprobe benötigt. In dieser wird die Bildung von Antikörpern, die zur Immunabwehr benötigt werden, nachgewiesen. Durchschnittlich eine Woche nach Symptombeginn wird der Antikörpertest positiv, diese Phase kann aber auch länger dauern und in einigen Fällen sind trotz durchgemachter Infektion keine Antikörper nachweisbar. Daher sind diese Tests nicht zum Nachweis einer Infektion aussagekräftig. Und auch hier ist die Qualität der angebotenen Tests sehr unterschiedlich hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität. Darüber hinaus kann auch bei Antikörpernachweis derzeit keine Aussage getroffen werden, ob die Person immun ist, also vor einer Zweitinfektion geschützt wäre.

Antigentest: Hierbei werden Eiweißbestandteile des Virus in einem Rachen- oder Nasenabstrich nachgewiesen. Dazu gibt es zwei Techniken: Bei der Fluoreszenzmethode erkennen markierte Antikörper Virusproteine, die sich in der Probe befinden. Diese Bindung führt – vereinfacht gesagt – zu einem Leuchtsignal, das mit einem Laborgerät nachgewiesen werden kann. Inzwischen sind auch Antigentests erhältlich, bei denen das Testergebnis ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest an einem Teststreifen abgelesen wird, der sich bei Kontakt mit Virusproteinen verfärbt.

Die letztere Methode ist inzwischen so weiter entwickelt worden, dass diese Antigen-Schnelltests regelmäßig eingesetzt werden, unter anderem in Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Anlasslos bedeutet, dass kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, da keine Symptome vorliegen oder kein bekannter Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden hat.
Anlasslose Reihentestungen werden bei besonders vulnerablen Personengruppen wie Bewohnern, Mitarbeitern und auch Besuchern von Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Da die Antigen-Schnelltest bisher nicht so zuverlässig sind wie PCR-Tests (Sensitivität und Spezifität sind geringer) muss jedes positive Testergebnis eines Schnelltests mit einer PCR-Testung oder einem anderen Nukleinsäurenachweis bestätigt werden. Durch regelmäßige Wiederholungen der Testungen wird die geringere Sensitivität im Rahmen anlassloser Reihentestungen ausgeglichen. Außerdem hat eine Person, die zwar infiziert ist, bei der jedoch ein Antigen-Schnelltest nicht positiv reagiert, nach derzeitigem Wissensstand vermutlich nur eine geringe Viruslast und es besteht dadurch nur eine geringe Gefahr, andere Personen zu infizieren.

LAMP-Test: Bei dem sog. LAMP-Test (loop-mediated isothermal amplification) wird ähnlich der PCR das Erbgut vervielfältigt, das Verfahren ist aber etwas schneller als viele konventionelle PCR-Verfahren durchführbar und benötigt im besten Fall keine komplexen Laborgeräte. Allerdings ist die Validierung bezüglich der Sensitivität und Spezifität dieser Testmethodik noch nicht endgültig abgeschlossen.

Sensitivität: Die Sensitivität besagt, wie viele infizierte Personen tatsächlich als solche erkannt werden. Bei einer Sensitivität von 70 % werden also 30 von 100 Infizierten fälschlicherweise nicht erkannt, wiegen sich aber in Sicherheit, nicht infiziert zu sein.

Spezifität: Die Spezifität besagt, wie viele nicht-infizierte Personen als falsch-positiv identifiziert werden. Diese müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden. Bei der derzeitigen relativ geringen Häufigkeit von Infektionen bedeutet eine Spezifität von 98 % bereits, dass von den Personen mit einem positiven Ergebnis mehr Menschen falsch positiv als richtig positiv getestet werden. Falsch positiv getestete Menschen müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden.

Wie wird in Hamburg getestet?


(Stand:  23. Februar 2021 09:15  Uhr)

In Hamburg wird entsprechend der nationalen Teststrategie empfohlen, bei folgenden Personengruppen Testungen durchzuführen:

  1. Symptomatische Personen, das heißt Personen mit jeglichen akuten respiratorischen bzw. COVID-19 typischen Symptomen, inklusive jedem ärztlich begründeten Verdachtsfall.
  2. Kontaktpersonen: alle engen asymptomatischen Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle im Rahmen von Testkapazitäten, das umfasst zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  3. Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten: In Einrichtungen wie Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und sonstigen Einrichtungen für vulnerable Gruppen sowie in der ambulanten Pflege ist umfangreicher zu testen, um Ausbrüche in solchen Einrichtungen zu verhindern oder schnell einzudämmen. Bei bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in stationären Einrichtungen sollten daher alle Bewohner und Patienten, ggf. auch Besucher getestet werden. Zudem sollten alle Patienten und Bewohner vor (Wieder-)Aufnahme in eine solche Einrichtung bzw. vor einer ambulanten Operation getestet werden. Nach der Aufnahme wird empfohlen, diese Personen in gewissem Abstand erneut zu testen.
  4. Personal: Auch Personal in Krankenhäusern und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen soll vermehrt getestet werden. Als Kontaktpersonen sind Mitarbeiter, die COVID-19-Patienten betreuen, in jedem Falle regelmäßig zu testen. Bei Ausbrüchen in stationären Einrichtungen sollte auch das gesamte Personal einer Testung unterzogen werden. Zudem wird im Rahmen der anlasslosen Reihentestungen mit Antigentests das Personal getestet
  5. Gemeinschaftseinrichtungen: Bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (zum Beispiel Arztpraxen, Schulen, Kita, Asylbewerberheim, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt) sollten sich Personen in den Einrichtungen einer Testung unterziehen, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen. 

In der Woche vom 15. bis 21. Februar 2021 wurden an Werktagen in Hamburger Laboren etwa 14.849 pro Tag ausgeführt. Die Labore melden alle positiv getesteten Personen an die zuständigen Gesundheitsämter. Die Zahl der Testungen entspricht nicht der Anzahl der getesteten Patienten, da zum Teil bei Patienten im Krankenhaus mehrere Testungen pro Person durchgeführt werden. Zudem werden in Hamburger Laboren auch Tests für das Hamburger Umland durchgeführt.

Die in Hamburger Laboren verwendeten PCR-Nachweissysteme besitzen  eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität, die Spezifität dieser Test liegt bei nahezu 100%. Um falsch positive Testergebnisse zu vermeiden, werden beispielsweise „Dual Target“ Tests eingesetzt. Außerdem findet eine sorgfältige Auswertung durch in der PCR-Diagnostik erfahrene Ärztinnen und Ärzte statt.

Kommen in Hamburg Schnelltests zum Einsatz?


(Stand:  4. Dezember 2020 11:15  Uhr)

(04.12.2020, 11:15 Uhr)

Für regelmäßige Reihentestungen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, sowie (Zahn-)Arztpraxen werden PoC-Antigentests eingeführt. Die Einrichtungen müssen hierzu einrichtungsspezifische Testkonzepte erstellen, nach denen Personal, aber auch Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner, Betreuende sowie Besuchende getestet werden. Eine Umsetzung kann nur schrittweise erfolgen.

Wie aussagekräftig sind PCR-Tests? Ist die Falsch-Positiv-Rate sehr hoch?


(Stand:  25. November 2020 14:00  Uhr)

(Stand: 25.11.2020, 14:00 Uhr)

Mit modernen, hoch-sensitiven PCR-Tests lässt sich innerhalb weniger Stunden überprüfen, ob in einer Probe (z.B. einem Abstrich) die Gene des Erregers nachweisbar sind. PCR-Tests gelten als sehr sicher (nahezu 100%), zumindest wenn Probenahme, Transport und Analyse fachgerecht durchgeführt werden. In der Regel werden Testergebnisse außerdem durch Fachleute geprüft, bevor sie weitergegeben werden. Bei nicht plausiblen Befunden werden in der Praxis Testwiederholungen oder zusätzliche Testverfahren durchgeführt. Bei korrekter Test-Durchführung und fachkundiger Beurteilung der Ergebnisse geht das RKI daher von einer sehr geringen Zahl falsch positiver Befunde aus.

Fehlerhafte Testergebnisse können allerdings vorkommen, wenn der Abstrich falsch genommen wird oder wenn Proben vertauscht, falsch beschriftet, kontaminiert, fehlerhaft analysiert oder falsch gemeldet werden. Eine hohe Arbeitsbelastung beim qualifizierten Laborpersonal sowie Lieferengpässe bei speziellen Reagenzien und Materialien können zu Fehlern und längeren Bearbeitungszeiten beitragen.

Weitere Informationen: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19 und Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

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