Vorgeschichte Die A 1 in Hamburg: eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im Osten der Stadt

Die Autobahn wird zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost (A 1/A 25) und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg dem zukünftigen Verkehrsbedarf angepasst.

Der Verlauf der A 1

Die A 1 in Hamburg: eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im Osten der Stadt

Die A 1 ist eine der ältesten Autobahnen Deutschlands. Bereits Ende der 1920er Jahre wurden während der Weimarer Republik mehrstreifige Schnellstraßen geplant. Nach der Eröffnung der ersten Autobahn, der heutigen A 555, im Jahr 1932, wurde schließlich in der Zeit des Nationalsozialismus intensiv der Bau von Autobahnen fortgeführt. So erfolgte der Erste Spatenstich zur A 1 bei Oyten am 21. März 1934. Autobahnen dienten in dieser Zeit vor allem als Propagandaprojekt: Abschaffung der Arbeitslosigkeit und neue Straßen für das Volk. Um den Menschen einen Arbeitsplatz zu geben, wurde beim Straßenbau bewusst auf den Einsatz schwerer Maschinen verzichtet und die Arbeiter, in der Zeit auch Bausoldaten genannt, haben mit Schaufel und Hacke ausgestattet Schwerstarbeit verrichtet. So wurden auf diese Weise im Schnitt 500 Meter Autobahn pro Tag gebaut und alle 6 Kilometer kam es zu tödlichen Unfällen unter den Bauarbeitern.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde am 25. Juli 1936 der 71 Kilometer lange Abschnitt zwischen Dibbersen und Oyten für den Verkehr freigegeben.  Ein Jahr später am 13. Mai 1937 schließlich der Abschnitt von Hamburg-Ost nach Lübeck. Hamburg wurde gen Süden 1939 durch die Süderelbbrücke an die Autobahn A 1 angeschlossen. Die sogenannte Hansalinie von Hamburg nach Bremen wurde bis 1939 mit 120 Kilometern Autobahn fertiggestellt und sollte zumindest im Süden Richtung Ruhrgebiet erweitert werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden weitere Planungen und Bauarbeiten an der A 1 ausgesetzt.

Erst wieder Mitte der 1950er Jahre wurde der Bau der Autobahnen fortgesetzt, um wirtschaftliche Entwicklungen Deutschlands durch eine bessere Erreichbarkeit im Land voranzutreiben.

1963 wurden die Autobahnstrecken Hamburg-Lübeck und Hamburg-Bremen durch die südöstliche Umgehung Hamburgs auf 13 Kilometern miteinander verbunden. Eines der Vorzeigeprojekte stellte hierbei die Norderelbbrücke mit ihrer Schrägseilkonstruktion dar.

1968 war die A 1 schließlich von Lübeck bis Köln durchgängig befahrbar.

Seit den 1970ern wurde die A 1 schließlich ab Lübeck gen Norden verlängert und auch im Süden wurde sie schrittweise Richtung Eifel ausgebaut. Heute umfasst die A 1 ganze 749 Kilometer.

Doch die Konzeption der Autobahnen bis Mitte der 1960er Jahre konnte bald nicht mehr mit der steigenden Anzahl von Fahrzeugen mithalten: Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wuchs der Straßenverkehr an – die ersten Staus entstanden. Anfang der 1960er Jahre betrug die Verkehrsbelastung auf der A 1 in etwa 10.000 Fahrzeuge am Tag. Heute sind es durchschnittlich 10 Mal so viele.

Auch die Deutsche Einheit, der Ausbau des europäischen Binnenmarktes sowie die wirtschaftliche und politische Öffnung Osteuropas führten zu einem Anstieg des Verkehrs auf Deutschlands Fernstraßen. So musste die A 1 in bestimmten Abschnitten mehr Fahrstreifen erhalten und entsprechend ausgebaut werden. Bereits 1989 wurde die Autobahn im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Öjendorf und Hamburg-Billstedt,  2008 schließlich im Abschnitt zwischen Hamburg-Billstedt und dem Autobahndreieck Hamburg-Südost von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Zwischen dem Kreuz Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg ist nun auch ein acht-streifiger Ausbau geplant, damit die Autobahn dem zukünftigen Verkehrsaufkommen gerecht werden kann.

 

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