Chronik - Finanzamt Hamburg-Mitte Chronik - Finanzamt Hamburg-Mitte

Finanzamt Hamburg-Mitte

Das Finanzamt Hamburg-Mitte ist das jüngste der Hamburger Finanzämter. Erst am 1. September 2005 entstand das Amt aus der Fusion von großen Teilen der - traditionsreichen - Finanzämter Hamburg-Mitte-Altstadt und Hamburg-Neustadt-St.Pauli.

Unser Amt befindet sich in der Steinstraße 10. Heute ist diese Straße eine bedeutende Verkehrsachse in der Innenstadt Hamburgs und bildet selbst die nördliche Begrenzung des Kontorhausviertels. Die Steinstraße war bereits 1269 die erste deutsche Straße mit STEINpflaster. Diesem Umstand verdankt die Straße im Übrigen ihren Namen. Erst 1368 bekam Nürnberg als zweite deutsche Stadt eine gepflasterte Straße.

Im frühen Mittelalter lag die Steinstraße noch außerhalb der Stadt und führte als Landstraße vom Marientor nach Osten. Sie bildete den durch die Vorstadt des St. Jacobi-Kirchspiels verlaufenden Teil der alten Landstraße nach Lübeck. Im 13. Jahrhundert wurde sie dann eine Hamburger Hauptstraße. Sie war so berühmt, dass die Hamburger seinerzeit die Redensart über einen unbedarften Menschen: „Er weiß nichts von Gott und der Welt“ abwandelten in „He weit von Gott nich und von keen Steenstroot“.

Charly Wittong (1857 bis 1943) wurde 1925 berühmt mit dem Couplet des Hamburger Liedermachers und Box-Promoters Walter Rothenburg (1889 - 1975):

„An de Eck von de Steenstroot steiht ´n Olsch mit Stint,
will mi vertellen, dat dat Schellfisch sünd.
Dor kummt een Schutzmann, de seggt ganz slau:
„Mien leebe Froo, dat sünd jo Kabeljau!“

Das Gebäude in der Steinstraße 10 wurde zwischen 1910 und 1925 gebaut und diente ursprünglich als Verwaltungszentrum der Karstadt AG. Heute wird das Gebäude von drei Hamburger Finanzämtern (Hamburg-Hansa, Hamburg-Mitte und dem Finanzamt für Steuererhebung) und dem IT-Referat vom Amt 5 der Finanzbehörde genutzt.

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