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FAQ Häufige Fragen und Antworten

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Hier finden Sie die Antworten auf die meistgestellten Fragen.

FAQ – Service – Hafenpassage Hamburg – A 26-Ost

1.    Warum braucht Hamburg eine neue Autobahn im Süden der Stadt?
Mit dem Bau der A 26 Hafenpassage Hamburg verfolgen der Bund und die Stadt Hamburg vor allem vier unterschiedliche und gleichermaßen wichtige Ziele:

  • Die A 26 Hafenpassage Hamburg schließt eine Lücke im überregionalen Bundesfernstraßennetz.
  • Der Ost-West-Verkehr und die weiträumigen Hafenverkehre werden gebündelt.
  • Die Lärm- und Schadstoffbelastungen aus dem Straßenverkehr in den städtischen Wohnquartieren verringern sich.
  • Der Hamburger Hafen als internationale Verkehrsdrehscheibe und einer der größten Arbeitgeber in Norddeutschland kann verlässlicher erreicht werden.
  • Die neue Bundesautobahn ist ein Projekt der Bundesrepublik Deutschland. Daher trägt auch der Bund die Kosten für den Bau der Autobahn.

2.    Wie verläuft die A 26 Hafenpassage Hamburg?
Die A 26 Hafenpassage Hamburg ist ein Teilstück der 58 Kilometer langen Autobahn A 26 in Norddeutschland. Der 9,7 Kilometer lange Abschnitt verbindet die Autobahnen A 1 und A 7.
Die A 26 Hafenpassage Hamburg ist in drei Abschnitte gegliedert:

  • Abschnitt 6a: AK (Autobahnkreuz) HH-Süderelbe (A 7) – AS (Anschlussstelle) HH-Moorburg
  • Abschnitt 6b: AS HH-Moorburg – AS HH-Hohe Schaar
  • Abschnitt 6c: AS HH-Hohe Schaar – AD/AS HH-Stillhorn (A 1)

3.    Was bedeutet die A 26 Hafenpassage für den Verkehr?
Die hafennahe Verbindung der europaweit wichtigen Autobahnen A 1 und A 7 führt über die Elbinsel. Rund 34.000 Fahrzeuge überqueren täglich die Köhlbrandbrücke als wichtigste Querungsmöglichkeit der Süderelbe in West-Ost-Richtung. In Zukunft wird der Verkehr um Hamburg weiter zunehmen, insbesondere der Güterverkehr. Dessen Anstieg kann nicht allein auf Schiene und Wasserstraße abgewickelt werden. Für 2030 wird ohne eine Entlastung durch den Bau der A 26 allein für die Köhlbrandbrücke mit einer Zunahme auf rund 42.000 Fahrzeuge pro Tag gerechnet – bei einem Anteil an Schwerlastverkehr von annähernd 50 Prozent. Im Bereich der Freihafenelbbrücke würde sich der der Kfz-Verkehr – ohne Hafenpassage Hamburg – um 30 Prozent erhöhen.

Um das höhere Verkehrsaufkommen zu bewältigen und das Risiko von mehr Staus, längeren Reisezeiten und mehr Emissionen aufzufangen, ist eine Erweiterung des Autobahnnetzes notwendig. Die Hafenpassage Hamburg reduziert deutlich die Verkehrsbelastung in den Stadtteilen Wilhelmsburg und Harburg. Darüber hinaus schafft sie erstmals eine direkte Straßenverbindung der Hansestädte Stade, Hamburg und Lübeck.

Das bedeutet: weniger im Stau stehen, Zeit sparen und sicherer fahren.

4.    Was bringt die A 26 Hafenpassage Hamburg für den Hafen?
Der Hamburger Hafen ist angesichts seiner großen nationalen und internationalen Bedeutung sowie einer zunehmenden internationalen Konkurrenz auf eine verlässliche und schnelle Erreichbarkeit angewiesen. Die Hafenpassage Hamburg hat daher nicht nur eine regionale, sondern eine bundesweite Bedeutung. Deshalb wird sie Bestandteil des Bundesfernstraßennetzes. Mit der besseren Erreichbarkeit des Hafens wird die Güterversorgung und die Zuverlässigkeit von Transporten sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unmittelbar gestärkt: Davon profitieren der Hamburger Hafen, die über 160.000 direkt oder indirekt Beschäftigten und auch die gesamte Hamburger Wirtschaft. Zudem bildet die A 26 den Lückenschluss im überregionalen Straßennetz als Verbindung zwischen den Seehäfen an Nord- und Ostsee.

5.    Braucht man die A 26 Hafenpassage Hamburg, wenn der Umschlag am Hafen zurückgeht?
Die Prognosen gehen mittel- und langfristig weiter von einer Steigerung der Umschlagszahlen aus. Ein Projekt wie die A 26 Hafenpassage Hamburg kann angesichts schwankender Umsatzzahlen nicht jährlich neu bewertet werden – dafür sind die Vorlaufzeiten in der Planung und Umsetzung zu lang. Es ist eine vorausschauende Planung für viele Jahre erforderlich, um einer Überlastung der Infrastruktur im Hinterlandverkehr entgegen zu wirken.


6.    Können Lärm und Schadstoffe reduziert werden?
Die Hafenpassage Hamburg bedeutet für viele Bürgerinnen und Bürger vor allem in Wilhelmsburg und Harburg eine Entlastung von Verkehr und damit von Lärm und Schadstoffen. Die Trasse verläuft weitgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Das macht die Planung nicht einfacher, verringert aber die Belastungen für die Anwohner. So wird das Siedlungsgebiet am Moorburger Elbdeich südlich umfahren, das Naherholungsgebiet im Norden Wilhelmsburgs bleibt unberührt. Weiter östlich, in der Nähe des Wohngebietes Kornweide, wird die Autobahn auf einem Teilstück in einem Tunnel (Deckel Finkenriek) geführt, um die Beeinträchtigungen für die Wohnbevölkerung zu minimieren.
Die neue Autobahn erzielt die größte Entlastung von Lärm und Schadstoffen in Harburg entlang der B 73. Und jedes Fahrzeug, das die Hafenpassage nutzt, fährt nicht mehr über die Kornweide oder über die Kattwykbrücke.
Mehrere Lärmschutzwände sind zudem vorgesehen. Unter anderem sind in Bostelbek (Heimfeld) auf einer Länge von 690 Metern eine Lärmschutzwand und in Moorburg eine 475 Meter lange Lärmschutzwand geplant.

7.    Welche Auswirkungen hat die A 26 Hafenpassage Hamburg auf den Natur- und Artenschutz?
Bei dem Bau einer Autobahn spielen Natur- und Umweltschutz eine wesentliche Rolle. Deshalb führt die A 26 auch überwiegend durch Industrie- und Hafengebiete. Da, wo der Artenschutz betroffen ist, werden Maßnahmen, so genannte CEF-Maßnahmen , eingeleitet. Diese Maßnahmen sollen den Lebensraum für die betroffene Arten in Qualität und Quantität erhalten, indem nahe am Ursprungsgebiet neue Lebensräume geschaffen werden.

8.    Wie werden die Eingriffe in den Landschaftsraum bewältigt?
Um die Eingriffe in Umwelt und Natur möglichst gering zu halten, sind umfangreiche Maßnahmen geplant. Neben der Autobahn im Bereich des 2. Grünen Rings soll der dortige Freiraum erhalten bleiben. Darüber hinaus wird die A 26 intensiv begrünt, die so genannten Biotopverbunde für Tiere und Pflanzen bleiben bestehen. Die Moorburger Landscheide wird naturnah umgestaltet und damit aufgewertet. So sollen etwa für Moorfrösche, Fledermäuse und Amphibien geeignete Wege gefunden werden, ihren Lebensraum zu sichern. Außerdem werden weitere 57 Hektar landschaftspflegerischer Maßnahmen abseits der Trasse angelegt.

9.    Im Rahmen der Vorplanung wurde auch eine Nordtrasse diskutiert. Warum wurde diese Überlegung verworfen?
Bei der Vorplanung, im Vorfeld der sogenannten „Linienbestimmung“ zur Vereinbarung von Straßenverlauf und Straßenzweck, wurden mehrere Varianten – darunter auch eine Nordtrasse – geprüft. Verschiedene Ziele waren dabei wichtig: Wirkungen durch den Verkehr, technische Gestaltung, Umweltverträglichkeit, Stadtentwicklung und Stadtbild, Hafenwirtschaft sowie die Kosten. Dabei wurde eine der diskutierten Südtrassen – die heutige A 26 Hafenpassage Hamburg – insgesamt als die beste Lösung bewertet.
Das hohe prognostizierte Verkehrsaufkommen in der Zukunft kann mit nur einer Stadtstraße im Norden nicht bewältigt werden. Zusätzlich wäre eine weitere leistungsfähige Straße im Süden notwendig geworden.

10.    Ist bei der A 26 Hafenpassage Hamburg auch eine andere Streckenführung denkbar?
Eine alternative Trassenführung bei Moorburg wurde als „Variante Süd 2“ untersucht. Diese würde aber Moorburg stark beeinträchtigen und eine mögliche Erweiterung des Hafens deutlich einschränken

11.    Sind der Ausbau der Haupthafenroute und eine Stärkung der Köhlbrandbrücke eine Alternative?
Die Köhlbrandbrücke ist als Teil der Haupthafenroute ein Herzstück des Straßennetzes der Stadt und des Hafens. An einem durchschnittlichen Werktag wird die Köhlbrandbrücke von rund 34.000 Fahrzeugen, darunter 13.000 LKW befahren. Sie verbindet die Stadt und den Hafen. Dies ist für die vielen Beschäftigten, die in Hamburg wohnen und täglich in den Hafen pendeln, besonders wichtig. Zudem schließt die Köhlbrandbrücke zahlreiche Betriebe im Zentrum des Hafens schnell und ohne emissions- und kostenintensive Umwege an die wichtige Verkehrsachse A 7 an.
Für die umfangreichen, kleinräumigen internen Hafenverkehre ist die Köhlbrandbrücke die Hauptverbindung – diese können so innerhalb des Hafengebietes abgewickelt werden, ohne die Bevölkerung im Umfeld übermäßig zu belasten. Diese verkehrlichen Funktionen werden auch in Zukunft erforderlich sein – unabhängig vom Bau der A 26.

Die Köhlbrandbrücke hat aber auch übergeordnete Funktionen. Sie dient für den Personen- und Güterverkehr als Umfahrung der Innenstadt und als Verbindung zwischen A 1 und A 7.
Weil sie für den Personen- und Güterverkehr der Stadt wichtig ist, belasten Bevölkerungs-wachstum, mehr Verkehr und ein höherer Umschlag am Hamburger Hafen in Zukunft die Köhlbrandbrücke noch stärker. Die Hafenpassage Hamburg ist notwendig, weil eine Querung des Köhlbrandes nicht ausreichen wird, um dieses Verkehrsaufkommen abzuwickeln. Darüber hinaus wird durch die neue Hafenpassage und die Köhlbrandbrücke ein guter Verkehrsablauf auch bei Baustellen, Staus und Störungen sichergestellt.

Die neue Autobahn A 26 kann die Köhlbrandbrücke daher nicht ersetzen, sondern ist eine wichtige Ergänzung.

12.    Könnte der Ausbau des ÖPNV eine Möglichkeit sein?
Der Ausbau des ÖPNV ist ein wesentlicher Baustein der wachsenden Stadt Hamburg und wird intensiv vorangetrieben. Doch so wichtig der Ausbau des ÖPNV ist: Der Gütertransport der Hafenindustrie kann nicht durch U- und S-Bahn ersetzt werden. Der ÖPNV ist damit eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für die neue Autobahn mit überregionaler Funktion. Zudem wird der notwendige Ausbau des Schnellbahnsystems in Hamburg nur möglich sein, wenn die Stadt ihre wirtschaftliche Dynamik behält. Auch dafür ist die A 26 Hafenpassage Hamburg wichtig.

13.    Welche Bedeutung hat die Süderelbbrücke als neue Elbquerung?
Die A 26 Hafenpassage Hamburg überquert die Süderelbe südlich der Kattwykbrücke und ergänzt vor allem die bereits heute hoch belastete Köhlbrandbrücke. Die Süderelbbrücke wird sich optisch in das Hafenumfeld einfügen und kann zu einem neuen Wahrzeichen Hamburgs werden.

14.    Wie kann die A 26 Hafenpassage Hamburg aus wirtschaftlicher Sicht eingeordnet werden?
Die A 26 Hafenpassage Hamburg ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 und dem zugehörigen Fernstraßenausbaugesetz im „vordringlichen Bedarf“ enthalten. Das Bundesverkehrsministerium bewertete den Bau der A 26 Hafenpassage Hamburg insgesamt mit einem sehr positiven und langfristigen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Kostenvorteile bedeuten hier nicht nur, dass Kosten gespart werden, sondern auch weiterer „Nutzen“ entsteht. Das geschieht dadurch, dass Stau vermieden, Lärm und Abgasemissionen reduziert, die Erreichbarkeit verbessert und somit die Wirtschaft gestärkt wird.

15.    Was kostet die A 26 Hafenpassage Hamburg und wer bezahlt das?
Die geschätzten Gesamtkosten wurden für den Bundesverkehrswegeplan zum Stand von 2014 auf rund 900 Mio. Euro ermittelt, die grundsätzlich der Bund übernimmt. Hamburg trägt, wie im Grundgesetz geregelt, die Planungskosten sowie anteilige Baukosten für Anschlüsse und Unterführungen.

16.    Das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 6a der A 26 Hafenpassage Hamburg begann Anfang 2017. Wozu benötigt man ein Planstellungsverfahren und wie läuft das ab?
In einem Planfeststellungsverfahren können Bürger, Interessengruppen, Verbände oder Unternehmen, die betroffen sind, ihre Einwendungen äußern. Ziel ist es, sämtliche Interessen anzuhören, zu erörtern, gegeneinander abzuwägen sowie nach Möglichkeit auszugleichen. Erst wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist, kann mit dem Bau begonnen werden.
Dabei ist das Verfahren in mehrere Schritte gegliedert: Zunächst gibt die unabhängige Planfeststellungsbehörde (ebenfalls ein Teil der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, BWVI) bekannt, wo und wann sie die Planfeststellungsunterlagen offen legt.
Für einen Zeitraum von einem Monat liegen daraufhin die Planfeststellungsunterlagen öffentlich in den betroffenen Bezirken aus. Diese sind auch online im Internet einsehbar. Bürgerinnen und Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange können in dieser Zeit – bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist – Einwände und Anregungen bei der BWVI äußern.

Nachdem die BWVI im Auftrag des Bundes auf die Einwendungen und Stellungnahmen geantwortet hat, führt sie einen Erörterungstermin durch. Erst danach kann das Projekt genehmigt werden. 

17.    Wann könnte der Bau der A 26 Hafenpassage Hamburg beginnen?
Der Bau des ersten Abschnitts 6a der A 26 Hafenpassage Hamburg von AK (Autobahnkreuz) HH-Süderelbe (A 7) bis AS (Anschlussstelle) HH-Hafen Süd würde frühestens ab 2020 beginnen und wird etwa vier Jahre dauern.

18.    Wie wirken A 26-West und -Ost zusammen?
Die A 26 entlastet die Stadt Hamburg vom Durchgangsverkehr und schließt eine Lücke im Fernstraßennetz um Hamburg. Mit den beiden Fernstraßen A 20 und A 26 in Niedersachsen und Schleswig-Holstein besteht zukünftig die Möglichkeit, die Elbe westlich von Hamburg zu unterqueren. In der Hansestadt ist die A 26 dabei in vier Abschnitte aufgeteilt: ein Abschnitt westlich der Autobahn A 7 (Abschnitt 4) und drei Abschnitte östlich der A 7 (Abschnitte 6a bis 6c).

19.    Welche Rolle spielt der Bürgerdialog?
Die Stadt Hamburg will den begonnenen Dialog intensiv fortsetzen und die Bürgerinnen und Bürger offen und transparent über alle weiteren Schritte informieren. Dazu werden im ersten Halbjahr 2017 verstärkt Informationsveranstaltungen in regionalen sowie in fachlichen Zusammenhängen stattfinden (z. B. in Moorburg, Bostelbek, für die Hafen-wirtschaft, in Wilhelmsburg, am Katenweg und an der Kornweide, in Finkenriek und Stillhorn sowie zu Themen wie Lärmschutz oder Verkehr).

Für den Abschnitt 6c zwischen der Anschlussstelle HH-Hohe Schaar und der A 1 führt das Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg eine umfassende Bürgerbeteiligung durch, um die Bevölkerung in die Planungen einzubeziehen. Am 1. Februar 2017 stellt Perspektiven! im Bürgerhaus Wilhelmsburg das Beteiligungsverfahren vor.

20.    Was können die Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen?
Die Trassenführung der A 26 Hafenpassage Hamburg ist grundsätzlich festgelegt. Mit den Bürgerinnen und Bürgern werden auch im Rahmen der Bürgerbeteiligung wichtige Fragen diskutiert: Dazu zählen die Optimierung des Lärmschutzes in der Nähe von Wohngebieten, verkehrsregelnde Maßnahmen oder bauliche Anpassungen im nachgeordneten Straßennetz (z.B. Durchfahrtbeschränkungen), die Fuß- und Radwegeführung im Umfeld und Querungs-möglichkeiten der A 26, aber auch die Umfeldverträglichkeit während der Bauzeit.

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