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Evangelisches Christentum Die pfingstliche Zeit

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Entsprechend dem Anliegen der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg und als Einladung an die anderen Religionen und Konfessionen werden in diesem Beitrag nicht nur historische und theologisch-dogmatische Informationen zu den Festen gegeben. Im Blick ist die Reflexion über den Zusammenhang von Festpraxis und kultureller Lebenswelt.

Die pfingstliche Zeit - evangelische Feiertage Kalender Hamburg

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Kapitelübersicht

Himmelfahrt

- 21. Mai 2020, beweglicher Feiertag-
Lateinisches Kreuz Lateinisches Kreuz, Symbol d. Christentums
Der Himmelfahrtstag, ursprünglich mit der Osterfeier eng verbunden und seit dem 5. Jahrhundert als eigenes Fest begangen – der im Himmel entschwindende Jesus verleiht den Seinen seinen Segen und bringt die christliche Gemeinde auf den Weg, den sie fortan selbst zu gehen haben – ist in der Moderne in seinem religiösen Sinn zunehmend im Allgemeinbewusstsein verloren gegangen.

Heute wird er als „Vatertag“ meist als säkulares Maifest gefeiert – in Analogie zum Karnevalsfest teilweise mit ekstatisch alltagsüberschreitenden Alkoholexzessen.

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Pfingsten

- 31. Mai bis 1. Juni 2020, bewegliche Feiertage -
Das Pfingstfest selbst ist um die Wirksamkeit des Heiligen Geistes, seiner heilsamen Macht als „Helfer“ und seiner verändernden Kraft, aus der die Kirche erwächst, kirchlich gegenüber Weihnachten und Ostern ebenfalls stärker an den Rand gedrängt, ist jedoch in Lebensgefühl und Religion der Pfingstkirchen – und damit der am stärksten wachsenden Kirchen des Christentums – sehr lebendig. „Pfingsten bedeutet, ergriffen zu werden von göttlicher Lebenskraft und menschlicher Lebenslust, individuell und gemeinschaftlich.“[1]

Die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten ist zugleich die Hoch-Zeit von kirchlichen Kasualien, insbesondere der Konfirmation. In den lebenseröffnenden Kasualien findet zugleich das pfingstliche Motiv des Aufbruchs zu erfülltem Leben eine Gestalt.

Gesamtkirchlich findet in der Evangelischen Kirche in diesen Wochen seit Jahrzehnten der Deutsche Evangelische Kirchentag und damit eine wiederkehrende Versammlung des Protestantismus statt – ein fest und gesellschaftliches Großereignis mit Hunderttausenden von Menschen zwischen gesellschaftspolitischer Verantwortung, populärer Kultur und liturgischer Feier.

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Urlaub

Die anschließenden hochsommerlichen Wochen sind in unserer Gesellschaft für nahezu dreiviertel aller Menschen die Zeit des Urlaubs und der Reisen.

In vielen Gemeinden werden zu Beginn dieser Zeit Gottesdienste mit Reisesegen gefeiert, damit wird eine Tradition wieder lebendig, in der seit dem 11. Jahrhundert in das Heilige Land ausziehende Pilger vor ihrem Aufbruch gesegnet wurden.

Autor: Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann

Anmerkungen

[1] Kristian Fechtner, Im Rhythmus des Kirchenjahres. Vom Sinn der Feste und Zeiten, Gütersloh, 2009, 118.

Schülerkommentare: Evangelische Feiertage

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