Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Geschäftsbericht 2020 10. Risikobericht

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Die nachfolgend dargestellten Risiken können einen negativen Einfluss auf die Vemögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns FHH haben. Sie wirken sich in unterschiedlichem Maße auf die Haushaltswirtschaft der Stadt Hamburg aus.

Risikobericht Abbildung 14: Überblick über die im Haushaltsjahr 2020 identifizierten Risiken für die weitere Entwicklung

10. Risikobericht

Vor Allem die Corona-Pandemie wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns FHH noch über viele Jahre beeinträchtigen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie Abbildung 15: Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die übrigen identifizierten Risiken treten im Vergleich hierzu in den Hintergrund. Die sonstigen Risiken für den Haushalt, unter anderem aus der Zinsentwicklung oder der Wertentwicklung derivativer Finanzinstrumente, scheinen gegenwärtig nicht virulent.

Die Risiken im Zusammenhang mit der Buchhaltung und der Informationstechnologie betreffen die Konsistenz des Zahlenwerks. IT-Verfahren, die noch nicht den handelsrechtlichen und kassenrechtlichen Anforderungen entsprechen, werden Schritt für Schritt ertüchtigt, um den hohen Anforderungen des kaufmännischen Rechnungswesens gerecht werden zu können. Dies betrifft beispielsweise die Einführung eines neuen Verfahrens für die Abwicklung der Sozialhilfe und die Modernisierung der Systeme der Personalverwaltung.

Den Risiken mit Bezug zur Infrastruktur begegnet der Senat mit dem Abbau des Sanierungsstaus und der laufenden Instandhaltung des öffentlichen Vermögens. Dieser Ansatz wird im Rahmen eines integrierten Erhaltungsmanagements verfolgt.

Die personalwirtschaftlichen Risiken bestehen vor allem darin, dass rund ein Viertel der Beschäftigten der Hamburger Verwaltung älter als 55 Jahre ist. Die Zahl der Versorgungsempfängerinnen und -empfänger wird somit bis zum Jahr 2029 vermutlich auf etwas mehr als 71.000 Personen ansteigen. Die Versorgungszahlungen werden dann mit rund 1,8 Mrd. Euro um fast ein Viertel höher liegen als heute. Dies schlägt sich in höheren Rückstellungsbedarfen für Pensionen und Beihilfen nieder. Risikobehaftet ist für die Stadt auch die juristische Überprüfung von Besoldungsgesetzen hinsichtlich der amtsangemessenen Alimentation. Für vergangene Zeiträume hat die Stadt bilanzielle Vorsorge in Form einer Rückstellung von 461 Mio. Euro getroffen. Wird darüber hinaus das gegenwärtige Besoldungsrecht beanstandet, könnten sich weitere haushalterische Risiken in dreistelliger Millionenhöhe je Haushaltsjahr ergeben.

Der Senat wird voraussichtlich im Herbst 2021 mit einer Drucksache zur Neuausrichtung der HSH Finanzfonds AöR (FinFo) auf die Bürgerschaft zugehen. Vorsorglich wurden aber bereits die Kreditermächtigungen in Höhe der ausstehenden Verbindlichkeiten der FinFo aufgestockt, ebenso die Liquiditätshilfen zu Gunsten der FinFo. Die wirtschaftliche Entwicklung der hsh portfoliomanagement AöR, welche die Aufgabe hat, von der HSH Nordbank AG (heute Hamburg Commercial Bank AG) übernommene Kreditforderungen zu verwerten und abzuwickeln, ist gegenwärtig schwer zu prognostizieren. Im Jahresabschluss 2020 musste die Rückstellung für negatives Eigenkapital um 117 Mio. Euro auf nunmehr 387 Mio. Euro aufgestockt werden. Eine weitere Erhöhung der bilanziellen Risikovorsorge kann für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

 

Themenübersicht auf hamburg.de

Empfehlungen

Anzeige
Branchenbuch