Corona-Tests

Neue Verordnung gilt seit 22. Mai 2021

Die neue Rechtsverordnung ist am am 28. Juli 2021 in Kraft getreten. Sie finden die aktuelle nichtamtliche Lesefassung unter www.hamburg.de/verordnung. Rechtlich maßgeblich sind die im Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlichten Fassungen und Änderungen (im Internet abrufbar unter www.luewu.de).

Hinweis: Die Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene finden Sie in unserem Artikel "Erleichterungen für Geimpfte und Genesene".

Test

Kann ich einen kostenlosen Corona-Test machen?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Jeder Bürger darf sich ohne Symptome mehrmals in der Woche kostenlos auf Corona testen lassen. Dafür gibt es mehrere Testzentren, Apotheken und Arztpraxen. Eine Übersicht über Testmöglichkeiten finden Sie unter folgendem Link: https://www.hamburg.de/corona-schnelltest
Beschäftigte können sich kostenlos bei ihrem Arbeitgeber testen lassen. Für Schülerinnen und Schüler gibt es Selbsttests an Schulen. 

Wenn Sie Corona-Symptome (unter anderem Husten, Fieber, Halsschmerzen, Verlust des Geschmackssinns) haben, dürfen Sie nicht zu den Testzentren gehen. Bleiben Sie zu Hause und isolieren Sie sich. Bitte verlassen Sie nicht das Haus und empfangen Sie keinen Besuch. Halten Sie zu allen Menschen Abstand. Rufen Sie die 116117 oder Ihre Hausärztin oder Hausarzt an. Die Ärzte entscheiden, ob ein Labortest gemacht wird und Sie zum Test in die Arztpraxis kommen müssen oder zu Hause getestet werden.

Gibt es Selbsttests für Zuhause, die anerkannt werden?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Im Februar hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die ersten Selbsttests (auch Eigenschnelltests genannt) zum Nachweis von SARS-CoV 2 zugelassen. Die bisher zugelassenen Selbsttests sind im Handel, in Apotheken oder über das Internet frei verkäuflich. Diese funktionieren über einen Nasenabstrich. Mehr Informationen zu den Selbsttests finden Sie hier. Eine Liste der anerkannten Selbsttests stellt das BfArM hier online zur Verfügung.

Ein Selbsttest kann nicht für die Aufhebung der Quarantänepflicht oder für Bereiche mit Testpflicht (zum Beispiel vor einem Besuch im Pflegeheim) genutzt werden, da hierfür eine professionelle und vor allem überwachte Probenentnahme erfolgen muss.

Wichtig ist, dass ein negatives Testergebnis bei einem Selbsttest nur als Momentaufnahme zu sehen ist, und daher trotzdem weiterhin die Hygienemaßnahmen eingehalten werden müssen.

Wo kann ich mich kostenfrei mit einem Antigen-Schnelltest testen lassen?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Hamburg ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern mehrmals in der Woche einen kostenlosen Corona-Schnelltest durchführen zu lassen. Diese Testungen leisten einen Beitrag dazu, Corona-Infektionen zu erkennen und die Infektionen schnell einzugrenzen. In der Übersichtskarte finden Sie Testzentren und Apotheken, die einen Schnelltest kostenfrei anbieten. Zusätzlich bieten viele Arztpraxen auch Testmöglichkeiten. Die verfügbaren Angebote in Arztpraxen können sie unter https://eterminservice.de/terminservice einsehen und buchen oder Sie melden sich direkt bei Ihrer Hausarztpraxis.

Was bedeutet ein negatives Testergebnis bei einem Antigen-Schnelltest?


(Stand:  2. Juli 2021 00:00  Uhr)

Ein negatives Schnelltestergebnis bedeutet, dass Sie zum Test-Zeitpunkt wahrscheinlich nicht mit dem Coronavirus infiziert sind und vermutlich in diesem Moment keine anderen Menschen anstecken können.  Möglicherweise sind Sie aber auch ganz frisch infiziert, das Virus ist noch nicht nachweisbar, aber vermehrt sich gerade. Deswegen gilt ein negatives Testergebnis nur für 48 Stunden. Außerdem kann ein negatives Testergebnis falsch sein. Das heißt, nicht immer erkennt der Test, ob jemand Corona hat. Deshalb ist es wichtig, dass Sie immer die AHA+L+A Formel einhalten, auch wenn Sie ein negatives Testergebnis haben.

Was ist der Unterschied zwischen PCR-Tests, Antigen-Schnelltests und Selbsttests?


(Stand:  2. Juli 2021 00:00  Uhr)

Ein Selbsttest (Eigenschnelltest) ist ein Schnelltest für zu Hause, den man selbst durchführt. Dafür nimmt man mit einem Wattestäbchen einen Abstrich, meist aus der Nase. Diese Tests können Sie zum Beispiel beim Discounter kaufen. Da Selbsttests auch falsche Ergebnisse anzeigen können, muss bei einem positiven Ergebnis immer ein PCR-Test in einem Testzentrum durchgeführt werden. Diesen können Sie als gesetzlich versicherte Person kostenlos beim Arzt, in einem Testzentrum oder über die Terminvergabe machen. Bei privat krankenversicherten Personen können je nach Vertrag Kosten entstehen.

Antigen-Schnelltests (PoC-Tests) werden durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt. Meist wird ein Nasen- und/oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt direkt vor Ort und dauert ca. 15 Minuten. Diese Tests können Sie jederzeit und kostenlos in den Testzentren der Stadt, bei Apotheken oder beim Hausarzt machen. Wenn dieser Test positiv ist, müssen Sie auch einen PCR-Test machen (beim Arzt, in einem Testzentrum oder über die Terminvergabe). Eine Übersicht über die Testzentren und Apotheken finden Sie hier: Übersichtskarte.

Mit einem negativen Antigen-Schnelltest, können Sie unter anderem in einem Restaurant sitzen, eine Pflegeeinrichtung oder den Friseur besuchen. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein.

PCR-Tests sind die sichersten und genauesten unter den Corona-Tests. Durch medizinisch geschultes Personal wird ein Nasen- oder Rachenabstrich entnommen. Die Auswertung findet in einem Labor statt. Das Ergebnis liegt nach etwa 24 Stunden vor. PCR-Testungen müssen nach einem positiven Antigen-Schnelltest oder nach einem Selbsttest gemacht werden, um das Ergebnis zu überprüfen. Auch  wenn Sie Symptome haben, sollte ein PCR-Test gemacht werden.

PCR-Test können an folgenden Orten durchgeführt werden:

  • in vielen Testzentren
  • nach telefonischer Anmeldung bei Ihrem Hausarzt
  • in einer Infektsprechstunde (Terminvereinbarung unter https://eterminservice.de/terminservice oder telefonisch über die 116117-Stichwort Infektsprechstunde)

Was passiert nach einem positiven Antigen-Schnelltest-Ergebnis?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Wenn Sie ein positives Ergebnis nach einem Selbsttest oder einem Schnelltest haben, sind Sie wahrscheinlich mit Corona infiziert. Ab Erhalt eines positiven Schnelltest-Ergebnis sind Sie quarantänepflichtig! Sie müssen sich zu Hause isolieren, um keine anderen Menschen anzustecken. Sie müssen einen PCR-Test machen, um zu überprüfen, ob Sie wirklich infiziert sind, weil es auch falsche Ergebnisse gibt. Bitte vereinbaren Sie schnellstmöglich eine PCR-Testung bei Ihrem Hausarzt, in einem Testzentrum oder über die Terminvergabe.

Wenn der PCR-Test auch positiv ist, schickt das Labor Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer an das Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt ordnet dann eine Isolierung an. Das bedeutet, dass Sie unbedingt zu Hause bleiben müssen. Sie dürfen keinen Besuch bekommen und müssen sich auch so gut wie möglich von Ihren Familienangehörigen fernhalten. Bitte halten Sie sich genau an die Anweisungen des Gesundheitsamtes.

Wenn es Ihnen gesundheitlich schlecht geht, rufen Sie Ihren/Ihre Hausarzt/Hausärztin oder die 116117 an.

Wie funktioniert ein Antigen-Schnelltest?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Bei einem Antigenschnelltest werden Eiweißbestandteile des Virus (Antigene), meist in einem Rachen- oder/und Nasenabstrich nachgewiesen, man spricht von einem direkten Virusnachweis. Im Testkit befinden sich markierte Antikörper, die sich – vereinfacht gesagt – beim Kontakt mit Viruseiweiß verfärben. Das Ergebnis kann dann ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest an einem Teststreifen abgelesen werden. Diese Testmethode wird beispielsweise in den Testzentren der Stadt und Apotheken genutzt. Auch Selbsttests/Eigenschnelltests funktionieren so. Da Antigen-Schnelltests bisher nicht so zuverlässig sind wie PCR-Tests (Sensitivität und Spezifität sind geringer), muss jedes positive Testergebnis eines Schnelltests mit einer PCR-Testung bestätigt werden.

Durch regelmäßige Wiederholungen der Testungen wird die geringere Sensitivität im Rahmen anlassloser Reihentestungen ausgeglichen, daher werden Antigen-Schnelltest auch für die Testungen von Schülerinnen und Schülern genutzt.

Wie funktioniert ein PCR-Test?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Mit einem PCR-Test wird das Erbgut eines Virus nachgewiesen. Da in einem Abstrich nur sehr wenig Erbgut vorhanden ist, wird dieses mit Hilfe einer PCR (Polymerase-Chain-Reaction, Polymerase-Kettenreaktion) vervielfältigt. Die gesuchten Gensequenzen aus dem Erbgut werden anschließend mit Hilfe von Fluoreszenz sichtbar gemacht. Liegt keine Infektion mit dem Erreger vor, erscheint kein fluoreszierendes Material. Durch die Vervielfältigung können auch sehr geringe Mengen an Erbinformation nachgewiesen werden, PCR-Test haben eine sehr hohe Spezifität und Sensitivität und gelten als „Goldstandard“ beim Nachweis von SARS-CoV-2.
Das dieses Verfahren sehr aufwändig ist, dauert es etwas 24 Stunden, bis nach der Probenentnahme das Ergebnis vorliegt.

Was ist ein Antikörpertest?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Für einen Antikörpertest braucht man eine Blutprobe. Im Blut wird dann nach Antikörpern gesucht, die der Körper nach einem Kontakt mit dem Virus gebildet hat. Mit einem Antikörpertest wird also keine akute Infektion nachgewiesen, sondern im Nachhinein überprüft, ob eine Infektion zu einem früheren Zeitpunkt vorgelegen hat. Durchschnittlich eine Woche nach Symptombeginn wird der Antikörpertest positiv, diese Phase kann aber auch länger dauern und in einigen Fällen sind trotz durchgemachter Infektion keine Antikörper nachweisbar. Daher sind diese Tests nicht zum Nachweis einer Infektion aussagekräftig. Und auch hier ist die Qualität der angebotenen Tests sehr unterschiedlich hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität.

Was bedeuten die Begriffe Sensitivität und Spezifität?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Die Begriffe Sensitivität und Spezifität geben Auskunft über die Qualität eines Tests. Je höher die Angaben zu Sensitivität und Spezifität, desto besser ist der Test.

  • Sensitivität: Die Sensitivität besagt, wie viele infizierte Personen tatsächlich als solche erkannt werden. Bei einer Sensitivität von 70 % werden also 30 von 100 Infizierten fälschlicherweise nicht erkannt, wiegen sich aber in Sicherheit, nicht infiziert zu sein.
  • Spezifität: Die Spezifität besagt, wie viele nicht-infizierte Personen als falsch-positiv identifiziert werden. Diese müssen sich in Quarantäne begeben und nachgetestet werden. Bei der derzeitigen relativ geringen Häufigkeit von Infektionen bedeutet eine Spezifität von 98 % bereits, dass von den Personen mit einem positiven Ergebnis mehr Menschen falsch positiv als richtig positiv getestet werden. 

Ein positives Testergebnis eines Selbsttest oder Antigenschnelltest muss immer mit einem PCR-Test bestätigt werden, da es bei diesen Tests zu falsch positiven Ergebnissen kommen kann. Bis zum Erhalt des PCR-Ergebnisses müssen Sie sich zu Hause isolieren und jeden Kontakt vermeiden.

Wann sollte ich einen Selbsttest machen?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Wenn Sie sich mit einer anderen Person treffen möchten oder Ihre Familienangehörigen Sie besuchen kommen, können Sie vorher einen Selbsttest machen, um andere Menschen zu schützen. Wenn Sie viel Kontakt zu anderen Menschen haben, zum Beispiel bei der Arbeit, können Sie sich ebenfalls regelmäßig selbst testen. Wichtig ist, dass Sie den Test möglichst genau durchführen und die Gebrauchsanweisung beachten.

 

Was bedeutet die Testpflicht an Schulen für mich und mein Kind?


(Stand:  2. Juli 2021 08:30  Uhr)

Wenn Sie möchten, dass ihr Kind zur Schule geht, muss ihr Kind sich selbst zweimal pro Woche mit Beginn des Unterrichts in der Schule testen. Wenn Sie das nicht möchten, muss ihr Kind zu Hause bleiben und zu Hause lernen, die Präsenzpflicht ist bis zum Beginn der Herbstferien ausgesetzt.

Sollte der Selbsttest ihres Kindes positiv sein, müssen Sie ihr Kind schnell aus der Schule abholen. Die Schule informiert das Gesundheitsamt und Sie müssen bei ihrem Kind einen PCR-Test machen lassen. Bis das Ergebnis da ist, muss ihr Kind zu Hause bleiben, sich von anderen Familienmitgliedern fern halten und darf keinen Besuch bekommen.

Wie oft sollten sich vollständig geimpfte Personen testen lassen?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Die meisten geimpften Personen müssen sich nicht mehr testen lassen. Als geimpfte Person gilt man 14 Tage nach der zweiten Impfung (Genesene: 14 Tage nach einer Impfung). Diese Personen müssen eine Impfbestätigung vorlegen (zum Beispiel gelber Impfausweis) und können damit ohne Test zum Friseur oder ins Restaurant. Für Geimpfte, die mit vulnerablen Personengruppen arbeiten (Pflege, Krankenhaus und andere) gilt weiterhin eine wöchentliche Testpflicht.

Wie wird in Hamburg getestet?


(Stand:  6. Juli 2021 11:00  Uhr)

In Hamburg wird entsprechend der nationalen Teststrategie empfohlen, bei folgenden Personengruppen Testungen durchzuführen:

  1. Symptomatische Personen, das heißt Personen mit jeglichen akuten respiratorischen bzw. COVID-19 typischen Symptomen, inklusive jedem ärztlich begründeten Verdachtsfall.
  2. Kontaktpersonen: alle engen asymptomatischen Kontaktpersonen bestätigter COVID-19-Fälle im Rahmen von Testkapazitäten, das umfasst zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  3. Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten: In Einrichtungen wie Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und sonstigen Einrichtungen für vulnerable Gruppen sowie in der ambulanten Pflege ist umfangreicher zu testen, um Ausbrüche in solchen Einrichtungen zu verhindern oder schnell einzudämmen. Bei bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in stationären Einrichtungen sollten daher alle Bewohner und Patienten, ggf. auch Besucher getestet werden. Zudem sollten alle Patienten und Bewohner vor (Wieder-)Aufnahme in eine solche Einrichtung bzw. vor einer ambulanten Operation getestet werden. Nach der Aufnahme wird empfohlen, diese Personen in gewissem Abstand erneut zu testen.
  4. Personal: Auch Personal in Krankenhäusern und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen soll vermehrt getestet werden. Als Kontaktpersonen sind Mitarbeiter, die COVID-19-Patienten betreuen, in jedem Falle regelmäßig zu testen. Bei Ausbrüchen in stationären Einrichtungen sollte auch das gesamte Personal einer Testung unterzogen werden. Zudem wird im Rahmen der anlasslosen Reihentestungen mit Antigentests das Personal getestet
  5. Gemeinschaftseinrichtungen: Das Personal in Gemeinschaftseinrichtungen wird ebenfalls regelmäßig mit Antigentests getestet. Bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (zum Beispiel Arztpraxen, Schulen, Kita, Asylbewerberheim, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt) sollten sich Personen in den Einrichtungen einer Testung unterziehen, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen. Diese Testung wird durch das Gesundheitsamt angeordnet.
  6. Alle Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Deutschland haben die Möglichkeit, sich kostenlos in Hausarztpraxen, Apotheken und Schnelltestzentren mindestens einmal wöchentlich mittels Antigentest testen zu lassen. Eine Liste mit den Standorten und Kontaktdaten der Testzentren und Apotheken finden Sie hier: www.hamburg.de/corona-schnelltest/

In der Woche vom 28. Juni bis 4. Juli 2021 wurden an Werktagen in Hamburger Laboren etwa 8900 Testungen pro Tag ausgeführt. Die Labore melden alle positiv getesteten Personen an die zuständigen Gesundheitsämter. Die Zahl der Testungen entspricht nicht der Anzahl der getesteten Patienten, da zum Teil bei Patienten im Krankenhaus mehrere Testungen pro Person durchgeführt werden. Zudem werden in Hamburger Laboren auch Tests für das Hamburger Umland durchgeführt.

Die in Hamburger Laboren verwendeten PCR-Nachweissysteme besitzen  eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität, die Spezifität dieser Test liegt bei nahezu 100 Prozent. Um falsch positive Testergebnisse zu vermeiden, werden beispielsweise „Dual Target“ Tests eingesetzt. Außerdem findet eine sorgfältige Auswertung durch in der PCR-Diagnostik erfahrene Ärztinnen und Ärzte statt.

Enthalten die Wattetupfer der Schnelltests gesundheitsgefährdende Stoffe oder „schwarze Würmer“?


(Stand:  16. April 2021 13:45  Uhr)

Die Frage, ob die Abstrichtupfer der an den Schulen verwandten Schnelltests gesundheitsgefährdende Stoffe oder gar „schwarze Würmer“ enthalten, wird in den Medien und Letzteres vor allem in den Sozialen Medien thematisiert. 

Die Abstrichtupfer der aktuell in den Kitas, Schulen und Behörden verwendeten Schnelltests für Laien sind regelhaft mit Ethylenoxid (EtO) sterilisiert worden. Bei der EtO-Sterilisation handelt es sich um ein weltweit zugelassenes Sterilisationsverfahren, das durch strenge Vorgaben klar reglementiert ist. So muss bei mit Ethylenoxid sterilisierten Medizinprodukten belegt werden, dass mögliche Sterilisationsrückstände nach Abschluss des Entkeimungs- und Desorptionsprozesses unterhalb der festgelegten Grenzwerte bzw. der analytischen Nachweisgrenzen liegen (vergl. DIN EN ISO 10993-7).

Zudem handelt es sich bei den Abstrichtupfern um Produkte, die im Regelfall lediglich im Sekundenbereich punktuell mit den Schleimhäuten in der Nase in Berührung kommen. Insofern haben Gesundheitsexperten keinerlei Bedenken gegen die Verwendung der Abstrichtupfer, es sind keine gesundheitlichen Risiken zu befürchten.

Im Übrigen ist durch die Sterilisation der Abstrichtupfer sichergestellt, dass sich keine „schwarzen Würmer“ auf den Wattestäbchen befinden. Was unter dem Mikroskop auf Wattestäbchen oder auch Masken gefunden werden kann, sind mikroskopisch kleine Fädchen, die sich aus Fasern, Hautschuppen und Fett bilden können. Es handelt sich also in keinem Fall um Organismen und es geht keinerlei gesundheitliche Gefährdung von ihnen aus.

 

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einer Person hatte, bei der COVID-19 nachgewiesen wurde? 


(Stand:  21. Mai 2021 17:00  Uhr)

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden und sich zusätzlich vorsorglich selbst in eine freiwillige Quarantäne begeben. Das bedeutet: zuhause bleiben, Kontakte vermeiden und eine gute Händehygiene sowie Husten- und Niesregeln einhalten. Das Gesundheitsamt entscheidet über die Dauer der Quarantäne.

Enge Kontaktpersonen sollten sich zu Beginn der Quarantäne nach Erhalt ihrer Quarantäneanordnung  bei ihrem Hausarzt oder in einer Infektsprechstunde (Terminvereinbarung unter https://eterminservice.de/terminservice oder telefonisch über die 116117-Stichwort Infektsprechstunde) mittels PCR testen lassen. Bitte begeben Sie sich auf direktem Wege zum Testort und tragen Sie eine FFP2-Maske.

Sollten Sie Selbsttests zur Verfügung haben, können Sie sich während der 14-tägigen Quarantäne zuhause testen.

Nach Ende der Quarantäne, an Tag 15, vereinbaren Sie bitte erneut einen Termin für einen Antigentest in einem Testzentrum, beim Hausarzt oder in der Apotheke.

Wichtig: Ein negativer Test befreit nicht von der Quarantänepflicht! Diese kann nur durch das Gesundheitsamt aufgehoben werden.

Wie verhalte ich mich, wenn ich glaube, an COVID-19 erkrankt zu sein?


(Stand:  1. März 2021 18:30  Uhr)

Erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger mit Symptomen wie Fieber, Husten, Atemwegsbeschwerden oder dem Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns ist der telefonische Kontakt zum Hausarzt. 

Bei schweren Erkältungssymptomen und allen anderen Erkrankungen, die eine dringende ärztliche Behandlung oder Beratung erforderlich machen oder wenn Sie keine Praxis aufsuchen können (zum Beispiel bei Immobilität) können Sie den Arztruf Hamburg anrufen unter der 116 117 (Terminservicestelle). Unter dieser Telefonnummer erhalten Sie optional auch einen Termin in einer Infektsprechstunde. Es ist auch möglich, online einen Termin für eine Infektsprechstunde zu vereinbaren: https://eterminservice.de/terminservice.

Der Hausarzt oder der Arztruf entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden soll und begleiten Sie durch das Testverfahren. Ein Test wird in der Regel nach Vorgaben des RKI außerhalb von Einrichtungen in den folgenden Fällen durchgeführt:

  • Symptome: Wenn Sie akute Krankheitsanzeichen wie etwa Kurzatmigkeit oder Atemnot haben (Erkrankung der Atemwege) und/oder den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns feststellen oder
  • Kontakt: Wenn Sie in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde und sie bei sich COVID-19-typischen Symptomen egal welcher Schwere (www.rki.de/covid-19-steckbrief) feststellen

Der Arzt oder die Ärztin bespricht das weitere Vorgehen mit Ihnen. Ist ein Test gemacht worden, sollten bis zum Erhalt des Ergebnisses dringend Kontakte zu anderen vermieden werden und wenn irgend möglich das zu Hause nicht verlassen werden. Zudem sollte die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachtet werden.

Personen, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt COVID-19-Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt ihres Bezirks oder bei der Corona-Hotline der Gesundheitsbehörde unter 040/428 284 000 (täglich von 7 bis 19 Uhr). An den Wochenenden ist die Hotline samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen:  Flussschema des RKI, Sozialbehörde, Aktuelle Hinweise zum CoronavirusInformationen für Patienten zum Corona-Virus (Kassenärztliche Vereinigung);

Sind Schnelltests, die in Schulen, Kitas und in städtischen Betrieben eingesetzt werden, gesundheitlich bedenklich?


(Stand:  21. Mai 2021 17:00  Uhr)

Alle von der Freien und Hansestadt Hamburg erworbenen Schnelltests für Laien sind vom Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) freigegeben. Diese Tests werden auf der Liste von Antigen-Tests aufgeführt und entsprechen den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes (MPG) und denen des Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Zudem haben die an Schulen eingesetzten Tests die vom Paul-Ehrlich-Institut zusätzlich durchgeführte Evaluierung bestanden, sie gelten damit als medizinisch unbedenklich.

An den Hamburger Schulen kommen nur Schnelltests zum Einsatz, die den hohen gesetzlichen Ansprüchen für Medizinprodukten entsprechen, vom Bundesministerium geprüft und freigegeben wurden und von denen keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeht. Das gilt für alle an Schulen eingesetzten Schnelltests der Marken Siemens, Roche und Lyher. Diese Tests werden in allen Bundesländern und Lebensbereichen eingesetzt, unter anderem auch in Kitas und Schulen. Alle Tests basieren darauf, dass mit einem kurzen Wattestäbchen im vorderen Nasenraum ein Abstrich gemacht wird. Das Wattestäbchen mit dem Abstrich wird danach in einem gesonderten Reagenzbehälter in eine Testlösung getaucht und anschließend mit der Lösung entsorgt. Dabei wird Testlösung weder eingenommen noch inhaliert.

Müssen Arbeitgeber Schnell- beziehungsweise Eigentests für ihre Beschäftigten anbieten?


(Stand:  11. Juni 2021 15:00  Uhr)

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Beschäftigten zweimal wöchentlich ein Testangebot machen. In Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitenden kann der Arbeitgeber im Anschluss an einen PoC-Test Testung eine Arbeitgeberbescheinigung über das Testergebnis ausstellen, welches der Mitarbeitende auch in der Freizeit verwenden kann. Weitere Informationen finden Sie unter www.hamburg.de/arbeitgeberbescheinigung-testung.

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